13 Wochen Fokus
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13 Wochen Fokus – Woche 3: Entscheidungen

Rückblick auf die zweite Woche

In der zweiten Woche mit dem Thema „Was machst du öfter als ein Mal?“ sind interessanterweise einige Parallelen zu Routinen aufgetaucht. Interessant für mich deswegen, weil ich zwar schon eine Artikel-Reihe über Routinen geschrieben habe, dieses Recycling von einmal durchdachten Tätigkeiten allerdings nicht aus diesem Blickwinkel betrachtet habe. Somit danke an euch, die ihr diesen Gedanken mit eingebracht habt!

Woche 3: Ent-scheiden tut weh?

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  • Die unangenehme Aufgabe angehen oder doch lieber noch ein bisserl surfen?
  • Das Projekt aufgeben oder weiterführen weil „man“ fertig macht, was „man“ angefangen hat?
  • Den Job wechseln oder bleiben wo du vermeintlich sicher bist?

Du entscheidest dich unbewusst eigentlich den ganzen Tag über. Selbst kochen oder Lieferservice, zuhören oder gedanklich abdriften, anziehen was du dir hergerichtet hast oder doch lieber auf die Minustemperaturen reagieren?

Das Zauberwort ist „unbewusst“. Denn wenn es unbewusst geschieht, tut die Entscheidung meist nicht sehr weh. Sie wird einfach getroffen. Sobald dein Bewusstsein – sprich dein Kopf – mitspielt, wird es schon unangenehmer. Denn dann setzen die Filter deiner bisherigen Erfahrungen ein und Argumente pro und kontra werden gesucht, Konsequenzen werden klar.

Trotzdem plädiere ich dafür, z.B. probeweise in dieser Woche, bewusst Entscheidungen zu treffen. Denn jede bewusst getroffene Entscheidung ist auch ein Schritt in die Selbstbestimmung. Du setzt den entsprechenden Schritt – und wirst nicht durch Umstände oder andere Menschen in eine Richtung gedrängt!

Parallelen

Fallen dir bei den oben geschriebenen Beispielen Parallelen zu anderen Themen auf?

  • Die unangenehme Aufgabe weiterzuschieben hat etwas mit Ablenkung zu tun …
  • Das ungeliebte oder erfolglose Projekt wird aufgrund von Glaubenssätzen weitergeführt …
  • Du bleibst im ungeliebten Job, weil Angst dominiert.

3 Fragen, um deinen Entscheidungs-Typ zu bestimmen:

Wann triffst du Entscheidungen?

Passiv oder aktiv? Wartest du mit einer Entscheidung bis du mit dem Rücken zur Wand stehst und dir nichts anderes mehr übrig bleibt, als zu reagieren? Wie hast du bis zu diesem Zeitpunkt gehandelt: das Kommende ignoriert oder ständig daran gedacht?

Wie triffst du Entscheidungen?

Eher schnell – aus dem Bauch heraus – oder nach langem Überlegen? Platzt die Entscheidung förmlich aus dir heraus oder schleicht sie sich langsam von hinten an?

Wie gehst du mit „falschen“ Entscheidungen um?

Wenn du zurück blickst und aus der „Heute-Sicht“ feststellst, dass deine Entscheidung damals nicht die beste war: Haken drunter? Oder haderst du eher damit? Trauerst du über verpasste Gelegenheiten?

Es geht hier nicht um eine Bewertung, ob eine Art und Weise gut oder schlecht ist. Es geht darum, zu reflektieren, welche Umstände du brauchst, um eine klare Entscheidung treffen zu können und dich danach damit auch wohlzufühlen!

Daher die Challenge in dieser Woche:
  • Beobachte dich einerseits, was du brauchst, um „gute“ Entscheidungen zu treffen und
  • stärke andererseits deine Selbstbestimmung durch bewusste Entscheidungen.

Ein paar interessante Artikel habe ich in den letzten Wochen dazu gefunden:

Ich bin sehr gespannt auf deine Erkenntnisse – und nicht vergessen, auch jeder weitere Kommentar zu den letzten zwei Wochen spielt noch mit bei dieser 13-Wochen-Aktion!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


