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Video-Technik

Video-Technik – So sieht mein Setup aus

Ist schon witzig … erst letzte Woche habe ich darüber geschrieben, dass du dich nicht davon abhalten lassen sollst, etwas zu schreiben, nur weil es so einen Artikel bereits bei anderen gibt.

Und dann habe ich mich selbst dabei ertappt:

Empfehlungen über Video-Technik gibt’s doch wie Sand am Meer – muss ich da mein Equipment auch noch vorstellen?

Ja, ich darf, habe ich beschlossen, umso mehr, als ich in den letzten Wochen sehr oft gefragt wurde, wie denn meine Video-Technik aussieht. Anscheinend ist die Qualität in meinen Live-Videos doch recht gut …

Also legen wir los, so sieht es bei mir im Home-Office aus:

Video-Technik

Licht für deine Videos

Lange Zeit habe ich mir um die Beleuchtung bei meinen Videos überhaupt keinen Kopf machen müssen, denn ich habe mich auf sogenannte Screen-Videos beschränkt. Auch bei meinen Webinaren war Licht nicht so ausschlaggebend, da ich da nur ganz klein in der Ecke zu sehen war.

Mit dem Start meiner Live-Videos und der Überarbeitung meines Kurses Home-sweet-Office musste ich mir dann doch Gedanken darum machen. Zuerst hatte ich eine große Studio-Leuchte, die ich an die Wand hinter meinen Bildschirm ausgerichtet habe. Tagsüber hat das gereicht, sobald das Naturlicht weg war, ging das aber gar nicht mehr.

Auf Empfehlung von meiner Kollegin Sabine Piarry habe ich mir dann zwei Tischleuchten von Taotronics *) gekauft, da ich keine Möglichkeit habe, Lampen hinter meinen Schreibtisch zu stellen.

Video-Technik Tischlampe

Der Vorteil dieser Leuchten: Ich kann sie in alle Richtungen drehen, vermeide somit die Spiegelung in meiner Brille und sie ist stufenlos verstellbar, was Helligkeit und Wärme des Lichts angeht.

So wie du es hier auf diesem Bild siehst, richte ich die Tischlampen aus, um eben die Spiegelung in der Brille zu vermeiden. Wenn ich nur ein wenig Licht brauche, richte ich sie auf die weiße Wand hinter dem Bildschirm aus und habe somit indirektes Licht.

Der Ton macht die Musik

Schon als ich meine ersten Screen-Videos aufgenommen habe, habe ich mir Gott sei Dank ein vernünftiges Mikro gekauft, und zwar das Samson Meteor *). Ich wollte einfach nicht einen Mikrophon-Arm irgendwo anklemmen (ich hätte gar nicht gewusst wo) und es war mir wichtig, dass das Aufbauen des Mikros keine Zeit verschlingt.

Um den Hall zu verringern stelle ich es entweder auf einen Stapel mit Handtüchern, oder auf eine zusammengelegte Decke. Außerdem steht hinter dem Bildschirm eine alte Pinwand mit einer (ebenso alten) Decke (ist die ehemalige Krabbeldecke meiner Kinder 😉 ) als Schall-Schlucker.

Damit gibt es einen guten, satten Ton ohne Raum-Hall. Außerdem habe ich hinter mir Schiebe-Vorhänge vor meinem ziemlich hässlichen Kasten montiert, auch das schluckt den Schall und schaut besser aus. In einem älteren Beitrag habe ich das genauer beschrieben.

Bitte lächeln! Die Kamera

Meine Webcam war schon immer eine Logitech, vor ca. einem Jahr bin ich dann auf die Logitech C920 HD pro *) umgestiegen und habe es nicht bereut. Tipp: Lade dir unbedingt die dazugehörige Software herunter, damit du die Einstellungen (Weißabgleich, Zoom, usw.) beeinflussen kannst!

Damit du keinen Maus-Arm bekommst

Das hat jetzt nicht unbedingt mit Videos zu tun, trotzdem möchte ich dir diese ergonomische Maus noch mit ans Herz legen – denn auch der Video-Schnitt ist ziemlich Klick-intensiv. Ich hatte durch das ständige Arbeiten am PC mit einer „normalen“ Maus bereits Schwierigkeiten mit meinem rechten Arm.

Daher bin ich auf die Suche nach einer ergonomischen Maus gegangen und bei dieser hier von GeneralKeys *) habe ich dann zugeschlagen:

Ergonomische Maus

Ergonomische Maus

Sieht ziemlich futuristisch aus, oder? Die Umgewöhnung darauf hat nicht lange gedauert, innerhalb einer halben Stunde hat es sich „normal“ angefühlt – und seitdem habe ich überhaupt keine Schmerzen mehr im Arm!

Die Video-Technik ist nicht alles!

Du siehst, die Investition in die Video-Technik ist nicht so gewaltig, als dass du dich davon abhalten lassen solltest.

Viel größer ist in meinen Augen die Investition in dein Mindset, falls du dich bisher nicht dazu überwinden konntest, dich vor die Kamera zu stellen bzw. zu setzen. Ich gestehe, das war für mich ein riesiger Schritt. Meine „Taktik“ war es, mich in kleinen Schritten anzunähern – und dann ins kalte Wasser zu springen, als der Zeitpunkt gerade gepasst hat, um ein Live-Video zu drehen …

Also – leg‘ los und zeig‘ dich!

P.S. Und bleib‘ neugierig 🙂

 

P.P.S. *) So gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, falls du darüber etwas bestellst – es kostet dich aber keinen Cent mehr, du unterstützt mich dadurch nur!

 


 

richtig recherchieren

Richtig recherchieren für deinen Blog

Richtig recherchieren – geht das überhaupt?

Was machst du, wenn du etwas „richtig“ machen möchtest?

Natürlich – du gehst auf die Suche nach Anleitungen. Bei Menschen, die bereits das geschafft haben, was du gerne erreichen möchtest. Und versteh‘ mich nicht falsch, das ist der völlig natürliche Weg, den ich selbstverständlich auch gegangen bin.

