Motivation und Durchhalten
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Was du tun kannst, wenn dein Ziel als Motivation nicht reicht

Motivation am Weg zum Ziel

Versprich deinem Kind auf dem Rücksitz deines Auto ein Eis, sobald ihr am Urlaubsort ankommen seid.

In 8 Stunden.

Bei 40 Grad Außentemperatur und ohne Klimaanlage.

Und sprich ja nicht mit dem Kind! Gib‘ ihm auch nichts zum Spielen oder zum Zeitvertreib. Versprich ihm einfach nur ein Eis!

Schon probiert?

Ich kann dir garantieren, dass du in den nächsten 8 Stunden mindestens 765 Mal hörst: „Sind wir bald da? Ich will mein Eis! Jetzt! Wann bekomm‘ ich mein Eis?

Wenn du Kinder hast, kennst du das sicher …

Was Kinder am Rücksitz mit deiner Motivation zu tun haben.

Natürlich kann es motivieren, das Große Ganze im Blick zu behalten, wenn du am Weg dorthin strauchelst oder dir die Luft ausgeht.

Das macht aber den Weg dorthin nicht angenehmer. Es hilft vielleicht, deiner Selbstdisziplin einen Stups zu geben. Deinen inneren Schweinehund eine Zeitlang in die Knie zu zwingen.

Aber die Klimaanlage schaltet es nicht ein, um beim Bild zu bleiben. Es macht deswegen auch nicht mehr Spaß, diese 8 Stunden im heißen Auto auszuhalten, oder?

Liebe den Prozess!

Vor kurzem habe ich diesen Satz in einer Podcast-Episode von Matthew Mockridge  gehört. Und in diesem Satz einiges Potential gesehen, wie du deine 8 Stunden bis zum Eis besser verbringen kannst. *)

Dem Kind am Rücksitz wirst du die Zeit durch Aktivitäten verkürzen. Du wirst ihm Geschichten erzählen, gemeinsam singen, ein spannendes Hörspiel aufdrehen und ja, manchmal auch den Gameboy oder dein Handy in die Hand drücken.

Das Geheimnis ist, den langen Weg zu deinem Ziel selbst zu einem Ereignis zu machen, das du genießt!

Zugegebenermaßen manchmal mehr und manchmal weniger.

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Was erwartet dich auf dem langen Tripp zum Ziel?

Du kennst sicher diese Grafik:

Der Weg ist die Motivation zum Ziel

Dieser Gedanke demotiviert dich? Dass du jetzt – am Anfang des Weges – eigentlich schon weißt, dass der Plan nicht funktionieren wird?

3 Ansätze, wie du den Weg trotzdem genießen kannst.

1. Nimm’s sportlich

Ich bin ja wahrlich nicht der sportliche Typ. Und Wettkämpfe in der Schulzeit (ich denke mit Grauen an das Leichtathletik-Sommerspektakel zurück …) waren für mich wirklich das Letzte.

Einerseits, weil das Training fehlte und andererseits, weil ich immer zu den „Verlierern“ gehört habe.

Inzwischen habe ich eine andere Art der sportlichen Motivation für mich gefunden.

Den Wettkampf mit mir selbst!

Also: immer wenn dich ein Schritt auf diesem Weg langweilt oder einfach nicht freut, überlege dir, wie dein gestriges Ich an diese Aufgabe herangegangen ist.

  • Wie lange hast du gebraucht, um anzufangen?
  • Welche einzelnen Schritte hast du durchgeführt?
  • Wie viel Zeit hast du insgesamt dafür gebraucht?

Und jetzt kommt der Wettkampf-Gedanke ins Spiel:

Wenn dein gestriges Ich dafür 2 Stunden gebraucht hat – na dann wäre es doch gelacht, wenn dein heutiges Ich nicht einen Weg finden würde, nur 1,5 Stunden zu brauchen!

Das bedeutet nicht, dass du einen Sprint hinlegen musst. Aber vielleicht gibt es eine Abkürzung?

Im letzten Artikel habe ich über das Bündeln von Aufgaben geschrieben. Das wäre ein heißer Tipp für dich, um deine Geschwindigkeit zu erhöhen, ohne erschöpft bei der Zielflagge nach Luft zu schnappen.

2. Trainiere bewusst

Wo keine 8 Stunden – da kein Eis ;-).

Verschließe nicht die Augen davor, dass etwas schiefgehen wird. Gerade im Online-Business gibt es unzählige Wege um zum verdienten Eis zu kommen.

Du kannst dir bei jedem Fehlschlag bewusst machen, dass du damit etwas Wichtiges für den nächsten Weg gelernt hast.

