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Keine Zeit für Neues?

Keine Zeit für Neues?

Am 1. Juni habe ich die Aktion 300.000 Schritte in 30 Tagen gestartet und es hat mich nicht gewundert, dass eine Diskussion darüber entstanden ist. Immer wieder.

Woher soll ich die Zeit nehmen, um täglich eine Stunde oder mehr spazieren zu gehen?„.

Teilweise ist sogar als leichter Vorwurf formuliert: „Ja, du kannst ja nicht viel zu tun haben (= erfolgreich sein?), wenn du stundenlang spazieren gehen kannst. Ich habe so viele Kunden, ich hab‘ dazu keine Zeit„.

Ja, tatsächlich, wurde mir so geschrieben. Aufgrund dieser schriftlichen Konversation habe ich dann auch spontan und ziemlich aus dem Bauch heraus bei einem meiner Spaziergänge ein Video gedreht, das ich dir hier einbinde.

Was bedeutet es, wenn du keine Zeit hast?

Es ist dir nicht wichtig genug, um etwas zu ändern

Und das ist völlig legitim! Das bedeutet im positiven Sinne doch nur, dass du deine Prioritäten gesetzt hast! Wie schon im Video gesagt: wenn du Kinder hast, wird dir auch nicht einfallen, zu sagen: „Ich habe keine Zeit, für sie zu kochen oder mich um sie zu kümmern“. Ganz automatisch legst du deine Priorität darauf, Zeit für sie zu haben.

Aber sei ehrlich zu dir: Beruhige dich nicht mit dem Argument „Ich hab‘ keine Zeit“, sondern sage ganz deutlich: „Das ist mir nicht wichtig genug, die Zeit dafür möchte ich mir nicht nehmen“. Damit verhinderst du nämlich auch das schlechte Gewissen. Weil du eine Entscheidung getroffen hast.

Du bist blind, was deine Selbstbestimmung und Möglichkeiten anbelangt

Wir sitzen im selbst gebauten Hamsterrad und denken gar nicht darüber nach, welche Möglichkeiten wir haben. Und welche Macht, selbst zu bestimmen! Jeder in seinem Rahmen.

Aber ich bin davon überzeugt, dass wir diesen Rahmen viel zu eng sehen. Nur weil du bisher jeden Tag in der Früh eine halbe Stunde damit beschäftigt warst, dein Kind aus dem Bett zu bekommen (und du deswegen in der Früh nicht spazieren gehen kannst), muss das nicht so bleiben, oder?

Du hast keinen Plan 😉

Der Plan muss bitte nicht auf Jahre im voraus bestehen! Er darf flexibel sein und sich jeden Tag anpassen. Aber wenn du vom Weg ansich keine Ahnung hast, wie kannst du diesen Weg (und nichts anderes ist ein Plan) so gestalten, dass du auch ans Ziel kommst?

Dein erster Schritt zu mehr Zeit für Neues

Was kannst du machen, damit du noch weniger Zeit hast?

Stell‘ dir genau diese Frage – und beantworte sie bitte schriftlich!

Das mag dir jetzt ziemlich unsinnig vorkommen, aber das ist eine meiner Lieblingsfragen auf viele „kann ich nicht“-Ausreden.

Sie bringt dich dazu, nicht über Lösungen nachzudenken.

Und das macht Sinn, denn dein Unterbewusstsein bestätigt dir ja ständig, dass du nicht kannst. Oder nicht hast. Außerdem macht es ziemlich Spaß, sich Szenarien auszudenken, die so (hoffentlich) nicht eintreten werden. Du wirst sehen, dass es dir relativ leicht fällt, auf Antworten zu kommen. Und sei ruhig „unsinnig“ in deinen Antworten! Dein festgefahrenes Unterbewusstsein wird dadurch völlig ausgehebelt …

Also, was könntest du z.B. tun:

  • Mehr fernsehen,
  • mehr Zeit auf deiner Facebook-Timeline verbringen,
  • dir von allen sagen lassen, dass du das nicht kannst,
  • dir ein möglichst schlechtes Gewissen machen,
  • alles genau so wie bisher machen, nur langsamer,
  • eMails alle 10 Minuten abrufen und ausführlich beantworten,
  • auf die Unterstützung von Tools verzichten,
  • alles selbst machen,
  • dir in Zukunft 10 Stunden Zeit nehmen, um einen Blogartikel zu schreiben,
  • alle deine Aufgaben weiter über viele PostIts verstreuen,
  • möglichst keine Pausen machen,
  • dir keine Pläne machen, du hältst sie eh nicht ein,
  • etc.

Und was machst du jetzt mit diesen Antworten?

Dreh‘ sie um 180 Grad – und du hast die Lösungen, wie du mehr Zeit für Neues schaffst!

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

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Ist „keine Zeit“ DER Grund, warum du Ideen nicht umsetzt?

Um mir gleich zu widersprechen: meistens gibt es nicht DEN Grund sondern sehr viele – wäre ja auch sonst zu einfach. Es gibt immer mehrere Klippen, über die du springen müsstest, um etwas Neues umzusetzen:

Dein Kopf wuselt

Das kennst du sicher auch: du hast eine geniale Idee und sofort beginnt es in deinem Kopf wild zu wuseln. Es scheint, als hättest du die Büchse der Pandora geöffnet und völlig ungefiltert überfallen dich ständig Wortfetzen und Bilder zu deiner Idee. So schnell kannst du gar nicht PostIts schreiben, um alles festzuhalten, was dir im Kopf herumschwirrt.

Dadurch bekommst du keine Ruhe in deinen Kopf – und keine Möglichkeit, wirklich anzufangen und zu TUN.

