Motivation und Durchhalten
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Du suchst deine Leidenschaft? Dann achte auf die kleinen Aha-Momente!

Finde deine Leidenschaft durch kleine Aha-Momente

David Goebel hat ich zu seiner Blogparade eingeladen und fordert darin auf, über die Aha-Erlebnisse zu berichten, die quasi das Leben völlig auf den Kopf stellen und umkrempeln.

Ich ging also auf die Suche nach meinem großen, überwältigenden, alles verändernden AHA – und bin dabei gescheitert.

Es gibt sie bei mir nicht.

Was es dafür gibt und gab, sind viele kleine AHAs, die mich dahin geführt haben, wo und wer ich jetzt bin.

Was das mit Leidenschaft finden zu tun hat?

achte die kleinen Aha-Momente

Danke David Goebel für diese tolle Skizze zu meinem Beitrag!

Ich habe den Eindruck (und bitte widersprich mir, wenn du einen anderen hast …), dass sehr viele Menschen auf der Suche nach der eigenen Leidenschaft sind. Auch, um ein Business daraus zu machen. Denn mit Leidenschaft geht es sicher besser als ohne. Soweit unterschreibe ich das.

Aber dabei konzentrieren sie sich auf die großen, überwältigenden emotionalen Momente. Suchen sie und warten darauf. Auf die Erkenntnis, DAS ist es jetzt!

Aber stell‘ dir vor, du gehst über eine Blumenwiese und dein Blickfeld ist auf Pflanzen eingeschränkt, die höher als einen Meter wachsen. Was ist mit den kleinen Glockenblumen? Gänseblümchen? Sogar Enzian (der dort nicht blüht, ich weiß) würde dir entgehen. Wäre doch schade, oder?

Du weißt was ich meine. Auf der Suche nach dem Großen siehst du das Kleine nicht. Dabei könnte dir genau das besondere Freude bereiten oder dich in eine Richtung weisen.

Leidenschaft und Motivation

Kommt die Leidenschaft mit Motivation oder umgekehrt?

Ich denke, die beiden sind sehr gute Freunde. Aber – ohne mich auf die Henne-Ei-Diskussion einzulassen – eine Erstmotivation braucht es, um überhaupt etwas zu tun.

Wenn das dann gelingt, Spaß macht, Anerkennung bringt, bist du motiviert, davon mehr und mehr zu tun, um mehr und mehr Spaß und Anerkennung zu bekommen.

Das motiviert. Bis zur Leidenschaft.

Und ist dieses Schwungrad erst in Fahrt gekommen, wird es zum Perpetuum Mobile.

Ich habe in diesem Artikel meine kleinen Gänseblümchen-Aha-Erlebnisse gebündelt und versucht, sie für dich zu verallgemeinern, damit du etwas daraus für dich mitnehmen kannst.

1. Was geht dir leicht von der Hand?

Wenn du dich selbst beobachtest, wirst du wahrscheinlich immer wieder darüber stolpern, dass du Fähigkeiten, die du hast, für selbstverständlich hältst.

Sie fühlen sich für dich leicht und mühelos an. Du kannst dich auch nicht daran erinnern, sie so „richtig“ gelernt zu haben. Du kannst es einfach. Und du tust es hoffentlich einfach.

Einfach – das ist der Schlüssel!

Was für dich einfach ist, das solltest du gut im Auge behalten. Vielleicht könntest du dieses Talent ausbauen? Schau‘ dich um und beobachte, wer immer wieder auf dein Talent zurückgreift.

Mein persönliches AHA dazu:

Wenn es in der Schule darum ging, auf Veranstaltungen Reden zu halten, Gedichte vorzutragen und ähnliches, war ich immer die erste, die gefragt wurde. Damals bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, Lampenfieber zu haben. Das kam erst im Erwachsenen-Alter, als ich bewertete. „Ich hab‘ keine Sprecherausbildung.“ „Ich hab‘ keine Trainerausbildung.“

Inzwischen habe ich das Gänseblümchen gepflückt und lebe es in Form von Vorträgen, Webinaren und als Moderatorin eines Netzwerkes aus.

