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Leserfrage: wie finde ich eine Mastermind-Gruppe für mich?

So findest du deine Mastermind

Als ich damit begonnen habe, in Erfolgsteams oder Masterminds zu arbeiten, war mir ehrlich gesagt nicht bewusst, wie sehr ich sie brauche! Auch wenn ich mich bereits 2014 sehr intensiv in einer Blogparade (mit anschließendem Audio-eBook) damit auseinandergesetzt habe.

Inzwischen kann ich es mir ohne gar nicht mehr vorstellen – und daher danke an meinen Leser, der mir die Frage gestellt hab: „Wie bist du eigentlich zu deinen Mastermind-Gruppen gekommen“?

Warum suchst du eine Mastermind-Gruppe?

Bevor du dich ins Abenteuer Mastermind stürzt, solltest du genau wissen, warum du das möchtest und was genau deine Motivation dafür ist.

Es gibt welche, die dich unterstützen – und andere, die dich bei deiner Suche in die falsche Richtung lenken.

Erste Überlegung: Ist deine Motivation eine „Hin-“ oder eine „Weg-Motivation“?

Weg-Motivationen bedeuten, dass du eine bestimmte Situation verlassen möchtest. Dass du mit einem Zustand unzufrieden bist und eigentlich nicht genau weißt, wohin du möchtest – Hautpsache weg.

Du kannst dir jetzt schon ausrechnen, was die Hin-Motivationen bedeuten: du hast ein genaues Ziel, das du erreichen möchtest und hast ein inneres Bild von dem Ort/dem Zustand, wohin du möchtest. Irgendwo, wo die Sonne heller scheint und der Himmel blauer ist …

Gefährliche Gründe, eine Mastermind-Gruppe zu wollen

  • Du möchtest dich nur austauschen: Sehr unspezifisch – und inzwischen in meinen Augen ein völlig inflationär gebrauchtes Wort. In jeder Kontaktanfrage kannst du das lesen – aber bedeutet das wirklich etwas Reales? Austausch worüber? Wieso? Wie oft?
  • Du suchst Menschen, die Skills oder Fähigkeiten haben, die du selbst nicht mitbringst: Bitte verwechsele eine Mastermind-Gruppe oder auch deinen Accountability-Partner nicht mit einem gratis Coaching oder gratis Beratung. Das ist kein guter Grund – wenn du deine Fähigkeiten erweitern möchtest, dann buche einen Kurs oder einen Coach/Berater.
  • „Der hat eine tolle Reichweite, der könnte mich promoten.“ Autsch, das ist nicht Sinn und Zweck einer Mastermind-Gruppe. Wenn es sich in der Zusammenarbeit ergibt – klar, keine Frage dass man sich gegenseitig unterstützt. Für die Suche nach Multiplikatoren ist das auch durchaus ein sinnvoller Gedanke – aber nicht für eine gleichberechtigte Partnerschaft.
  • Dir fehlt die Motivation, dich täglich ranzusetzen, deine Komfortzone zu verlassen? Ja, eine Mastermind-Gruppe gibt unglaublich viel Motivation – deine Selbstverantwortung im täglichen Umgang mit deinen Aufgaben bleibt dir aber nicht erspart, deine Partner sind nicht dafür da, dich an die Hand zu nehmen.

