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Bist du ein cooler Chef?

Bist du ein cooler Chef für dich?

Was für eine Frage …

Thomas Reining hat mich zu seiner Blogparade „Die coole Führungskraft“ eingeladen – und das könnte durchaus passen, weil ich seit nunmehr 24 Jahren im gleichen Unternehmen das Glück habe, als Angestellte sehr coole Führungskräfte gehabt zu haben.

Doch daneben bin ich jetzt seit 2005 auch selbständig – und da ist sie mir eingeschossen, die Frage, die ich dir heute stellen möchte:

Bist du ein cooler Chef für dich?

Davor steht aber eine grundsätzliche Frage. Nämlich die, was das denn überhaupt ist, eine coole Führungskraft.

Da ich davon überzeugt bin, dass mein Chef, der leider vor kurzem das Unternehmen verlassen hat, eine absolut großartiger Chef war, fange ich als Antwort auf diese Frage am besten an, ihn ein bisserl zu charakterisieren.

Übrigens, lieber Hannes: ein Hoch auf dich!

Mein cooler Chef Hannes und was ihn ausgemacht hat

Ich würde es so zusammenfassen:

  • Er hat ein ausgeprägtes Interesse an Menschen.
  • Er ist total flexibel im Denken und Handeln – und zwar, ohne das Ziel (der Abteilung) aus den Augen zu verlieren.
  • Er steht zu 100% hinter seinem Team.

Dabei hatten wir so ein paar kleine Anfangsschwierigkeiten miteinander. Das hat allerdings nicht an seiner oder meiner Person gelegen, oder daran, dass ich 10 Jahre älter bin als er, sondern eher an den Aufgabengebieten. Ich wurde nach meiner Karenz zur Stabstelle des Geschäftsführers und habe mich mit ihm um die Entwicklung von internen Qualitäts-Sicherungs-Tools gekümmert. Und diese Aufgabe hätte Hannes auch sehr gut gefallen …

Und da ist sie schon, die Flexibilität und seine Liebe zum Menschen. Ich habe das NIE zu spüren bekommen! In 16 Jahren Zusammenarbeit nicht. Erst kurz vor seinem Weggang hat er mir das erzählt. Aber er hat sich das niemals anmerken lassen, hat mich in meiner Entwicklung im Unternehmen immer unterstützt und gefördert.

Natürlich hat er sich in den 16 Jahren auch weiterentwickelt und aus Fehlern gelernt. Ich erinnere mich z.B. daran, dass er – ohne mich zu fragen – auf ein bestimmtes CMS (Content Management System) gesetzt und mir dann den Auftrag gegeben hat, es umzusetzen.

Und ich hab’s gehasst! Sogar ernsthaft daran gedacht, zu kündigen. Nach Beendigung des Projektes habe ich ihm auch genau das gesagt.

Etwas später … er will eine neue Entwicklungs-Oberfläche einsetzen – und bittet mich, mir das in einem 1-Tages-Workshop anzuschauen und dann zu entscheiden, ob mir das Spaß machen könnte und wir es einsetzen sollen.

Das bedeutet, er hat sehr schnell gelernt, wie man mich motivieren kann ;-).

Sein Interesse hat auch dazu geführt, dass er meinen gesamten Weg in der und in die Selbständigkeit verfolgt und unterstützt hat. Mit tollen Gesprächen, Widerworten, Verständnis und Unverständnis. Alles davon war für mich wichtig.

Und wie cool ist das denn, wenn der eigene Chef deinen Podcast hört? 🙂

Auch mit meiner Home-Office-Situation gab es nie Schwierigkeiten. Bei jedem Anruf kam zuerst „Hast du gerade Zeit?“. Das hat mir immer Wertschätzung und Akzeptanz gezeigt. Und gleichzeitig auch das absolute Vertrauen, das er mir und meinen Kollegen entgegenbringt.

Aber zurück zum Chef in der Selbständigkeit

Du hast nun einmal keinen Chef – oder eigentlich doch! Das bist du nämlich selbst. Selbstführung ist übrigens in dem Zusammenhang der Ausdruck, der mir auch viel besser gefällt, als Selbstmanagement.

Anhand von drei Beispielen schauen wir uns an, wie du deine Rolle als dein Chef ausfüllst:

Ist dein Chef ein Perfektionist?

