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So machst du mehr aus deinen Blogartikeln – mit Repurposing!

content repurposing blogartikel

Das Thema der 5. Aufgabe im BlogMomentum von Markus rennt bei mir quasi offene Türen ein – zumindest theoretisch, in der Praxis könnte ich natürlich wesentlich mehr machen, als ich bisher tue.

blogmomentum-2016Allerdings: mehr geht immer und wenn es danach ginge, was wir Onliner alles tun „sollten“ oder „könnten“, um unserem Business zu dienen, dann bräuchte der Tag wirklich 48 Stunden.

Daher: Prioritäten setzen!

In einem meiner letzten Webinare habe ich als Strategie gegen das Verzetteln auf Social Media genau dieses Zerlegen und Wiederverwenden von bereits bestehenden Inhalten angerissen und kurz anhand eines Beispiels aus meinem Blog gezeigt.

Falls du das Webinar verpasst hast, machen wir doch direkt hier in diesem Artikel das Experiment.

Repurposing: Was kann ich alles aus einem einzigen Blogartikel generieren?

Ich habe mir extra einen Blogartikel ausgesucht, der

  • Noch nicht von mir „zerlegt“ oder wiederverwendet wurde und
  • Keine List-Post ist – das wäre fast zu einfach, oder?
  • Aber bereits gut angenommen wurde – das heißt, das Thema hat meine LeserInnen interessiert.

Und hier ist er: Ideenmanagement für Solopreneure

1. Zitate (Bilder oder Text)

Das ist wahrscheinlich die leichteste Übung. Hole die besten Sätze, Gedanken und Aussagen aus deinem Blogartikel. Entweder, du packst diese Sätze in eine Grafik und teilst diese Bilder als deine eigenen Zitate, oder du verwendest sie einfach als Text-Postings in den unterschiedlichen Kanälen.

Ich bin ja nun nicht DAS grafische Genie … darum auch sehr einfach gehalten … aber da gibt’s jede Menge Bilder, die daraus entstehen, wie du siehst! Natürlich könntest du auch für jeden Spruch ein anderes Design wählen. Das habe ich mir hier erspart und das Design des Original-Blogartikels genommen:

Und hier die selben – und noch ein paar mehr – Ausschnitte für Text-Postings:

  • Schreibe deine Gedankenblitze auf und entwickle sie erst später weiter!
  • Gedankenblitze – vorbeiziehen lassen ist keine Option!
  • Das Finden von Ideen ist heutzutage kein Problem – Ideenmanagement ist die Herausforderung!
  • Inspiration lauert überall – pack‘ sie in ein System!
  • Finde einen Workflow für deine Ideen!
  • Der falsche Zeitpunkt ist der größte Feind deiner Ideen.
  • Ideen: Egal wohin. Hauptsache festhalten!
  • Ideen: Bewerten, weiterdenken, aussortieren ist später dran!
  • Du brauchst nur EINEN Platz für deine Ideen!
  • Das Konzept „Eingangskorb“ ist die Rettung für deinen Fokus!
  • Deinem Fokus zuliebe: verwende einen Eingangskorb!
  • Mit dem Eingangskorb reduzierst du Unterbrechungen auf ein Minimum
  • Arbeite deinen Eingangskorb im Entscheidungs-Modus durch!
  • Ideen gehören weiterentwickelt und umgesetzt!
  • Teste nicht zu viele Tools gleichzeitig – entscheide dich!

2. Fragen für Textpostings auf FB oder Twitter

Was hilft dir am meisten für deine Sichtbarkeit auf den Social Media Kanälen? Genau. Sichtbarkeit. Und die entsteht durch Interaktion mit deinen Beiträgen. Was wäre da besser, als Fragen zu stellen? Diese paar habe ich aus meinem Blogbeitrag extrahiert. Und ich bin sicher, es könnten noch mehr sein …

Wo hältst du deine Ideen fest?
Was ist dein Lieblings-Tool, um deine guten Ideen nicht zu vergessen?
Hast du eine Systematik, um deine Ideen weiterzuentwickeln?
Was denkst du, ist der größte Feind deiner Ideen?
Woran denkst du beim Begriff „Eingangskorb“?
Löscht du auch mal Ideen?

3. Checkliste

Ein Teil des Artikels besteht aus ein paar Ideen für die Weiterentwicklung von Ideen – da machen wir doch gleich eine kleine Checkliste daraus, die du dir hier direkt herunterladen kannst!

4. Präsentationen – Slideshares

Auf slideshare.net kannst du dir kostenlos einen Account anlegen und deine Powerpoint-Präsentationen hochladen. Dort wird auch ein Einbindungs-Code generiert, den du dann einfach in deinem Blog verwenden kannst. Übrigens nicht nur in WordPress!

Der Vorteil: Deine Präsentationen werden auch im Slideshare-Netzwerk angezeigt – und angesehen!