Um „richtig“ zu bloggen bin ich damals also auf die Suche gegangen und habe viele Anleitungen gefunden, die sich in etwa geglichen haben. Dort wurde empfohlen, viiiiiel Zeit in die Recherche für einen Blogbeitrag zu stecken. Von mindestens 10 Stunden Gesamt-Dauer für das Erstellen eines Artikels war die Rede.

Puh … 10 Stunden pro Artikel … davon mindestens die Hälfte in die Recherche stecken. Das war meine Vorgabe. Und ich hab’s wirklich ausprobiert. Aber so unter uns: Ich bin 20 Stunden die Woche angestellt, 10 Stunden für einen Blogartikel – das wird knapp mit all den anderen Dingen, die an so einem Business hängen.

Mein gespaltenes Verhältnis zum Recherchieren

Aber es war nicht nur der Zeitaufwand, der mich sehr bald tief frustriert hatte. Denn: Es war schon alles geschrieben!

Ich hatte mein Thema „Selbstmanagement im Home-Office“ erst vor kurzem gefunden und schon fast wieder verloren. Egal, welche Artikel-Idee ich verfolgen wollte, die Recherche führte mir brutal vor Augen, dass andere schneller waren. Und in meinen Augen natürlich auch sehr oft wesentlich besser als ich es jemals ausdrücken könnte.

Dieses „Phänomen“ habe ich übrigens auch in meinem letzten Live-Video aufgegriffen:

Ein Redaktionsplan ist nur die Visualisierung dessen, was du mit deinem Business erreichen möchtest. Diese 3 Faktoren sind dabei besonders wichtig …

03:10 Faktor 1: Du weißt, was dein Publikum mag
06:40 Recherche – ja oder nein?
08:50 Persönlichkeit – ja oder nein?
14:30 Faktor 2: Du weißt, wo’s hingeht
16:35 Faktor 3: Du kennst deine Termine!

Genau dieses Argument höre ich auch immer wieder in meinem Workshop „Powertag Redaktionsplan“ und in Diskussionen in Gruppen: „Was soll ich nur schreiben, ich weiß nichts Neues!„.

Und noch eine nicht zu unterschätzende „Gefahr“ beim Recherchieren: Besonders, wenn du noch nicht deine eigene Schreibstimme gefunden hast, drängen sich Sätze und Ausdrücke in deinen Kopf, die du bei der Recherche gelesen und für gut befunden hast. So stoppelst du dann Sätze anderer Autoren aneinander, ohne deinen eigenen Stil zu entwickeln.

Das heißt aber bitte nicht, dass du nicht andere Blogs oder Bücher lesen sollst! Nur bitte nicht mit dem Fokus auf Recherche, denn dann kann’s eben sehr leicht passieren, dass du in die beschriebenen Fallen tappst. Ich selbst verfolge regelmäßig an die 130 Blogs über meinen Feed-Reader und lese viele davon auch intensiv, höre eine Unmenge an Podcasts … aber nicht zu einem bestimmten Thema, wenn ich gerade darüber schreiben möchte.

Hier kannst sowohl den Artikel, als auch das Video anhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

iTunes Stitcher RSS-Feed

Wann ist Recherche notwendig – und wann nicht?

OK, das waren jetzt ein paar Fallstricke – aber natürlich gibt es durchaus Gründe, zu recherchieren. Das kommt sicher auch sehr auf dein Blog-Thema an.

Du brauchst Zahlen/Daten/Fakten

Wenn du gerne Statistiken, Infografiken oder Studien in deinen Themen einbaust, dann ist klar, dass du recherchieren musst. Auch wenn es ganz allgemein um wissenschaftliche oder auch technische Themen geht, denke ich, dass fundierte Verlinkungen nicht schaden.

Du willst selbst lernen – oder hast gerade gelernt

Immer dann, wenn du selbst gerade dabei bist (oder kürzlich warst), dich in einem Thema einzuarbeiten oder ein neues Tool kennenzulernen, ist es toll, wenn du die zum Lernen gesammelten Quellen auch gleich in deine Artikel einbaust. Dann hast du allerdings ja zum Zeitpunkt des Schreibens deine Linksammlung schon beisammen.

Du brauchst Vergleiche

Du kannst sicher vieles selbst ausprobieren – aber vielleicht nicht alles. Wenn du also Vergleiche anstellen oder einen Überblick über viele verschiedene Perspektiven anbieten möchtest (wie z.B. Birgit Schultz von Marketing-Zauber, als sie Social-Media-Planungs-Tools verglichen hat), kann es sinnvoll sein, andere Aspekte zu recherchieren.

Wenn das alles nicht zutrifft, gibt es für dich noch einen anderen Weg der Recherche:

Verschaffe dir einen Überblick über deine Inhalte

Besonders, wenn du bereits einiges an Inhalten auf deinem Blog (oder Podcast oder Youtube-Kanal …) hast, dann geh‘ ruhig in die Recherche – aber in deinen eigenen Artikeln und Veröffentlichungen!

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht – aber ich habe inzwischen 325 Artikel am Blog veröffentlicht und immer wieder kommt es vor, dass ich über einen stolpere und mir denke „Oh, da hab‘ ich schon drüber geschrieben? Cool – aber da fehlt noch ein Aspekt …“ oder „… das würde ich heute anders schreiben …“ oder „… das mach‘ ich heute aber ganz anders …“.

Natürlich sind da auch Artikel darunter, die nicht evergreen sind und die ich eigentlich löschen könnte. Aber die meisten davon geben Stoff für viele weiterführende, vertiefende Artikel/Videos/Podcasts – oder was es sonst noch so gibt.

Ich bin davon überzeugt, wenn du mit diesem „Recherche-Blick“ durch deinen Blog wanderst, dass du unter Garantie in jedem Artikel mindestens einen Bereich entdeckst, den du vertiefen könntest!

