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Warum du Autoresponder nicht abwürgen solltest …

autoresponder

Downloaden und Tschüss mit Ü?

Ja, massives Bombardement mit eMails (vor allem wenn sie keinen Mehrwert sondern nur Verkaufs-Blubber enthalten), kann nerven.

Aber darum soll’s hier nicht gehen, sondern um Autoresponder mit guten Inhalten.

Willkommen zum dritten Teil im BlogMomentum von Markus Cerenak!

blogmomentum-2016Kurz erklärt, falls du mit dem Begriff nicht vertraut bist: Ein Autoresponder ist eine Serie von eMails, die du automatisiert verschickst, wenn sich jemand für ein Angebot von dir interessiert. Er tauscht also seine eMail-Adresse gegen ein Freebie, Webinar oder deinen Newsletter ein.

Was das mit Home-Office zutun hat? Nun, vielleicht nicht direkt. Aber es hat mit Zeitmanagement und Selbständigkeit zu tun, und zwar auf zwei Seiten:

Die Perspektive des Autoresponder-Empfängers

Ich liebe es, Freebies zu finden, die genau auf meine Frage oder mein Problem, das ich gerade lösen möchte, abzielen. Dann gebe ich gerne meine eMail-Adresse (und zwar die richtig gute, keine 24-Stunden-eMail) dafür her und bin dann auch neugierig, was nach dem Download passiert.

Wenn du dir nicht jedes und alles bestellst, behältst du auch den Überblick darüber, was danach noch kommt. Denn meistens ist es nicht mit dem Freebie getan, die Anbieter liefern oft noch einiges nach.

Und darum solltest du einen Autoresponder nicht abwürgen, sondern nur mit einer Austragung reagieren, wenn es wirklich spammig wird. Wann du das als solches empfindest, ist natürlich ganz individuell …

  • Du lernst bei guten Autorespondern dazu – für deine eigenen – und ersparst dir dadurch viel Zeit für deine Ideenfindung.
  • Wenn du wirklichen Bedarf hast (und den hast du wohl, sonst hättest du dir das Freebie nicht heruntergeladen …) lernst du dadurch den Anbieter viel besser kennen.
  • Er/sie leitet dich vielleicht sogar durch die hilfreichsten Artikel durch, die du dir sonst selbst zusammensuchen hättest müssen.
  • Du kannst schneller und leichter Entscheidungen treffen, ob dir das Angebot weiterhilft.

Noch ein Tipp:

Lege dir eine eMail-Adresse an, die du nur für solche Angebote verwendest. Wie geschrieben, keine Spam-eMail-Adresse, sondern eine wertige. Sonst kommen die eMails nämlich vielleicht nicht bei dir an.

Wenn du selbst eine Homepage oder einen Blog betreibst, kannst du meistens bis zu 100 eMail-Adressen anlegen. Also bei mir wäre das z.B. „freebie@abenteuerhomeoffice.at“ oder so ähnlich.

Im nächsten Schritt legst du dann in deinem eMail-Programm eine Regel fest, über die du alle Mails, die an diese spezielle Adresse geschickt wurden, in einen Unterordner deines Posteingangs umleitest.

Damit wird dein Posteingang nicht überlastet und du kannst dir regelmäßig die Newsletter und Mails aus Autorespondern ansehen.

Da steckt doch schon eine ganz schöne Zeitersparnis drinnen, oder?

Die Perspektive des Senders

Autoresponder

OK, also aus meiner Perspektive 😉

Es kommt nicht oft vor, dass sich meine LeserInnen eines meiner Freebies herunterladen und dann nach dem Motto „Tschüss mit Ü“ sofort wieder austragen. Das ist nicht nur für mein Ego gut ;-), denn wenn das häufig passieren würde, müsste ich mir folgende Gedanken machen:

  • Habe ich wirklich die richtige Zielgruppe mit meinem Freebie angesprochen?
  • Ist das Freebie sooooo schlecht, dass viele sofort flüchten?
  • Habe ich mit dem Freebie überhaupt ein Problem gelöst?
  • Sind meine eMails, die ich danach verschicke nicht hilfreich – oder eventuell sogar zu nervig/pushy oder ähnliches?

Außerdem – Hand aufs Herz – haben sowohl Freebies als auch Autoresponder ein Ziel, das erreicht werden will:

  • Dein Problem soll gelöst werden
  • Dabei möchte ich dich unterhalten und auf neue Ideen bringen
  • Du sollst mich und meine Arbeitsweise kennenlernen
  • Ich wünsche mir eine gute Beziehung zu dir
  • Und natürlich möchte ich dir meine kostenpflichtigen Angebote zeigen. Davon lebe ich schließlich …

Was bei meinen eigenen Autorespondern noch fehlt …

Abgesehen davon, dass „besser immer geht“ – ich habe noch immer keinen Autoresponder eigens für meinen Newsletter. Momentan habe ich nicht einmal ein eigenes Optin „nur“ für den Newsletter. Das steht schon lange auf meiner Umsetzungs-Liste, weil meine Freebies gut funktionieren und bei jedem automatisch auch der Newsletter-Versand startet.

Aber mit den guten Ideen, die Markus weitergegeben hat, steigt jetzt meine Motivation, das anzugehen … also ran ans Reißbrett ;-).

Fazit

Sowohl eMails als auch Autoresponder sind per se nichts Böses. Weder für den Sender, noch für den Empfänger! Und wenn es dir wirklich zu viel wird, dann hast du meistens beim Austragen auch die Möglichkeit, deinen Grund dafür anzugeben, warum du dich ausgetragen hast.

