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Deine Motivation geht winkend an dir vorbei? Dann probiere das aus!

Motivation

Mit der Motivation ist das so eine Sache …

Viele erzählen dir, dass sie von innen kommen soll.

Intrinsische Motivation nennt sich das dann.

Ja aber wo soll’s herkommen, wenn innen nichts ist? Denn wenn sie immer da innen wäre, die Motivation, dann bräuchte ich das hier nicht schreiben ;-).

Warum arbeitest du (selbständig) im Home-Office?

Es geht um Freiheit, der eigene Chef sein, sich von niemandem etwas sagen lassen müssen, der eigenen Leidenschaft folgen, so arbeiten können wie man will … und trotzdem bleibt in den Köpfen und im Verhalten das alte Bild von Arbeit.

Oder besser gesagt, das negative alte Bild von Arbeit! Denn es gibt natürlich auch ein positives Bild davon … aber das ist einen eigenen Artikel wert … kommt bald.

Oft lässt sich dieses Bild im Kopf durch viel Disziplin verwirklichen. Und ja, es gehört zur Selbständigkeit und zum effizienten Arbeiten im Home-Office Disziplin.

Aber du musst es dir nicht so schwer machen!

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

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Wie, wo, wann und was arbeitest du am liebsten?

Vielleicht fällt dir dazu der Satz ein, „Na ja, am liebsten – das Leben ist ja kein Ponyhof!

Ich bin der Meinung, man kann es ein wenig dazu machen. Man kann zumindest einmal die Koppel schön gestalten, in der man sich bewegen muss.

Warum deine Arbeitsweise und Motivation so wichtig ist

Es gibt einfach weniger Widerstand, wenn du die Dinge dann tust, wenn sie dir Spaß machen. Beziehungsweise, wenn du die Rahmenbedingungen so veränderst, dass sie dir Spaß machen, dann ist sofort der Widerstand dagegen wesentlich niedriger, der innere Schweinehund kommt nicht hervor.

Außerdem machst du Dinge, die du gerne tust, zu einem Zeitpunkt, der dir passt, wesentlich effizienter.

Das heißt, es geht nicht darum, noch mehr in den Tag hineinzupacken, den Tag noch dichter zu machen, sondern die Sachen, die du erledigen möchtest, möglichst ohne Reibungsverlust zu machen.

Und natürlich arbeitest du dann wesentlich genauer und fehlerfreier. Du musst Fehler nicht mehr ausbügeln und bist dadurch auch wieder effizienter.

Und – ganz wichtig –  das Setzen von Prioritäten fällt dir leichter!

Wie du deine liebste Arbeitsweise findest

Um herauszufinden, wie du am liebsten arbeitest und damit deine Motivation zurückeroberst, ist es natürlich notwendig, dass du einen gewissen Überblick darüber hast, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, die Dinge anzupacken.

Fünf davon möchte ich dir heute vorstellen:

1) Scheibchenweise kontra Gewaltakt

Du kennst das schon: Um vom Berg der Arbeit nicht erschlagen zu werden, teilst du sie in kleinere Aufgaben auf. Nach dem Motto: „Wie ißt du einen Elefanten? Scheibchenweise!“

Der Gegenpol dazu wäre  ein Gewaltakt.

Das heißt, du hast einen riesigen Berg vor dir und beißt die Zähne zusammen, um das einfach erledigt zu haben.

Ein schönes Beispiel dafür bringt Ivan Blatter, ein sehr geschätzter Kollege aus der Schweiz. Er vereinbart  mit seiner Frau einmal pro Jahr einen Aufschieberitis-Tag. Das heißt, dieser Termin wird in den Terminkalender eingeschrieben und genauso geplant und gehandhabt wie ein ganz, ganz wichtiger Termin. Und an diesem einen Tag werden Dinge erledigt, die einfach schon lange, lange aufgeschoben wurden.

Inzwischen bietet er dieses Format auch für Kunden zum Mitmachen an!

Ein weiteres Beispiel dafür, den ganzen Berg auf einmal zu erledigen, ist eine Entrümpelungs-Aufräum-Technik von Marie Kondo, die nennt sich „Magic Cleaning„.

Maria Kondo empfiehlt, immer eine Sache vollständig zu machen.

Beispiel: Kleiderkasten entrümpeln beziehungsweise Gewand aussortieren. Alles Gewand aus dem gesamten Haus oder der gesamten Wohnung auf einen Haufen werfen und dann abarbeiten.

Mir persönlich wird schon ganz schwindelig, wenn ich daran denke, aber auch das ist eine Möglichkeit. Also, scheibchenweise gegen „alles auf einmal“.

2) Gemeinsam statt einsam?

Das, was vielen Homeworkern so richtig auf den Geist geht, ist, dass sie nicht einfach so die Möglichkeit haben, sich mit einem Kollegen, einer Kollegin auszutauschen! Natürlich lieben wir das alleine Arbeiten im Home-Office – aber nicht das alleine Sein!