Zwei Beispiele habe ich aus dem Blogbeitrag gebaut (wieder: ich bin kein grafisches Genie, da könnte man sicher mehr draus machen …)


Kernaussagen für Text-Postings

Für die Zitate habe ich besonders kurze, knackige Aussagen gesucht. Aber für reine Text-Postings geht es natürlich auch etwas länger, vor allem auf anderen Kanälen als Twitter.

*

Stell‘ dir nur vor, du würdest bei jeder Idee, die du gerade hast, alles liegen und stehen lassen und sie reifen lassen. Produktives Arbeiten und Fokus sehen anders aus, oder?

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Inspiration lauert überall. Die Herausforderung ist eher, eine Systematik in deine Ideen – oder besser, in den Umgang mit deinen Ideen zu finden. Damit sie dir einerseits nicht ausgehen, aber andererseits nicht deine Gedanken verstopfen.

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In dem Moment, wo du nicht versuchst, einen Gedanken in Richtung A zu produzieren, werden sie prompt geliefert. Aber wohin damit? Auf die Einkaufsliste?

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Bewerten, weiterdenken, aussortieren ist später dran. In so einem Moment ist nur wichtig, die Idee bzw. den Gedanken wahrzunehmen. Möglichst bewusst (indem du ihn festhältst).

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Wenn du deine Ideen im Eingangskorb festhältst, dann siehst du sie auf jeden Fall noch ein weiteres Mal. Wenn du ihn durcharbeitest.

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Indem du deine Ideen im Eingangskorb parkst, bewertest du im ersten Moment nicht.

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Wenn du den Eingangskorb regelmäßig durcharbeitest, rutscht du in den Entscheidungs-Modus. Was muss damit getan werden? Wo gehört das genau hin? Will ich das wirklich aufheben? Oder eher löschen? Einmal in diesem Modus, fallen dir Entscheidungen wesentlich leichter!

*

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, mit deinen Gedankenblitzen systematisch umzugehen. Die Herausforderung für dich ist es jetzt, Deinen Weg zu finden!

Fazit

Ich weiß, es ist nicht damit getan, dass du deine Artikel zerlegst. Die Einzelteile müssen natürlich auch sinnvoll und regelmäßig verteilt werden.

Aber gehe einen Schritt nach dem anderen – und der erste ist nun einmal, deine Inhalte unter einem anderen Blickwinkel zu betrachten und dich zu entspannen: du produzierst genug Inhalte und musst nicht immer von vorne beginnen!

Ausgelassen habe ich in diesem Experiment das Audio und das Video – auch das wären tolle Möglichkeiten, den Beitrag weiter zu verwenden. Allerdings wollte ich dir zuerst die „niedrigschwelligen“ zeigen.

Also – womit fängst du an? Oder machst du aus deinen Inhalten bereits Puzzle-Teile? Ich bin gespannt auf deine Antworten und Erfahrungen!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

 

10 Kommentare

  1. Danke für den interessanten Input, liebe Claudia! Das gleich an einem richtigen Beispiel zu sehen ist super! 🙂 Besonders gut gefällt mir die Zitate-Idee. Da muss ich am Wochenende gleich mal schauen, ob ich irgendwas zitierwürdiges habe 😉
    Liebe Grüße,
    Elisabeth

    • Gerne, Elisabeth! Es ist ja weit verbreitet, andere schlaue Köpfe in Zitaten zu Wort kommen zu lassen – aber ich finde, wir haben alle Schlaues zu sagen! 🙂
      Und ich bin sicher, du wirst fündig!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  2. Hallo liebe Claudia,
    super, danke für das Teilhaben an deiner Umsetzung, sehr spannend und lebhaft zu sehen. Ich arbeite gerade Stück für Stück die Infos von Markus nach und finde, dass du ein sehr gutes Beispiel für diesen Punkt lieferst! Danke für deine Inspiration.

    Alles Liebe
    Olaf

  3. Hallo Claudia,

    das Thema Content-Wiederverwertung ist wirklich interessant. Ich glaube, dass da fast jeder noch Potential für mehr hat. Ich mache oft aus meinen Artikeln auch eine Podcast-Folge, aber ich plane in Zukunft auch mehr Infografiken. Das Thema finde ich nämlich sehr spannend.

    LG,
    Kevin

    • Hi Kevin!

      Danke für deinen Input! Infografiken habe ich erst 1 Mal gemacht – ich fürchte, dafür bin ich ein bisserl talentfrei :-). Aber jetzt, wo meine Einsteigerserie im Podcast abgeschlossen ist, werde ich auch ältere Artikel aufgreifen und in Podcast-Folgen verwerten. Das ist auf jeden Fall ein guter Weg!

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  4. Liebe Claudia Kauscheder,

    ganz herzlichen Dank für diesen Artikel.
    Nicht nur der Inhalt, auch die „Schreibe“ ist erfrischend.

    Ich komme bestimmt gerne wieder und hole mir weitere Tipps für mein Home-Office.

    Herzliche Grüße
    Patrizia Becker

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