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Prioritäten setzen leicht gemacht mit den Themen-Tagen!

Prioritäten setzen

Das Schönste am Home-Office ist, dass du selbst entscheiden kannst, was du wann erledigst.
Das Schwierigste am Home-Office ist, dass du selbst entscheiden musst, was du wann erledigst.

Ist doch so, oder?

Immer wieder werde ich auf die Themen „Ablenkung“ und „Fokus halten“ angesprochen, weil gerade diese Seite der Medaille besonders schwierig ist.

Eine Möglichkeit, den Fokus dort zu halten, wo du ihn brauchst (und dich weniger ablenken zu lassen), ist das Prinzip der Themen-Tage. Zwei Spielarten davon, die ich auch gerne verwende, vor allem, wenn sehr viel los ist, stelle ich dir heute vor.

Beide Arten habe ich auch im letzten Live-Video auf Facebook besprochen:

 

Der Leuchtturm zum Prioritäten setzen

Stell‘ dir vor, du sitzt in einem Boot und bist in Küstennähe unterwegs. Die einzige Möglichkeit, das Ufer sicher zu erreichen, ist ein Leuchtturm, der dir beständig ein Signal aussendet, in welche Richtung du dein Boot steuern musst, um anzukommen …

Solange du dich auf dieses Signal konzentrierst, wirst du immer die richtige Entscheidung treffen.

Genau diese Orientierung innerhalb deines Tages können dir diese Art der Thementage geben. Ich nenne sie Leuchttürme, weil sie dir auf die Frage „Was soll ich als nächstes tun?“ oder „Was ist jetzt wichtig?“ schnell eine Antwort geben. Und damit fällt es dir natürlich leichter,

  • Dich nicht ablenken zu lassen.
  • Deine Prioritäten zu setzen.
  • Effizient zu arbeiten.

Setze dir z.B. für jeden Tag der Woche einen bestimmten Leuchtturm vor die Nase. Das muss nicht in jeder Woche gleich sein, obwohl ich bemerke, dass gerade diese Regelmäßigkeit zusätzlich hilfreich sein kann. So schön es ist, die Freiheit zu haben, so entspannend kann es auch sein, wenn du weißt was auf dich zukommt.

Deine Aufgabe besteht dann nur noch darin, dich für das jeweilige Tages-Thema zu entscheiden, wenn du abgelenkt wirst, zu viel zu tun ist, etwas dazwischen kommt, oder du nicht weiter weißt.

Ein Themen-Tag bedeutet NICHT, dass du den ganzen Tag nichts anderes machst!

Kann es, muss es aber nicht.

Lege dir da bitte die Latte nicht zu hoch, dazu ist Business viel zu vielschichtig. Nicht vergessen, es geht darum, Prioritäten zu setzen. Dass nicht immer alles in einen Tag passt, was wir hineinquetschen wollen, ist klar. Und genau dann ist es so wichtig zu wissen, wo du hin willst.

Prioritäten setzen pro Tag – ein paar Beispiele

Kommunikation/Marketing

Das ist mein Schwerpunkt an den meisten Montagen. Am Montag veröffentliche ich meinen Blogbeitrag und Podcast und ich habe den Eindruck, dass an diesem Tag meine LeserInnen und Follower am aktivsten sind. Das heißt, dass ich CoSchedule mit den Inhalten füttere, die ich teilen möchte, Kommentare beantwortet werden, in meiner Gruppe Abenteuer Home-Office gibt’s den Post zum Teilen der Teilnehmer-Inhalte, ich mache Meetings mit meinen 1:1-Kunden, es werden Facebook-Ads gestartet, usw.

Nebenberuf/Job

Ich bin ja nebenbei noch angestellt, also Sidepreneur, und einen Tag pro Woche vor Ort im Unternehmen. Das ist bei mir der Dienstag und ich muss sagen, das ist so eine Art „Urlaub“ von der Selbständigkeit. Es ist durchaus entspannend, wenn man weiß, dass man sich einen Tag lang nur auf eine einzige Sache konzentrieren muss.

Produktion/Projekte

Am liebsten kümmere ich mich am Donnerstag um meine Projekte. Egal, ob es um die reine Produktion von Inhalten für meine Kurse geht, um Interviews, die ich mit Teilnehmern halte, um das Aufsetzen von Kampagnen, darauf ist dieser Tag ausgerichtet.