20 Kommentare

  1. Liebe Claudia,

    schönes Thema – bewusste Entscheidungen sind so wertvoll! Eine Lernerfahrung, die ich in den letzten Monaten gemacht habe ist: Bewusste Entscheidungen müssen nicht unbedingt kognitiv ablaufen. Man kann auch ganz bewusst auf seine Intuition oder Bauchgefühl hören, ohne genau abzuwägen ob das nach Verstandesmäßigen Gesichtspunkten „richtig“ oder „falsch“ ist.
    Voraussetzung dafür ist, dass man erst einmal lernt, sein inneres Gefühl zu hören und dem Schritt für Schritt zu vertrauen. Dann braucht man irgendwann gar nicht mehr lange abwägen und nachdenken, sondern kann ganz aus dem Bauch heraus eine bewusste Entscheidung fällen, die sehr treffend sein kann.
    Denn eine weitere Sache habe ich auch gelernt – auch wenn unbewusste Entscheidungen zunächst nicht sehr weh tun – häufig kommt irgendwann die Quittung und die ist viel schmerzhafter, als wenn man von Anfang an Verantwortung für die Entscheidung genommen hätte.
    Ich freu mich auf die Woche und werde berichten, wie es mir mit dem Fokus auf Entscheidungen ergangen ist!

    Liebe Grüße, Katrin

    • Liebe Katrin,

      wie wahr:

      auch wenn unbewusste Entscheidungen zunächst nicht sehr weh tun – häufig kommt irgendwann die Quittung

      Die Quittung kommt auch oft nur durch dieses schleichende Gefühl der Unzufriedenheit, weil Fremdbestimmung die Folge ist! Ich bin schon gespannt auf deinen Bericht!

      Liebe Grüße,
      Claudia

    • Liebe Birgit,

      wieder ein sehr schöner und treffender Artikel, danke! Morgen gibt’s übrigens einen kurzen Artikel mit einem Tipp, wie Bauchentscheidungen sichtbar gemacht werden können – vielleicht unterstützt das dann auch diese Woche der bewussten Entscheidungen!

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  2. Susanne sagt

    Ich freue mich schon auf eine spannende Woche in der ich versuchen werde herauszufinden warum ich manchmal ganz leicht entscheiden kann und manchmal hin und her überlege und trotzdem nicht so wirklich weiterkomme. Zum Thema falsche Entscheidungen, ich finde man sollte sie wohl betrachten um das nächste Mal nicht wieder den selben Fehler zu machen aber ansonsten ist es unnötige sich zu lange damit aufzuhalten- ändern kann man es eh nicht mehr . Also lieber vorwärts schauen.
    LG Susanne

    • Liebe Susanne,

      da hast du recht: Blick nach vorne aber aus der Vergangenheit lernen! Und ich bin auch der Meinung (wie auch Birgit in ihrem Artikel geschrieben hat), dass es keine falsche Entscheidungen gibt. Drum stand es ja in „Gänsefüßchen“. Lernen darf man trotzdem daraus 😉

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Liebe Frau Kauscheder,

    eine tolle Aktion haben Sie hier gestartet. Durch Jutta Held bin ich darauf aufmerksam geworden. Schon die Themen der ersten beiden Wochen fand ich sehr anregend und das Thema dieser Woche liegt mir besonders am Herzen.

    Früher sind mir Entscheidungen oft schwer gefallen, so dass ich immer wieder schon seit Jahren mein Entscheidungsverhalten beobachte und überprüfe.

    Verschiedene Dinge sind mir klar geworden:

    1.) Entscheidungen zu treffen, setzt Energie frei. Keine Entscheidung zu treffen, bindet Energie, führt zu Rückständen und ich fühle mich damit nicht gut. Von daher übe ich mich darin (mit wechselndem Erfolg, abhängig von meiner Konsequenz), möglichst schnell Entscheidungen zu treffen.

    Oft habe ich dabei festgestellt, dass ich intuitiv längst wusste, was ich wollte, aber mein Kopf noch Einwände hatte. Je mehr ich meinem inneren Wissen folge, desto einfacher fallen Entscheidungen.

    2.) Insgesamt zu wissen, was ich will und mein großes WARUM? zu kennen, erleichtert Entscheidungen. Ich übe mich darin, mich immer wieder mit meiner Vision zu verbinden und mich davon leiten zu lassen.

    3.) Damit in Zusammenhang steht, mehr und mehr meine Entscheidungen von meinem künftigen Selbst treffen zu lassen. Das heißt, ich nehme in meine Vision mit auf, wer ich werden will, wie eine noch weiter entwickelte Version meines Selbst aussieht. Wenn Entscheidungen anstehen, versetze ich mich in mein künftiges Selbst und dadurch werden viele Entscheidungen sehr schnell sehr klar und fallen auch anders aus als die Entscheidungen, die ich aus dem Ist-Zustand heraus treffe.

    4.) Falsche Entscheidungen? Gibt es die? Ich habe vor einiger Zeit einen Blog-Beitrag dazu veröffentlicht unter dem Titel „Wie gehen Sie damit um, wenn etwas schief gelaufen ist? – Mein 4-Schritte-Prozess zum Umgang mit Fehlern und Pannen“.