2. Was hast du für dich gelernt?

Damit meine ich „aus der eigenen Not heraus“.

Was hast du gebraucht und für dich gelernt, um es tagtäglich anzuwenden? Das sind Fähigkeiten, die sich für dich eventuell auch einfach anspüren.

Weil du dir damit dein eigenes Leben erleichterst. Was spricht dagegen, damit auch das Leben anderer Menschen zu erleichtern?

Mein persönliches AHA dazu:

Ich bin nicht eines Tages aufgewacht und habe beschlossen, mich in Sachen Selbst- und Zeitmanagement fortzubilden.

Das war ein Prozess, der aus meinem eigenen Bedarf entstanden ist.

Die Arbeit wurde immer mehr, die verfügbare Zeit durch die Kinder immer weniger, mein Bedürfnis nicht „nur“ zu Hause bei den Kindern zu bleiben, immer intensiver. Damit musste ich etwas ändern, um alles unter einen Hut zu bekommen – ohne auszubrennen oder meine Werte zu verraten.

Der logische Schritt dazu war, sich mit Zeitmanagement-Systemen zu beschäftigen. Das war die oben angesprochene Erstmotivation. Die Erfolge haben mich weiter motiviert und diese Motivation hat zu diesem Blog und meiner Leidenschaft geführt!

Was sagen andere über dich?

Komplimente annehmen ist so eine Sache. Wie reagierst du, wenn jemand zu dir sagt: „Das kannst du toll. Da bist du mein Vorbild! Das würde ich auch gerne können!“

Wedelst du mit der Hand und machst diese Anerkennung klein?

Wenn du diesen Impuls in dir spürst, horch‘ besonders genau hin. Denn das kann für dich ein kleines Aha und und ein großes Geschenk sein!

Mein persönliches AHA dazu:

Eine Freundin und Kollegin hat mir einmal gesagt: „Claudia, du bist eine Ideen-Schleuder!„.

Eher so zwischendurch. Also unterhalb meines 1-Meter-Blickfelds.

Trotzdem ist dieser Satz hängen geblieben und hat meinen Blick geweitet.

Wenn ich heute mit KundInnen zusammenarbeite, dann denke ich an diesen Satz und versuche nicht verzweifelt nach Lösungen zu suchen, die ich irgendwann irgendwo gelesen habe. Ich schleudere raus, was mir dazu einfällt.

Und auch das fühlt sich „einfach“ an.

3. Wofür bist du „bekannt“?

Du hast in deinem Freundeskreis sicher auch Menschen, die für etwas „bekannt“ sind. D.h. wenn du handwerkliche Hilfe brauchst, denkst du sofort an jemand Bestimmtes. Wenn du mit deinem Computer nicht klarkommst, weißt du auch, wen du anrufen sollst.

Wie sieht das bei dir aus? Mit welchen Anliegen kommen immer wieder Menschen auf dich zu? Egal ob im Freundeskreis oder auch im Netzwerk.

Du dürftest in diesem Thema eine gewisse Kompetenz ausstrahlen, wenn du immer wieder dazu gefragt wirst.

Mein persönliches AHA dazu:

Auch den Umgang mit Computern und Programmen habe ich nie „wirklich“ gelernt. Aber schon seit über 20 Jahren kommen Menschen auf mich zu, wenn sie Schwierigkeiten mit ihren Geräten haben oder eine spezielle Lösung brauchen. Habe ich eine Lösung gekannt, hab‘ ich sie weitergegeben. Wenn nicht, ging ich auf die Suche nach einer Lösung.

Es war eher eine Herausforderung für mich, als eine Leidenschaft.

Aber auch hier.

Heute macht es mir unendlich Spaß, jede Woche ein Video mit Computer-Anwender-Tipps herauszugeben und ständig auf der Suche nach diesen Tipps und Tricks zu sein.

Und immer mehr Menschen kommen auf mich zu mit den Worten „Claudia, ich komm‘ mit dem Technikkram nicht zurecht – kannst du mir helfen?

Sogar ein eigenes Beratungspaket hat sich daraus entwickelt.

