13 Wochen Fokus
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13 Wochen Fokus – Woche 2: Wiederholung

Bevor ich zum neuen Fokus der Woche und zum Rückblick der ersten Woche komme, möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die diese Aktion verteilt, vorgestellt – und natürlich dabei mitgemacht haben!

Kurzer Rückblick auf die vergangene Woche zum Fokus-Thema Ablenkung:

rueckblick_ablenkungWie auch bei anderen TeilnehmerInnen hat sich bei mir besonders die Ablenkung durch den Computer, insbesondere das Internet, gezeigt. Irgendwie logisch, weil ich nebenbei noch als Programmiererin – und somit sehr viel am Computer arbeite 🙂 Einfach abdrehen geht also nicht. Besonders am Montag „musste“ ich immer wieder auf die Statistiken vom Blog schauen, weil es doch sooo aufregend war!

Um etwas gegen die Ablenkung per Social Media oder auch eMails zu tun, gibt es viele Möglichkeiten: von ein bisserl Selbstdisziplin bis zu Programmen, die schlicht die Internet-Verbindung für eine bestimmte Zeit kappen. Ich habe in der vergangenen Woche (OK, erst ab Dienstag …) folgendes gemacht:

  • Emails „nur“ 3 Mal pro Tag abgerufen, sonst war das eMail-Programm geschlossen.
  • Facebook & Co. nur bewusst in Pausen aufgerufen und nicht im Hintergrund laufen lassen.

Das hat sich am Mittwoch noch sehr fremd angefühlt, am Freitag hat es mich nicht mehr so gestört, verinnerlicht habe ich es aber sicher noch nicht. Im Sinne der Weiterentwicklung werde ich das weiterführen.

Und los geht es mit dem neuen Fokus-Thema:

Was machst du öfter als ein Mal?

kw_41_wiederholungBei diesem Wochen-Fokus habe ich vor allem an all jene gedacht, die viel am Computer arbeiten. Ich bin aber ziemlich sicher, dass euch auch außerhalb des Computers Möglichkeiten ein- und auffallen werden, um euch das Leben zu erleichtern.

Texte wiederverwenden:

Das beginnt schon bei der eMail-Signatur und endet bei Texten für Ausschreibungen, die ihr mehrmals verwendet. Wie oft schreibt ihr täglich „Mit lieben Grüßen“?

Natürlich könnt ihr in eurem eMail-Programm eine oder mehrere Signaturen hinterlegen. Die könnt ihr aber z.B. nicht verwenden, wenn ihr in Blogs kommentiert 😉

Außerdem finde ich es persönlich nicht prickelnd, wenn ich 2-zeilige eMails bekomme oder verschicke, an denen dann eine ellenlange Signatur dranhängt.

Ich löse das mit zwei Programmen:

PhraseExpress

PhraseExpress, für den privaten Gebrauch kostenlos.

Vorteil: Es kann unendlich viel, vor allem könnt ihr Kurz-Bezeichnungen für Textbausteine definieren, die dann automatisch umgewandelt werden. Wenn ich z.B. „lgc“ eintippe, wird daraus „Liebe Grüße, Claudia“.

Nachteil: Es wird lokal am Computer installiert – und kann nur von hier aus verwendet werden.

Nicht nur Signaturen habe ich hier gespeichert, auch auf typische Adressen für das Fahrtenbuch, die Links zu meinen Blog-Beiträgen und zu meinen verschiedenen Profilen im Netz habe ich damit einen schnellen Zugriff.

Evernote

http://evernote.com, ebenso in der Basis-Version kostenlos.

Vorteil: Von jedem Gerät aus aufrufbar und somit überall verfügbar.

Nachteil: Es können keine Shortcuts angelegt werden und die dort angelegten Textbausteine können nur per copy und paste verwendet werden.

Ich verwende Evernote vor allem für längere Textpassagen.

Du kannst auf deinem Firmen-PC keine Programme installieren?

Evernote ist z.B. auch über den Browser aufrufbar. Wenn du an deinem Arbeitsplatz allerdings auch keinen Internet-Zugang oder nur einen sehr beschränkten hast, dann tut es ein einfaches Textfile auch. Es ist nur wichtig, die Textblöcke mit guten Überschriften zu versehen, damit du sie wiederfindest. Denn darum geht es: den Kopf frei zu bekommen und das Rad nicht mehrmals zu erfinden!

Checklisten

Einfach Dunja hat vor kurzem ein nettes Beispiel für eine private Checkliste gebracht. Aber vor allem bei Dingen, die du immer wieder aber nicht täglich tust, können Checklisten hilfreich sein, um effizienter zu arbeiten und dein Gedächtnis zu entlasten.

In der Artikel-Reihe über Routinen habe ich z.B. geschrieben, dass ich immer am Samstag meine Buchhaltung erledige. Was das mit Checklisten zu tun hat?

