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Warum ich mich für CoSchedule als SocialMedia-Planungs-Tool entschieden habe

Socialmedia-Planung mit CoSchedule

In der letzten Podcast-Episode mit dem Titel „Zahlst du zu viel?“ habe ich erzählt, dass ich mich endlich für ein einziges Tool zum Planen und Verwalten meiner SocialMedia-Beiträge entschieden habe. Ich bin im letzten Jahr zwischen drei Tools hin- und hergesprungen, bzw. habe sie parallel verwendet, und das war nicht nur aus Kostengründen nicht unbedingt schlau.

Eine Bestandsaufnahme – und Entscheidung – war dringend notwendig.

Es ist im Endeffekt CoSchedule *) geworden – und nachdem ich sehr oft gefragt werde, wie ich denn so tue und plane auf SocialMedia, fasse ich hier einmal sowohl meinen Workflow, als auch die Entscheidungsfindung zusammen.

 

Was tue ich in Sachen SocialMedia-Planung?

Ich bin ein großer Freund davon, auch die Inhalte anderer zu teilen. Ich sehe meine Funktion für meine LeserInnen auch darin, ihnen zu helfen, die relevantesten Inhalte zum Thema Home-Office, Selbständigkeit und Online-Business zu bekommen.

Leider bin ich so gar kein „Spontanposter“. Das heißt, irgendwie fällt es mir einfach beim Durchscrollen verschiedener Kanäle nicht ein, diese auch gleich in meiner Timeline zu verteilen . Ich möchte doch etwas Sinnvolles dazu schreiben … und dann hab‘ ich dafür aber gerade keine Zeit oder keinen Nerv … Naja.

Und deshalb sammle ich lieber zuerst (in Trello, wo sonst …), um dann auch entscheiden zu können, für welche meiner Kanäle diese Information relevant sein könnte. In der Facebook-Gruppe Abenteuer Home-Office gibt es andere Inhalte als auf Pinterest oder auf meiner Fanpage.

Ich unterscheide für meine Postings also zwischen zwei verschiedenen Quellen:

  • Meine eigenen Inhalte wie Blogbeiträge, Podcast, Webinar-Ankündigungen und auch Zitate-Bilder (mit meinen eigenen Zitaten)
  • Fremdinhalte, die für meine Follower interessant sein könnten oder mich gerade bewegen/begeistern. Dabei stelle ich mir übrigens oft (von wegen Relevanz) die Frage: „Wäre das für mich vor 5 Jahren interessant gewesen?„. Das hilft mir, auch Basis-Artikel zu teilen. Aber das nur nebenbei.

Nachteile, wenn du mit zwei oder mehr verschiedenen Tools arbeitest

Ganz einfach: das Eine weiß nicht, was das Andere tut und du hast keinen Gesamt-Überblick.

So kam es vor, dass ich einen meiner Artikel auf meiner Fanpage über CoSchedule gepostet hatte – und zwei Minuten später einen Fremd-Inhalt über den Postplanner. Nicht unbedingt sinnvoll … Ich habe, nachdem mir das ein paar Mal passiert ist, am Vormittag immer meine eigenen und am Nachmittag fremde Inhalte geplant. Ist aber auch eher eine Krücke.

Wie sieht mein bisheriger Workflow aus?

Fremdinhalte:

  • Lesen (wo auch immer)
  • In meinem Social-Media-Board von Trello zwischenspeichern
  • Danach fällt auf Trello über die Verwendung von Labels die Entscheidung, in welchen Kanälen ich das posten will
  • Am Wochenende die Postings über den Postplanner planen.

Was funktioniert schlecht – und warum?

Ich musste mit copy und paste die Blogbeiträge von Trello zum Postplanner bringen. Dort war es leider nicht möglich, (so wie z.B. bei Hootsuite oder CoSchedule *) die Autoren zu taggen – d.h., ich hatte mir in PhraseExpress ein Verzeichnis mit den wichtigsten Twitter-Namen angelegt, wo ich sie dann auch schnell wieder gefunden habe … du kannst dir vorstellen, dass das nicht immer die reine Freude war.

Eigene Inhalte:

  • Blogbeitrag veröffentlichen
  • Anhand einer Matrix die Postings vorbereiten und einpflegen.

Für meine eigenen Blogbeiträge und Podcast-Folgen hatte ich schon länger CoSchedule *) in Verwendung. Zuerst aus reiner Bequemlichkeit heraus, aber auch, weil ich hier gleich unter dem Artikel eine Reihe von Postings vorbereiten konnte.

Die Entscheidung für ein Tool

An erster Stelle steht eine Bestandsaufnahme von dem, was ich brauche – und dem, welches Tool was für mich mitbringt.

Ich weiß, dass beide noch viel mehr Funktionen mitbringen, aber ich beschränke mich auf die, die ich in Verwendung hatte.

