Motivation und Durchhalten
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Wecke den pawlowschen Hund in dir!

Motivation Pawlowscher Hund

Es war mehr Zufall als Willkür

Ich habe nur einige wenige CDs auf meinem PC, die ich somit relativ häufig höre. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich bestimmte Alben immer nur bei bestimmten Tätigkeiten aufgedreht habe.

Nachdem mir das bewusst geworden war, war ich natürlich neugierig darauf, ob’s auch umgekehrt funktioniert: Arbeit vor sich haben und zur Einstimmung/Motivation die „antrainierte“ Musik aufdrehen.

Was soll ich sagen, natürlich funktioniert das 😉

Und was hat das jetzt mit einem Hund zu tun?

Der Ausdruck „Pawlowscher Hund“ geht auf ein Experiment des russischen Forschers Iwan Petrowitsch Pawlow zur klassischen Konditionierung zurück.

Ganz kurz und knapp: Dieser Forscher hat ein Experiment mit Hunden durchgeführt, indem er sie fütterte – und dabei immer eine Glocke läuten ließ. Im Endeffekt setzte nach einigem Training beim Hund der Speichelfluss ein, sobald er die Glocke hörte. Dieses Phänomen bezeichnete Pawlow als Konditionierung.

Tja und ich komme in Programmier-Stimmung und -Konzentration wenn ich folgende Alben höre:

Kreatives Schreiben fällt mir am leichtesten bei dieser Musik:

Konditionierung? Anker?

Aus NLP-Sicht habe ich mit dieser Musik einen Anker für mich gesetzt – du kennst das sicher auch:

  • Manche Speise-Gerüche versetzen dich automatisch in deine Kindheit …
  • Oder hast du „dein“ Lied aus deiner Jugend? Wenn du es hörst tauchen sofort bestimmte Bilder und Erinnerungen auf?
  • Oder: wenn du ein Stop-Schild siehst, steigt dein Fuß (hoffentlich) automatisch auf die Bremse – da musst du nicht darüber nachdenken.

Als dann auch noch in einem Online-Kurs für das Erstellen von Videos (übrigens sehr empfehlenswert, die Seite!) angeregt wurde, vor dem Drehen eines Videos immer die gleiche Musik abzuspielen, da wurde es Zeit, diesen Artikel zu schreiben!

Fazit

Mir ist bewusst, dass Musik-Berieselung nicht prinzipiell positiv für konzentriertes Arbeiten ist – und doch habe ich damit unter folgenden Voraussetzungen gute Erfahrungen gemacht:

  • Nur Musik die du „auswendig“ kennst – sonst bist du zu abgelenkt (vor allem bei deutschsprachiger Musik)!
  • Keine Dauerberieselung, sondern um dich in den Flow zu bringen, bzw. schneller zwischen den verschiedenen Tätigkeiten switchen zu können. (Bei mir z.B., um nach einer Zeit programmieren in „kreativ“ umzuschalten.)
  • Wenn du Kopfhörer verwendest, dann nimm bitte deinen Ohren zuliebe eine wirklich gute Qualität! Dasselbe gilt für PC-Boxen, auch dein Unbewusstes mag keine „flache“ oder „blecherne“ Musik-Qualität 🙂

Frage an dich:

Welche Musik hörst du am liebsten beim Arbeiten? Hinterlasse mir doch bitte deine Lieblings-Alben im Kommentar – vielleicht ist auch etwas für mich dabei 🙂

P.S.: Bleib‘ neugierig!


17 Kommentare

  1. Hallo Claudia,
    Musik spielt bei mir auch eine große Rolle. Beim Bügeln höre ich gerne laute und schnelle Musik, da es dann schneller geht. Zum Entspannen oder beim Lesen leise und langsame Musik.
    Viele Grüße und einen guten Start in die Woche.
    Claudia

  2. Hallo, Claudia,

    zum Malen lege ich immer Musik auf, ganz unterschiedlich, manchmal nur Entspannungsmusik, aber auch Chris de Burgh, Shaina Noll oder auch mal was Klassisches. Je nach Tempo und Melodie entstehen ganz unterschiedliche Werke!

    Eine sonnige Woche und liebe Grüße

    Connie

    • Hallo Connie!

