Produktivität und Effizienz
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Wenn du DAS akzeptierst, arbeitest du ab sofort fokussiert!

Fokus halten im Home-Office

 

Ich fange einmal gleich mit der Auflösung des „Rätsels“ der Überschrift an:

So einfach ist es und eigentlich könnte der Artikel hier auch schon enden 🙂

Die Tipps, wie du fokussiert arbeiten kannst sind vielfältig und ich selbst werde nicht müde, sie hier im Blog, mit meinen Kunden oder auch im Online-Kurs immer wieder durchzukauen.

Du kennst sie wahrscheinlich alle:

Siehst du den roten Faden, der sich durchzieht? Beschränkung!

Du kannst nicht alles haben!

Zumindest nicht gleichzeitig – und genau das ist der Punkt.

In Ungarn sagt man: „Wer zwei Hasen jagt, erwischt keinen.“ Soll heißen: wenn du zwei Hasen hintereinander jagst, steigt die Chance wesentlich höher, beide – oder zumindest einen zu erwischen.

Was Hasen mit deiner Arbeit zu tun haben

Fokus bedeutet auch Konzentration. Und jeder konzentrierte Gedanke verbraucht Körperenergie – und nicht gerade wenig! Ohne dich körperlich anzustrengen oder über irgendetwas nachzugrübeln verbrennt das Gehirn bereits 20% der Energie, wenn du gedanklich aktiv bist, sind es sogar 50%.

Stell‘ dir vor! Die Hälfte deiner momentanen Energiereserve ist schon in Verwendung – ich nehme an, der Rest geht an die Aufrechterhaltung deiner Körperfunktionen.

Darum ist es so „energieraubend“, deine Arbeit für ein schnelles Zwischendurch immer wieder zu unterbrechen. Denn jede spezifische Aufgabe (und sei‘ es nur das Lesen auf Facebook ;-)) aktiviert jeweils spezielle neuronale Netze. Ein Umschalten von A nach B bedeutet also einen höheren Energieaufwand.

Das ist auch mit ein Grund, wieso das „Anfangen“ so schwer ist. Nicht nur dein Innerer Schweinehund ist „Schuld“ daran, auch der notwendige Energieaufwand erschwert die Sache.

Warum fällt es so schwer, Beschränkungen auf sich zu nehmen?

Alles ist möglich!

Das ist ein Motto, dem ich als solches nicht widersprechen möchte – ich erlebe es selbst immer wieder und gerade jetzt. Was allerdings oft dabei unterschlagen wird, ist das WIE.

Alles ist möglich.

Aber nicht sofort. Nicht ohne Investition (Zeit, Energie, Geld, …) Nicht alles gleichzeitig!

Perfektionismus

Nur perfekt ist gut genug. Dieser „Wert“, der zumindest in meiner Generation weit verbreitet ist, steht deinem Fokus ganz massiv im Wege.

  • Perfektionismus braucht Zeit – die du besser anders investieren solltest.
  • Perfektionismus macht nicht unbedingt glücklich – das Erreichen von Zielen, das Durchziehen von dem, was du dir vorgenommen hast, schon eher.
  • Perfektionismus macht Druck – und zwar ohne deshalb ein „besseres“ Ergebnis zu erzielen.

Endlichkeit des Lebens

Tja. Unsere Lebenserwartung hat sich erhöht. Die Dinge, die wir erleben, sehen oder tun könnten aber auch.

Ich bin jetzt 50. Mir ist bewusst, dass ich über der Mittellinie „spiele“.

Und manchmal überkommt es mich. Ich bäume mich trotzig dagegen auf, dass nicht mehr alles möglich sein wird. Weder alles gleichzeitig, noch hintereinander. Dafür reichen die Jahre einfach nicht mehr. Und manchmal schmerzt das und trübt den Fokus.

Gerade bei KundInnen, die in meinem Alter sind und jetzt beginnen, sich ihr Business aufzubauen ist das öfter ein Thema …

Wo bringt Beschränkung den Fokus?

ToDo-Liste

Ist deine ToDo-Liste unendlich lang? Beim Schreiben und planen weißt du schon ziemlich sicher, dass sich alles, was da drauf steht in diesem Leben nicht mehr ausgehen kann? Warum solltest du dann konzentriert und fokussiert an diesen Dingen arbeiten, die sich eh nicht ausgehen … Dein Innerer Schweinehund jubelt – sein Auftritt bitte!

Beschränke dich selbst, indem du dir jeden Tag nur 3 Dinge vornimmst, die un-be-dingt erledigt werden sollen.

Ziele

Auch deine Ziele sind Hasen.

Gewohnheiten

Ich bin sicher, dir fallen auf Anhieb mindestens 5 deiner Gewohnheiten ein, die du verändern möchtest. Oder Gewohnheiten, die du dir aneignen möchtest, um z.B. die vielen, vielen Ziele, die du verfolgst zu erreichen. Ich sage nur: Hasen 🙂

Thomas Mangold ist in meinen Augen ein Spezialist dafür, Anleitung dafür zu geben, wie du Gewohnheiten ändern kannst. Eine nach der anderen! Wenn du immer nur einen Hasen jagen möchtest, empfehle ich dir seine eBook-Reihe „Alles im Griff!“, von der bereits zwei Bücher erschienen sind – und noch mehr kommen.

Entscheidungen

Triff immer nur eine Entscheidung. Nur dann kannst du auch die Auswirkungen dieser Entscheidung genau beobachten und eventuell nachbessern. Ich weiß, oft liegen viele Entscheidungen auf einmal auf deinem inneren Tisch, allerdings hängen sie meistens auch sehr eng zusammen. Sie sind verflochten. Und die eine Entscheidung, die du triffst, hat Auswirkungen auf die Optionen, zwischen denen du dich in anderen Fragen entscheiden kannst.