Postplanner:

  • Pro Social-Media-Kanal kannst du bestimmen, wie oft und um welche Uhrzeit pro Tag gepostet werden soll.
  • Dann füllst du eine Warteschlange mit den verschiedenen Postings und sie werden nach dem angelegten Plan abgearbeitet.
  • Kann Postings automatisch wiederholen, bzw. in eine Endlosschleife legen.
  • Man kann sich seine „Lieblingsquellen“ abspeichern und direkt von dort aus posten.
  • Die Auswertungen über den Erfolg der einzelnen Postings war spannend.

Nachteile für mich und meinen Workflow:

  • Kein Taggen möglich (Taggen = die Markierung des Bloggers, damit er/sie mitbekommt, dass ich diesen Inhalt geteilt habe).
  • Nur Facebook und Twitter
  • Sehr langsam vom Seitenaufbau
  • Kalenderansicht immer nur für alle Kanäle und nicht getrennt pro Kanal.
  • Oft wurden keine Inhalte meiner Lieblingsseiten angezeigt, obwohl sicher welche da waren – diese Funktion war also gewissermaßen unzuverlässig.

Wenn du mehr zum Postplanner wissen möchtest, kann ich dir das Tutorial von Birgit Schulz empfehlen.

CoSchedule:

  • Tolle, flott ladende Oberfläche, gleich im Blog, damit ist die Gefahr, auf das Teilen zu vergessen, geringer.
  • Gezieltes Verteilen der Inhalte mit Hilfe des Marketing-Workflows.
  • Farbliche Markierung der unterschiedlichen Postings.
  • Browser-Erweiterung, um sofort von einer Seite aus zu teilen.
  • Ein Filter, um sich jeden einzelnen Kanal anzuschauen und nicht nur alle auf einen Blick.
  • Pinterest, Instagram, Google+ und noch ein paar ander Kanäle sind angebunden.

Wie du hier siehst, kann man sehr bequem von hier aus die Postings planen: auf verschiedenen Profilen, als Link- oder Text-, oder Bild-Posting. Es wird sogar eine Reihe von Posting-Zeitpunkten vorgeschlagen. An die habe mich nicht immer gehalten, sondern mir eine eigene Posting-Matrix ausgearbeitet.

SocialMedia-Planung mit CoSchedule

Das hat soweit ganz gut funktioniert – wenn ich mir wirklich die Zeit dafür genommen habe …

Auch der Kalender gab einen guten Überblick über die eigenen Postings:

SocialMedia-Planung mit CoSchedule

 

Nachteile für mich und meinen Workflow:

Die Arbeit mit meiner Matrix war trotzdem ermüdend. Und dementsprechend bin ich oft beim Teilen meiner eigenen Inhalte schlampig geworden. DAS sollte natürlich überhaupt nicht sein.

Mein Wunsch an ein SocialMedia-Planungs-Tool:

Ich hasse es, Dinge sinnlos mehrmals zu tun … Ich liebe Vorlagen, Abläufe und Workflows, die mich nicht ermüden. Daher hat zu Beginn meiner Überlegungen mein Wunschzettel ca. so ausgesehen:

  • Ich möchte alles, sowohl meine eigenen, als auch fremde Inhalte auf einem Kalender sehen können.
  • Ich möchte für neue Blogbeiträge, alte Blogbeiträge, Podcast-Episoden, Webinare, etc. jeweils einen eigenen Posting-Plan haben und ihn nicht immer wieder von vorne neu aufbauen und befüllen müssen.
  • Ich möchte weniger mit copy & past arbeiten müssen.
  • Ich möchte wenigstens auf Twitter automatisch taggen können.

Was brauche ich nicht:

  • Eine Endlosschleife, um immer wieder die selben Inhalte zu posten.
  • Eine Teamfunktion (obwohl das jedes Tool hat, kostet es manchmal auch mehr), ich bin mein eigenes Team :-).
  • Einen Redaktionskalender, den führe ich lieber in Trello.

Und CoSchedule bietet mir genau das – ein kurzer Blick:

Natürlich nicht in der günstigsten Variante, die ich bis dahin bereits gebucht hatte, aber in der nächst-teureren. Und damit bin ich von der Kostenseite sogar etwas günstiger dran …

  • Schritt 1: Du überlegst dir, in welcher zeitlichen Reihenfolge du welchen Posting-Typ in welchem Kanal posten möchtest.
  • Schritt 2: Du legst sogenannte Platzhalter an. D.h. du bestimmst nur <Bild 1> und <Bild 2> oder <Überschrift 1> und <Überschrift 2> im Template des Posting-Plans und füllst diese Platzhalter dann natürlich pro Blogbeitrag mit anderen Inhalten.
  • Schritt 3: Du legst parallel zu Schritt 2 oder danach den Posting-Plan fest. Das sieht dann z.B. so aus:

SocialMedia-Planung mit CoSchedule

 

Nach oder auch vor dem veröffentlichen des Blogbeitrags musst du nur mehr die Platzhalter (= blaue Felder) mit Inhalten füllen und auf „Anwenden“ klicken. Natürlich ist es sinnvoll, sich die einzelnen Postings danach noch einmal auf die Sinnhaftigkeit und Vollständigkeit anzuschauen – aber das ist ein Klacks gegen das händische Erstellen.

