13 Wochen Fokus
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13 Wochen Fokus – 9 Chancen, aus Altem zu schöpfen

Wie sieht es bei dir mit dem Alten aus?

Alles vorbei und vergessen?
Alt = unnütz?
Alt wird ausgetauscht gegen Neu?

Ist das das „Im Hier und Jetzt leben“?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber am Ende eines Jahres habe ich verstärkt das Bedürfnis, zurück zu schauen und innezuhalten. Neues haben wir in den 13 Wochen Fokus bereits ausprobiert, manches davon vielleicht zu einer neuen Gewohnheit gemacht, und nun ist das Alte dran:

Deine Challenge in dieser Woche:

9 x Altes wartet in dieser Woche auf dich – was immer du davon aufgreifen, betrachten oder wertschätzen möchtest:

1) Altes Wissen bewahren

Das alte Wissen muss nicht das Wissen über Heilpflanzen sein, das vielleicht unsere Großeltern noch als normal empfunden haben. Aber ich bin ziemlich sicher, dass du im Verlauf deines Lebens schon einiges gelernt hast, was du derzeit nicht (mehr) verwendest.

Warum eigentlich nicht? Hast du irgendwann Kurse und Seminare besucht, deren Wissen vergraben oder vergessen ist? Könnte es sein, dass du damals einfach noch nicht bereit dafür warst oder es nicht gepasst hat? Wie sieht es heute damit aus? Du musst wahrscheinlich nicht tief graben – es ist da!

2) Alte Erinnerungen wachrufen

Wenn diese fiese kleine Stimme in deinem Inneren sagt: „Das schaff‘ ich nicht“ oder „Das kann ich nicht!“ – gerne auch „Das geht sich nie aus!“ – rufe dir in Erinnerung, was du in den letzten Jahren (vielleicht auch nur im aktuellen Jahr) geschafft hast.

Erinnere dich daran und zapfe diese Ressource als Motivation für dich an. Spüre hin, wie großartig sich das damals angefühlt hat – halte dieses Gefühl fest und erinnere dich immer daran, wenn diese Stimme zu laut wird.

3) Alte Täuschungen tauschen

Man könnte auch sagen: Ent-täuschungen zulassen. Du hast dich ge-täuscht. Du hast eine Illusion gegen eine Erkenntnis getauscht.

Manchmal nicht der schlechteste Handel, oder?

4) Alte Ziele hinterfragen

Das Thema Ziele hatten wir auch bereits in den letzten Wochen – nochmals die Aufforderung an dich, dir diese eine Frage zu stellen! Wie viel Frische du dadurch in deine Ziele bringen könntest!

Ein Ziele-PushUp sozusagen 😉

5) Alte Traditionen erhalten

Es gibt sie, diese Traditionen in der Familie (oder auch in der Firma), die Zeitaufwand bedeuten, manchmal lästig sind und sicher oft auch hinterfragt werden können.

Hinterlassen sie aber ein warmes, angenehmes Gefühl in dir, dann pflege sie und bewahre sie auch für deine Kinder/Arbeitskollegen und lass‘ sie nicht aus Bequemlichkeit einschlafen. Auch solche Gefühle und Erinnerungen sind Kraftquellen!

6) Alte Lieben wieder erwecken

Wofür hattest du früher Zeit – bevor du so beschäftigt und deine Tage so ausgefüllt waren wie jetzt? Hast du so eine alte Liebe?

Bei mir ist es z.B. das Handarbeiten. Ich habe exzessiv gestickt … konnte mich bis heute noch nicht einmal von den Garnen trennen … eine alte Liebe, die sich vielleicht mit der neuen Lesebrille aufwecken lässt 😉

Welche alten Lieben schlummern in dir?

7) Alte Weggefährten

Welche Menschen haben dich ein Stück deines Lebens begleitet? Hast du noch die Namen im Gedächtnis oder sind es nur mehr die Gesichter?

Ganz sicher sind es aber Erlebnisse und Emotionen, die mit diesen Menschen verknüpft sind.

Wenn du nicht mehr weißt, wieso dieser Kontakt eingeschlafen ist und ein Funke der Verbundenheit spürbar ist: in Zeiten von Sozialen Netzwerken könntest du auf die Suche nach alten Weggefährten gehen? Um vielleicht einmal gemeinsam in alten Erinnerungen und Gefühlen zu baden?

8) Alte Grenzen/Rahmen neu ziehen

Grenzen beginnen oft mit dem harmlos scheinenden Wörtchen „man“ (tut das nicht, kann das nicht, mag das nicht …). Ist es nicht großartig, dass du die Grenzen in deinem Kopf selbst bewegen kannst?

Du musst sie nicht gleich einreißen, wenn sich das nicht gut anfühlt … aber so ein bisserl Aufregung? Ist doch nicht das Schlechteste, oder? Kannst du sie spüren beim Gedanken daran, dir in so manchem inneren Bild von dir selbst einen neuen Rahmen zu verpassen?

