13 Wochen Fokus
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13 Wochen Fokus – Woche 6: Neues

Ich habe Lust auf eine witzige Woche! Auf eine Anders-Woche!

kw_45_neuesDarum ist auch der heutige Fokus-Artikel anders, ich beginne gleich mit deiner Challenge:

Die Challenge in dieser Woche für dich ist:

Mach‘ es anders. Mach‘ etwas Neues. Um es nicht nur beim Spaßfaktor zu lassen, kannst du beobachten, wie es dir dabei geht und wie dein Umfeld darauf reagiert.

Wozu das Ganze?

Ich bin auf der einen Seite bekennende Fürsprecherin von Routinen und Plänen, andererseits aber auch sehr neugierig und (fast) immer bereit, Neues auszuprobieren und Altes zu hinterfragen. Das widerspricht sich für mich nur bedingt.

So wichtig Rituale und Gewohnheiten sein können, es lohnt sich immer, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Wie kannst du sonst entscheiden, was zu dir passt?

Das Neue reizt mich vor allem, wenn ich darüber nachdenke, ob das, was ich bisher getan (oder auch nicht getan) habe, noch zu mir passt. Woher es kommt, dass ich es so mache oder auch einfach, wieso ich von einem bestimmten Gedanken überzeugt bin.

Es gibt da eine nette Geschichte, ich weiß leider nicht mehr, wo ich sie zuletzt gelesen habe, darum nur eine Kurzfassung davon:

Eine Tochter beobachtet, wie ihre Mutter beim Truthahn (oder ähnlichem) Stücke abschneidet, daneben in den Bräter legt und diesen in den Ofen schiebt. Sie fragt die Mutter, wieso sie das so macht und die Antwort der Mutter lautet: „Das weiß ich eigentlich nicht, das hat meine Mutter schon so gemacht.“ So fragt sie sich durch die Generationen und jede Frau gibt ihr die selbe Antwort, nämlich: „Das hat meine Mutter schon so gemacht.“

Die „Auflösung“ dieser Geschichte besteht darin, dass die erste Frau, die auf diese Weise den Braten vorbereitet hat, einfach einen zu kleinen Bräter hatte …

Eine weitere nette Geschichte dazu ist die von den Affen und den „gefährlichen“ Bananen.

Aktiv werden

Bist du es gewohnt, passiv darauf zu warten, dass dir dein Chef Anerkennung für deine Arbeit gibt? Wartest du darauf, dass deine Familie bemerkt, wie du Beruf und Familien-Wohl in Einklang bringst (das gilt übrigens für beide Geschlechter!)?

Dann werde aktiv. Weise darauf hin, was du leistest und fordere Anerkennung ein! Und vor allem: klopf‘ dir aktiv auch selbst auf die Schulter 🙂

Passiv sein

In vielen Bereichen bist du es wahrscheinlich gewohnt, die Dinge in die Hand zu nehmen. Du denkst für alle anderen mit und zerbrichst dir den Kopf über Sachen, die dich (eigentlich) gar nichts angehen.

Werde passiv! Beobachte mehr, übergib die Verantwortung an den/diejenigen, die es anbelangt. Das kannst du natürlich ganz aktiv machen – um dich dann zurückzuziehen.

Überzeugungen

Wie oft denkst du z.B.

  • Das kann ich nicht.
  • Da bin ich einfach nicht der Typ dazu.
  • Das liegt mir nicht.
  • Ich bin halt so.

Stelle diese Überzeugung in Frage. Lehne dich ganz weit aus dem Fenster und tu etwas völlig Überraschendes für dich und/oder andere!

Gewohnheiten

Wo ist dein „zerlegter Braten“? Es geht in dieser Woche nicht darum, sofort neue Gewohnheiten zu installieren und alles Alte hinter dir zu lassen. Aber du könntest doch etwas ausprobieren, um dahinter zu kommen, was dir Spaß machen oder deine Produktivität erhöhen könnte.

  • Wie wäre es mit einem 10-minütigen Spaziergang, bevor du zu arbeiten beginnst?
  • Normalerweise antwortest du per Mail auf ein Mail? Ruf‘ doch diesmal an!
  • Du schaust als erstes in der Früh in den Computer? Nimm stattdessen ein Buch zur Hand – oder ein Blatt Papier und einen Stift.

Einen wunderbaren Podcast gibt es übrigens von Hans-Jürgen Walter dazu, Ritualen Sinnhaftigkeit zu geben.

Etwas ganz Verrücktes

Bist du schon einmal ein ganz Stunde nur rückwärts gegangen? Hast du das Besteck in den falschen Händen gehalten? Dir die Zähne mit der unüblichen Hand geputzt? Du hast noch nie beim Aufstehen den Boden zuerst mit den Händen berührt? Nein?

Wenn du das ausprobierst könntest du bemerken, wie sehr du deine Aufmerksamkeit auf genau diese Tätigkeit fokussierst. Das ist eine wunderbare Achtsamkeits-Übung!