Gute Gründe, eine Mastermind-Gruppe zu suchen

  • Strategie: Du möchtest strategisch, über deinen Tellerrand hinaus arbeiten. Mastermind-Gruppen geben dir andere Perspektiven und lassen dich auf die Meta-Ebene wechseln. Du siehst dein Business aus anderen Blickwinkeln und vor allem als großes Ganzes.
  • Keiner versteht dich :-). Bei uns Onlinern ist es sehr oft so, dass unsere Familie und Freunde aus dem Offline-Leben nicht ganz nachvollziehen können, was wir genau tun und was die Herausforderungen dabei sind. In einer Mastermind sprechen alle die selbe Sprache – und das ist unheimlich erleichternd und natürlich auch spannend.
  • Psychohygiene: Du bist (auch) nicht der Typ, der jeden Ärger, jede Schwierigkeiten oder jeden Frust in deinen Social-Media-Profilen loswerden möchte? Dann hilft der Zusammenhalt in der Mastermind-Gruppe sehr dabei, dass du all das nicht schlucken musst, sondern loswerden darfst. Das Ergebnis kann sowohl Zustimmung (und ein paar Streicheleinheiten) als auch das Zurechtrücken des werten Kopfes sein … auf jeden Fall ist es hilfreich!
  • Und zuletzt die wichtigste Motivation bzw. Frage, bevor du auf die Suche gehst: Was bringst du in so eine Gruppe ein? Bzw. was kannst du einbringen? Das müssen keine speziellen Fähigkeiten oder Erfahrungen sein. Ich war ja z.B. in meiner Mastermind-Gruppe auch das unbekannteste Gesicht (und bin mir zu Beginn manchmal ein wenig unnütz vorgekommen). Das was du immer einbringen kannst, ist deine ehrliche Meinung und deine Sichtweise. Das kann schon genügen, das Wissen und die Erfahrung kommt dann von selbst.

Mein Unterstützer-Netzwerk und wie ich es gefunden habe

Ich bin ein Glückskäfer. Bisher musste ich nicht aktiv auf die Suche gehen, sondern wurde eher gefunden. Daher könntest du denken, dass ich hier von etwas schreibe, was ich nicht kenne. Und damit hast du in gewisser Weise Recht. Aber ich hab‘ eben auch eine Meinung ;-).

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

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Meine Mastermind-Gruppe

Wir haben unsere geheime Facebook-Gruppe, in der wir uns zwischen den Meetings austauschen, am 23.10.2014 gegründet.

Wahnsinn, wie lange wir schon zusammenarbeiten! Damals hat mich die Gründerin angesprochen und in die Gruppe eingeladen. Und wie ich schon angedeutet habe, im ersten Moment war ich ein wenig überfordert, weil ich nicht genau wusste, was ich einbringen kann.

Inzwischen hoffe ich, dass ich mich auf dem selben Niveau bewege und meinen Teil zum Gelingen beitrage.

Meine Erfolgsteams

Diese Teams habe ich mir auch nicht selbst gesucht, sondern sie sind in zwei Online-Programmen, in denen ich gerade als Teilnehmerin bin, entstanden.

Hier siehst du auch schon den Unterschied zu Masterminds. Wir lernen in diesen Gruppen alle dasselbe, haben daher die gleichen Herausforderungen und unterstützen uns dabei gegenseitig. Ob sich diese Gruppen nach Ende der Kurse auflösen werden? Kann ich noch nicht sagen, bis dahin haben wir auch noch jede Menge Zeit.

Meine Accountability-Partnerin

Das war eine lustige Geschichte. Ich hätte – auch aufgrund meines Business-Themas – gemeint, dass ich „so etwas“ nicht brauche. Ich weiß, was ich zu tun habe, plane gerne, hakerl gerne ab … alles gut also.

Meine jetzige Accountablity-Partnerin kannte ich auch vorher bereits. Wir hatten uns in Wien getroffen, nett miteinander geplaudert und waren danach in losem Kontakt geblieben. Erst ein Offlinemeeting, das Inspicamp in Bonn, hat dann den Umschwung gebracht. Wir waren beide noch einen Tag länger in Bonn und verbrachten somit den Tag miteinander. Mit intensiven Gesprächen, einigen Blicken auf unsere Blogs und danach war uns beiden klar, dass wir in Zukunft mehr solcher Gespräche haben möchten.

Inzwischen weiß ich, dass es sogar jemandem wie mir verdammt gut tut, sich gegenüber einem Accountability-Partner zu verpflichten. Ich glaube, sonst wäre mein Trello-Kurs immer noch nicht überarbeitet und mein Mini-Kurs zur 1-Minuten ToDo-Liste immer noch nicht online …

Ist das nicht zu viel des Guten?

Momentan kommt es in manchen Wochen dazu, dass es geballt unheimlich viele Meetings gibt. Und beim Blick in den Kalender taucht durchaus der Gedanke auf, ob das nicht alles ein bisserl zu viel ist. Allerdings habe ich auch zwei Effekte beobachtet:

  1. Wenn ich so viele Meetings habe, bin ich dazwischen produktiver. Denn dann muss ich Prioritäten besser setzen und den Fokus halten, sonst geht gar nichts.
  2. Und der zweite Effekt ist, dass ich nach diesen vielen Meetings nicht nur einige Aufgaben mehr auf meiner 1-Minuten ToDo-Liste stehen habe, sondern eine unheimliche Motivation, Begeisterung und einen Flow mitgenommen habe, der mich wiederum wesentlich besser arbeiten lässt!