Mir ist nach einiger Zeit aufgefallen, dass ich immer wieder einmal etwas dabei vergesse, dass ich Ordner vorzeitig wegstelle, die ich eigentlich noch brauche, etc. Daher habe ich einen Buchhaltungs-Ablaufplan entwickelt, an den ich mich halte. Irgendwann werde ich ihn nicht mehr brauchen, momentan hilft er noch.

Für meine Blog-Beiträge habe ich z.B. auch eine Checkliste, um nicht zu vergessen, das Beitragsbild festzulegen, die Tags zu vergeben, usw. Auch hier wird der Ablauf irgendwann in Fleisch und Blut übergehen, bis dahin halte ich mich daran.

Wo könnten dir Checklisten eine Unterstützung sein?

Challenge dieser Woche:

Bei möglichst allem was du tust, frage dich, ob du es noch einmal brauchen wirst, denn Recycling ist nicht nur bei der Mülltrennung angesagt!

Ich freue mich auf eure Vorschläge und Erfahrungsberichte! Und nicht vergessen, ihr könnt natürlich auch noch Kommentare zur ersten Woche abgeben!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


18 Kommentare

  1. Pingback: Immer wieder Wiederholungen - Mehr Zeit zum Wohlfühlen steckt in Ihrem Zuhause

    • Liebe Birgit,

      ich find’s toll, welche Parallelen wir haben! Und danke für deinen tollen Artikel – und das Geschenk, es ist angekommen 🙂

      Liebe Grüße,
      Claudia

  2. Wiederholungen? Wiederholungen!
    Mein erster Gedanke zum diesem Thema: Das gibt es bei mir nicht, das sich Dinge wiederholen.
    Der zweite: Ja, natürlich gibt es sie. Die täglichen Routinen mit dem hübschen Haustier, im hauswirtschaftlichen Alltag, Sporttermine …
    Aber im Arbeitsalltag?? All die Dinge, die sich dort wiederholen, machen mich recht schnell ein wenig kribbelig, zu sehr bin ich auf: Was gibt es Neues? programmiert. Und deshalb, Dir liebe Klaudia, herzlichen Dank für diese Wochenanregung zur Besänftigung meiner hibbeligen Gehirnzellen. Denn Wiederholungen sind etwas, was meinen (Arbeits)alltag viel ruhiger und entspannter machen könnte, was ich mir jedoch viel zu selten gönne. Gerade die vergangene Woche ist ein Musterbeispiel. Als liebenswerte Hobby gönne ich mir das Zeichnen und werde als Premiere in einem neu eröffneten Geschäft in Linz auch Dinge mit selbst entworfenen und gedruckten Motiven zum Verkauf anbieten. Die Sachen sind gut gelungen und statt, dass ich mich ein wenig zurücklehne daran erfreue, rase ich gedanklich sofort weiter: Was könntest Du als nächstes STATTDESSEN anbieten?
    Das würde ich gerne ändern – zu meinen, entspannten Gunsten. Ich freue mich, auf Deine weiteren Anregungen des 13-Wochen-Fokus‘!
    Herzliche Grüße, Annette

    • Hallo Annette,

      schön, dich hier zu lesen! Finde ich ganz spannend, deine Schilderung von deinem Tun, denn so hätte ich dich gar nicht eingeschätzt, ich habe dich im Seminar eher entspannt und im Fluss erlebt und gar nicht kribbelig :-). Hast du schon einen Ansatz, WIE du etwas zu „deinen entspannten Gunsten“ ändern könntest?

      Herzliche Grüße nach Linz!
      Claudia

      • Hallo liebe Claudia,
        nach einer Nacht drüber schlafen, starte ich in die weitere Woche mit folgendem Arbeitsansatz:
        1. Ich habe einen, sich bisher eher im Schatten-aufhaltenden, und darum vielleicht umso wirkungsmächtigeren Glaubenssatz ins Rampenlicht gerückt: „sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen“. Dieser Ausspruch war ein ständiger Begleiter meines Heranwachsens. Im Rampenlicht fühlt sich dieser Glaubenssatz eher unwohl, er arbeitet lieber im Verborgenen – also ein erster kleiner Punktsieg für etwas Neues.
        2. Ich feile an einem neuen, rampenlicht-tauglichen Entspannungssatz, bisherige Arbeitshypothesen sind z.B. : „Erfolge feiern, Pausen zelebrieren, Dinge, die da sind, als solides, stärkendes Fundament wahrnehmen und schätzen…“ Wie gesagt, es wird noch gefeilt, bis etwas Neues schlüpfen kann.
        3. Ich bastle mir eine „Tatendrangliste“. Dort kommen sie ab sofort hin, meine kleinen, ungeduldigen Ideen, Einfälle, Aktionsplanungen, Umsetzungsstrategien. Diese hübsche Liste liegt immer griffbereit an meinem Schreibtisch – nicht penetrant sichtbar, aber in guter Armnähe.
        4. Und dann schaue ich mal, was sich weiter so tun will.
        Eine gute Woche wünscht Dir,
        Annette

        • Liebe Annette,

          Tatendrangliste – geniales Wort! Wie du beim Klopfen mit Glaubenssätze umgehen kannst, habe ich hier beschrieben – vielleicht hilft dir das auch!