9) Alte Bücher noch einmal lesen

Erinnerst du dich noch an DAS Buch? Das eine, das dich total gefesselt hat. Dir Herzklopfen, Tränen oder lautes Lachen entlockt hat, als du ein Kind warst?

„Meines“ war „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Ich erinnere mich auch noch, wie zornig und enttäuscht ich war, als der Film dazu gedreht wurde. Als Affront gegen jede Phantasie habe ich das empfunden. Was könnte dieses Buch in mir wachrufen, würde ich es jetzt, Jahrzehnte später, wieder lesen? Hast du auch „Dein Buch“?

Du fragst dich vielleicht jetzt, was diese „alten Zöpfe“ mit dir als Selbständige(r) oder Angestellte(r) zu tun haben?

Sie alle machen aus dir auch das, was du im „Hier und Jetzt“ bist, oder?

So schließt sich der Kreis.


14 Kommentare

  1. Hallo Claudia,
    da hast Du Punkte zusammengefasst, die mich auch immer wieder das ganze Jahr über beschäftigen.
    Ich versuche generell, mich über die positiven Dinge zu freuen und aus den negativen Dingen zu lernen.
    Gute Vorsätze, etwas zu verändern oder zu verbessern, kann man jederzeit fassen.
    Viele Grüße
    Claudia

  2. Liebe Claudia,

    sind wir schon in Woche 9??? Wahnsinn!

    Danke für diese schöne Liste. Ich kenne das Gefühl, am Jahresende noch mal zurück blicken zu wollen. Am 16.12. biete ich in Bonn einen Erlebnisabend an, wo wir genau das tun. Was war 2013 eigentlich alles? Dinge, die sich bewährt haben, kann man dann ins neue Jahr mitnehmen. Ich bin zwar ein Veränderungsjunky – aber immer alt gegen neu ist auch nicht mein Weg.
    Auf jeden Fall werde ich ein „altes Buch“ wieder rauskramen. „Drehbuch für Meisterschaft im Leben“. Das habe ich vor Jahren gelesen – und viel noch nicht verstanden. Mal sehen, wo ich heute stehe 🙂

    Liebe Grüße und eine schöne Woche euch allen,
    Katrin

    • Tanja sagt

      Hallo Katrin,

      bei dem Buchtitel hat es bei mir geklingelt. *denk soll ich das Buch auch nochmal rausholen oder ist es ein ganz anderes Buch, das für mich jetzt richtig wäre, nochmals zu lesen. Ich habe mir jetzt aus dem Regal „Drehbuch III Transformation statt Veränderung“ rausgegriffen.

      Dir viel Freude mit „Drehbuch für Meisterschaft im Leben“
      Tanja

    • Liebe Birgit,

      danke du treue Mitschreiberin 🙂 Wie schon im letzten Skype-Gespräch festgestellt: wir müssen uns für’s nächste Jahr etwas einfallen lassen!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Susanne Ebner sagt

    Schöne Worte zum Nachdenken – nicht nur am Ende eines Jahres
    Like much 😉
    glg Susanne

  4. Liebe Claudia,

    ich muss gestehen, zur Zeit ist mir eher nach Neuem 🙂 dennoch haben ausgewählte alte Stücke ihren Weg in unser neues Haus gefunden. Wie bei vielem „Die Dosis macht das Gift“.
    Aus dem riesen Haus meiner verstorbenen Oma hab ich lediglich einen Salzstreuer mitgenommen, aus unserer Renovierung ist eine alte Ofentüre übergeblieben.
    Bewußte Trennungen sind sehr reinigend. Der Nebel lichtet sich. Neues hat wieder Platz.

    lg karin
    schönes Thema von dir.

    • Liebe Karin,

      ich danke dir für den Gedankenanstoß. Was braucht es denn wirklich, um das Andenken an jemanden/etwas zu bewahren? Ein ausgewähltes Stück – wie ein Salzstreuer – und beim Anblick sind sofort alle Bilder und Gefühle wieder da!

      Schön!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  5. Tanja sagt

    Hallo Claudia,

    nachdem Katrin hier das Buch „Die Meisterschaft im Leben“ erwähnt hat, habe ich davon im 3. Band angefangen zulesen. Wahrscheinlich ist es eines der Bücher, das ich „entsorgen“ kann. Beim Lesen dachte ich an das Buch von Karl Renz „Das Buch Karl“ und habe es mal wieder rausgeholt. Beim letzten Mal als ich es gelesen habe, kannte ich schon einiges auswendig. Ob das immer noch so ist?

    Ich wünsche Dir ein schönes WE bzw. einen wunderschönen gemütlichen 1. Advent!

    Liebe Grüße
    Tanja

  6. Pingback: Alte Zöpfe abschneiden? - Familienalltag leicht gemacht

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