Ein Zusatznutzen dieser Recherche

Auf dieser Reise durch deine eigenen Artikel könntest du als Zusatznutzen auch gleich für sinnvolle Verlinkungen zwischen deinen Artikeln sorgen – aber das ist nur ein netter Nebeneffekt.

Tipps, um bei der Recherche Zeit zu sparen

Tracke wie lange du brauchst

Im Workshop „Powertag Redaktionsplan“ ist natürlich auch das Zeitmanagement ein wichtiger Teil. Denn was nützt die tollste Planung, wenn du keine Zeit hast, die Inhalte vorzubereiten und auszuarbeiten? Eine der Teilnehmerinnen hat mir nach dem letzten Workshop zurückgemeldet:

Auf meine Nachfrage, wie lange sie denn üblicherweise für einen Artikel geschrieben hat, war ihre Antwort, dass sie 1) nie so lange Artikel zusammenbekommen hat und 2) locker die doppelte Zeit gebraucht hat.

Und damit komme ich zum ersten Tipp: Tracke einmal mit, wie lange du für das Erstellen deiner Inhalte brauchst. Und zwar komplett mit allem Rundherum.

Wenn du das bei den nächsten 5 Artikeln machst, hast du dann einen guten Durchschnitt. Denn an manchen Tagen (und bei manchen Themen) fällt’s leichter als bei anderen …

Was du dann mit dieser Erkenntnis machst? Entweder es passt so für dich, oder du könntest dir die nächsten beiden Tipps zu Herzen nehmen:

Stell‘ dir einen Wecker

Wenn du recherchieren möchtest – dann tu‘ es! Denn was mein Zugang zu diesem Thema ist, muss nicht deiner sein! Aber wenn du recherchierst, dann stell‘ dir bitte einen Timer, damit du dich nicht darin verlierst. Und wenn er klingelt, dann bist du eben durch damit und verwendest das, was du bis dahin gefunden hast.

Bau‘ dir eine Bibliothek auf

Früher habe ich alle Fundstücke, egal ob ich sie für mich oder meine LeserInnen gebraucht habe, in Evernote geparkt (oder besser begraben) und gehofft, sie dann wieder zu finden.

Erst durch ein Interview mit Christine Konstantinidis für den Trello-Kurs und ihren darauf folgenden Beitrag zum Sprachen lernen bei mir, bin ich auf die Idee gestoßen, mir eine Bibliothek in Trello aufzubauen.

Denn meistens sind es immer die gleichen Blogs, die ich konsultiere, wenn ich Informationen brauche oder verlinken möchte – und die sind nun schön nach Thema in meiner Bibliothek aufgelistet. Wenn ich dann etwas suche, gehe ich direkt auf den Blog und suche dort nach den Inhalten.

Oder ich parke Links zu Artikeln, die mich zu eigenen Veröffentlichungen inspirieren direkt in meinem Redaktionsplan. So suche ich weniger – und brauche meist keine ausufernde Recherche.

Fazit

Wie auch im Video gesagt: Es ist zwar schon alles geschrieben und gesagt – aber DU hast das noch nicht getan!

Und das macht den Unterschied. Denn so wie du es sagst oder schreibst, hat es noch niemand getan! Wenn du also den Eindruck hast, dass dich Recherche nach neuen Themen eher verunsichert, dann besinne dich auf dich selbst, deine Erfahrungen und deine Persönlichkeit.

Du bist einzigartig!

Übrigens: ich habe ca. 1,5 Jahre gebraucht, bis ich mich endlich über das Thema Pomodoro getraut habe, denn dazu gibt es gefühlt 1.000 Artikel – und sowohl der Blogartikel als auch die Podcast-Episode sind äußerst beliebt …

P.S. Und bleib‘ neugierig!

 


 

Wenn ich DAS vorher gewusst hätte! Einladung zur Blogparade …

Hätte, hätte, Fahrradkette …

Oder wie man bei uns sagt: „Wenn meine Oma vier Räder hätte, wäre sie ein Autobus …“

Beide Sprüche werden eher dazu verwendet um auszudrücken, dass es sinnlos ist, sich über „verschüttete Milch“ (schon wieder so ein Spruch …) zu ärgern oder zu grämen.

Aber.

Ich bin neugierig.

Ich liebe gute Geschichten.

Und ich finde es immer spannend, wie andere Menschen mit Herausforderungen und Problemen umgegangen sind bzw. umgehen. Und natürlich, welche Lösungen sie finden.

Ich habe ja den Eindruck, dass Blogparaden ein bisserl aus der Mode gekommen sind – trotzdem möchte ich in den nächsten Wochen eine veranstalten, weil es kaum eine bessere Möglichkeit gibt, deine ganz persönliche Geschichte zu lesen und anderen Lesern zugänglich zu machen.

Worum geht’s in dieser Blogparade?

Wie schon in der Überschrift geschrieben, das Hauptthema ist „Wenn ich DAS schon früher gewusst hätte …„. Und zwar im Zusammenhang mit deiner Selbständigkeit und/oder deinem Arbeiten im Home-Office.

Ein paar Ideen:

Wenn du schon länger selbständig bist

Denke einmal an deine Anfänge zurück – du hast in den Jahren ganz sicher viel gelernt, viel ausprobiert und deine eigenen Wege gefunden. Gibt es etwas, wo du sagst:

  • „Wenn ich das schon früher gewusst hätte, dann hätte ich es schon früher so gemacht!“ oder
  • „Wenn ich das schon früher gewusst hätte, dann hätte ich mir viel Ärger/Arbeit/Frust/Geld gespart!“ oder
  • „Wenn ich das schon früher gewusst hätte, dann hätte ich meine Ziele schneller/mit mehr Spaß/entspannter erreicht!“?

Wenn du noch nicht so lange selbständig bist

Dann überlege einmal eher in Richtung deiner aktuellen Herausforderungen:

  • Was ist derzeit deine größte Herausforderung – und wie hättest du sie gerne gelöst?
  • Wo hast du das Gefühl, dass du gerade auf dem richtigen Weg bist – und andere können von dir lernen?
  • Was macht dir aktuell gerade so richtig Spaß an deiner Selbständigkeit? Das könnte Motivation für andere sein?