Haushalt

Auch das könnte ein Leuchtturm sein. Wann kümmerst du dich um deinen Haushalt? Eher „zwischendurch“ oder möchtest du lieber einen halben oder ganzen Tag lang klar Schiff machen?

Kunden/Termine

Wenn du Kunden-Termine oder auch die Arbeit an Kunden-Projekten an einem bestimmten Tag priorisierst, dann macht es z.B. an diesem Tag keinen besonderen Sinn, auch noch an deinen eigenen Projekten zu arbeiten.

Gleichzeitig hilft dir so ein Thementag im Vorfeld auch, deine Kunden-Termine besser zu planen. Ich sehe oft, dass bei meinen Kunden die Termine wild über die Woche verstreut sind. Oft auch mit gerade so viel Zeit dazwischen, dass es sich nicht „auszahlt“, noch an etwas Anderem konzentriert zu arbeiten.

Und keine Sorge, zu 90% können sich deine Kunden auf dich einstellen.

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

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Die einsame Insel als oberste Priorität

Die einsamen Inseln bedeuten nicht unbedingt, dass du mutterseelenalleine bleiben musst. Es geht aber darum, dich in gewisser Weise von der Außenwelt abzuschotten, um sehr, sehr tief in eine Sache einzutauchen.

Es klingt immer so schrecklich, sich einen ganzen Tag auf nur eine Sache zu konzentrieren (was passiert denn dann mit all den anderen, die auch notwendig und wichtig und dringend sind??). Aber unterm Strich ist es nicht nur ein entspanntes Arbeiten (siehe meinen Dienstag im Büro), sondern auch absolut effizient.

Was könnten solche einsamen Inseln sein?

Der Strategie-Tag

Oft höre ich „Ich habe keine Zeit, meine Ideen oder Strategien zu entwickeln oder etwas zu planen – es ist einfach zu viel zu tun!

Stopp!

Wenn du das Gefühl hast, du hast keine Zeit, um zu denken, dann ist es allerhöchste Zeit, einen solchen Tag einzulegen. Schon vor einiger Zeit habe ich zu diesem absoluten Produktivitäts-Booster einen Artikel geschrieben.

Ziel dabei ist es, darüber nachzudenken, wo du überhaupt hin willst und was du in der nächsten Zeit konkret tun (oder lassen) kannst, um dort hin zu kommen. Und zwar absolut ungestört!

Stell‘ dich ans Flipchart, entwickle Ideen, lass‘ einfach deine Gedanken und Wünsche fließen. Mache ein Vision-Board, schau‘ deine Ideen-Listen durch, zeichne Mindmaps und Kundenreisen. Geh‘ in die Natur hinaus und lass‘ einfach zu, was dir einfällt.

Und mache dir immer bewusst, dass die Zeit, die du jetzt investierst, nicht verschwendet ist und 100-fach zurückkommt.

Die Free-Flow-Tage

Was dahinter steckt, haben zwei liebe Kolleginnen, Shailia Stephens und Silvia Chytil in einem Flow-Video sehr gut auf den Punkt gebracht – daher verlinke ich es dir hier nur:

Die Projekt-Tage

Gerade wenn es um die Produktion von Inhalten geht, empfehle ich solche einsame Inseln, an denen du konzentrierst und ohne Störung von außen deine Kursinhalte erstellst. Das ist bei aller Technik ein hoch kreativer Prozess. Der lässt sich nicht zwischen zwei Termine quetschen …

Außerdem sparst du wieder Zeit, wenn du geblockt produzierst (wie der gute alte Henry Ford).

Ich habe auch immer wieder den Eindruck, dass diese Projekt-Tage dabei helfen, dass sich ein Projekt nicht nach „Kaugummi“ anfühlt, weil es innerhalb eines Tages ganz sicher ein Ergebnis (wenn vielleicht auch nicht das Endergebnis) gibt. Das Gefühl, etwas fertig gemacht zu haben, ist extrem wichtig, um dranzubleiben.

Fortbildung/lernen

Eine neues Tool könnte dir die Arbeit erleichtern und Zeit sparen? Du bist gerade als Teilnehmer in einem Online-Kurs? Auch das kostet alles Zeit.

Zeit, die sehr oft nicht eingeplant wird. Je nachdem, wie viel Zeit das erfordert, gönne dir hin und wieder einen Fortbildungs-Tag! Das ermöglicht dir auch, viel tiefer ins Thema einzutauchen und schneller Ergebnisse zu erzielen.