Damit trainierst du drei wichtige Muskelgruppen:

  • den, der deine Frustrationsschwelle erhöht,
  • den der dein Durchhaltevermögen trainiert und
  • nicht zuletzt den, der deine Entscheidungen schneller macht!

Wenn du dir diesen Prozess bewusst machst und ihn aktiv durchgehst, wirst du bei deinem nächsten Projekt ein paar Schlenker nicht mehr machen.

Ist dieser Muskelkater nicht großartig? Was gibt es besseres, als dich selbst zu spüren!

3. Ersetze Angst durch Neugierde

Mich hält auch manchmal die Angst am Lenkrad still … Die Angst davor, was meine LeserInnen (also du) denken könnten, die Angst, das Ziel gar nicht zu erreichen. Die Angst, mich auszubrennen und die Angst, einer Illusion nachzujagen.

Aber gemäß meinem Motto „Bleib‘ neugierig!“ ersetze ich diese Angst immer öfter durch Neugierde. Und das kann ich dir wirklich nur empfehlen.

Statt „Angst davor, was meine LeserInnen denken könnten“: Sei neugierig darauf, wie das Feedback ausfallen wird. Was an neuen Impulsen auftauchen könnte. Ob deine Einschätzung deiner LeserInnen richtig oder falsch war.

Statt „Angst davor, das Ziel gar nicht zu erreichen.“: Bleib neugierig darauf, welches Ziel dich überhaupt erwartet!

Wenn ich daran denke, für welche Zielgruppe ich ursprünglich meinen Trello-Video-Kurs erstellt habe – und was für tolle Menschen völlig außerhalb dieses Radius jetzt auch mit dem Kurs arbeiten! Ein offenerer Blick hätte mir beim Start (und wahrscheinlich auch schon beim Erstellen) einiges an Ängsten erspart!

Statt „Angst, mich auszubrennen“: Neugierde darauf, was du mit absolutem Commitment fähig bist, zu tun.

Mir ist der Ausspruch eines Fitness-Trainers im Gedächtnis: „Es kommt nicht auf die 10 Wiederholungen an, die dich anstrengen – sondern auf die 11., die brennt.

Also sei neugierig darauf, die wievielte Wiederholung „brennt“!

P.S. Und bleib‘ neugierig!

 

*) Ich gestehe, ich musste mich erst an die Sprache in Matthews Podcast gewöhnen. Sehr amerikanisch angehaucht, mit vielen englischen Ausdrücken, sehr jung und manchmal auch „reißerisch“, sehr viel „cool“ und „geil“ … und trotzdem … ich bin neugierig geblieben und bin froh darüber. Denn er hat großartige Interviewpartner zu Gast und viel zu sagen. Gerade was Motivation angeht! Also nicht abschrecken lassen und einfach reinhören.


 

4 Kommentare

  1. Hey,

    Matthew Mockridge ist MEGA! 😀 Ich mag nicht nur den großartigen Content, den er raus bringt, sondern auch grade seine Art, das ganze konkret beim Namen zu nennen und nicht so verwaschen daher zu reden, wie es viele Experten im Bereich Produktivität etc. gerne tun. 🙂

    Den Wettkampfgedanken mit mir selbst zu entfachen, ist für mich auch immer eine geniale Möglichkeit um mich zu total unattraktiven Aufgaben zu motivieren. Ich denke außerdem auch, dass man sich den Weg nicht schwerer machen sollte, als er sein muss. 🙂 Warum also nicht etwas genießen, während man etwas tut, das man nicht so sehr genießt?

    Vielen Dank für die guten Anregungen! 🙂

    Liebe Grüße,
    Ronja

    • Hi Ronja!

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Dein Satz „Warum also nicht etwas genießen, während man etwas tut, das man nicht so sehr genießt?“ ist auch genial 😉

      Liebe Grüße,
      Claudia

  2. Schön, dass dieses Thema hier aufgegriffen wird. Ich habe es für mich gelernt, nicht das letztendliche Ziel als Erfolg zu werten, sondern bereits den Weg dorthin. Wie heißt es so schön: „Fall in love with the process, and the results will come“

    Auch ich muss mich als riesiger Matthew Mockridge Fan outen. Verfolge sein Smart Entrepreneur Radio nun schon seit ein paar Monaten konnte aus den Gesprächen mit seinen Gästen schon viele Learnings ziehen. Seinen Stil finde ich erfrischend und sehr motivierend, obwohl ich beim aller ersten Mal hören auch ein wenig verstört war 🙂

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