Tools und Technik
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Schreibst du noch – oder verschickst du schon Sprachnachrichten?

Sprachnachrichten

Entschuldige bitte die späte Antwort, aber …

Wie viele eMails mit so einem ersten Satz bekommst du pro Woche?

Und wie viele schreibst du selbst?

Kommt in den besten Familien vor, oder? Wie ich im Artikel über die liebsten Kommunikationskanäle geschrieben habe: eMails sind unser liebster Kanal.

Und gleichzeitig der größte Fluch.

Die Teillösung

Oft wäre es einfacher, zum Telefon zu greifen, anzurufen und die Frage zu beantworten, die dir in einem Mail gestellt wurde. Trotzdem tust du das wahrscheinlich selten.

  • Weil du die Telefonnummer nicht bei der Hand hast.
  • Weil du den Anderen nicht persönlich kennst.
  • Weil du Angst hast, dass daraus erst recht wieder ein langes Gespräch wird.
  • Weil du es gewöhnt bist, über den selben Kanal zu antworten, über den der Kontakt aufgenommen wurde.

Wie wäre es, zur Abwechslung ein paar Worte akustisch zu hinterlassen?

Warum Sprachrichten so toll sind

Ich habe noch Steno und höllisch schnell tippen gelernt. Aber selbst wenn ich schnell schreibe, komme ich sicher nicht einmal mit dem langsam gesprochenen Wort mit.

  • Sprechen ist also auf jeden Fall schneller als schreiben.

Nicht umsonst werden Podcasts immer beliebter.

  • Die Stimme transportiert so viel mehr!

Ich bin sicher, dir ist es auch lieber, dein Gegenüber spricht mit dir – und schiebt dir nicht einen Zettel über den Tisch.

  • Du schreibst nicht genau so wie du sprichst.

Das haben wir alle so im Deutsch-Unterricht gelernt. Und wenn du eine kaufmännische Ausbildung hast – naja, dann kannst du dich sicher noch an die Phrasen erinnern, aus denen du Angebote und andere Schreiben zusammenbasteln durftest.

Das schreibt man so. Punkt.

Aber bringen die Wörter auch das rüber, was du sagen möchtest?

Anwendungs-Möglichkeiten für Sprachnachrichten

Ganz klar, wenn dir eine Frage gestellt wird. Z.B. von einem Leser deines Blogs, einem Hörer deines Podcasts. Ich verwende Sprachnachrichten auch gerne innerhalb meines Online-Kurses. Da ist es mir ganz besonders wichtig, mit meiner Stimme eine engere Verbindung herzustellen.

Du bist Coach oder Trainer und arbeitest online mit deinen Kunden? Wunderbar. Sie werden sich sicher freuen, dich zu hören und nicht nur zu lesen.

Ich habe sogar schon einmal eine kurze, wirklich persönliche (nicht diese aufgezeichneten, drögen Nachrichten, die nur etwas verkaufen wollen …) Nachricht über Facebook bekommen. Das wäre doch eine Möglichkeit, dich deinem neuen Kontakt persönlich vorzustellen?

Wann Sprachnachrichten doch nicht so toll sind

Ich habe weiter oben geschrieben „Die Teillösung“. Ganz bewusst, denn nicht immer ist eine Sprachnachricht für den Empfänger optimal.

Z.B. Wenn du eine Frage beantwortest und in dieser Antwort Fakten beschreibst oder eine Art Anleitung gibst. Dann wird es für den Empfänger schwierig, diese nachzuvollziehen. Das ist das selbe Problem, das manchmal bei Anleitungs-Videos entsteht (darum gibt es für meine Videos auch zusätzlich PDF-Anleitungen …).

Dem kannst du aber entgegenwirken, indem du im eMail die harten Fakten bzw. den roten Faden schriftlich festhältst und das Rundherum mit einem Audio versiehst.

Wenn es wie bei mir öfter einmal um Tools und Dinge am Computer geht, dann empfehle ich dir ein anderes, ebenso geniales Tool, um kurze ScreenCasts für deine Kunden aufzunehmen. Jing habe ich vor einiger Zeit schon in diesem Artikel vorgestellt.