Packe eine deiner besten Learnings in eine Geschichte – und erzähle sie uns! Damit andere von dir lernen können, du vielleicht einen wichtigen Hinweis bekommst oder du endlich einmal feiern kannst, was du schon geschafft hast.

Diese Sommer-Blogparade ist der richtige Platz und Zeitpunkt dafür!

Wie und bis wann kannst du mitmachen?

Diese Blogparade läuft bis zum 15. September 2017, 23:59 Uhr und so kannst du mitmachen:

  • Schritt 1: Veröffentliche auf deinem Blog einen Artikel zum Thema.
  • Schritt 2: Darin verlinkst du auf diesen Artikel als Ausgangspunkt zur Blogparade.
  • Schritt 3: Wenn du dann noch hier einen Kommentar mit dem Link zu deinem Artikel schreibst, erkenne ich ganz sicher, dass du mitgemacht hast.

Warum es auch für dich hilfreich ist, wenn du an einer Blogparade teilnimmst, hat Martin Grünstäudl hier zusammengefasst. Der Artikel ist zwar schon in die Jahre gekommen, trifft aber immer noch zu.

Am 25. September erscheint dann hier eine Zusammenfassung aller Artikel, die zu dieser Blogparade geschrieben wurden – und dann wird so richtig gefeiert 😉

Ich freue mich auf deine Geschichte – also lass‘ dir nicht zu lange Zeit, sie zu erzählen!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

 

Virtuelle Assistentin

Virtuelle Assistentinnen erzählen …

Ich habe das Gefühl, dass es viele Veröffentlichungen gibt, die sich damit beschäftigen, wie wir UnternehmerInnen unsere Aufgaben an Virtuelle AssistentInnen delegieren können – hab‘ ja selbst vor kurzem einen geschrieben 😉

Aber wie sieht es eigentlich auf der „anderen“ Seite aus? Was denken Virtuelle AssistentInnen? Wieso machen sie diese Arbeit?

Darum räume ich jetzt die Bühne für 12 helfende Hände. Ich habe 6 Virtuellen Assistentinnen ein paar Fragen gestellt, die mich auch persönlich interessieren und du kannst hier die unterschiedlichen Antworten pro Frage lesen – und wer weiß? Vielleicht ist die eine oder andere Virtuelle Assistentin in Zukunft ein Teil deines Business?

Wenn du dir überlegst, mit einer Virtuellen Assistentin zusammenzuarbeiten, dann würde ich dir vor allem auch die letzte Frage „Was wünschst du dir am allermeisten von deinen Kunden, damit die Zusammenarbeit gut funktioniert?“ sehr ans Herz legen.

Am Ende dieses Artikels findest du natürlich auch alle Kontaktdaten zu meinen sechs Gästen.


 

Wie ist es gekommen, dass du dich als Virtuelle Assistentin selbständig gemacht hast?

Gabriele Thies:

Organisieren, Strukturieren und den Überblick behalten – Zusammenarbeit mit spannenden Menschen – Spaß an neuen Herausforderungen.

Das ist der rote Faden in meinem bunten Lebenslauf und auch das, was mir am meisten liegt. Da lag es nahe, genau das in mein Angebot zu integrieren, als ich mich 2015 in Richtung Selbständigkeit orientiert habe – nach mehr als 25 Jahren in Festanstellung in den unterschiedlichsten Varianten rund um das Office- & Eventmanagement.

Meine Motivation dahinter? Mehr Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung. Und auch der Wunsch, alle meine vielseitigen Erfahrungen und Talente auf meine Weise zu vereinen und zu leben – deshalb ist die Virtuelle Assistenz auch nur ein Teil meines Angebots: Zusätzlich biete ich noch ein maßgeschneidertes 1:1- OfficeCoaching für kreative Solopreneure an.

Damaris Aulinger

Wenn nicht jetzt, wann dann? In meinem Leben als Unternehmerin und Freelancer bzw. Virtuelle Assistentin stoße ich immer mal wieder auf Fragezeichen in den Augen meines Gegenübers. Wie? Du machst deinen ganzen Kram selbst und dann auch noch den von anderen? Da kannst du dich ja gar nicht mehr so intensiv um deine Ideen und deren Umsetzung kümmern.

Das ist schon richtig, ABER ich habe so viele Ideen, die sich, einmal bei mir angedockt, weigern einfach wieder zu verschwinden. Ich weiß, dass ich nicht jede Idee umsetzen kann und ganz sicher einige gar nicht zu meinem Ziel führen, dennoch schmerzt es jedes Mal wieder, sie wegzustoßen. Irgendwann habe ich dann herausgefunden, wie ich mich davor schützen kann, mich nicht immer wieder darin zu verlieren.

Ich tauche ab in die Welt der Strukturen, klaren Ansagen, Listen, Recherchen – in die Welt der Ordnung und Regeln. Kann aber dennoch meine Kreativität in diese Aufgaben fließen lassen, mich in Canva, Camtasia und Webseiten austoben.

Vor ca. 3 Jahren, flog plötzlich eine wirklich gute Idee zu mir: „Biete diese Zeit, deine Kreativität, deine Werke und Vorlieben, deine Talente, Stärken, Geschicke gewerblich an.“

Was das Ganze ausgelöst hat, ist einfach bombastisch! Denn so kann ich mich als Alleinerziehende voll und ganz auf meine Selbstständigkeit konzentrieren – angestellt sein ade!
Und wenn es so weitergeht, kann ich dadurch sehr bald meinen Wunsch eines digitalen Nomaden erfüllen.

Wenn nicht jetzt, wann dann – dachte ich mir nach 55 Jahren und ging los!

