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Mit Schulkindern im Home-Office – so funktioniert’s!

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Ein Gastbeitrag von Birgit Geistbeck

9 Tipps wie du die Hausaufgabenzeit deines Kindes für dein Homeoffice nutzen kannst

Wenn die Kinder in die Schule kommen, stellt das jede Mutter, die im Homeoffice arbeitet, erst einmal wieder vor neue Herausforderungen.

Es kann sein, dass der bisherige Tagesablauf  gehörig auf den Kopf gestellt wird.

War dein Kind bisher den ganzen Tag oder einen verlängerten Vormittag im Kindergarten, kann es sein, dass es jetzt – vor allem in den ersten Jahren in der Grundschule – schon um 11.25 Uhr vor der Tür steht.

Es gibt zwar inzwischen auch schon in kleinen Orten Ganztagsklassen, eine Mittagsbetreuung oder einen Hort, aber es gibt auch Mütter, die diese Art von Betreuung nicht möchten bzw. es kann durchaus sein, dass dein Kind trotz dieser Betreuungsmöglichkeiten noch Hausaufgaben mit nach Hause bringt.

Wenn dein Kind nicht in eine Ganztagsklasse, einen Hort oder in die Hausaufgabenbetreuung geht und ab Mittag zu Hause ist, kannst du auch am Nachmittag noch Zeit finden, um im Homeoffice zu arbeiten.

Die Hausaufgabenzeit deiner Kinder eignet sich hervorragend dazu. Deine Kinder machen Hausaufgaben und du nutzt die Zeit, um im Homeoffice zu arbeiten.

Das funktioniert aber nur, wenn du gut planst, ein paar Voraussetzungen schaffst und zusammen mit deinem Kind Regeln aufstellst.

Schaffe die richtigen Voraussetzungen

1. Erledige alles, was deine volle Konzentration, Ruhe oder einen Zeitblock am Stück erfordert, gleich am Morgen bzw. Vormittag, wenn du alleine bist. Sobald dein Kind oder deine Kinder zu Hause sind, wird deine Aufmerksamkeit auch bei deinem Kind sein. Es gelingt den wenigsten Müttern, die Anwesenheit des Kindes dann komplett auszublenden.

2. Lass den Haushalt in dieser Zeit am Vormittag wirklich Haushalt sein. Ordnung schaffen, Wäsche waschen oder den Geschirrspüler ausräumen kannst du auch, wenn dein Kind zu Hause ist. Für diese Tätigkeiten brauchst du nicht deine volle Konzentration.

3. Erziehe dein Kind von Anfang an dazu, die Hausaufgaben selbständig zu erledigen. Du bist in der Nähe und greifbar bei Fragen, sitzt aber bei Hausaufgaben machen nicht daneben.

Wenn dein Kind möchte, dass du dabei sitzt, mach das die ersten zwei bis drei Wochen und schleiche deine Anwesenheit dann langsam aus.

Ich kenne Mütter, die den ganzen Nachmittag neben ihren Kindern sitzen, um mit ihnen Hausaufgaben zu machen, auch wenn die Kinder schon weiterführende Schulen besuchen. Wenn du das nicht möchtest, sei von Anfang an konsequent.

4. Um dein Kind an selbständiges Arbeiten und Struktur zu gewöhnen, könnt ihr zusammen einen Hausaufgabenfahrplan erstellen. Bei uns waren das durchnummerierte DIN A5 Karteikarten mit einer detaillierten Anweisung pro Karte: Schreibtisch frei räumen, Mäppchen und Hausaufgabenheft herausnehmen, mit einer leichten Aufgabe beginnen, Pause machen usw.

Um Struktur hineinzubringen ist es auch gut, eine feste Hausaufgabenzeit einzuführen. Ob das gleich nach der Schule ist oder erst am Abend, findest du am besten mit deinem Kind zusammen heraus.

So klappt das Zusammenarbeiten von Mama und Kind

5. Stelle von Anfang an klar, dass auch du während der Hausaufgabenzeit arbeitest und nicht ständig unterbrochen werden willst. Dein Kind möchte ja auch nicht ständig bei den Hausaufgaben gestört werden.

6. Bring deinem Kind bei, bei Fragen zu Hausaufgaben, erst einmal die Aufgaben zu erledigen, bei denen es deine Hilfe nicht braucht, und die aufkommenden Fragen evtl. sogar schriftlich zu sammeln. Da funktioniert vor allem bei älteren Kindern ganz gut.

7. Nutze die Hausaufgabenzeit dazu, Sachen zu erledigen, die keine große Konzentration erfordern, z.B. Ablage, E-Mails beantworten oder posten in den Sozialen Netzwerken.

8. Grundschulkinder machen gerne ihre Hausaufgaben oft am Küchentisch, weil sie die Nähe der Mutter oder des Vaters brauchen. Setz dich mit einfach mit deinem Laptop dazu.

9. Falls du Platz in deinem Büro hast, kannst du den Schreibtisch deines Kindes auch in dein Büro stellen. So bist du auch in der Nähe.

Ihr profitiert beide von dieser gemeinsamen Arbeitszeit

Ihr arbeitet gemeinsam. Das ist auch gemeinsam verbrachte Zeit und stärkt euren Zusammenhalt. Dein Kind merkt, dass du für es da bist. Und du kannst auch am Nachmittag noch eine Stunde oder mehr ohne schlechtes Gewissen arbeiten.

Wenn dein Kind nicht gerne Hausaufgaben macht, fällt es ihm vielleicht leichter, weil ja auch die Mama am Schreibtisch arbeitet.

Dein Kind wird selbständig und lernt, strukturiert zu arbeiten. Du kannst deinem Kind einen gewissen Arbeitsablauf beibringen, wenn ihr z.B. mit Wecker arbeitet und Arbeits- und Pausenzeiten abwechselt. So kommst auch du zu deinen regelmäßigen Pausen, vor allem wenn du dazu neigst durch zu arbeiten.

Wenn du von Anfang an darauf achtest, dass deine Kinder ihre Hausaufgaben selbständig machen, werden sie dich mit den Jahren werden immer weniger brauchen. Der Umfang der Hausaufgaben wird steigen, deine Kinder werden selbständiger und du wirst auch am Nachmittag mehr Zeit für dein Homeoffice haben.

Entspannte Grüße
Birgit Geistbeck
Birgit-GeistbeckBirgit Geistbeck

Birgit Geistbeck unterstützt berufstätige Mütter, ihren Alltag zu Hause zu vereinfachen, damit sie wieder mehr Zeit für sich haben. Im Wesentlichen geht es dabei um die drei Schritte: Vereinfachen – Strukturieren – Delegieren.

Ihr Wissen und ihre Tipps dazu vermittelt sie vor allem in Online-Workshops, Webinaren und Selbstlernkursen.


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