Featured, Selbst-Management
Kommentare 4

3 Schritte zu deiner neuen Strategie

Eigene Strategie entwickeln

Wie oft denkst du dir eigentlich …

  • Du brauchst eine Strategie, um produktiver zu sein.
  • Du brauchst die richtige Strategie, um dein Angebot zu vermarkten.
  • Du brauchst eine neue Strategie um mit irgendeiner Situation zurecht zu kommen.

Das Wort „Strategie“ hat mich lange Zeit relativ hilflos die Schultern zucken lassen. Klingt zwar gut, scheint auch sinnvoll zu sein – aber kann es eigentlich sein, das ein- und dieselbe Strategie für alle funktioniert? Gibt es „DIE“ Strategien?

Und ich werde oft gefragt, was meine besten Strategien sind, um z.B. produktiv zu arbeiten, mich nicht ablenken zu lassen, als Sidepreneur alles unter einen Hut zu bekommen, und, und, und.

Vielleicht vermutest du hinter diesem großen Wort auch ganz große Dinge und Geheimnisse, die nicht jedem zugänglich sind? Gleich vorweg: es ist manchmal einfacher, als du denkst :-).

Daher gibt’s heute eine kleine Anleitung dazu, wie du deine ganz eigenen, auf dich zugeschnittenen Strategien entwickeln kannst, um produktiver zu arbeiten. Das kannst du natürlich auf viele andere Bereiche übertragen …

Was ist eigentlich eine Strategie?

Ganz allgemein sind Strategien eine Zusammenfassung aller Verhaltensweisen, die dich (oder ein Unternehmen, oder einen Staat, oder einen Programmierer, oder …) zu einem bestimmten Ziel bringen.

Sehr schwammig, oder?

Dann lass‘ uns konkreter werden:

Wenn du dich beobachtest (oder beobachten würdest), könntest du feststellen, dass du Dinge immer in einer bestimmten Reihenfolge machst. Bzw. dass auf A immer B folgt. Das muss sich nicht als ganze, immer gleichbleibende Kette darstellen, aber meistens sind es zumindest 2-3 Glieder solch einer Kette (=Strategie), die aneinander hängen.

Schritt 1: Erkenne deine Strategien

Am Anfang jeder Veränderung steht für mich immer die Frage des Jetzt-Zustandes. Ich nehme einfach einmal an, dass du bei deiner Arbeitsweise Entwicklungspotential siehst, sonst würdest du diesen Artikel nicht lesen 🙂

Wenn du also etwas z.B. an deiner Produktivität ändern möchtest, beantworte dir folgende Fragen:

  • Wie machst du es genau, dass du unproduktiv bist?
  • Wenn ich das lernen wollte – wie würdest du es mir beibringen?
  • Was könntest du tun, um noch unproduktiver zu werden?

Du findest, das sind eigenartige Fragen? Wäre es nicht besser, zu fragen, was funktioniert?

Nun – das weißt du ja nicht genau und somit kannst du dir darauf keine sinnvolle Antwort geben. Du weißt nur, dass das, was du bisher gemacht hast, nicht funktioniert. Sonst würdest du ja nichts verändern wollen. Wenn du deine Antworten auf diese Fragen anschaust, dann weißt du, welche Programme bei dir ablaufen. Und wenn du sie um 180 Grad umdrehst, dann hast du deinen roten Faden, an dem entlang du deine neue Strategie entwickeln kannst.

Aber Schritt für Schritt:

Was du z.B. entdecken könntest:

  • Immer wenn dir Informationen fehlen, verhedderst du dich auf Social-Media.
  • Am Vormittag arbeitest du konzentriert, nach dem Mittagessen geht gar nichts mehr.
  • Sobald dich eine Aufgabe besonders fordert, machst du „schnell noch“ irgendetwas Anderes.

Und daraus ergibt sich dann ganz natürlich deine neue Strategie:

Schritt 2: Entwirf eine neue Strategie

Gut. Du hast ihn, deinen roten Faden!

Aber was machst du jetzt damit? Pullover stricken? 🙂

So ähnlich – du verlegst diesen roten Faden auf einer neuen Linie. Du könntest dir auch vorstellen, dass dieser rote Faden eine Perlenschnur ist, von der du die alten Perlen entfernst und neue – oder auch die alten – in einer neuen Reihenfolge aufreihst.

Hast du das Bild vor dir?

OK. Dann gehe zum nächsten Schritt und überlege, wie die neue Perlenkette aussehen könnte. Bleiben wir bei den Beispielen aus Schritt 1.