Ich muss zugeben, das sah im Promo-Video von CoSchedule viel leichter aus, als es dann war, solche Pläne aufzustellen. Da waren einige Knöpfe in meinen Gedanken ;-).

 

P.S. Und bleib‘ neugierig!

*) So gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, falls du darüber etwas bestellst – es kostet dich aber keinen Cent mehr, du unterstützt mich dadurch nur!


 

 

13 Kommentare

  1. Claudia Henrichs sagt

    Super! Vielen Dank, Claudia. Genau das habe ich mich gefragt, als ich Deinen letzten Podcast hörte. Was waren die Gründe für CoSchedule und wie geht das? Manchmal habe ich den Eindruck, Du kannst in meinen Kopf sehen und weißt dann ganz genau, was ich brauche. Liebe Grüße aus Köln von Claudia

    • Hallo, Claudia!

      Wenn du dir das gedacht hast, dann war der Cliffhanger richtig :-). Ja wenn’s doch so nett in deinem Kopf ist, da muss ich immer wieder einmal vorbeischauen :-).

      Freu‘ mich, dass du dabei bist!
      Liebe Grüße,
      Claudia

      • Claudia Henrichs sagt

        Hallo Claudia,
        habe mich jetzt einmal eingetragen, weil ich darauf hoffe, dass Du das Webinar aufzeichnest. Ich bin nämlich beruflich weit weit im osten unterwegs am 26.1. um 11:00 Uhr. ich wünsche Dir viele viele live Zuschauer und bin super gespannt.
        Liebe Grüße aus Köln von Claudia

        • Hi Claudia!

          Ja, klar, wird aufgezeichnet und ist wahrscheinlich sogar länger online als üblich, weil der Andrang groß ist – bist du weit weit im Osten auf Urlaub oder beruflich unterwegs?

          Weit weit weg sozusagen 😉

          Liebe Grüße,
          Claudia

  2. Liebe Claudia,

    bin gespannt auf deine Erfahrungen und Ideen dazu im Webinar. Danke für deinen Beitrag hier. Habe auch schon einige Monate Co-Schedule im Einsatz und finde es klasse. Dabei nutze ich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten.

    Liebe Grüße aus Braunschweig
    Sandra

    • Hallo, Sandra!

      Ui, ein Webinar-Profi bei mir zu Gast – das freut mich! Ich werde versuchen, nicht nervöser als sonst auch zu sein ;-).

      Ganz ehrlich: ich verwende auch nicht alles von CoSchedule. Z.B. die ganze Geschichte mit Tasks, Notizen, Redaktionsplan, usw., das bilde ich lieber in Trello ab. Aber die SocialMedia-Templates sind wirklich der Hammer …

      Dann bis nächste Woche!
      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Liebe Clauda,

    das klingt spannend, ich bin dabei. Eigentlich habe ich überhaupt keinen Bock auf das ganze Orgagesumms drumrum. Mir reicht schon der inhaltliche Aufwand für postings, Blogbeiträge usw. völlig aus. Da sich aber noch keine gute Fee gezeigt hat, die mir das alles abnimmt, brauche ich eine einfache, handhabbare Lösung, die mir nicht noch zusätzlichen Aufwand beschert. Mal schauen, ich bin gespannt.
    alles Liebe
    Barbara

    • Hallo Barbara!

      Fein, ich freu‘ mich auf dich! Ich versteh‘ dich … aber der inhaltliche Aufwand macht oft nur 50 oder weniger Prozent des „Erfolgs“ aus. Ganz ohne Aufwand (allerdings nicht jedes Mal wieder …) geht’s auch bei CoSchedule nicht ;-).

      Liebe Grüße und bis bald,
      Claudia

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  7. Danke für den interessanten Artikel, liebe Claudia.
    Ich bin auch ständig auf der Suche nach einem geeigneten Tool, weil ich immer wieder vergesse, meine Blog-Beiträge zu teilen. Habe zwar die Teilen-Funktion in jedem meiner Artikel, aber trotzdem. Momentan verwende ich Sometoo und Hootsuite. Sometoo liest teilt zwar meine Blog-Beiträge automatisch in meine Timeline, aber dann sind sie immer noch nicht in meiner Seite. Bei Sometoo schätze ich, dass ich dort meine Affiliate-Links wiederholt posten kann. Hootsuite nutze ich nur sehr sporadisch, gefällt mir irgendwie nicht. Ich hätte gern ein Tool, das einen Redaktionsplan enthält und mit dem ich sowohl meine Blogbeiträge als auch meine Links teilen kann. Und es soll natürlich auch bezahlbar sein. Das Richtige habe ich noch nicht gefunden.
    Herzliche Grüße aus Berlin
    Roswitha

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