Nimm‘ auch diese Gelegenheit wahr, deine Meinung zu äußern – das hilft dem Absender, zu korrigieren …

Wie stehst du zu Autorespondern? Bietest du selbst welche an? Meldest du dich schnell ab? Bin gespannt auf deine Meinung!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

8 Kommentare

  1. Guten Morgen Claudia,

    vielen Dank für die Tipps.

    Besonders der Tipp mit den Regeln hat mir gefallen. Ich habe mich noch gar nicht mit der Regelfunktion beschäftigt. Es ist wohl langsam Zeit dafür.

    Für meine erhaltene Freebies nutze ich schon seit einiger Zeit eine Extra E-Mail. Hierfür verwende ich allerdings eine Private E-Mail-Adresse. Denn an meiner Geschäftsmail darf man mir außerhalb des Newsletters sonst ziemlich jedes Angebot schicken, welches man möchte. Zumindest in Deutschland ist das so.

    Viele Grüße

    Pascal

    • Hi Pascal!

      Ja, die Regeln habe ich auch erst eingeführt, als mir der volle Posteingang auf die Nerven gegangen ist … Bist du sicher, dass das so ist, dass man in Deutschland jedes Angebot schicken darf? Würde mich bei den strengen Datenschutzgesetzen sehr wundern!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  2. Liebe Claudia,

    danke für diese Zusammenfassung aus beiden Sichtwinkeln.

    Für meine eigenen bestellten Freebees und Newsletter gehe ich ähnlich vor wie du. Wobei ich tatsächlich auch noch zwischen privaten Interessen und geschäftlichen unterscheide. So landet jeder Newsletter in einem eigenen Ordner pro Newsletter unterteilt auch noch nach privat oder geschäftlich.

    In meinen Business gibt es zwei Freebees, die dann auch automatische Mails beinhalten. Denn gerade, wenn es um das Thema Ziele setzen oder die eigene Vision geht, braucht es immer mal wieder Erinnerung. So mache ich es auch bei meinem Online Kurs, damit der Kunde auch wirklich damit arbeitet.

    Und ich habe auch schon hilfreiches Feedback bekommen. Ebenso wie ich gelernt habe mit Abmeldungen zu leben. Zuerst habe ich mich auch immer gefragt, ob etwas falsch war. Doch manchmal passt es einfach nicht und das ist dann auch gut so. Ich habe immerhin einige Treue Leser, die auch immer noch meine Mails lesen.

    Also sind E-Mails eine wertvolle und wichtige Sache für mich.

    • Hallo Silke!

      Vielen Dank für deine Antwort! Ach ja, die Abmeldungen ;-). Das hat mich in den ersten Wochen auch sehr getroffen – ist aber glaube ich logisch, weil wir darin eine „persönliche Ablehnung“ sehen. Ist es aber nicht, derjenige hat einfach keinen Bedarf (mehr) an den Inhalten. Inzwischen habe ich auch keine Probleme mehr damit. Letztens habe ich einige „Verkaufs-eMail“ geschickt und war sehr erstaunt (und dankbar), dass es keine einzige Abmeldung gab. Das bedeutet, dass meine Liste inzwischen wirklich aus interessierten LeserInnen besteht!

      Du schreibst „die immer noch meine Mails lesen“ – warum sollten sie nicht, wenn du laufend gute Inhalte rausgibst?

      Ich wünsch‘ dir einen schönen Tag und liebe Grüße aus Wien!
      Claudia

  3. Liebe Claudia,

    bisher hatte ich noch keine Freebies (habe immer einfach alles kostenlos auf Anfrage per E-Mail verschickt, was ich in diversen Blogbeiträgen anbot- ich Hinterwäldlerin), das wird sich aber jetzt ändern :-).
    Ich arbeite mich gerade in Active Campaign ein, da kann ich das ja sehr gut zuordnen, wer welches Interesse an welchem Thema hat und welche Mails erhält. (wie gesagt, da arbeite ich mich noch ein, heute geht erst mein zweiter normaler Newsletter über Active Campaign raus).

    Da werde ich dann auch automatische E-Mail Serien anlegen zu den Freebies, die ich nun erstelle und auch nur noch gegen E-Mail Adresse rausgebe :-), natürlich mit dem Zusatz, dass sie sich damit auch zum Newsletter anmelden. Damit es alles rechtens ist.
    Es gibt noch viel zu lernen und zu tun – es hört nie auf! 🙂

    • Hallo, Zamyat!

      Oh, ActiveCampaign ist ein mächtiges Tool, inzwischen könnte ich gar nicht mehr ohne 🙂 Und immer ein Schritt nach dem anderen!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  4. Liebe Claudia,

    ich finde es immer total spannend zu beobachten, was passiert, wenn ich mich in eine Liste eingetragen habe. Und da ich lernen durch abgucken am einfachsten finde, gucke ich genau, was der Versender tut und wie das bei mir ankommt. Was finde ich gut? Was finde ich blöd? Manche machen dann so viel auf einmal, dass ich völlig überfordert bin. Und bei manchen frage ich mich, warum ich nicht genervt bin sondern dranbleibe. So wie z. B. bei dir 🙂
    Wenn ich also auch endlich mal anfange mit einem opt-in, dann weiß ich schon, wie ich es nicht mache ;-). Bis zum „machen“ ist es noch ein Stückchen …

    Und Tschüss bis bald

    Claudia

    • Liebe Claudia,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich nehme das „Und bei manchen frage ich mich, warum ich nicht genervt bin sondern dranbleibe …“ als absolutes Kompliment, vielen Dank! 🙂

      Und nur als kleiner Tipp: ich schreibe neue Autoresponder nicht auf einen Schwung, sondern nach und nach, bis sie passen (natürlich auf ein Konzept oder einen Plan aufgebaut) …

      Liebe Grüße,
      Claudia

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