Manchmal zumindest.

Das hat mir mein Experiment mit dem Virtuellen CoWorking sehr deutlich gezeigt. Wenn du davon noch nicht gehört hast, dann schau‘ hier beim Artikel Virtuelles CoWorking als Motivations-Booster vorbei!

Oder du probierst es gleich selbst aus?

Vom 16. bis 20. Oktober 2017 findet meine erste Home-Sweet-Office Challenge statt, bei der du auch die Möglichkeit hast, am CoWorking teilzunehmen. Melde dich doch gleich hier an:

3) Frosch oder Prinz

Eine weitere Herangehensweise ist „Frosch oder Prinz“. Dazu gibt es auch ein eigenes Buch von Brian Tracy, der empfiehlt: „eat the frog“.

Das heißt, in der Früh als allererstes, bevor du sonst irgendetwas erledigst, das zu erledigen, was dir am schwersten fällt, was am unangenehmsten ist, was einfach am belastendsten ist. Danach hast du das tolle Gefühl der Freiheit!

Demgegenüber steht der Prinz. Ich küsse in der Früh nämlich lieber den Prinzen ;-), weil ich mir dadurch Energie und Schwung für den restlichen Tag hole. Ich habe wirklich ausprobiert, den Frosch oder die Kröte zuerst zu schlucken. Das Problem ist dabei, dass ich dann in der Früh aufwache, schon an diese Kröte  denke und dadurch meine Motivation in den Keller geht.

Wie gesagt, das sind lediglich Möglichkeiten, die du ausprobieren musst, um dahinter zu kommen, was dir am liebsten ist!

4) Pomodoro oder Zeitblöcke

Dann gibt es zum Beispiel noch die Pomodoro-Technik, deren Vorteile ich in diesem Pomodoro-Artikel beschrieben habe. Falls du nicht damit zurecht kommst, könntest du dir auch den Podcast „Die größten Fallstricke der Pomodoro-Technik – und wie du sie umgehst“ anhorchen.

Dem gegenüber steht die Arbeitstechnik der Zeitblöcke, das heißt, du beschäftigst dich einen längeren Zeitraum nur mit einer einzigen Aufgabe. Also z.B. ein halber Tag nur Administration. Dann ein Tag nur Produktion von Inhalten, usw.

Praktisch, dass sich diese beiden Arbeitsweisen auch miteinander kombinieren lassen. Du setzt dir einen Zeitblock für die Administration – und verbringst diesen in Pomodoro-Häppchen!

Du siehst, du wirst auch das ausprobieren müssen!

5) Lerche oder Eule?

Ich bin eindeutig die Frühaufsteherin, das war schon in Schulzeiten so, dass ich lieber um drei in der Früh gelernt habe als um neun am Abend.

Und wenn das für dich eine irrsinnige Überwindung ist, wenn du in der Früh einfach nicht in die Gänge kommst, dann ist vielleicht doch die Nachteule in dir am Abend munterer, und du kannst am Abend konzentrierter arbeiten.

Dann gib diesem Rhythmus eine Chance, wenn es sich irgendwie mit deinem sozialen Umfeld vereinbaren lässt!

Motivation in der Praxis umgesetzt

Gut, bisher graue Theorie. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie erkennst du, was dir am besten liegt?

Der ganz banale Tipp: Beobachte dich!

Wenn du dich selber beobachtest, wie du arbeitest, beziehungsweise in der Rückschau beobachtest, dann wirst du schon die erste Idee davon bekommen, wie du am liebsten arbeitest.

Eine weitere Frage ist: wo liegen deine Prioritäten?

Was ist dir wichtig? Was ist dir wertvoll?

Ich habe zum Beispiel Kundinnen, die sagen, sie können sich erst so richtig auf die Arbeit einlassen, wenn der Haushalt erledigt ist. Was bedeutet das in der Praxis? Dass diese Frauen zum Beispiel in der Früh, wenn Kinder und Mann aus dem Haus sin, sich erst einmal auf den Haushalt stürzen.

Aber das wäre auf der anderen Seite eine total produktive Zeit für sie, weil ja niemand im Haus ist, der stört.

Ausprobieren könntest du zum Beispiel, wenn das für dich zutrifft, den Haushalt am Abend zu machen, um nicht die produktive Zeit zu verplempern, wenn du ungestört bist.

Oft reicht es schon, wenn du kleine Verschiebungen in deinem Tagesablauf vornimmst.

Auch hier ein Beispiel, diesmal von mir:

Ich bin ja Frühaufsteherin und habe früher immer um halb sechs in der Früh gefrühstückt. Was hat das für eine Konsequenz gehabt? Ich habe um 11 Uhr herum schon einen Bärenhunger gehabt und mich dann hingestellt, um zu kochen.