Egal ob offline oder online – wenn dir ein Thema schwerer fällt oder du es bereits Ewigkeiten vor dich herschiebst, mit Begleitung und in einer Kleingruppe fällt es auf jeden Fall leichter, dranzubleiben:

So wie es die TeilnehmerInnen im Powertag Redaktionsplan zurückmelden:

Auch wenn’s schwierig wurde – ich bin drangeblieben, weil ich nicht „flüchten“ konnte 🙂 und du mir in Einzelgesprächen frische Motivation und Klarheit gegeben hast!

Genau das ist Sinn und Zweck eines Themen-Tages für deine Fortbildung. Du bleibst dran!

Demnächst startet er wieder, mein Powertag zum Redaktionsplan – damit du dran bleibst!

Ein ganzer Tag für deinen Redaktionsplan!

Ich finde diese Format genial – jeder Teilnehmer nimmt sich einen ganzen Tag Zeit – genau so, wie in einem Live-Seminar ohne zusätzlichen Reiseaufwand und -kosten. Man ist produktiver, weil man sich den ganzen Tag auf ein Thema konzentriert und arbeitet konkret an seinem Plan, so dass am Ende des Tages wirklich ein Ergebnis da ist. Gleichzeitig warst du auch während dieser Umsetzungsphasen für Fragen ansprechbar. Absolut empfehlenswert!“

Silke Karsten von Erfolgsteam Familie.

Bist du dabei?

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

7 Kommentare

  1. Ich bin auch eine absolute Liebhaberin von Blockarbeiten. Ich vertiefe mich total gerne für einen ausreichend langen Zeitraum im Thema, oder in der Aufgabe und schließe sie dann eben auch gerne ab. Also helfen mir Blockarbeiten auch zur Vermeidung von losen Enden. 🙂 Und ich bin so viel produktiver, als wenn ich mich durch einen Flickenteppich arbeiten müsste, so vielseitig ich auch interessiert bin.
    Danke für den Beitrag, Claudia!

    • Hallo Sunray!

      Da sprichst du einen zusätzlichen, sehr wichtigen Punkt an: abschließen! Das ist so wichtig für die eigene Zufriedenheit und das Gefühl, „etwas geschafft zu haben“.

      Danke für den Hinweis und liebe Grüße,
      Claudia

  2. Liebe Claudia,

    ich bin über Sunray auf deinen Blog gestoßen und total begeistert von diesem Artikel 🙂
    Vor allem die Free-Flow-Tage finde ich eine tolle Idee.

    Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass ich deine Thementage so ähnlich schon für meine Social-Media-Aktivitäten nutze. Da ich nicht täglich auf allen Plattformen sein kann/will, nehme ich mir pro Woche einen Kanal vor, auf dem intensiver präsent bin, Dinge teste etc. Im Prinzip ist ein Social-Media-Kanal dann ein Leuchtturm für die Woche 🙂

    Viele Grüße und danke für den tollen Input,
    Alex

    • Hallo Alex!

      Vielen Dank für deine Zeilen! Ein Kanal pro Woche … wow, das ist auch eine Möglichkeit! Aber Betonung liegt schon auf „intensiver“, oder? Weil ich kann es mir nicht vorstellen, 3 Wochen lang bei Facebook unterzutauchen 😉

      Liebe Grüße
      Claudia

      • Ja, genau. 🙂

        Damit ist gemeint, dass ich in der Woche den entsprechenden Kanal ein bisschen intensiver nutze, mal „aufräume“ oder was Neues teste … etc.

        Viele Grüße
        Alex

  3. Tolle Idee mit den Thementagen, liebe Claudia.
    Das werde ich auf jeden Fall bei mir einführen. Bisher nehme ich mir zwar immer konkrete Aufgaben vor, aber stelle dann sehr oft fest, dass der Tag schon wieder rum ist und ich nicht dran geblieben bin. Das ist sehr frustrierend. Vielen Dank für den Tipp.
    Liebe Grüße aus Berlin
    Roswitha

    • Sehr gerne, Roswitha! Wann immer die Zeit knapp wird oder ich mir zuviel vorgenommen habe, hilft mir das, dranzubleiben …

      Viel Erfolg mit deinen Leuchttürmen 🙂
      Claudia

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