Wege zu deiner eigenen Mastermind

OK, jetzt wird’s spannend.

Du hast deine Motive geklärt, bist dir darüber im Klaren, was du in eine Mastermind-Gruppe einbringen kannst und willst, weißt genau, wo du hin möchtest, jetzt kannst du daran gehen, die für dich passenden Kontakte zu finden.

Wie gehst du diese Suche am besten an?

Ich lese immer wieder vor allem in Facebook-Gruppen den Aufruf „Ich suche Leute für eine Mastermind – wer mag?

In meinen Augen ist das der völlig falsche Weg – das ergibt sich schon aus dem bisherigen Artikel.

Erstens kommunizierst du auf diese Weise überhaupt nicht, was du geben kannst und andererseits könnte es durchaus passieren, dass sich 10 Leute melden. Und was machst du dann? Ich persönlich finde es extrem unangenehm, jemandem sagen zu müssen: „Sorry, ich will nicht mit dir arbeiten …„.

Aber vielleicht tickst du da auch anders.

Ich würde dir eher empfehlen, Menschen zu suchen, bei denen du das Gefühl hast „mit ihm/ihr würde ich gerne zusammenarbeiten“. Und dann ist es ganz wichtig, dass du diesem Menschen zeigst, dass du existierst.

Dass du helfen kannst und in deinem Gebiet stark bist. Das funktioniert dadurch, dass du ihm/ihr folgst. Kommentierst. Teilst. Und dann, wenn du in einem schönen Kontakt bist, das Thema Mastermind oder Accountability-Partnerschaft ansprichst. Überlege dir, was du für ihn/sie tun kannst.

Wo findest du diese Menschen?

In Gruppen

Ich bin ziemlich sicher, dass du nach deinen Interessen bereits in Facebook-Gruppen bist. Schau‘ dich dort um. Wer ist aktiv, wer hat welche Fragen? Wo kannst du helfen?

Ein paar Gruppen, in denen ich momentan sehr gerne aktiv bin:

Bestehende Masterminds

Wenn du mitbekommst, dass jemand bereits in einer Mastermind-Gruppe aktiv ist, dann frag‘ einfach nach, ob du dort mitarbeiten kannst.

Es gibt auch die Offline-Welt

Ich habe dir schon erzählt, dass ich meine Accountability-Partnerin offline kennengelernt habe. Auch das ist eine wirklich gute Möglichkeit! Vielleicht gibt es in deiner Umgebung Meetups oder andere Treffen von Onlinern? Dann investiere unbedingt die Zeit und lass‘ dich dort blicken.

Übrigens: wenn du in Wien oder Umgebung zu Hause bist, ich habe gemeinsam mit meinen Kollegen Thomas Mangold und Tom Oberbichler gerade ein Online-Business-Meetup in Wien gegründet.

Vielleicht treffen wir uns dort?

Betreute Kurse und Online-Programme

Wie geschrieben, zwei meiner Erfolgsteams sind in Online-Programmen entstanden. Und auch in meinem eigenen Online-Programm Home-sweet-Office haben sich bereits Accountability-Partnerinnen gefunden – mit tollen Ergebnissen und vor allem auch viel Motivation und Wohlfühl-Faktor!

Vielleicht wäre das auch etwas für dich? Denn dort triffst du auf jeden Fall Menschen, die genauso lernwillig sind wie du und auch die selben Ziele haben. Eine super Voraussetzung!

Fazit

Ohne meine diversen Masterminds wäre ich heute nicht da, wo ich bin – und hätte auch wesentlich weniger Spaß an meinem Business!

Wenn du auf die Suche nach Mastermind-KollegInnen gehst, werde aktiv und zwar nicht nur in der Suche, sondern auch in der Unterstützung anderer! Überlege dir genau, wozu du eine Mastermind brauchst, was du selbst einbringen kannst und wo du diese Menschen finden könntest.

