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Würdest du für Web-Inhalte Geld bezahlen? (Blogparade)

bezahlte inhalte im Web

 

Diese Frage wird von Robert Weller auf seinem Blog www.toushenne.de zur Diskussion gestellt – da muss ich einfach mitmachen 🙂

Meine erste Antwort war natürlich ein lautes, beherztes „JA“, allerdings geht es im verlinkten Artikel auch um ein neues, sog. Mikro-Bezahlsystem für Blog-Artikel (LaterPay). Da war mein „JA“ gleich etwas weniger beherzt und ich kam ins Grübeln – aber warum eigentlich nicht?

OK, ich versuche meine Gedanken dazu in strukturierte Form zu bekommen.

Welche Art von Inhalten habe ich schon gegen Bares im Web konsumiert?

Da wären:

  • Online-Kurse
  • Selbstlern-Kurse
  • Video-Kurse
  • eBooks
  • Webinare
  • Tutorials

Das ist doch eine ganze Menge, vor allem die Online-Kurse, die ich schon belegt habe, schlagen hier zu Buche.

Wie komme ich zur Kauf-Entscheidung?

Viel interessanter – auch in Hinblick auf die in der Blogparade gestellten Fragen – finde ich allerdings die Frage, WIE ich zu diesen Inhalten gekommen bin: meistens über die Blogs der Veranstalter, somit über das gratis zur Verfügung gestellte Wissen.

Ich bin meist über in den Social-Media-Kanälen geteilte Inhalte auf die Autoren aufmerksam geworden, habe den RSS-Feed bestellt und dann regelmäßig den Blog besucht. Daraus ist ein Vertrauen in den/die AutorIn entstanden.

Wenn ich jetzt so zurückdenke – bei vielen Inhalten, bei denen mir so richtig „ein Licht aufgegangen ist“ oder bei denen mein Herz zu hüpfen begonnen hat – da hätte so ein Mikro-Bezahlsystem (das ich allerdings zu dem Zeitpunkt schon hätte kennen müssen …) ganz sicher einen Klick von mir bekommen. Ich hätte im Nachhinein gerne eine Spende hergegeben, wie ich es auch bei kostenlosen Plugins – nachdem ich sie einige Zeit in Verwendung habe und davon überzeugt bin – gerne mache.

Aber ich schweife ab :-).

Also: Vertrauen ist zum Blogger aufgebaut, Inhalte sind toll – und dann gibt es die bezahlten Angebote dieser Autoren. Wenn ich dann genau das angeboten bekomme, was ich brauche (oder erkenne, dass ich das brauche), entscheide ich mich eher für die Bezahl-Version einer Person, die ich schon länger „kenne“ – und sei es nur über die Buchstaben, die sie mir regelmäßig schenkt.

Warum nicht nur die gratis Inhalte?

Weil die Artikel, Podcasts und Videos nicht den Menschen, der dahinter steckt, ersetzen!

Kürzliches Beispiel: Ich hatte schon viel über das Plankton tauchen von Gitte Härter gelesen – und mich aufgrund dessen zu dem gleichnamigen Workshop bei ihr angemeldet. Dort hatte ich Gitte quasi live und in Farbe 2 Tage lang zum Löchern – das war ein himmelhoher Unterschied!

Erst durch den „Live-Betrieb“ habe ich das Plankton-Prinzip richtig verstanden und kann es nun umsetzen.

Also warum nicht auch Geld für Blog-Artikel?

Wie schon geschrieben, würde mir ein „nachher zahlen“ natürlich wesentlich leichter fallen, als ein vorher. Aber damit werfe ich gleich die nächste Frage für mich auf:

Warum braucht es im Web eine 100%-ige Sicherheit, dass die Inhalte es wert sind, bezahlt zu werden?

Wie oft hast auch du schon Bücher gekauft – und enttäuscht weggelegt. Warst auf Veranstaltungen, Konzerten, Vorträgen, Seminaren, die ihr Geld nicht wert waren? Deine Konsequenz daraus war höchstwahrscheinlich ein „das war das letzte Mal …„.

Genau diese Konsequenz würde auch für Blogger daraus entstehen, oder? Nur dass es dabei eher um Cent-Beträge gehen würde, bis ich weiß, ob der Inhalt das Geld wert ist, oder nicht.

Noch ein Vorteil für bezahlte Blog-Artikel fällt mir aus der Sicht eines Bloggers (abgesehen von der Monetarisierung) ein: die Artikel würden Wort für Wort gelesen und nicht nur gescannt werden.

Diese „Wert-Schätzung“ ist doch auch reizvoll, oder?

Die Sache mit der Blogger-Philosophie …

Die Philopsophie, die hier angesprochen wird (nämlich Blogger müssen gratis bloggen …) kann ich nur teilweise nachvollziehen.

Ich denke, hier kommt es sehr stark auf das Blog-Ziel an. Wenn es aufgrund des Themas möglich ist, per Umweg-Rentabilität Geld zu verdienen (aus LeserInnen werden z.B. Kunden), dann mag diese Philosophie ja aufgehen. Ich denke allerdings z.B. an die vielen freiberuflichen Journalisten, die ihr Können und Wissen ins Netz stellen und uns alle mit Neuigkeiten versorgen. Da funktioniert das Prinzip Kostenlos schon wieder nicht, oder?