Apropos Entscheidung: Diana Grabowski hatte unlängst eine Blogparade zum Thema „kraftvolle Entscheidungen treffen“ ausgerufen, an der ich auch beteiligt war. Wenn dir Entscheidungen schwer fallen, findest du unter den 46 Artikeln ganz sicher Gedanken, die dir helfen.

Im Tun

Einerseits ist Multitasking out, aber es gibt auch noch eine andere Beschränkung, die dir beim Tun Fokus bringt.

Ich arbeite schon sehr gerne mit der Pomodoro-Technik, die einen Zeitraum von 25 Minuten fokussiertes Arbeiten vorsieht.

Dann habe ich allerdings ein Interview von Karin Wess bei Ivan Blatter gehört. Und sie beschränkt ihre Arbeitsabschnitte auf 15 Minuten! Und es funktioniert für sie!

Inzwischen habe ich auch schon einige meiner Arbeiten auf 15 Minuten beschränkt. Und schaffe sie, weil ich diese Beschränkung sehe und dadurch mit meinen Gedanken keine Sekunde abschweife. Ich kann’s mir schlicht nicht leisten, abzuschweifen, andere Ideen zu haben oder ähnliches, sonst geht es sich nicht aus.

Wenn dir das zu viel Druck macht, der dich blockiert, dann taste dich langsam heran: Zuerst versuchst du, mit 30 Minuten auszukommen, dann tastest du dich an Pomodoro heran und verringerst die Zeit immer mehr, bis du deine persönliche Druck-Grenze erreicht hast.

Fazit:

Beschränkung ist der beste Freund deines Fokus!

Oder wie siehst du das? Ich bin gespannt auf deine Meinung – hinterlass‘ mir doch ein paar Zeilen im Kommentar!

P.S. Und bleib‘ neugierig!

 


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26. Jänner 2017, 11:00 Uhr

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25 Kommentare

  1. Stimmt auffallend 😉 Früher hatte ich Zeitrahmen von 90 Minuten, das war zu lange, zu anstrengend. Jetzt bin ich je nachdem bei 30 oder 40 Minuten. Und wenn ich dann nicht fertig bin, was bei technischem Kram durchaus vorkommen kann (aktuell Cleverreach Implentierung….. seufz), dann höre ich trotzdem auf, denn sonst wird es leicht ein zwei Stunden Projekt und der Rest des Planes wankt. lg Riccarda

  2. Liebe Claudia,

    wie Recht du mal wieder hast. Der Artikel kommt zum richtigen Zeitpunkt für mich.

    Den Hasenvergleich finde ich super. Ab morgen jage ich nur noch einen Hasen 😉

    Lieben Gruß
    Birgit

  3. andrea marchhart msc sagt

    Hallo! Stichwort Zeiteinheit: ich habe nun 30 jahre erfahrung in einzelunterricht, coaching und training. Dabei ist nach 15-20 intensiven minuten die luft raus und eine kurze 3-5 min pause mit tief atmen und strecken ein echter energieboost!
    Ja, wenn ich für mich selbst arbeite nehme ich mir manchmal zuviel vor und schaffe dann gar nichts. Dann krieg ich angst und erinnere mich an das obige… dann gehts wieder! Super Artikel!!! Lg aus Wien, Andrea

    • Hallo Andrea!

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Unsere Aufmerksamkeitsspanne bzw. Konzentrationsfähigkeit ist begrenzter als wir oft merken. Erst nach der Pause oder dem Innehalten bemerken wir den Energieboost 🙂

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  4. Liebe Claudia,
    oft verfolge ich deine Beiträge, doch heute muss ich da mal was los werden. Claudia, ich bin der Meinung: Das ist SPITZE! um es mit den Worten des lieben Hans Rosenthal zu beschreiben. (Du kennst den bestimmt auch noch , wir spielen ja beide schon über die Mittellinie 😉 )
    In meinen Lerncoachings versuche ich Eltern und Kindern klarzumachen, wie wichtig das aufmerksame Tun ist. Denn Kinder und Jugendliche sind durchaus willig sich zu konzentrieren, doch da muss man zuerst erklären, wie das geht. Und ich finde, das ist dir perfekt gelungen. Du hast das so nett auf den Punkt gebracht, dass ich das – mit deinem Einverständnis – hinkünftig zitieren werde.
    LG Susanne

    • Liebe Susanne,

      vielen, vielen Dank! Das ist mir ein besonderes Vergnügen, dich hier zu lesen! Und natürlich freue ich mich, von dir zitiert zu werden – jederzeit gerne!

      Sonnige Grüße,
      Claudia

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  7. Klasse Artikel Claudia!
    Genau das brauche ich gerade. Fokus.
    Und da hilft mir dein Artikel sehr.
    Bin mir zwar nicht sicher, warum das gerade Tomaten-Technik heißt, vielleicht soll man ja Tomaten auf den Augen haben, damit man nichts anderes sieht :), aber das ist letztlich egal. Ich nehme diese Technik an und gebe mir von nun an nur noch 30 Minuten für eine Aufgabe Zeit. Dabei spüre ich jetzt schon, wie mich diese gute Begrenzung fokussiert.
    Danke, danke, danke!

    Gruß Dieter Pfleger

    • Hallo Dieter!

      Super, so eine unmittelbare Reaktion freut mich ganz besonders! Die Tomaten-Technik 😉 wird übrigens in einem meiner nächsten Artikel Thema sein. Die hat es absolut in sich!

      Weiter viel Fokus und vor allem Spaß bei der Arbeit!
      Liebe Grüße,
      Claudia

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