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Schluss mit dem Verzetteln auf Social Media!

Social Media ohne dich zu verzetteln!

Verzetteln, verplempern, verschwenden, egal wie du es nennen willst, unterm Strich geht es darum, dass du eventuell zu viel Zeit mit zu wenig Wirkung in den Social-Media Kanälen verbringst.

Könnte das sein?

Mit Wirkung meine ich nicht Spaß haben oder Neugierde befriedigen. Das bringen sämtliche Kanäle durchaus mit sich. Ich gehe aber davon aus, dass du Social Media auch für dein Business und deine Sichtbarkeit verwendest. Und nicht nur zum Spaß.

Eine Freundin von mir hat es einmal so beschrieben:

Es ist wie ein Sog – sich da nicht hineinziehen zu lassen, fällt mir wahnsinnig schwer!

Bitte versteh‘ mich nicht falsch, Vergnügen an den vielen spannenden Inhalten zu haben, hat absolut seine Berechtigung, wenn du dich entspannen möchtest oder einfach nur eine kleine Pause zwischendurch machst. Wenn’s bei der kleinen Pause bleiben würde … und da nehme ich mich überhaupt nicht aus. Ich beobachte auch manchmal meinen Zeigefinger wie er wie von Geisterhand über das Scrollrad streicht ;-).

Aber was sind die Hauptgründe, weshalb es passiert, dass die Minuten und Stunden so schnell am Mausrad verloren gehen?

1) Ziellos auf Social Media

Wenn du beruflich auf den Social-Media Kanälen unterwegs bist und kein Ziel oder keinen Zweck damit verfolgst, dann gibt es auch keinen Punkt, an dem du sagen kannst: „Geschafft, fertig, weiter zum Nächsten …„.

Ich vergleiche das einmal mit einer Radtour. Macht du einen Radausflug nur um Rad zu fahren? Oder nimmst du dir etwas vor? Z.B. eine gewisse Strecke zurückzulegen. Oder ein Ausflugsziel zu erreichen. Oder eine bestimmte Durchschnitts-Geschwindigkeit, oder, oder. Ich kenne eigentlich niemanden, der sich auf’s Rad setzt und sagt: „Ich fahr‘ dann mal … keine Ahnung wohin, wie lange und wozu eigentlich.“ Falls ich mich irre, melde dich bitte bei mir.

Ja, und genau so ist es beim Stöbern in den Social Media Kanälen. Wenn das Ziel „Entspannung“ heißt oder „unterhalten werden“, ist das völlig legitim. Nicht aber, wenn das Ziel z.B. Sichtbarkeit heißt!

Zum Thema Sichtbarkeit kann ich dir übrigens diese tolle Facebook-Gruppe empfehlen, aber das nur nebenbei.

2) Keine standardisierte Arbeitsweise

Da muss ich ein bisserl ausholen. Im letzten Oktober habe ich mein erstes Barcamp besucht (und werde das diesen Oktober wiederholen – ich freu‘ mich schon drauf!). Jedenfalls war eine der Grundregeln, dass man „hummeln“ darf. Also von einer zur anderen Session gehen, gerade wie einem danach ist, ohne das Ende eines Vortrags abzuwarten. Einfach aufstehen und anderswo hinhummeln.

Ehrlich, in diesem Kontext ist mir das total schwergefallen. Vielleicht hat es mit meiner „Generation“ zu tun, dass ich es nicht geschafft habe, mittendrin aufzustehen und zu gehen, weil es mir unhöflich vorgekommen ist … das trainiere ich heuer ;-).

Ich weiß nicht, wie es dir beim Hummeln gehen würde – aber wenn es um dein Verhalten in den Social-Media Kanälen geht, kann ich mir vorstellen, dass du genau das tust. Mal hier, mal da ein Blümchen pflücken, weiterklicken, weiterziehen und hier und da ein paar Pollen hinterlassen.