Ich bin schon sehr gespannt, ob sich bei euch Veränderungen und Erkenntnisse aus dieser Woche ergeben – und ob es Spaß gemacht hat ;-). Nächste Woche berichte ich, was ich in dieser Anders-Woche so erlebt habe!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


23 Kommentare

      • Hallo Frau Kauscheder,
        witzigerweise sollten wir heute Morgen in der Gymnastik auch rückwärts laufen. Da habe ich gleich an diesen Artikel denken müssen.
        Viele Grüße
        Claudia

        • Spannend – welche Erklärung hat es dazu gegeben? Das würde mich interessieren, denn, wie unten schon geschrieben, mir war nicht bewusst, dass das Rückwärts-Gehen nicht nur eine verrückte Idee ist!
          Liebe Grüße,
          Claudia

          • Hallo Frau Kauscheder,
            es war eine Qi Gong Stunde und das Rückwärtslaufen war am Anfang beim Aufwärmen.
            Ich fand es gut, mal in die andere Richtung zu laufen.
            Viele Grüße
            Claudia

  1. Tanja sagt

    Hallo Claudia,

    gerade zum Rückwärts gehen, habe ich letzte Woche etwas gelesen und es eine Weile ausprobiert. Rückwärtsgehen soll irgendwie zur Entspannung beitragen. Doch dabei ging es nicht darum, alles einfach rückwärts zu gehen, was man sonst vorwärts geht, sondern eine bestimmte sichere Strecke. Gut dass du mich daran erinnerst.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      hast du das online oder auf Papier gelesen? Würde mich wirklich interessieren, weil ich diesen Vorschlag wirklich aus dem Bauch heraus gemacht habe – ohne Hintergrund-Recherche 🙂

      Liebe Grüße,
      Claudia

      • Tanja sagt

        Hallo Claudia,

        Ich habe das mit dem Rückwärtsgehen in einem Ebook gelesen. Das ist nicht online aber auch nicht auf dem Papier. 😉 Da ich sooo viele Ebooks habe und auch angelesen habe, weiß ich im Moment leider nicht, in welchem ich das war.

        Liebe Grüße
        Tanja

        • Hi Tanja!
          Ich hab‘ mal gegoogelt und hauptsächlich Artikel über die physisch anscheinend sehr positiven Auswirkungen davon gefunden. Ich finde das insgesamt sehr witzig, weil es von mir wirklich nur eine „spinnerte“ Idee war – und jetzt ist da etwas dran 😉
          Liebe Grüße,
          Claudia

  2. Liebe Claudia,
    bei deinem Artikel musste ich schmunzeln – an Neuem fehlt es mir bekanntlich zur Zeit nicht.
    Neues zu suchen und zu finden – sich dafür zu entscheiden bedeutet auch, sich aus seiner Komfortzone zu wagen. Ein Risiko einzugehen. Mutig zu sein.
    Wenn man den Schritt dann gewagt hat – auf keinen Fall rückwärts SCHAUEN :)))).
    liebe Grüße
    Karin

    • Hab heute gleich mal mit unserer Tochter auf dem Weg von der Oma nach Hause das Rückwärtslaufen ausprobiert. War ungewohnt, anstrengend und super witzig. 🙂

      • Ui, in der Öffentlichkeit hab‘ ich mich das noch nicht „getraut“ – nur zu Hause, gratuliere! Wobei es wahrscheinlich mit Kind an der Hand leichter geht 😉
        Liebe Grüße,
        Claudia

    • Hi Birgit,
      das Eine schließt das Andere ja nicht aus – Routinen dürfen auch hinterfragt werden 😉 Und mit deiner Tochter hast du wirklich eine tolle Ideen-Geberin! Danke, dass du so an dieser Aktion dranbleibst! Ist wieder ein toller Artikel geworden – unter dem Tisch essen – was für eine Idee!!
      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Liebe Claudia,
    während des Lesens Deines Artikels bin ich sofort bei „Aktiv“ und „Passiv“ hängen geblieben. Vielen Dank für diese hilfreiche Irritation. Denn angesicht der Überschrift „Neues“ sprangen bei mir sofort alle Synapsen in den „Super-Aktiv“-Modus, weil: Will ich Neues, passiert ja nur etwas, wenn ich generiere, überlege, handele, initiiere… Sich hier einmal bewusst anders wahrzunehmen und die Synapsen als aufmerksame Beobachterinnen einzusetzen, die einfach nur registrieren, was passiert, wenn ich mal nichts tue, das finde ich äußerst spannend und entspannend…
    Herzliche Grüße aus Linz, Annette

  4. Susanne sagt

    Zum Thema Neues : es ist für mich immer interessant wenn im Sommer die Praktikanten kommen weil ich ihnen dann erklären muss warum man dieses so und jenes anders macht. Da hatte ich schon manche Erkenntnis das der eine oder andere Schritt halt nur aus Gewohnheit und nicht aus Sinnhaftigkeit so durchgeführt wird und auch die eine oder andere Anregung wie man diesen Schritt anders machen könnte. :-). Ich empfehle also Leute die noch nicht betriebsblind sind Einblick in den beruflichen Alltag zu gewähren.
    LG
    Susanne

  5. Tanja sagt

    Kennt von euch jemand den Ballengang? Leider habe ich das schöne Video, was ich vor 2 Jahren gesehen habe nicht mehr gefunden.

  6. Pingback: Mach etwas anders – 52 Schritte, die dein Leben vereinfachen - Vereinfache deinen Alltag

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