Aber das war produktive Zeit, weil die Kinder erst um circa 14.00 Uhr nach Hause gekommen sind. Das heißt, ich habe von 11.00 bis 13.00 Uhr mein Mittagsritual eingehalten, und wenn die Kinder nach Hause gekommen sind und im Prinzip etwas loswerdenund reden wollten, dann hat sich diese Mittagsroutine oft über drei Stunden hingezogen, und ich habe wahnsinnig viel Zeit verloren.

Was habe ich dagegen gemacht?

Ich habe nicht sofort um halb sechs in der Früh gefrühstückt, sondern habe das Frühstück ein Stückchen nach hinten verschoben, damit mein Hunger zum Mittagessen auch ein Stückchen nach hinten verschoben ist. Und somit habe ich eineinhalb Stunden ungestörte Arbeitszeit gewonnen.

Das nur als kurzes Beispiel, wie du ausprobieren kannst, ein bisschen mit deinem Tagesablauf herumzuspielen.

Fazit

Ja, Disziplin ist bis zu einem gewissen Grad wichtig und wertvoll, wenn du deine Ziele erreichen möchtest. Aber du kannst eine Menge Disziplin durch Motivation ersetzen, indem du deine Bilder von Arbeit, die du aus früheren Zeiten mit dir herumschleppst, in Frage stellst und ausprobierst, was für dich am meisten Motivation bringt.

Die kommt dann nämlich von innen, wenn du „deine“ Lieblings-Technik gefunden hast!

Und noch etwas: Das kann sich natürlich auch ändern! Deine Arbeitsfelder in deiner Selbständigkeit ändern sich vielleicht, die Kinder werden größer, usw. Bleibe auch hier aufmerksam, was für dich das Beste ist, wenn die Karten vom Leben neu gemischt werden!

Was ist dein Trick, um deine Motivation hoch zu halten?

P.S. Und bleib‘ neugierig!



 

10 Kommentare

  1. Ah, Gewand! Deine Texte sind immer spannend, auch wegen der „Interkulturalität“. Es gefällt mir, dass du die verschiedenen Möglichkeiten vorstellst und „Spielen“ empfiehlst. Das ist im Dschungel der tausend Vorschläge sehr angehm! Danke!

  2. Ich schwanke ebenfalls zwischen Kröte schlucken und Prinz küssen 🙂 Manchmal ist es erleichternd, ein großes Ding erledigt zu haben und der Rest des Tages ist nur noch easy-cheesy. Und manchmal …
    Meine Erkenntnis für mich: es ist super viele mögliche Arbeitsvarianten zu kennen, sie auszuprobieren, die Favoriten zu behalten, den Rest wiederum zu vergessen. Und die Favoriten flexibel anzuwenden.
    Was mir auch immer wieder hilft: Manchmal werde ich mit meiner todo nicht fertig oder habe einfach keine Lust mehr. Dann erledige ich noch einen Punkt, einen kleineren, überschaubaren – und bin auf meine Disziplin stolz wie Oskar 🙂

    • Liebe Riccarda,

      eine tolle Idee, sich mit einer kleinen Aufgabe die „Erlaubnis“ zu geben, aufzuhören und Feierabend zu machen, vielen Dank dafür!

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  3. Bettina Janke sagt

    Herrlich! Auf so jemanden wie dich habe ich gewartet. Niemand, der mir sagt, wie ich es zu tun habe sondern mir erlaubt herauszufinden, was für mich das Richtige ist. So gehe ich jetzt noch entspannter in die Challenge 🙂 Freue mich riesig darauf, mich von dir inspirieren zu lassen. Und wir haben alles, was wir brauchen bereits in uns, wir müssen es nur finden. Schön, dass du uns dabei hilfst!

    Liebe Grüße aus Hamburg
    Bettina

    • Hi Bettina!

      Vielen Dank für deine lieben Zeilen! Ich freu‘ mich auch schon riesig auf die Challenge … der Countdown läuft 😉 Und ich hoffe, du wirst auch beim CoWorking dabei sein, damit wir uns persönlich kennenlernen?

      Liebe Grüße,
      Claudia

  4. Liebe Claudia,
    ich mag deine immer wieder so herzerfrischenden Artikel sehr.
    Gerade heute morgen habe ich wieder mal so gedacht, wenn doch nur der Haushalt so nicht wäre….;-)
    Danke für Dein Erinnern, welche Dinge ich mal wieder anders versuchen könnte, um produktiver zu werden. 🙂

    Viele Grüsse und einen schönen Tag wünscht Dir Alexandra

    • Hi Alexandra!

      Immer wieder gerne – und danke für deine Zeilen! Ich muss auch viele Dinge immer wieder hören oder lesen – man kann sich ja nicht alles merken 😉

      Sonnige Grüße,
      Claudia

    • Danke für den Hinweis, Ute! Da kommt WordPress wohl nicht mit dem https zurecht – der Link wurde als fehlerhaft angezeigt, jetzt ist alles wieder so wie es sein sollte!

      Liebe Grüße,
      Claudia

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