      Das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Musik direkt in deine Bilder fließt! Das wäre doch eine Idee: ein bestimmtes Sujet unter dem Einfluss von verschiedenen Musikrichtungen malen – und dann gucken 🙂

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Hallo Claudia,

    die Erfahrung kenne ich – ich höre das Album Latin Hearts, wenn ich mich an neue Aufgaben/Themen heranmache.
    Hörbücher haben bei mir einen ähnlichen Effekt, „der ewige Gärtner“ ist für mich ein Begleiter bei Admin-/Sortieraufgaben.
    Und „Eat, Pray, Love“ hilft mir ab und an mich zu konzentrieren – ich kenne es fast auswendig:)

    Sonnige Grüsse aus dem Bay. Wald
    Jutta

    • Hallo Jutta!

      Danke für das Album Latin Hearts … das kannte ich nicht! Mit Hörbüchern habe ich es ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert, dann hab‘ ich so den inneren Befehl „zuhorchen!“. Das kommt vielleicht vom vielen Podcast hören?

      Liebe Grüße,
      Claudia

  4. Liv sagt

    Ich höre beim Bilderbearbeiten das Album “Viva la Vida“ Album von Coldplay.

    • Hallo Liv!

      Ui, du hast sensationelle Fotos auf deinem Blog, ich bin ganz begeistert! Danke, dass du mich hier besuchst! Coldplay ist super – ich hab‘ aber nur ein paar ausgesuchte Stücke auf dem PC, leider (noch) kein Album 🙂

      Ich wünsche dir einen schönen Tag!
      Claudia

  5. Hallo Claudia!

    Ich bräuchte Musik, damit ich endlich mein Büro zusammen räume, ansonst höre ich eher ruhige Musik beim Arbeiten. Musik kann unwahrscheinlich gut Stimmungen zaubern. Muss es probieren, zuerst Musik hören und dann zusammen räumen???
    LG
    Andrea

    • Hallo Andrea!

      Also so gaaaanz verhasste Dinge versüße ich mir mit Podcasts. Zusammenräumen, Ablage, Küche putzen, etc. Eine Auswahl meiner Lieblings-Podcasts findest du hier: . Wenn das nichts für dich ist, würde ich eher schwungvolle Musik gleichzeitig mit zusammenräumen verbinden. Es geht bei dem Tipp nicht darum, sich immer berieseln zu lassen, sondern dich zu trainieren. Zu Beginn immer die gleiche Musik beim Aufräumen horchen – und bald reicht der erste Song und du verspürst Lust auf’s Aufräumen (= Hund sabbert 😉 ).

      Wäre toll, wenn du berichtest, falls du es testest!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  6. Michaela Schara sagt

    Oiso, um nun auch ein paar stille Töne von mia zu geben ;):
    Beim Computern, in jedweder Form, herrscht R.U.H.E.
    Einfach herrliche, kraftvolle Stille, in allen Tonlagen.
    Allenfalls dürfen beim sommerlich geöffneten Fenster liebliche Gartengeräusche hereinplätschern. Doch sobald Kater und Amseln Streitgespräche führen (die der Kater immer verliert, laut mautzend) oder Nachbars ihre motorisierten Gartendingens anwerfen (die die Kinders dann versuchen zu überbrüllen), wird der Ausguck geschlossen und Stille.
    Sonst kann ich ja meine Gedanken nicht hören.

    ABER 😉 sobalds an Putz- und Kochtätigkeiten geht, wird aufgedreht. Und dann querbeet – alles was grad freut, Klassik, Pop, Alternatives gemischt und idealerweise zum laut Mitsingen … was vermutlich der Grund ist, warum wir kaum Ungeziefer haben 😉

    Und wenn ich abschalten und zugleich kreativ kopfarbeitend tätig sein will, dann wird Rasen gemäht – voll meditativ-produktiv und durchs laute Brummen sind andere Störgeräusche komplett ausgeschaltet 🙂

    Beim Autofahren (allein) hingegen sing ich laut meine alten und neuen Lieblingshadern, auch hier durch alle Stilrichtungen hindurch. Altes und neues gemischt, aber primär eher flott, herausfordernd und mitreißend, damit die Zeit tanzt und schneller vergeht.
    Wirkt immer 😉 … und schmiert die Stimme und Hirn für kommende Gespräche.

    Soweit zu meinen Vorlieben, danke fürs drüber Nachdenken anregen!

    Musikalischer Liebgruß,
    Mia

    • Liebe Micha,

      vielen Dank für diese Bilder, die ich jetzt im Kopf habe 😉 Damit steht Rasen mähen für dich an der Stelle, an der für mich oft bügeln steht – auch sehr meditativ!

      Sonnige Grüße,
      Claudia

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