3 Tools, um Sprachnachrichten per Mail zu verschicken

In der eingebetteten Präsentation habe ich dir die Fakten zu drei Tools zusammengestellt, die ich selbst schon getestet bzw. in Verwendung habe.

Meine Anforderungen an ein Tool:

Es muss schnell gehen. Ein eMail ist nun einmal schnell beantwortet, du bist es gewohnt, auf „antworten“ zu klicken und schon ist das Programm bereit, deine Gedanken aufzunehmen. Genau so schnell soll es also gehen, wenn du die reine eMail durch eine gesprochene Antwort ersetzen möchtest.

Es muss einfach sein. Keine komplizierte Konvertierung des Audios, kein unübersichtliches Programm, das dich ablenken könnte. Sonst schreibst du in Zukunft wieder eMails.

Es muss archivierbar sein. Wenn du eMails schreibst, findest du sie ziemlich verlässlich im Ordner „gesendet“ wieder. Außerdem kannst du eMails als Datei abspeichern und so außerhalb deines eMail-Programms archivieren. Genau diese Anforderung stelle ich z.B. auch an meine Sprachnachrichten.

Vocaroo verwende ich nur mit Kontakten, die ich bereits sehr gut kenne, weil die Optik nicht gerade Business-like ist. Dafür kann die Sprachnachricht über den Browser abgehört werden. Das kann für Manchen einfacher sein.

JDVoiceMail bringt für den Empfänger keine Optik mit, weil einfach die MP3-Datei als Anhang verschickt wird. Das kann bei längeren Nachrichten eventuell ein Problem sein. Dann speichere ich die MP3 in der Dropbox ab und verschicke den freigegebenen Link dazu.

Hier gibt es übrigens eine Artikel-Serie über Dropbox meines lieben Kollegen Frank Katzer.

Zuletzt i-Talk24.com *). Das ist wirklich eine geniale Sache. Bei der günstigsten Version um EUR 27,–/Monat gibt es zwar noch Einschränkungen, nämlich maximal 10 Minuten lange Sprachnachrichten und 250 Stk. pro Monat, aber ich denke, das müsste reichen. Da auch das Layout der Seite, auf der die Sprachnachrichten abgehört werden können, angepasst werden kann, ist das im Business-Bereich sicher die optimale Lösung.

Vielleicht motivieren dich die Kosten pro Monat sogar, Sprachnachrichten konsequent einzusetzen?

Und hier habe ich dir die harten Fakten in einer Präsentation zusammengestellt:

 

Ich schlag dir vor, zuerst mit den kostenlosen Tools auszuprobieren, wie deine Kontakte auf Sprachnachrichten reagieren.

Wenn du dann davon überzeugt bist, dass sie dir einerseits Zeit sparen und andererseits einen Mehrwert für deine Kontakte darstellen, dann kannst du immer noch auf das kostenpflichtige i-Talk24 *) umsteigen.

*) Wenn du diesen Link für i-Talk24 verwendest, tust du mir übrigens einen Gefallen, denn dann bekomme ich eine Provision dafür, dass ich es dir vorgestellt habe!

So, jetzt bin ich gespannt, ob du mir im Kommentar auch eine Sprachnachricht hinterlässt!

P.S. Bleib‘ neugierig!


5 Kommentare

  1. Also, privat bin ich ein großer Voicemail-Fan und geschäftlich nutze ich für sympathische „Sprachnachrichten“ den AB, also spreche dort immer neu nette Ansagen auf, was sehr gut ankommt übrigens. Mails per Voicemail zu beantworten kommt mir umständlich vor, obwohl der Stimmkontakt natürlich viel mehr Bindung schafft. Ich schaue mir mal JDVoiceMail näher an … Danke für den Tipp, Christiane

    • Gerne, Christiane! Es ist wirklich ein Ding mit zwei Seiten, ich bekomme aber sehr positive Rückmeldungen dazu. Ich denke, es kommt auch darauf an, WAS man kommunizieren möchte und was der Empfänger mit diesen Informationen anfangen soll / kann / will.

      Lasst du mich bitte wissen, wie deine Erfahrungen dann sind?

      Liebe Grüße,
      Claudia

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