Zum Schluss würde mich natürlich brennend interessieren, wie du das siehst bzw. handhabst. Zahlst du für Inhalte aus dem Web? Warum bzw. warum nicht?

P.S. Bleib‘ neugierig 😉


Keine Zeit – und nie fertig?

Da hilft mein Audio-Kurs inklusive meiner besten Checklisten


 

15 Kommentare

  1. Hallo Claudia,

    was für ein schöner Start, den Morgen zu beginnen mit so vielen Blumen. 🙂

    *freu*

    Und immer schön tauchen …
    Gitte

  2. Hallo Claudia,
    Du hast ein paar wichtige Punkte angesprochen. Zuerst muss Vertrauen aufgebaut werden. Niemand will die Katze im Sack kaufen, wenn mir jemand eine Schulung oder Beratung verkaufen will, aber keine Kostproben seines Wissens gibt, bin ich nicht bereit, dort etwas zu kaufen.
    Das Problem scheint mir nur, dass es im Internet eine solche Flut an Informationen gibt, dass es schwierig wird, das mit der Bezahlung irgendwie zu regeln und zu entscheiden, wofür man bezahlen würde.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia!

      Das Problem scheint mir nur, dass es im Internet eine solche Flut an Informationen gibt, dass es schwierig wird, das mit der Bezahlung irgendwie zu regeln und zu entscheiden, wofür man bezahlen würde.

      Umso wichtiger sind in meinen Augen die kostenlosen Inhalte, damit eben die Entscheidung getroffen werden kann! Ein und das selbe Thema wird ja von mehreren Anbietern abgedeckt – also kann der Konsument die Kaufentscheidung nur aufgrund von Vorinformationen und Sympathie treffen … wie im „realen“ Leben 🙂

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Tanja sagt

    Hallo Claudia,

    ich glaube, dass ich so gut wie nie etwas für Informationen etwas bezahlen würde. Irgendwie bin ich verwöhnt und gewohnt, dass es Informationen umsonst gibt. Gleichzeitig ist es so, dass gerade bei einem Bezahlsystem auch wenn es nur Centbeträge wären die Sicherheit gewährleistet sein müsste und die Daten dann nicht sonstwo zu finden sein sollten.

    Bisher habe ich ein paar Mal Ebooks gekauft, aberviel mehr umsonst heruntergeladen und gelesen. Einmal habe ich mir auch gebrauchte Bücher gekauft statt weitere Ebooks. Da war das Ebook so etwas wie eine Leseprobe, die ich sehr gerne nutze bei Büchern.

    Auf Informationen die im Voraus etwas etwas kosten, würde ich die meiste Zeit verzichten außer ich kenne die Person schon über einen längeren Zeitraum.

    Wenn ich dem Bezahlsystem vertrauen würde, könnte es sein, dass ab und an jemand mal von mir Centbeträge als Anerkennung bekommt.

    Liebe Grüße
    Tanja

    PS Bei dem einen Ebook, was ich durch deine Empfehlung gekauft habe, war ich extra direkt hier im Link dorthin gegangen und habe auf Kaufen geklickt in der Hoffnung, dass du Provision dadurch bekommst.

    • Liebe Tanja,

      das was du schreibst ist ja – so wie ich es beobachte – die „übliche“ Vorgehensweise. Auch meine. Ich bin halt durch die Blogparade ins Grübeln gekommen 🙂

      PS Bei dem einen Ebook, was ich durch deine Empfehlung gekauft habe, war ich extra direkt hier im Link dorthin gegangen und habe auf Kaufen geklickt in der Hoffnung, dass du Provision dadurch bekommst.

      Ui, das ist toootal lieb, danke! Immer wenn ich „etwas davon habe“ schreibe ich daneben „Affilliate Link“, damit das transparent ist. Und natürlich immer, wenn du über einen meiner Amazon-Links etwas kaufst (egal was), honorierst du mich damit auch 🙂

      Schönes Wochenende wünsche ich dir!
      Liebe Grüße,
      Claudia

  4. Hallo Claudia,
    das ist eine spannende Frage, sowohl für Leser als auch für Blogger. Also mir wäre erst mal wichtig, dass das Bezahlsystem einfach funktioniert und ich mich nicht erst durch eine endlose Anmeldeprozedur quälen muss. Außerdem möchte ich natürlich meine Daten geschützt wissen. Wenn diese Voraussetzungen gegeben wären, würde ich durchaus hin und wieder für besonders gute Artikel bezahlen – allerdings nur Cent-Beträge und am liebsten im Nachhinein. Wenn ich erst zahlen und dann lesen soll, müssten mich die anderen, kostenlosen Artikel schon sehr von der Qualität des Schreibenden überzeugt haben.
    Bisher habe ich nur für Bücher – eBooks und Taschenbücher – bezahlt.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina!

      Genau dieses nachher zahlen, ist bei diesem Bezahl-System für mich so spannend, da bin ich ganz bei dir 🙂 Ziemlich naiv denke ich, dass die Datensicherheit (soweit das überhaupt möglich ist) gegeben ist …

      Danke für deine Gedanke!
      Liebe Grüße,
      Claudia

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