          Liebe Grüße,
          Claudia

  3. Susanne sagt

    Wiederholungen klingen im ersten Moment nach Routine, Alltag…. Aber mannchmal ist es doch auch schön wenn man etwas wiederholen kann,wenn ich zum Beispeil weiß das eine Veranstaltung nächstes Jahr wieder stattfindet und es daher nicht schlimm ist wenn ich dieses jahr nicht alles erledigen konnte was interessant ist. Und irgendwie finde ich können Wiederholungen auch etwas beruhgend sicheres ausstrahlen das ist etwas das ich schon kann wo ich vielleicht gar nicht mehr drüber nachdenken muss, für mich sind Wiederholungen also etwas eher positives solange es nicht in totalen Alltagstrott ausartet.

  4. Liebe Claudia,

    ohne Wiederholungstermine (Serientermine) auf dem Handykalender meines Mannes wäre unser Alltag viel schwieriger und unser Bau kaum zu bewältigen gewesen.
    – Mülltonnentermine, Steuer, Rechnungen, Geburtstage ….
    auch die Wiederholungsfunktion im Outlook-Kalender kommt ausgiebig zum Einsatz.
    – Sitzungstermine, Statistik, Jourfixe ….

    Das gefällt mir an der „Wiederholungstechnik“ – sie entlastet mich – und das merkt man am Besten, wenn sie mal nicht klingelt.
    lieben Gruß
    Karin

    • Hi Karin!

      Wir haben ja schon mehrmals über deine Projekt-Planungen geschrieben – gibt es für dich auch so etwas wie Checklisten, Ablaufpläne oder ähnliches? Würde mich interessieren!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  5. Pingback: Glückszahl 13 oder sich selbst auf die Schliche kommen mit dem 13-Wochen-Fokus-Projekt von Claudia Kauscheder – https://abenteuerhomeoffice.at/ | Jutta Held Impulseblog

    • Liebe Claudia,

      „it’s magic“ – habe ich mir gerade gedacht, als ich den Link zu meinem Blogbeitrag zum 13-Wochen-Fokus-Projekt hier entdeckte.
      Und dann entdeckt, auch hier ist wieder da Thema WIEDERHOLUNGEN am Werk – im Sinne von unterstützenden WordPress-Routinen:)

      Ich freue mich auf den nächsten Wochen-Fokus und was ich dann entdecken werde – es ist für mich ein richtiges „ENTDECKER-PROJEKT“ – Charles Darwin, Kolumbus und ich, allen können wir was entdecken:)
      DANKE für die Idee und Durchführung!

      Liebe Grüsse
      Jutta

      • Liebe Jutta,

        vielen Dank für deinen Beitrag! Ich habe mir erlaubt, dir gleich bei deinem Blog-Artikel zu antworten. Mein Lieblingswort: Wiederholungs-Management – einfach genial 🙂

        Liebe Grüße,
        Claudia

  6. Tanja sagt

    Hallo Claudia,

    heute habe ich beschlossen, dass ich ein paar tägliche und monatliche Routinen restlos streichen werde.

    Automatisierte Abschlussfloskeln bei Emails hasse ich, deswegen wollt ich so etwas auch selbst nicht machen. Gleichzeitig ist es aber so, dass ich mehr private Emails schreibe als geschäftliche und dann auch entsprechendes nicht nötig ist.

    Durch das Nachdenken letzte Woche über Ablenkung habe ich mir vorgenommen meine Zeit im Netz weiter einzuschränken und habe dies letzte Woche dann bereits auch getan. Das fühlt sich sehr gut an. Die letzte Woche war abends der PC regelmäßig aus und wenn ich was nachschlagen wollte, habe ich dies auf dem Tablet getan, auf dem ich viel lese.

    So ist für mich dann Arbeit und Freizeit etwas klarer getrennt.

    Herzliche Grüße
    Tanja

  7. Liebe Claudia,

    Wiederholungen sind bei mir meine regelmäßigen Termine 1 x pro Woche bei Unternehmen Kairos,
    sowie meine 2 Termine im Fitness-center, dort mache ich ebenfalls bestimmte Zyklen, die sich jede Woche wiederholen. Wiederholungen sind auf meine neuen Routinen „Früh aufstehen, Herz der Rose,
    Meinen Tag zu reflekieren, habe ich meine Ziele verfolgt, ja – nein, Gibt es mögliches Verbesserungspotential. Danke dafür das Du dieses Projekt gestartet hast, es gibt mir neue Anregungen.
    lieben Gruß Annemarie

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