Martina Lankes

Der Gedanke, selbstständig zu arbeiten, schwirrte schon während meiner Ausbildung zur Industriekauffrau in meinem Kopf herum. Damals fühlte ich mich aber noch zu jung und unerfahren. Ich habe dann einige Jahre als Sachbearbeiterin, zum Schluss in Elternzeitvertretung als Assistentin der Geschäftsführung eines kleinen Unternehmens gearbeitet. Dort war ich vier Tage die Woche alleine im Büro, die Kollegen waren die Woche über geschäftlich unterwegs. Hier war also die virtuelle Zusammenarbeit schon sehr wichtig.

Als mein Vertrag sich dem Ende näherte, kam mir der Gedanke, es doch einmal zu versuchen. Also habe ich mich im November 2008 zuerst nebenberuflich selbstständig gemacht. Vorerst habe ich – weil ich ja tagsüber noch angestellt war – allerdings nur Schreibarbeiten übernommen. Als ich dann beim Ende meiner Anstellung voll einsteigen konnte, kamen auch andere Aufgaben hinzu.

Stephanie Dowidat

Das war im Grunde genommen eine logische Konsequenz, die sich aus meiner beruflichen Vorgeschichte ergeben hat.

Ich bin von Haus aus Rechtsfachwirtin und habe einige Jahre eine Kanzlei in Bremen geleitet. Später wechselte ich in ein Softwareunternehmen wo ich als Vertriebsassistentin viel über Verkauf und Marketing gelernt habe. Mein Wissen und Know-how aus den beiden Bereichen, habe ich auf mein Online-Business übertragen.

Et voilà: Die Officeheldin wurde geboren. Hier vereint sich für mich einfach alles. Meine Interessen sind sehr breit gefächert, was der Arbeit als Virtuelle Assistentin mehr als zu Gute kommt. Ich bin ein Fan von Social Media und E-Mail-Marketing, mag es im Gegenzug aber auch, komplexe Präsentationen oder Tabellen zu erstellen.

Die Aufgaben sind sehr vielfältig. Ich habe mit den unterschiedlichsten Menschen und Themen zu tun. Das ist genau mein Ding.

Brigitte Nolting

Ich bin seit 1982 überwiegend nebenberuflich als Assistentin selbstständig. Mir ist es wichtig, immer ein zweites Standbein zu haben, damit ich als Virtuelle Assistentin und auch als Coach mit meinen Lieblingskunden zusammenarbeiten kann und nicht jeden Auftrag annehmen muss.

2012 fragte mich ein Kunde, ob ich auch von zuhause aus arbeiten würde. Ich würde einen Zugang zu allen benötigten Datenbanken bekommen, wir würden eine Wochen-Stundenzahl vereinbaren und ich könnte mir die Zeit frei einteilen. Ich war begeistert, da ich im Winter immer in Goa bin und jetzt dadurch keinen 100%igen Verdienstausfall mehr hatte. Es war ein cooles Gefühl, im ersten Jahr unter Palmen am Meer zu sitzen und meine Arbeit zu machen! Inzwischen fühlt es sich ganz normal und richtig an! 🙂

Ich arbeite jetzt fast nur noch virtuell, auch für meine Coachings setze ich Skype u.ä. ein. Aber für Coaching-Kunden ist es auch möglich, offline-Termine bei mir zu bekommen, wenn ihnen das lieber ist.

Anja Riemer-Grobe

Das war wie so oft im Leben eher Zufall als Absicht.

Ursprünglich bin ich als Mamacoach gestartet und habe mir dafür alle möglichen Kenntnisse zu Onlinebusiness und Onlinemarketing angeeignet. Dabei habe ich viele tolle Tools entdeckt, die mir das tägliche Leben richtig erleichtert haben. Das hat mir Spaß gemacht und ich hatte selten Schwierigkeiten dabei, all diese Technikdinge und Onlinetools einzusetzen. Für mich war das wie selbstverständlich.

Ich bin dann auch ziemlich schnell von Kollegen und Bekannten gefragt worden, welches Tool ich für was benutze, wer meine Webseite erstellt hat und vieles mehr. Aber erst, als später gehäufte Nachfragen dazu kamen, ist mir bewusst geworden, dass diese Leichtigkeit gar nicht so selbstverständlich ist.

Also habe ich beschlossen, meine Tools und mein Technikwissen auch anderen Menschen zur Verfügung zu stellen.

Was ist die lustigste Geschichte/der lustigste Auftrag, den du als Virtuelle Assistentin bekommen hast?

Gabriele Thies

Ganz ehrlich – da waren bisher keine wirklich kuriosen Geschichten oder Aufträge dabei. Was nicht heißen soll, dass die Zusammenarbeit mit meinen Kunden nicht lustig ist und Spaß macht… ??

Mein Highlight bisher ist eine Geschichte aus meiner festangestellten Zeit:
Ich war Assistentin eines sehr kreativen Geschäftsführers, der seinen Job wirklich ‚drauf‘ hatte und viele Dinge bewegen konnte. Nur mit der eigenen Organisation war das so eine Sache: Eines Tages kam er von einer mehrtägigen Geschäftsreise zurück, gab mir den Schlüssel eines Mietwagens, der nicht in München (wo wir waren) sondern in Düsseldorf stand, und meinte: ‚Ich habe heute früh total vergessen, dass ich mit einem Leihwagen unterwegs war. Ich bin mit der Bahn zurückgefahren und habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso ich kein Bahnticket hatte‘ …das Bahnticket hatte er natürlich nicht, denn er sollte ja mit dem Wagen wieder zurück nach München kommen. Jedenfalls stand der Wagen irgendwo in Düsseldorf (wo, wusste er nicht mehr) und der Schlüssel war hier bei mir in München…

Damaris Aulinger

Eine Teilnehmerin eines Seminares, für welches ich das Management übernommen habe, schrieb mich immer mit „Lieber Herr Aulinger“ an, obwohl ich auf der Webseite mit Namen und Bild im Team zu sehen bin. Ich bin das ja gewohnt bei meinem Vornamen und sagte nichts. Ich wollte sie nicht kompromittieren. Eines Tages dachte ich mir aber, dass es für sie noch peinlicher sein könnte, wenn einer der SeminarleiterInnen meinen Namen mal erwähnt und sie dann feststellen muss, dass sie mich die ganze Zeit falsch angeschrieben hat. Mir ginge es auf jeden Fall so.