4. Wogegen wehrst du dich?

Ich sehe, wie du die Stirn runzelst ;-).

Lass‘ es mich etwas anders formulieren: Wenn du die bisherigen Fragen zusammenfasst … was fällt dir leicht, wofür bist du bekannt, was hast du für dich gelernt und was sagen andere über dich … macht das vielleicht sogar einen Teil von dir selbst aus?

Ist es ein Teil deiner „Natur“?

Wenn das so ist: Nimmst du das an und machst etwas daraus oder versuchst du, etwas gaaaaanz Anderes zu finden?

Mein persönliches AHA dazu:

Ich habe mich sehr lange gewehrt. Wollte nicht strukturiert und wie z.B. im DISG-Modell „dominant“ beschrieben daherkommen.

Wollte nicht der „Technik-Fuzzi“ sein.

Wollte nicht etwas weitergeben, was ich nicht „richtig“ gelernt habe.

Ich wollte ein „richtiger“ Coach sein. Habe eine Coaching-Ausbildung gemacht, den NLP-Practitioner und viele andere Fortbildungen.

Tja, damit wollte mich aber niemand …

Und das war wohl das größter Aha-Erlebnis.

Darauf zu achten, WAS die Menschen von meinen Talenten brauchen können. WAS mir Spaß macht. WORIN ich bereits ohne Diplom Kompetenz erworben habe.

Im Grunde, WAS meine Natur ist!

Seitdem erreiche ich die richtigen Menschen.

Ich erreiche DICH!

Fazit

Maik Pfingsten geht in einer seiner letzten Podcast-Episoden sogar so weit zu sagen, dass du aufhören sollst, nach dem zu suchen, was du liebst.  Im ersten Moment habe ich beim Horchen gestutzt. Aber recht hat er.

Finde etwas, das dir gut von der Hand geht, das du gut kannst. Beginne zu handeln. Und entwickle eine Leidenschaft dafür!

Wie geht’s dir bei diesem Gedanken?

Welche Aha-Momente säumen deinen Weg? Wenn du magst, Lass‘ dich auch von den anderen Beiträgen zur Blogparade inspirieren!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


9 Kommentare

  1. Pingback: Dein AHA-Erlebnis: Und die Erkenntnis daraus - Blogparade

  2. Hallo Claudia,
    sehr schön, dass du den kleinen Aha-Momente einen Platz gibst.
    Auf der Suche nach der GROSSEN ERKENNTNIS übersehen so einige die wichtigen kleinen Dinge, die sich Leben nennt.

    Bei mir war das so, dass ich AUFHÖREN musste ZU SUCHEN, damit mich die Leidenschaft FINDEN KONNTE. Oft in Situationen, in denen ich die Kontrolle aufgab und mich einfach dem Universum hingab.

    Liebe Grüße,
    David

    • Hallo David!

      Ich danke dir für dieses spannende Thema – hat mich doch einige Zeit beschäftigt, muss ich gestehen 😉 Entspannung bedeutet auch immer in den Fluss kommen – auch z.B. im Zeitmanagement …

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Liebe Claudia,

    vielen Dank für diesen wunderbaren Aha-Moment. Besonders gut gefällt mir „Also unterhalb meines 1-Meter-Blickfelds.“ Mir fällt dazu nur folgender Spruch ein: Wer immer nur sucht, der wird nie finden. 🙂

    Liebe Grüße Michaela

  4. Liebe Claudia,

    Manchmal darf es eben einfach sein 🙂
    Mir gefallen besonders Punkt 1 (vom Referat zum Webinar) und Punkt 4 (Teil deiner Natur). Und dass du damit recht hast, den Beweis trittst du wöchentlich mit deinen Webinaren und 52mal schneller am PC an. Einfach authentisch! (Und gut!)

    Liebe Grüße
    Barbara

    • Vielen Dank für deine lieben Worte, Barbara! Leicht fällt es nicht immer, so regelmäßig und gehaltvoll Inhalte zu produzieren, aber es tut der Community auf jeden Fall gut!

      Liebe Grüße,
      Claudia

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