13 Wochen Fokus
Kommentare 9

13 Wochen Fokus – Woche 7: Ziele und wie sie funktionieren könnten

Rückblick auf die Anders-Woche

Die Anders-Woche war wie erwartet anders 🙂 Was habe ich ausprobiert?

  • Rückwärts gehen – im Haus schon sehr spannend 😉
  • Tee statt Kaffee in der Früh – ist sicher Gewohnheitssache, aber so richtig glücklich macht mich das nicht.
  • Ein paar Mal „Ja“ gesagt, wo von meinen Kindern ganz sicher „Nein“ erwartet wurde … hat einen hohen Unterhaltungswert!

Home-Office und Schuhe

Das größte AHA-Erlebnis hatte ich allerdings mit Schuhen. Ich arbeite nun seit 15 Jahren im Home-Office unter „verschärften Bedingungen“. Das heißt, mein Schreibtisch steht im Wohnzimmer, wo am Nachmittag natürlich das Leben tobt. Einerseits ist es sehr praktisch, von zu Hause zu arbeiten und nicht immer gestylt sein zu müssen, andererseits habe ich mich gefragt, wie das mein Mindset beeinflusst. Ich sitze zwar nicht in der Jogging-Hose vor dem Computer, aber doch eher leger.

Also anders gemacht:

  • Als alle aus dem Haus waren: Anziehen, herrichten, als würde ich ins Büro gehen.
  • Eine Runde um den Block laufen.
  • Dann zu Hause die Schuhe (nach gründlichem Abputzen) anlassen!

Habt ihr schon einmal beobachtet, wie anders ihr euch bewegt, wenn ihr Straßenschuhe statt Hausschuhen anhabt? Sehr spannend und nachahmenswert! Ich habe mich jedenfalls sofort im Arbeits-Modus gefühlt.

Was bringt dir die siebente Woche der 13-Wochen-Fokus:

Ich möchte nicht die vielen verschiedenen Techniken beschreiben, wie Ziele richtig definiert werden, das wäre in einem Artikel gar nicht abzuhandeln. Ich möchte dir nur ein Wort zuwerfen, das definierten Zielen so schnell die Luft auslassen kann, als würdest du mit einer Stecknadel einen prall gefüllten Luftballon bearbeiten.

kw_46_ziele

Warum!

Warum hast du dir dieses ganz spezielle Ziel gesetzt?

Ziele sind unbequem. Sie erfordern Einsatz, Selbstdisziplin, Überwindung, Korrektur und Veränderung – also warum zum Kuckuck tust du dir das an?

Ein klassisches Ziel: „Ich mache ab nächster Woche jeden Montag, Mittwoch und Freitag 1/2 Stunde Sport, damit ich in 3 Monaten 30 Minuten am Stück joggen kann.“

Vordergründig ist hier sogar ein „Warum“ enthalten – 30 Minuten am Stück joggen. Hintergründig frage ich:

  • Woher kommt dieser Wunsch, 30 Minuten joggen zu können?
  • Was passiert, wenn du das kannst?
  • Was wird das für dich verändern?
  • Wenn ich dir „verbiete“ 3 Mal die Woche Sport zu machen – welches Gefühl löst das bei dir aus?

Egal mit welcher Technik ein Ziel definiert wurde, ich habe folgende Erfahrung gemacht: wenn es nicht ganz tief in mir einen brodelnden Wunsch und ein Hoch-Gefühl beim Gedanken an dieses Ziel gibt, dann ist mein Scheitern vorprogrammiert. Ganz schnell gewinnt der Innere Schweinehund die Überhand und in harten Zeiten kann ich der Frage „Wieso tust du dir das eigentlich an?“ nichts entgegenhalten.

Darum lautet die Challenge in dieser Woche für dich:

Hinterfrage, welche Motivation hinter deinen Zielen steckt. Woher kommt sie? Wodurch nährst du diese Motivation? Wie hältst du sie aufrecht? Wie kannst du sie in schlechten Zeiten wieder aufbauen?

Ich wünsche dir eine spannende Reise zum Ursprung deiner Ziele – und bin gespannt auf deinen Reisebericht!

Noch ein bisserl Lesestoff:


Keine Zeit – und nie fertig?

