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Voll in die Perfektionsfalle getappt!

Perfektionsfalle

Ich war total blockiert …

Vorige Woche hat das BlogMomentum von Markus Cerenak begonnen (du kannst hier noch einsteigen, es ist nie zu spät, wie du siehst!).

blogmomentum-2016Erste Aufgabe: eine Ist-Analyse des eigenen Business mit Gedanken zur eigenen Vision, den Kernaussagen, dem Geschäftsmodell und noch vielen gar nicht so leichten Themen.

Und es sollte ein großartiger, einmaliger – ja, perfekter Artikel mit perfekten Gedanken und Worten sein.

Pustekuchen.

Es ist nämlich gar nichts perfekt.

Und weißt du, was das Positive daran ist?

Dieser tröstliche und sogar motivierende Gedanke hat mich dann doch dazu gebracht, nicht völlig aufzugeben und das BlogMomentum zu ignorieren. Sondern unperfekt mitzumachen und mir aus dieser Perspektive meinen Blog und mein Business anzuschauen.

Der perfekte Elevator-Pitch?

Schau‘, was ich auf meiner Festplatte gefunden habe!

blogmomentum-elevator-pitchEine Mindmap vom 30.10.2013. Die Dokumentation einer Podcast-Episode von Markus. Und nicht weiter bearbeitet. Ein typisches „Irgendwann-Thema“ :-).

Mit dem Anspruch auf DEN perfekten Elevator-Pitch habe ich die Mindmap damals erstellt. Du siehst, wenn du auf den perfekten Augenblick wartest, kommst du drei Jahre später drauf, dass er nicht kommt … Daher hier meine unperfekten Gedanken dazu:

Ich bin Coach und Trainerin und mit meinen Inhalten und Produkten gebe ich Homeworkern Tools und Strategien an die Hand, um gelassener und damit zufriedener mit sich und ihrem Leben und Arbeiten im Home-Office zu sein.

Das perfekte „Why“?

Oh, mein Warum zur Selbständigkeit hat sich gewaltig geändert, selbst in den letzten drei Jahren, seitdem ich ernsthaft blogge und meinen Blog vor zwei Jahren auch auf neue Füße, nämlich das Abenteuer Home-Office, gestellt habe. Zuerst wollte ich bloggen. Dann coachen. Und heute?

Heute darf es eine win-win-win-win-Situation sein!

Ein Win für meine Familie: Im Nachhinein sehe ich, wie gut es meinen Kindern getan hat, dass sie mich immer als Ansprechperson zu Hause hatten. Nicht, dass ihnen das zu jeder Zeit auch selbst bewusst war. Im Prinzip haben sie es gefeiert, wenn ich einmal doch einen Tag auf Ausbildung oder ähnlichem war. Heute bekomme ich ihr Feedback (zumindest von der Großen), dass es gut war, so wie es war.

Ein Win für meine Kunden: Erst dadurch, dass ich diese Erfahrungen gemacht habe, kann ich mich in meine Kundinnen hineinversetzen und meine Inhalte und Kurse so aufbereiten, wie ich es eben mache.

Selbstmanagement-Tipps und Tricks gibt es genügend im Netz. Das hat mich übrigens zu Beginn auch davon abgehalten, mich auf dieses Thema zu stürzen „gibt ja eh schon alles …„. Aber wie unlängst eine Hörerin meines Podcasts geschrieben hat: „Bei dir spürt man, dass deine Erfahrung nicht angelesen sondern gelebt ist!

Ein Win für meinen Arbeitgeber: Ja, sogar er hat etwas davon! Hätte es damals vor über 20 Jahren keine Möglichkeit gegeben, im Home-Office zu arbeiten, hätte ich kündigen müssen.

Hätte ich nicht begonnen, nebenbei selbständig zu arbeiten, hätte ich irgendwann auf Vollzeit wechseln müssen – und da wäre in meinem Bereich nicht genügend zu tun gewesen, weiß ich heute.

So aber haben meine Kollegen eine glückliche, zufriedene und effizient arbeitende Mitarbeiterin. Denn Überstunden vermeide ich, die würden meiner Selbständigkeit nicht gut tun.