Als ich ihr mal wieder auf eine Mail antwortete, beschrieb ich ihr einige meiner Erlebnisse mit meinem Namen, womit ich ihr ein eventuell peinliches Gefühl nehmen wollte und sagte ihr, dass Damaris ein weiblicher Vorname sei. Es kam prompt eine Mail zurück und sie erzählte mir, dass sie erstmal schallend lachen musste beim Lesen meiner Antwort.

Am Ende des Seminares übergab sie der Kursleiterin eine Schachtel Pralinen für mich, die sich dann auf die Reise von Berlin zu mir machte. Ein herzliches Dankeschön nochmal an dieser Stelle!

Martina Lankes

Die lustigste Geschichte gibt es eigentlich gar nicht. Vor allem wenn ich Schreibarbeiten für Anwälte übernehme gibt es aber immer wieder kuriose und manchmal auch sehr amüsante Rechtsfälle, die einem im Kopf hängenbleiben.

Stephanie Dowidat

Da fällt mir direkt etwas ein… aber Diskretion ist mein oberstes Gebot. Aus diesem Grund lasse ich die Frage hier einfach mal so stehen 😉

Brigitte Nolting

Ich bin auch auf XING vertreten, aber dort nicht besonders aktiv. An einem Wochenende hatte ich mich entschlossen, nach monatelanger Abwesenheit endlich mal wieder dort aufzuräumen und einige Daten zu aktualisieren.

Am Montagmorgen machte ich mich als erstes an diese Arbeit, ich öffnete XING und in dem gleichen Moment poppte ein neues Stellenangebot auf, das wie für mich als Virtuelle Assistentin gemacht war. Ich habe sofort geantwortet und der Geschäftsführer der kleinen Firma rief mich umgehend an. Er war verblüfft über meine schnelle Reaktion, Sekunden nachdem er das Angebot eingestellt hatte. Wir vereinbarten ein Gespräch am Dienstagmorgen und am Dienstagnachmittag bekam ich den Vertrag zugeschickt.

Seit vier Jahren bekomme ich regelmäßig Aufträge und werde zu den offline-Betriebsfeiern eingeladen! Die Anfahrtskosten werden übernommen 🙂

Anja Riemer-Grobe

Ich habe das Glück so tolle Kunden zu haben, dass fast jeder Auftrag Spaß macht. Und dafür bin ich wirklich dankbar.

Das witzigste, was ich dabei bisher erlebt habe, ist wohl jedem Homeoffice-Arbeiter schon passiert. Ich hatte ein Check-In-Gespräch mit einer lieben Kundin und meine Kinder sind am Anfang einfach in mein Büro gekommen und dazwischen geplatzt. Es hat ein paar Minuten gedauert bis sie verstanden haben, dass ich gerade in einem Gespräch bin und wir das Gespräch fortsetzen konnten.

Zum Glück ist die Kundin selbst Mutter und hatte volles Verständnis. Es hat dann auch nur ein paar Minuten gedauert und bei ihr ging die Tür auf und ihr eigenes Kind kam hereinspaziert.

Wir haben daraufhin beide herzhaft gelacht und beschlossen, dass es an diesem Tag wohl kein Check-In-Gespräch geben soll. Zum Glück waren wir beide flexibel und haben es einfach verschoben.

Mit welchen Tools arbeitest du, wenn es um die Kommunikation/Zusammenarbeit mit deinen Kunden geht?

Gabriele Thies

Wie ich mit meinen Kunden kommuniziere? So, wie wir alle heutzutage kommunizieren: Angefangen von Telefon, Skype und eMail, über Facebook, XING, WhatsApp bis hin zu geteilten Ordnern z.B. in Evernote oder Microsoft Exchange, oder auch mal ‚live & in Farbe‘ bei einem Vor-Ort-Treffen.

Jeder Kunde hat seine Vorlieben, jede Zusammenarbeit hat andere Voraussetzungen und jeder Auftrag einen anderen Bedarf. Da bin ich flexibel…

Damaris Aulinger

Trello, Dropbox, Boxcryptor, Evernote, E-Mail-Verschlüsselung, Zeiterfassungs-App – das sind die Tools zur Kommunikation und Weitergabe.

Canva, Camtasia, Vimeo, WordPress, Jimdo, Voog, YouTube, Hootsuite…einige der Tools, in denen ich arbeite.

Martina Lankes

Ich arbeite ganz normal per Telefon/Skype/E-Mail. Der Datenaustausch erfolgt oft auch per Dropbox, sensible Daten in verschlüsselter Form. Zusätzlich arbeite ich auch remote, d.h. ich bekomme Zugang zum Server meiner Kunden.

Stephanie Dowidat

Die Tools sind von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Jeder hat da seine eigenen Vorlieben. Die am häufigsten verwendeten sind bei mir: Trello, Dropbox, Skype, Salesforce und die klassische E-Mail. Bei einigen Kunden habe ich direkten Zugriff auf den Server oder wir kommunizieren auch über WhatsApp. Aktuell lerne ich gerade Basecamp kennen und lieben.

Brigitte Nolting

Ich kommuniziere mit meinen Kunden überwiegend über Skype, gelegentlich in Kombination mit teamviewer. Neuerdings auch manchmal über Zoom, gelegentlich telefonieren wir auch.

Ich schätze es auch sehr, wenn ich eine E-mail oder ein kurzes Video mit genauen Anweisungen/Wünschen bekomme, damit wirklich klar ist, was meine Kunden möchten und auch genau das bekommen. Im Gespräch kann es leicht zu Missverständnissen kommen.

Anja Riemer-Grobe

Mein Hauptkommunikationsmittel ist eindeutig die Email, weil ich so immer alles schwarz auf weiß habe und jederzeit darauf zugreifen kann. Das ermöglicht mir nach meinem eigenen Tagesplan zu arbeiten, ohne dass ich von Büro- oder Sprechzeiten abhängig bin.