Oft steckt keine standardisierte Arbeitsweise dahinter. Und das kostet wahnsinnig viel Zeit!

Hier kannst du ansetzen, wenn du dich auf Social Media verzettelst

Ich schätze, du bist jetzt schon neugierig, WIE du dieses Verzetteln auf Social Media verhindern kannst, aber (und das ist sehr wichtig!) den Spaß nicht daran verlierst! Denn reine Automatisierung ohne persönliches Zutun und ohne Interaktion … nein, das soll es natürlich auch nicht sein.

Nach meiner Beobachtung und eigenen Erfahrung gibt es mehrere Bereiche, in denen du mit verschiedenen Maßnahmen ansetzen kannst. Zu jedem einzelnen findest du hier ein paar Fragen, die du dir selbst stellen kannst. Deine Antworten auf diese Fragen zeigen dir schon, in welche Richtung du dich weiter entwickeln könntest, um in Zukunft weniger zu hummeln …

Wenn ein Bereich dabei ist, über den du überhaupt noch nicht nachgedacht hast, oder in dem du etwas optimieren kannst, allerdings nicht genau weißt, wie du das anstellen sollst, dann komm‘ doch zu meinem nächsten Webinar, denn da zeige ich dir mit vielen Beispielen, was genau du tun kannst.

1. Beim Filtern

Facebook und inzwischen wohl auch Twitter filtert die Inhalte, die du siehst, vor. Aber wenn du selbst bestimmen möchtest, was du siehst, dann musst und kannst du aktiv werden.

  • Auf welchen Kanälen solltest du aktiv sein?
  • Wem folgst du auf welchem Kanal?
  • Wer ist für dich und auf der anderen Seite für deine LeserInnen interessant?
  • Wie genau verfolgst du diese anderen Profile?

2. Beim Sammeln

Es ist aus mehreren Gründen wichtig, dass du auch andere AutorInnen zu Wort kommen lasst. Empfehlungen, Kommentare und mehr erweitern nicht nur dein eigenes Netzwerk, sondern zeigen deinen LeserInnen auch, dass du abgesehen von deinen eigenen outstanding Inhalten noch viel mehr zu bieten hast. Allerdings bleibt da oft viel Zeit auf der Strecke:

  • Liest du sofort alles, was nur annähernd interessant ist?
  • Wie und wo sammelst du interessante Inhalte? Sowohl für dich als auch für deine LeserInnen?
  • Sammelst du so viel, dass du es dann nicht mehr verarbeiten kannst?

3. Beim Planen

Jetzt kommt’s wieder, das böse P-Wort ;-). In meinen Augen geht’s ohne Planung nicht, wenn du sowohl Frequenz als auch Relevanz auf deinen eigenen Kanälen bieten, bzw. nicht zu viel Zeit beim Posten selbst verbringen möchtest. Tools, um deine Beiträge vorauszuplanen sind wertvoll – wenn du vorher gut gesammelt und ausgewählt und danach gut geplant hast.

  • Wie regelmäßig kannst und willst du präsent sein?
  • Wo ist dein persönlicher Einsatz ausschlaggebend, wo reicht Automatisierung mit zeitweiser Anwesenheit für dich aus?
  • Mit welchen Tools arbeitest du schon? Nützt du sie wirklich optimal aus?
  • Hast du einen Überblick darüber, wo du was postest?

5. Beim Produzieren

Ich kann dir versprechen: Du kannst z.B. aus deinen eigenen Blogbeiträgen soooo viel herausholen, dass du gar nicht alles davon umsetzen kannst.

Warum ich das versprechen kann? Weil ich es selbst nicht schaffe, immer alles umzusetzen. Aber es wäre doch toll, wenn du Möglichkeiten kennen würdest, wie du schnell relevante Inhalte produzieren könntest?