    Der dort beschriebene Prozess lässt sich auch auf Entscheidungen anwenden, mit denen man hadert (denn letztlich haben vermeintliche Fehler und Pannen viel mit Entscheidungen zu tun).

    Der Prozess läuft darauf hinaus, Fehler, Pannen, Fehlentscheidungen etc. ganz systematisch als Sprungbrett zu nutzen für eine bessere Zukunft und dabei auch unternehmerisch vorzugehen, indem man nicht nur überlegt „Was kann ich daraus lernen“, sondern auch Systeme schafft, um die künftig gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

    Ich freue mich schon auf die weiteren Themen in Ihrer Aktion, auf die ich gleich mal in meinen Netzwerken hinweisen will.

    • Liebe Frau Birkner,

      auch Ihnen besonderen Dank, dass Sie mitmachen und meine LeserInnen an Ihren Gedanken teilhaben lassen! Ich verfolge Ihren Blog schon länger und bin immer wieder begeistert, wie strukturiert und (trotzdem?) intuitiv Sie an Dinge heran gehen.

      Und herzlichen Dank für die Empfehlung an Ihr Netzwerk!

      Mit lieben Grüßen,
      Claudia Kauscheder

  4. Liebe Claudia,

    ich würde es so beschreiben:
    Bauchgefühl first und dann mit Argumenten absichern – meist hab ich dann festgestellt, dass das Baugefühl gut war.
    Was ich gelernt habe: nicht zu viele Meinungen einholen. Es gibt nie 2 exakt identische Meinungen – wär ja auch schlimm. Die Entscheidung muss im Endeffekt ich selbst vertreten und dafür gerade stehen.
    Daher pflege ich mein Bauchgefühl. Schreibe mir erste Gedanken und Gefühle auf um sie immer wieder zur Hand zu haben.

    Kein Mensch ist unfehlbar. Wichtig ist für mich, dass die Entscheidung in dem Moment, in dem ich sie getroffen habe für mich richtig war. Wenn neue Umstände dazu kommen, neue Argumente oder Fakten – dann muss man die Entscheidung neu bewerten. Nachjustieren. Jeder Plan ist nur so gut, als er auch verändert werden kann 🙂
    lieben Gruß
    Karin

    • Hallo Karin,

      Was ich gelernt habe: nicht zu viele Meinungen einholen.

      Das finde ich wieder sehr spannend – vor allem, weil wir uns doch aus Erfolgsteams kennen 🙂 Aber du hast natürlich völlig recht, die Entscheidungen muss man trotzdem selbst treffen und verantworten.
      Auch gut:

      Jeder Plan ist nur so gut, als er auch verändert werden kann.

      Darum mach‘ ich lieber Konzepte – die sind für mich gefühlsmäßig flexibler 😉

      Liebe Grüße,
      Claudia

  5. Eine Sache, die ich diese Woche schon erfahren durfte, möchte ich gerne jetzt schon mit euch teilen. Ich muss mich gar nicht für eine Sache entscheiden – sondern kann alles machen! Ich lese gerade das Buch von Barbara Sher „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast“. Es spricht mir so aus dem Herzen, wie selten ein anderes Buch. Die ganze Woche schon lasse ich mich von meinen Impulsen leiten und erledige nur die Aufgaben, auf die ich Lust habe. Wahnsinn, was ich in 3 Tagen schon alles geschafft habe. Und der „Pflichtteil“ erledigt sich wie von alleine! Ein tolles Gefühl!
    Ich dachte immer, ich sei verrückt, weil ich ständig neue Ideen und Impulse habe und vor lauter Fülle an Möglichkeiten oft wie gelähmt gar nichts tue. Damit ist jetzt Schluss – ich tue alles! Bis zum Ende meines Lebens ist ja noch genug Zeit 🙂

    • Jaaaa, Katrin! Das Buch habe ich auch vor ein paar Jahren gelesen und ich war ähnlich glücklich darüber, einen „Namen“ für mich gefunden zu haben. Ich bin auch so ein „Scanner“ – und finde das inzwischen natürlich 😉

      Viel Spaß noch!
      Claudia

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  9. Hallo Clauda,

    irgendwie habe ich deine Artikelserie zu Entscheidungen gefunden.
    Das mit den Entscheidungen war für mich immer ein Akt, weil ich zu lange überlegt hatte.
    Das hat sich erst geändert, als ich mir bewußt gemacht habe, egal welche Entscheidung ich treffe, ich bin sowieso dafür verantwortlich. Und egal was dabei rauskommt ich muß damit Leben können.
    Das hat mir vieles einfacher gemacht.

    Nochmal Danke für deine Anregungen.

    Herzlichst
    Georg

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