Außerdem nutze ich natürlich viele Tools, mit denen sich komplexe Projekte und Teamaufgaben wunderbar managen lassen. Spontan fallen mir da Trello, Asana und Basecamp ein. Aber auch Zoom und Skype sind meine alltäglichen Hilfsmittel, durch die ich mit meinen Kunden in Kontakt bleibe.

Was wünscht du dir am allermeisten von deinen Kunden, damit die Zusammenarbeit gut funktioniert?

Gabriele Thies

Das ist echt ein spannendes Thema. Meine Erfahrung ist, dass viele sich Unterstützung wünschen und gerade Solounternehmer sich dann schwer tun mit dem Loslassen und Abgeben (das ist bei Führungskräften in einem Unternehmen oft wesentlich einfacher).

Deshalb, lieber Kunde oder Interessent: Aus meiner Sicht klappt eine virtuelle Zusammenarbeit am besten, wenn DU vorher genau weißt, WAS du willst und ob du es WIRKLICH willst. Das Ergebnis der Zusammenarbeit kann nur so gut werden wie das Vertrauen zu deiner Assistenz ist.

Es hängt in hohem Maße auch vom Briefing ab, also den Informationen, die du bereitstellst (eine Virtuelle Assistentin kann dir nicht mal schnell nebenbei über die Schulter schauen und kriegt oft wesentlich weniger mit als du denkst).

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt: Welchen Anspruch hast du an das Ergebnis bzw. an deine Assistenz? Willst du ‚nur‘ einfache Routinearbeiten delegieren (was völlig in Ordnung ist, wenn das deine Entscheidung ist) oder hast du mehr von jemandem, der mitdenkt und über den Tellerrand schauen kann? Das billigste Angebot einer Virtuellen Assistenz ist demnach nicht automatisch die ‚günstigste‘ Variante. Wenn du nur auf’s Geld schaust, kannst du den Wert und den Freiraum nicht erkennen und auch nicht nutzen, den du gewinnen kannst, wenn du dich wirklich darauf einlässt.

Damaris Aulinger

Wertschätzung, Vertrauen, an Vereinbarungen halten, ein offenes Ohr und Herz – das, was ich gebe, wünsche ich mir auch von meinen Kunden!

Martina Lankes

Ich wünsche mir gute Kommunikation und ein vertrauensvolles Verhältnis. Mir ist Kritik lieber, als nicht zu sagen, wenn man etwas anders haben möchte oder es ein Missverständnis gegeben hat.

Ein gutes Briefing vor Beginn der Arbeit finde ich ebenfalls sehr wichtig, da ich nur dann gut arbeiten kann, wenn ich alle wichtigen Details kenne.

Stephanie Dowidat

Da muss ich unterscheiden, ob ich den Kunden schon kenne oder nicht. Bei Neukunden schlage ich immer ein kurzes Erstgespräch per Skype vor. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass man sich „beschnuppern“ kann. Ein Erstgespräch per Skype ist bei mir immer kostenlos und dient einfach dazu, dass sich der Kunde entscheiden kann: Passt diese Virtuelle Assistentin zu mir? Andersherum entscheide ich: Passt der Kunde/die Aufgabe zu mir?

Denn ich bin fest davon überzeugt, nicht jeder Kunde/ jede Aufgabe passt zu jeder Virtuellen Assistentin und umgekehrt. In dem Gespräch kann dann ggf. auch die erste Aufgabe besprochen werden. Fragen die auftauchen können sofort beantwortet und das erste Projekt kann zügig in Angriff genommen werden.

Am besten funktioniert die Zusammenarbeit wenn  mein Kunde ganz klar seine Vorstellungen und Wünsche kommuniziert, die Aufgabe so detailliert wie möglich beschreibt, Zeitaufwand und Abgabetermin realistisch ist. Bei wiederkehrenden komplexen Aufgaben lohnt es sich oftmals, den Workflow mithilfe einer Step-by-Step-Anleitung oder eines Videos festzuhalten.

Brigitte Nolting

Klarheit!

Ich wünsche mir, dass meine Kunden wissen was sie wollen. Oder sich darüber im Klaren sind, dass sie das nicht oder nicht genau wissen, dann können wir gemeinsam etwas entwickeln. Ich mag keine unklaren Aufträge mit dem Hinweis „… Sie wissen schon was ich meine„!

Und ich wünsche mir auch klare Terminabsprachen. Ich mag es nicht, wenn ein Kunde sagt, dass es ihm reicht, wenn der Auftrag im Laufe der Woche abgearbeitet wird und dann ein paar Stunden später anfragt, ob ich schon damit fertig bin, er braucht es jetzt. Nicht mein Lieblingskunde! 🙂

Anja Riemer-Grobe

Als Virtuelle Assistentin bin ich sozusagen die helfende Hand im Hintergrund, die den Unternehmern ihren alltäglichen Arbeitsablauf vereinfacht und den Rücken freihält.

Das heißt aber nicht automatisch, dass ich immer und sofort verfügbar bin. Deshalb finde ich es wichtig, dass es zwischen den Kunden und mir klare Absprachen gibt. Sowohl über Zuständigkeiten als auch über Zeitfenster und Deadlines.

Und natürlich ist es sowohl für mich als auch für meine Kunden angenehm zu wissen, was ich selbstständig und eigenverantwortlich erledigen darf und für was eine Freigabe oder eine genaue Absprache erforderlich ist. So herrscht Klarheit auf beiden Seiten und die Zusammenarbeit ist reibungslos und angenehm.


Und hier sind alle Kontaktdaten zu meinen Gästen!