  • Was tust du mit den Inhalten, die du selbst produzierst?
  • Holst du wirklich das Beste für dich und deine LeserInnen daraus heraus?
  • Hast du einen Plan, wie du deine Inhalte am Leben hältst?
  • Hast du schon über Repurposing oder Micro-Content nachgedacht, bzw. davon gehört?

Und noch drei simple Strategien, die du sofort ausprobieren kannst:

Der Timer – dein Freund und Helfer

Mag sein, dass ich mich wiederhole – aber trotzdem: egal ob du mit Ziel oder nur zum Vergnügen, wenn du auf Social Media unterwegs bist, lass einen Timer auf deinen Zeigefinger aufpassen ;-). Selbst wenn du aktiv für dein Business etwas tust, stell‘ dir einen Timer oder Küchenwecker auf eine halbe Stunde, in der du wirklich fokussiert und zielgerichtet etwas für dein Netzwerk tust.

Ignoriere dabei alles, was dich „anspringt“ – und speichere dir z.B. Inhalte, die interessant erscheinen und lies und beurteile sie nicht sofort! Das kann in einer späteren Session passieren, in der es um Recherche und ums Sammeln geht. Natürlich möglichst auch wieder zeitlich beschränkt.

Wie viele Fragen stecken in deinem Blogbeitrag?

Fragen kommen immer gut an. Natürlich könntest du dich einmal hinsetzen und dir einfach 20 – 30 Fragen überlegen, die du im Laufe der nächsten Wochen deinen LeserInnen stellen könntest.

Aber schau‘ dir bitte deinen letzten Blogbeitrag an und filtere dort heraus, wie viele Fragen du darin schon beantwortet hast. Das sind Fragen, die du trotzdem (oder gerade deswegen) deinen LeserInnen auf den Social-Media-Kanälen stellen könntest.

Kennst du alle Funktionen deines Tools?

Wenn du ein Tool wie z.B. Hootsuite, Postplanner oder Buffer verwendest, bekommst du wahrscheinlich so wie ich auch immer wieder Mitteilungen, dass neue Features hinzugekommen sind. Oder du wünscht dir, es wäre ein anderer Workflow mit dem Tool möglich, das du bereits im Einsatz hast.

Meiner Erfahrung nach ist es sinnvoller zuerst zu schauen, welche Möglichkeiten (die du noch nicht nutzt …) das Tool deiner Wahl bereits beinhaltet, als nach einem neuen zu suchen. Daher wirf‘ doch einmal einen Blick in die Hilfe-Funktion des Tools und lese dir zumindest das Inhalts-Verzeichnis dazu durch. Dann erkennst du vielleicht Möglichkeiten, die deinen Workflow sofort verbessern!

Fazit

Es ist ein sehr breites Feld, wie ich beim Schreiben bemerkt habe und ich konnte auf viel weniger eingehen, als ich mir vorgenommen hatte. Ich schätze, dazu wird es noch weitere Artikel bzw. Webinare geben – was wäre für dich besonders interessant? Hinterlasse mir deine Wünsche einfach hier im Kommentar!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

4 Kommentare

  1. Liebe Claudia!
    Ich kenne das von mir sehr gut, dass ich mich auf Facebook verzettle. Hier noch ein Kommentar, dort noch ein spannender Artikel und plötzlich der Blick auf die Uhr – und selbst keinen eigenen Content erstellt.
    Darum habe ich die Tipps aufgesogen und mich gleich mal zu deinem Webinar angemeldet, denn da ist bei mir noch ordentlicher Optimierungsbedarf.
    Liebe Grüße Birgit

  2. Liebe Claudia,
    super toller Artikel. Genau das Verzetteln – nicht unbedingt nur social media – genau da ist der Knackpunkt. Es gibt einfach sooo viele tolle, wichtige Infos.
    Und schwupps ist die Zeit dahin. Hab mich gleich mal bei deinem Webinar angemeldet und freu mich schon drauf. Und geteilt wird natürlich auch :-)))

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