Da hilft mein Audio-Kurs inklusive meiner besten Checklisten


 

9 Kommentare

  1. Pingback: Ziele im Familienalltag? - Mehr Zeit zum Wohlfühlen steckt in Ihrem Zuhause

  2. Liebe Claudia,

    das mit den Zielen ist immer spannend. Und die Frage nach der Motivation ist mit die wichtigste.

    Manchmal dient diese Frage aber auch dazu, ein Ziel zu verabschieden. Das ist mir erst letztens so ergangen.

    Lieben Gruß
    Birgit

    • Hallo Birgit,

      großartig, wie du immer den Bogen spannst! Und das Verabschieden von Zielen durch hinterfragen, hab‘ ich ja auch erst kürzlich hinter mich gebracht, wie du weißt! Ich kann nachempfinden, wie erleichtert du dich fühlst!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Tanja sagt

    Hallo Claudia,

    also ich finde die Ziele gar nicht so einfach. Oft übernimmt man ja Ziele der Gesellschaft und glaubt dann es sind die eigenen oder aber der Eltern, des Partners, des Chefs … Ich gehöre zu den Menschen, die immer wieder über ihre Ziele nachdenken und diese hinterfragen, manchmal weiß ich nicht, ob es kontraproduktiv ist.

    Nachdenkliche Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja!

      Danke für deine Zeilen. Ich denke, es macht einen Unterschied, wie du hinterfragst. Wenn es immer nur dein Innerer Zweifler ist, der da mitmischt, hast du recht, dann ist es kontraproduktiv.

      Liebe Grüße,
      Claudia

      • Tanja sagt

        Hallo Claudia,

        da muss ich nochmal drüber nachdenken, ob es innerlich wirklich nur die innere Kritikerin ist, die hinterfragt oder ob das Hinterfragen auch ein bestimmtes Ziel hat.

        Woran würdest du fest machen, ob es nur die innere Kritikerin ist oder auch andere Teile der Persönlichkeit?

        Nachdenkliche Grüße
        Tanja

        • Liebe Tanja,

          ich denke, ein Hinterfragen kommt immer von verschiedenen Anteilen unserer Persönlichkeit – in den vergangenen Wochen habe ich zum Inneren Team auch einige Anregungen geschrieben. Frage einfach die einzelnen Teile in dir, was sie davon halten – schriftlich notieren ist hier auch oft hilfreich. Wenn du dann als übergeordnetes Ziel im Kopf hast: „ich will mich gut fühlen“, dann stellst du dir schon die richtigen Fragen.

          Ich finde es auch nicht falsch, z.B. ein Ziel zu verfolgen, das ursprünglich aus „der Gesellschaft“ oder „der Familie“ entstanden ist – solange ich dahinter stehen kann und mich dabei wohl fühle. Hinterfragen um des hinterfragen willens – das kann kontraproduktiv sein.

          Du kannst mir auch gerne eine Mail schreiben, in dem du konkreter benennst, womit du dich gerade beschäftigst!

          Liebe Grüße,
          Claudia

  4. LIebe Claudia,

    Ziele klappen bei mir nur dann, wenn der Bauch und die Fantasie mitspielen…. und dann muss der Zeitpunkt passen. Der Rest klappt automatisch.

    Unser Haus: ich wollte immer ein Haus – als Kind schon. Die Vernunft hatte schon alles abgehakt. Und dann lasen wir die Anzeige – standen davor … der Rest war federleicht. Selbst 40 Tonnen Schutt konnten uns nicht davon abhalten, mit einem immer noch zufriedenen Grinsen durch die Räumen zu laufen und ungläubig zu staunen – das ist unseres.

    Meine Taschendiva: du weißt ja selber, wie lange sie mich schon begleitet. Der Zeitpunkt rückt näher 🙂 die Werkstatt ist eingerichtet – ich wache Nachts auf und entwerfe.

    Mein Fazit: wenn das Unterbewußtsein sein OK gegeben hat, wenn die Zeit reif ist, dann können SMARTE ZIele kommen. Dann finde ich einen Weg.

    PS: manche Ziele die ich schweren Herzens zurückgelassen habe sind nach Jahren wieder aufgetaucht und dann hat es gepasst :))

  5. Pingback: 9 Überlebens-Strategien in deinem Home-Office Teil 2 | Coach101

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare abonnieren?