Und mein Win? Ich denke, das liegt auf der Hand. Ich darf mich weiter entwickeln. Darf großartige Menschen kennenlernen, darf mein eigenes Einkommen durch meine gemachten Erfahrungen und meine Begeisterung bestreiten.

Ich darf morgens aufstehen und mich (meistens zumindest) auf den kommenden Arbeitstag freuen!

Das perfekte Business?

Markus fragt auch in dieser ersten Aufgabe: „Was hat in deinem Business funktioniert? Was nicht?

Ich glaube, die Antwort darauf kann immer nur eine Momentaufnahme sein.

Dazu bewegt sich die Welt zu schnell. Marketing-Ideen kommen und gehen. Angebote kommen und gehen, Strategien kommen und gehen. Vor 4-5 Jahren war es noch ein großes Wow!, wenn du Webinare gegeben hast. Heute gehört es fast zum Onliner-Alltag, das Angebot ist unglaublich groß. Was nicht heißt, dass Webinare nicht funktioneren. Nur anders als noch vor wenigen Jahren.

Irgendwie mag ich mir auch nicht vorstellen, das eine Ding zu finden, das funktioniert – um es dann auf immer und ewig so zu machen? Wie war das mit dem Hamsterrad?

Und doch gibt es etwas in meinem Business, das „funktioniert“: Ich – und meine Verbindung zu meinen LeserInnen, HörerInnen und KundInnen! Das macht mich sehr glücklich und zufrieden!

Meine kleinen Entscheidungen, die dann doch zu Milestones wurden, habe ich übrigens vor einem Jahr in einem Gastbeitrag bei Markus beschrieben.

Das perfekte Fazit?

Durch das Streichen dieses Anspruchs kommst du ins Tun! Vielleicht magst du den Gedanken „Das muss perfekt werden …“ durch „Es ist nur ein Konzept/Versuch/Ansatz …“ ersetzen?

Das nimmt den Druck und bringt z.B. einen unperfekten – aber dafür veröffentlichten Artikel in die Welt!

P.S. Und bleib‘ neugierig!
P.P.S. Die Artikel-Dichte wird sich bis Ende Oktober höchstwahrscheinlich mit dem BlogMomentum erhöhen …


 

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8 Kommentare

  1. Danke dir für diesen Augenöffner, liebe Claudia!

    Ich glaube, du hast dir heimlich meine Festplatte mit den „die muss ich noch perfekt machen“-Projekten angeschaut

    Ich gehe jetzt mal auf die Suche, was ich alles „unperfekt“ in die Welt entlassen kann!

    Herzliche Grüße aus Frankfurt
    Petra

  2. Danke liebe Claudia, ganz besonders hat mir dein Fazit gefallen:

    „Durch das Streichen dieses Anspruchs kommst du ins Tun! Das nimmt den Druck und bringt z.B. einen unperfekten – aber dafür veröffentlichten Artikel in die Welt!“

    So waaahr! Da muss ich mich auch öfters dran erinnern, wenn ich bei meinen Blog-Artikeln hadere… besser einen guten veröffentlichten Artikel statt einen perfekten, nicht veröffentlichten!

    Was ich auch noch sehr gut kenne, ist die eintretende „Betriebsblindheit“, wenn man seinen eigenen Artikel/Text zu oft gelesen hat und nicht mal noch ansatzweise sagen kann, ob er gut ist oder nicht 😉

    Danke nochmals und „keep up the good work“!
    Glg Catherine

    • Hallo, Catherine!

      Vielen Dank für deine Worte! Und ganz ehrlich: ich kann es vor dem veröffentlichen selten sagen, ob ein Artikel gut ankommt, oder nicht … nicht selten, täusche ich mich total 😉

      Und ich bemüh‘ mich weiter um „good work“ – danke!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Sehr sympathisch, liebe Claudia; besonders viermal win – das ist klasse!

    Raus und weiterentwickeln, das ist auch meine Erfahrung, dass das am besten klappt. Perfektion durch Gedanken und Planungen zu erreichen ist eine Illusion. Es wird nur zu „perfekt unerfüllt“.

    Liebe Grüße,
    Susanne

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