Du weißt nicht, wo du anfangen sollst

Kaum hast du einen dieser Wusel-Gedanken eingefangen, bemerkst du, dass du das erst umsetzen kannst, wenn … du etwas ausprobiert hast … vorher etwas anderes umsetzt … und überhaupt – in welcher Reihenfolge macht das Sinn?

Dir wird dabei bewusst, dass es so viele offene Fragen gibt, bevor du den ersten Schritt machen kannst …

Selbst wenn du schon angefangen hast, etwas zu tun – das sind Showstopper, die deinen Arbeitsfluss unterbrechen oder gar versickern lassen.

Du hast das noch nie gemacht

Wenn du glaubst, dass Solopreneure, die schon länger selbständig sind, immer nur Bisheriges reproduzieren und somit immer genau wissen, was sie tun – dann hast du dich geirrt. Ich kenne keine/n Selbständige/n, der nicht regelmäßig darauf stößt: „Das hab‘ ich noch nie gemacht – wird das funktionieren?“.

Täglich lese ich von neuen Möglichkeiten im Marketing, neuen Tools und neuen Ideen. Spannenden Möglichkeiten, die ich auch zum ersten Mal machen muss. Leider setzten wir „neu“ eher mit „gefährlich“ gleich – und nicht mit „spannend“. Und greifen dann auf Bewährtes oder Bekanntes zurück.

Du hast das noch nie gemacht? Super! Was für eine tolle Gelegenheit, deinem Leben eine neue Geschichte zu schenken!

Der Berg ist zu groß

Ich bin davon überzeugt (auch aus eigener Erfahrung), dass der Berg nur immer größer wird, je länger wir ihn anstarren.

Es bilden sich dann auch Bild-Geschichten in unserem Kopf, die vor allem darum handeln, was alles nicht geht und und nicht funktioniert. Darum ist es so wichtig, Klarheit zu schaffen und den Weg auf den Berg in kleine Schritte aufzuteilen – und dann den ersten zu gehen.

Keine Zeit

Der letzte aber am meisten genannte Grund, warum Ideen nicht zum Projekt werden, sondern sich in Wunschgedanken verflüchtigen. Aber darum haben wir uns ja mit der gestellten Frage gekümmert – hast du sie schon beantwortet?

Und noch eine mögliche Lösung

Genau die Gründe, die ich dir hier genannt habe, halten auch meine Kunden immer wieder davon ab, ihre Projekte umzusetzen und dranzubleiben. Egal ob es um ein neues Freebie, einen Onlinekurs, einen Online-Kongress, ein eBook, oder was auch immer in ihrem Online-Business geht.

Und genau deswegen habe ich die Powertage als Workshop-Konzept entwickelt!

Die Powertage zu unterschiedlichen Themen bestehen immer aus drei Komponenten:

Vorbereitungswoche: In der Woche vor dem eigentlichen Powertag gibt es Inhalte, die dich darauf vorbereiten. Damit alle TeilnehmerInnen mit den gleichen Voraussetzungen starten und wir gemeinsam gleich loslegen können.

Powertag: An diesem Tag arbeiten wir in der Kleingruppe intensiv an dem Thema des Workshops. Abwechselnd jeder für sich und gemeinsam in der Gruppe. Das Gute an diesem intensiven Tag: du verhinderst, dass du an irgendeiner Stelle stecken bleibst, denn ich bin auch zwischen den Live-Sessions für dich da, um deine Fragen zu beantworten.

Umsetzung: 4 Wochen lang begleite ich die Gruppe danach in einer geheimen Facebook-Gruppe, damit du sicher umsetzt.

 

Wir sehen uns also?

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

7 Kommentare

  1. Ich stimme dir zu, dass „keine Zeit“ immer eine Ausrede ist. Es ist so wichtig, sich seiner Prioritäten bewusst zu werden.

    Die Übung, das Problem erst einmal zu verstärken, ist auch eine sehr wirksame Sache.

    Vor allem macht sie auch Spaß und das finde ich auch immer sehr wichtig.

    Liebe Grüße Silke

    • Danke, Silke! Find‘ ich toll, dass du dieses Verstärken schon machst … und ja, es kann Spaß machen, so zu „spinnen“ 😉

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  2. Pingback: Sommersonnenwende bei den Coolen Blogbeiträgen #25 | Sabienes

  3. Super Beitrag Claudia.

    Zum Glück habe ich diese Irrtümer schon ausgeräumt und Zeit gefunden für andere Dinge. Aber es ist schwer und hat auch bei mir gedauert. Aber es geht! Vor allem der Gedanke: „Dann ist es mir jetzt nicht wichtig genug oder noch nicht dran“ hilft sehr Prioritäten zu setzen. Immer wieder neu! Und auch „Die Welt und das Business gehen nicht unter wenn ich anfange etwas anders zu machen.“ 🙂

    Liebe Grüße Kathleen

  4. Liebe Claudia,

    das ist einer der Artikel, die zeitlos, immer bedeutend sind. Manchmal scheint es einfacher zu sein, sich auf einer Ausrede auszuruhen. Eine Zeit lang ist das vielleicht sogar gut. Es hilft Kraft zu sammeln, wenn man feststeckt. Doch dann ist ein Impuls notwendig, um wieder in die Gänge zu kommen. Dein Beitrag ist so ein Impuls. Du benennst sehr klar und sehr direkt, was sich dahinter verbirgt. Danke.

    Liebe Grüße
    Petra

    • Liebe Petra,

      wie lieb von dir – vielen Dank für deine Zeilen! Das Bild „Kraft sammeln, wenn man feststeckt“ gefällt mir auch sehr gut …

      Liebe Grüße,
      Claudia

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