  • Wenn du dich auf Recherche begibst, könntest du dir einen Timer stellen, wenn der klingelt, hörst du auf und arbeitest mit den Informationen, die du gefunden hast, weiter.
  • Du verlegst mit Hilfe eines gesunden Frühstücks das Mittagessen etwas nach hinten und ißt mittags nur eine Kleinigkeit, die dich nicht belastet. Außerdem erledigst du anspruchsvolle Arbeiten am Vormittag.
  • Wenn dich eine Aufgabe besonders fordert, überlegst du dir, welchen Teil davon du gut kannst. Ob du nun mit dem „leichten“ Teil beginnst oder ihn dir als Belohnung aufhebst, ist etwas für Schritt 3 …

Schritt 3: Teste deine neue Strategie

Die Überschrift sagt es schon: probiere aus, ob die neue Strategie für dich passt! Gib ihr und dir ein paar Chancen, sich zu bewähren. Selbst wenn du beim Entwickeln der neuen Strategie den Gedanken hast „Das kann ja nicht funktionieren … das ist nicht mein Ding … bin ich nicht der Typ dazu …„, dann lass‘ dich trotzdem darauf ein und beobachte, wie es dir damit geht.

Nicht nur ein Mal. Auch nicht zwei Mal.

Sondern so lange, bis du eine gefunden hast, die für dich funktioniert. Darum ist es übrigens auch wichtig, dass du deine Strategien selbst für dich entwickelst und nicht nur „ausprobierst“, wie es andere Menschen machen.

Strategien abspicken

Wenn du dabei hängst, aus den negativen Fragen positive Antworten für dich zu ziehen, kann es trotzdem interessant für dich sein, wie andere an dieses Problem herangehen. Auch wenn es nicht DIE Strategie gibt, wenn du bereit bist, sie nicht 1:1 zu übernehmen, sondern wieder an dich anzupassen, kann es hilfreich sein, von anderen „abzuspicken“.

Darum gibt’s in meinem Online-Kurs Home-sweet-Office auch eine Fülle an Strategien, die für mich funktionieren – damit du schneller deine eigenen entwickeln kannst!

Bis zum 12. September 2016 gilt noch die Sommeraktion zum Home-sweet-Office – du sparst dir 20% und profitierst auch noch von der Teilzahlungs-Möglichkeit!

Schau‘ dir jetzt an, was dich im Home-sweet-Office erwartet!

Der richtige Zeitpunkt

Noch ein letzter Tipp dazu: Meistens funktioniert es nicht, einfach so nebenbei eine neue Strategie zu entwickeln. Nimm‘ dir Zeit dafür. Zeit zu analysieren, Zeit zu entwickeln und wie angesprochen natürlich auch Zeit, sie auszuprobieren.

Vor allem das Analysieren und Entwickeln braucht vielleicht sogar einen eigenen Strategietag, wie ich ihn im Artikel Der Produktivitäts-Booster: Trenne denken von tun beschrieben habe.

Also, los geht’s! Welche Strategien wirst du entwickeln und testen?

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

Keine Zeit für Social Media Planung?

Online-Training zu CoSchedule

26. Jänner 2017, 11:00 Uhr

Templates, Platzhalter und der richtige Workflow

 

4 Kommentare

  1. Hallo Claudia,

    die Überschrift von deinem Artikel hat mich total neugierig gemacht. Und deine Vorgehensweise hat mich total angesprochen. Ich sage immer zu meinen Klienten, wenn sie etwas Neues in ihr Leben bringen: Spiel damit – teste es – probiere es aus.
    Nichts anderes empfiehlst du auch. Das ist es … wir können abspicken, aber wir dürfen es trotzdem zu unserem eigenen machen. So dass es uns dient und entspricht.
    Ich werde mal bei mir wieder schauen, was es da noch zu optimieren gibt.

    Viele Grüße
    Silvia

    • Liebe Silvia,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Gerade im Netz ist das „Abspicken“ ja ein heißes Thema – und mancheine(r) versteht den Unterschied zum Kopieren anscheinend nicht ganz. Wenn wir es zu unserem eigenen machen, dann „modellieren“ wir – und das ist auf jeden Fall sinnvoll! Bin gespannt, was du bei dir zum Optimieren findest!

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  2. Grandios die drei Fragen von Punkt 1 – denn so kann man auch noch eine Menge Spaß mit sich selbt haben 🙂

    Ich verfolge manchmal bei meinen Kunden eine ähnliche Strategie, wenn ich sie ausmalen lasse, wie sich ihre Beziehung in einem, fünf oder zehn Jahren entwickelt, wenn sie die aktuelle Richtung beibehalten. Für viele ein eye-opener und der Start für größere und kleinere Wunder. lg Riccarda

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare abonnieren?