Gabriele Thies Damaris Aulinger Martina Lankes
Stephanie Dowidat Brigitte Nolting Anja Riemer-Grobe

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

10 Anzeichen, dass du vom toten Pferd absteigen solltest

Wann du von einem toten Pferd absteigen solltest

Gerade habe ich wieder in einer Podcast-Episode mit Marit Alke und Sonja Kreye (übrigens sehr empfehlenswert) gehört, dass es den Unterschied zwischen erfolgreich oder nicht erfolgreich ausmacht, durchzuhalten und nicht aufzugeben.

Und dem stimme ich absolut zu – und fahre damit auch prinzipiell sehr gut.

Trotzdem: es gibt sie, diese toten Pferde im Online-Business

Ich habe just am Wochenende beschlossen, eines davon gehen zu lassen … Keine Angst, das klingt jetzt ein bisserl dramatisch, das ist es nicht. Nicht wirklich.

Das Gespräch mit einer Freundin, diese Podcastfolge und das unbestimmte Gefühl, dass ich mich verrenne, haben diese Gedanken ins Laufen gebracht – und eigentlich hätte ich es schon viel früher wissen können, dass das Pferd nicht mehr bereit ist, mich weiterzutragen.

Was sind also die Anzeichen, die ich nicht erkannt habe, und auf die du achten solltest:

Du schläfst nicht mehr gut.

Du stehst auf und dein Puls wird erhöht, wenn du an dieses Projekt denkst.

Du vernachlässigst alles Andere, nur um dieses Pferd zu retten.

Du konzentrierst dich nur mehr darauf, was NICHT funktioniert, anstatt darauf, was gut läuft – oder laufen könnte, wenn du deine Energie nicht ans tote Pferd verschwenden würdest.

Du beginnst, dich mit anderen zu vergleichen, obwohl du das bisher vermieden hast wie das Pferd Nägel im Heu

Du wechselst binnen Minuten zwischen „Das MUSS gehen“ und „Lass es doch, will keiner“.

Du ignorierst sämtliche „Neins“ von deiner Community.

Du wirst grantig.

Du wirst trotzig.

Du fühlst dich missverstanden.

 

Wenn nur 3 von diesen 10 Punkten zutreffen, bist du dabei … du solltest dein Pferd einer genaueren Untersuchung unterziehen.

Das ist mein totes Pferd

Mein Workshop Powertag „Von der Idee zum Projekt“

Dieser Workshop war ursprünglich der, mit dem ich meine Grundidee der Powertage testen wollte. Ist auch einmal gut gegangen – wobei … wenn ich mir das heute anschaue (von einer anderen Perspektive aus, weil ich ja nicht mehr auf dem doofen Gaul sitze …), war damals schon die Resonanz wesentlich geringer als zu meinem Powertag zum Redaktionsplan.

Ja, sogar meine eigene Resonanz war geringer.

Aber trotzdem habe ich es wieder versucht.

Die Landingpage 4 x umgeschrieben. Feedback eingeholt. Das Ding umbenannt. Wieder umgeschrieben. Grafik gemacht. Herausgestrichen, dass es sich nicht nur um einen Tag handelt. Das Thema der Projekte zugespitzt. Beispiele genannt. EMails geschrieben. Live-Videos gemacht.

Am Freitag Abend wollte ich noch uuuunbedingt.

Interview mit einer Interessentin, Facebook-Ads, noch eine eMail-Serie. Bonus anbieten … Ach, du weißt wahrscheinlich selbst, welche Möglichkeiten es noch gäbe.

Und dann bin ich Samstag Früh bei meinem 10.000-Schritte-Spaziergang testweise vom Pferd gestiegen: „Wie würde ich mich fühlen, wenn ich den Workshop sterben lassen würde?

Ich habe eine ausgeprägte Phantasie (was nicht immer nur positiv ist, wenn man sich Horrorszenarien gut vorstellen kann …) – und weißt du was?

Leises Bedauern war da.

Kein Schmerz, kein Tal der Tränen. Bedauern.

Bedauern darüber, dass ich es nicht schaffe, „meinen“ Leuten klarzumachen, um wieviel sie sich das Leben leichter machen würden, wenn sie ihre Projekte planen und durchdenken würden. Und zwar mit mir!

Aber das ist vielleicht so, wie es für mich Vision-Boards sind. Ich kann nachvollziehen, dass es sinnvoll sein könnte – und bastle mir trotzdem keines … und ganz ehrlich: ich würde dazu auch keinen Kurs und keinen Powertag buchen. Noch nicht.

Natürlich kann es sein, dass die derzeit herrschenden Temperaturen und die Urlaubszeit einen Anteil am Misslingen hatten. Oder dass ich kein Video auf der Landingpage habe. Oder was auch immer. Aber das möchte ich nicht mehr, denn Business darf leicht sein!

Auf der anderen Seite war das Gefühl unheimlich erleichternd, nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand zu rennen und dieses Hin- und Her zu beenden. Eine Entscheidung zu treffen.

Moment … schreib‘ ich das nicht immer, dass es wichtig ist, Entscheidungen zu treffen???

Du siehst, so blind kann man sein, wenn man auf so einem Gaul sitzt und im Kreis reitet 🙂

Das erste, was ich nach diesem Spaziergang gemacht habe, war, dass ich den Bestell-Button von der Landingpage genommen habe.

Fazit

Durchhalten und dranbleiben sind wichtig. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen durchhalten und blind mit dem Kopf durch die Wand.

Echt, du kannst dir dein Leben wirklich leichter machen!

Und weißt du, was das wirklich Blödeste an dieser Phase war? Meine TeilnehmerInnen aus anderen Kursen und den Powertagen haben mich schon gefragt, ob ich solche Powertage nicht auch für andere Themen machen könnte! Und haben sich Themen gewünscht!

Aber ich hatte ja keine Zeit dazu …

Ich werde also jetzt alle Themen sammeln, mir überlegen, wie ich daraus Powertage machen könnte – und sei sicher, dann frag‘ ich dich, bevor ich mich wieder auf ein Pferd setze 🙂

Aber sag – ist dir so etwas auch schon einmal passiert? Wie bist du da rausgekommen?

P.S. Und bleib‘ neugierig!