Wie sieht’s aus – bist du bereits in einer Mastermind-Gruppe? Welche Tipps könntest du meinen LeserInnen geben?

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

Keine Zeit – und nie fertig?

Da hilft mein Audio-Kurs inklusive meiner besten Checklisten


 

7 Kommentare

  1. Liebe Claudia,
    toller Artikel zum Thema Mastermind.
    Ich beschäftige mich mich dem Thema auch schon länger und als „Personaler“ ist die Sicht darauf wahrscheinlich auch nochmal anders, da man sich täglich mit Aufgaben, Anforderungen und Fähigkeiten auseinander setzt.
    Wir haben in unserem lokalen Frauennetzwerk vor Ort Erfolgsteams eingeführt.
    Welche Tipps kann ich weiter geben?
    Wichtig war bei uns, den Zeitplan einzuhalten, damit kein Kaffeeklatsch daraus wird. Das darf auch mal sein, aber sollte vorher tatsächlich abgesprochen werden. Es darf dann keiner beleidigt sein, wenn seine/ihre „Redezeit“ vorbei ist 😉 .
    Weiterhin sollten vorher die Spielregeln für alle klar sein, d.h. wirklich darüber reden, was erwarte ich, was bin ich breit zu investieren (Zeit).
    In der Offline-Welt habe ich festgestellt, dass das Thema Technik nicht soooo entscheidend ist. In der Online-Welt liegen tatsächlich „Welten“ zwischen den unterschiedlichen Standpunkten und da kann es durchaus wichtig sein auch das vorher zu klären, damit auf „Augenhöhe“ kommuniziert werden kann.
    Ich finde es als Solopreneur auf jedenfall total bereichernd, aber es kann auch eine Weile dauern, bis sich das „richtige“ Team findet.
    Liebe Grüße Tanja

    • Hallo, Tanja!

      Vielen Dank für deinen zusätzlichen Tipp – und der ist wirklich wichtig! Eine Möglichkeit der Vorbereitung auf einen Mastermind-Call wäre es auch, vorher ein Status-Update zu veröffentlichen (machen wir in unserer FB-Gruppe), damit effizient mit Fragen umgegangen werden kann. Spannend, dass du auch einen Unterschied zwischen On- und Offline siehst …

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  2. Pingback: Die 20 meistgestellten Fragen zu Trello - und alle Antworten! › Abenteuer Home-Office

  3. Scherer sagt

    Hallo, Claudia!
    Ein sehr-sehr schöner Artikel! Du hast alles so ausführlich und verständlich geschrieben. Ich wollte mich mit dem Begriff/Thema Mastermind ein bisschen mehr auseinander setzen und siehe da….dein Artikel kommt wie gerufen.
    Vielen Dank für diene tolle Arbeit!
    Viele Grüße
    Irina

    • Hallo, Irina!

      Wie schön, dass du genau jetzt über den Artikel gestolpert bist! Und vielen Dank für dein Lob! Hast du dich schon auf die Suche gemacht?

      Liebe Grüße,
      Claudia

  4. Liebe Claudia,
    schön, dass du diese Thema hier beleuchtest und Klarheit schaffst. Masterminds und kollegiale Beratungen kenne ich bereits aus der Offline-Welt.

    Auf dem Inspicamp in Bonn habe ich eine online-Gruppe ins Leben gerufen. Da konnten wir uns schon mal persönlich kennenlernen. Das hilft meiner Meinung nach sehr, um Vertrauen aufzubauen. Heute bin ich sehr dankbar für die strategischen Gespräche, die tolle Unterstützung und das offene Feedback in unserer Gruppe. Es fühlt sich an wie eine kleine Familie.

    Ich kann nur ermutigen, sich Gleichgesinnte zu suchen und eine Mastermindgruppe zu gründen. Damit schaltest du deinen Turbo an. Seize the day!

    Beste Grüße
    Silvia

    • Hallo Silvia!

      Ja, solche Offline-Gruppen bringen echt schnelles Kennenlernen – und damit natürlich auch die Chance, dass die Zusammenarbeit gleich von Anfang an gut funktioniert …

      Liebe Grüße,
      Claudia

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