Zeit-Management
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Warum du nur planen solltest, wenn es dir gut geht!

Tagesplanung

Im Online-Kurs, der gerade läuft, ist die Frage aufgekommen

„Wann ist eigentlich der ideale Zeitpunkt, um die Tagesplanung zu machen?“

In der Früh, bevor du loslegst oder doch eher abends?

Meine übliche Antwort ist: „Das kommt darauf an!„. Nicht sehr befriedigend, ich geb’s zu.

Dahinter steckt eigentlich die Antwort:

Und das gilt nicht nur für die Tagesplanung! Denn was passiert, wenn du nicht fit bist (sowohl emotional als auch körperlich)?

1) Du siehst beim Planen die Welt zu rosig

In der vollen Euphorie über eine Hochleistung sprudelt Adrenalin durch deinen Körper?

Dann genieße dieses Gefühl lieber und warte, bis die rosa Brille vorbei ist. Ich erlebe es immer wieder bei Kunden, dass sie aus diesem „Ich kann alles“ Pläne aufstellen, die bar jeglicher Realität sind.

Ich spreche nicht davon, sich keine großen Ziele zu setzen!

Pläne sind der Weg zu diesen großen Zielen – der sollte aber nicht aus einer Laune heraus gezeichnet werden.

2) Du siehst die Welt zu grau

Auch das Gegenteil zur rosa Brille gibt es natürlich.

Der Tag ist nicht gut gelaufen. Du hast nur 1/3 von dem erreicht, was du dir für heute vorgenommen hast? Ein Projekt ist den Bach hinunter gegangen.

Dann widerstehe bitte der Versuchung, irgendwelche Pläne zu machen!

Schau‘, dass du dir etwas Gutes tust und dass du am nächsten Tag in der Früh ausgeruht bist.

3) Du triffst keine (guten) Entscheidungen

Planen heißt immer auch entscheiden!

  • Was tust du?
  • Was lasst du?
  • Was ist wichtig?
  • Was ist dringend?
  • Was ist der nächste Schritt?

Wenn du gerade deine Umsatzentwicklung mit Schauern gesehen hast und Panik ausbricht – fange jetzt nicht an zu planen!

Es reicht jetzt genau die eine Erkenntnis, dass du aktiv etwas tun musst!

Aber lege bitte nicht aus dieser Emotion heraus fest, dass du jetzt innerhalb des nächsten Monats ein eBook, einen Online-Kurs und drei neue Freebies entwickeln wirst. Schlafe lieber einmal darüber und setze dich mit klarem Kopf und ohne Panik am nächsten Tag an die Planung.

Mein Fazit zum besten Zeitpunkt für deine Tagesplanung

Wenn du am Abend zufrieden mit deinem Tag bist, es gut gelaufen ist, du deine Top-Aufgaben erledigt hast, also insgesamt in einer positiven Stimmung bist, dann nimm sie mit in deine Planung für den nächsten Tag. Mit Vorsicht bitte, denk‘ an die rosa Brille!

Du bist zwar müde, eventuell nicht ganz fit, weißt aber aus deiner bisherigen Erfahrung, dass du schlecht schläfst, wenn du nicht genau weißt, was morgen auf dich zukommt?

Dann mach‘ eine Pause, laufe eine Runde um den Block, tu‘ irgendetwas, das deinen Energielevel wieder etwas erhöht – und mache dann eine grobe(!) Planung des nächsten Tages. Das kann sich z.B. darauf beschränken zu überprüfen, ob am nächsten Tag Termine eingetragen sind oder eine Deadline abläuft.

Ansonsten ist es sinnvoller, deinen Tag in der Früh zu planen. Du gibst damit auch deinem Unterbewusstsein die Chance, über Nacht an einer Lösung zu arbeiten. Du kennst den Spruch: „Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus!„.

Das passiert meist nicht automatisch, sondern durch dein Unbewusstes und die Veränderung deines Hormon-Cocktails.

Als Argument für die Tagesplanung am Abend wird oft auch angeführt, dass du in der Früh ausgeruht und fit bist und dich eher denAufgaben widmen solltest, die eine hohe Konzentration erfordern.

Das kann sein.

Andererseits brauchst du, um gute Entscheidungen zu treffen, ebenfalls Konzentration und einen klaren Blick.

Wenn du den in der Früh hast – Bingo, dann plane deinen Tag in der Früh!

Wie handhabst du deine Tagesplanung? Immer gleich? Oder eher an deinen „Zustand“ angepasst? Erzähl‘ doch im Kommentar!

P.S. Und bleib‘ neugierig!

 


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6 Kommentare

  1. Danke für deine Tipps, Claudia! Ich kenne beide Phänomene: Wenn man richtig viel zu tun hat, schmettert man alles ab, auch wenn es einem vielleicht was bringen würde. Man hat ja eh schon zu wenig Zeit! Wenn es mal nicht so „rund“ läuft, tendiert man im Gegenteil dazu, sich alles „anzulachen“ was geht 😀 Und dann kommt es wieder zu Phasen, in denen man nicht weiß was man zuerst machen soll. Ich kann dich also nur bestätigen und hoffen, dass ich das Ganze zukünftig etwas besser hinbekomme als bisher. LG Katharina

  2. Hi,

    Du hast natürlich Recht, dass man sich bei der Planung von seinen Gefühlen beeinflussen lässt. Das kann gut sein aber auch nach hinten los gehen.
    Trotzdem plane ich meinen Tag immer morgens. Ich versuche durch eine gewisse Routine meine Emotionen auszublenden. Das funktioniert mit der Zeit auch immer besser…

    Beste Grüße
    Jens

    • Hi Jens!

      Ich bin auch eher der Morgen-Planer – weil ich halt sehr früh aufstehe und am Abend zu müde bin, um mir noch einen Kopf über morgen machen zu wollen. Entscheidungsspeicher leer ;-). Routine ist dabei ein ganz wichtiger Punkt, danke!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Liebe Claudia,

    zuerst vielen Dank für Deine vielen guten Tipps!
    Planen: Morgens funktioniert bei mir immer besser.
    Vielleicht liegts auch daran, dass ich beim Beenden des Tages manchmal etwas schludere. Noch ganz schnell dies, oder das eben noch ….
    Egal, ob ich meinen Plan erfüllt habe. Manchmal kann ich nicht aufhören 🙁
    Aber gut anfangen, und das ist morgens dann recht einfach.

    Viele Freude bei der Arbeit!

    Herzlichen Gruß
    Elke

    • Liebe Elke,

      vielen Dank, dass du mir schreibst! Dieses Phänomen kannte ich früher auch … seitdem ich konsequent mit Trello und meiner 1-Minuten-ToDo-Liste arbeite, bin ich immer öfter „fertig“. Zumindest mit dem, was ich mir vorgenommen habe ;-).

      Dir auch weiter viel Freude!
      Sonnige Grüße,
      Claudia

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