Stell‘ dir vor, dein Chef erteilt dir einen Auftrag und gibt dir das von dir gelieferte Ergebnis 5 Mal zurück, um es zu überarbeiten – weil es noch nicht perfekt ist. Wie würdest du das finden? Wahrscheinlich gar nicht cool.

Und doch erlebe ich in meinen Kursen und bei meinen Kunden immer wieder genau dieses Verhalten. Und ich unterstelle dir jetzt einmal, dass du das genau so tust.

  • Du musst eine eMail verfassen – und schreibst sie immer wieder um, weil sie nicht perfekt ist.
  • Du schreibst einen Blog-Artikel … und veröffentlichst ihn erst Wochen später, weil er nicht perfekt ist.
  • Du drehst das Video 5 Mal, weil du dich versprochen hast und der Schnitt doof aussieht.

Die Lösung: Denke an die 80/20-Regel! Mit 20% deines Einsatzes erreichst du 80% der Ergebnisse. Zahlt es sich wirklich aus, weitere 80% Aufwand hineinzustecken, um die Sache perfekt zu machen?

Ist dein Chef gnadenlos?

Du hängst in den Seilen. Hast jahrelang keinen längeren Urlaub mehr gemacht – höchstens ein Fortbildungswochenende – das ist doch auch schon etwas, oder? Trotzdem verlangt dein Chef immer noch mehr Einsatz von dir. Dir ist auch irgendwie klar, dass du all die Überstunden, die du bereits angesammelt hast, nicht ausbezahlt bekommst. Und Zeitausgleich? Unmöglich, bei dem Chef!

Und wie gehst du selbst mit dir um? Du schläfst schlecht, machst keine Pausen und treibst dich immer mehr an. Du lässt keine Umstände gelten, die dich etwas langsamer machen lassen. Weil „es muss …“.

Die Lösung: Mache eine Wochenplanung. Und plane zuerst die Zeit ein, die du für dich brauchst! Egal ob für Sport, Nichtstun, Pausen, schlafen oder in die Luft gucken. Die restliche Zeit darf mit Arbeit gefüllt werden. Das hilft übrigens auch fantastisch dabei, die richtigen Prioritäten zu setzen und Dinge NICHT zu tun …

Hält dein Chef dich klein?

Auch das gibt es. Ich habe es selbst Gott sei Dank bei meinen „externen“ Chefs noch nie erlebt, erzählt wird es aber oft: Der Chef hat Angst, dass du ihn überflügelst. Ihn ersetzen könntest. Und deswegen hält er dich klein. Lässt dich keine Fehler machen, um zu lernen und gibt dir ständig das Gefühl, nicht so gut wie deine Kollegen (oder er selbst) zu sein.

Damit du ja nicht auf die Idee kommst, dass du das, was du tust, ausgezeichnet machst!

Nein, das tust du natürlich nicht – oder doch?

Wie sieht es bei dir mit der Vergleichs-Falle aus? Schielst du ständig auf all die anderen erfolgreichen Menschen auf Facebook und lässt dich davon herunterziehen? Du siehst nur alles, was du noch nicht machst. Oder noch nicht kannst. Und übersiehst völlig deine bisherige Reise und deine Lernerfolge! Fehler möchtest du auch nicht machen (siehe Perfektionismus) – dadurch lernst du aber nichts!

Die Lösung: Mach‘ zumindest einen Wochenrückblick! Täglich darauf zu schauen, was du geschafft hast und wofür du dir auf die Schulter klopfen könntest, wäre noch besser – aber wir wollen ja nicht dem Perfektionismus verfallen ;-).

By the way – Das ist immer ein ganz besonderer Moment, wenn wir beim Virtuellen CoWorking (findet im August in meiner Facebook-Gruppe statt) erzählen, was wir gemacht haben und uns dabei auf beide Schultern klopfen!

Also: Bist du ein cooler Chef für dich selbst?

Hand aufs Herz. Wenn du als Angestellter solche Chefs hättest, würdest du sicher nicht lange in diesem Unternehmen bleiben.

Sicher habe ich bei den Beispielen überzeichnet – aber ein Funken Wahrheit steckt darin. Unterm Strich kümmert sich in der Selbständigkeit und im Home-Office niemand um dich – außer du bist eine coole Führungskraft für dich selbst!

Und was tust du für deine gute Selbstführung? Gib‘ mir doch ein positives Beispiel im Kommentar – damit wir von einander lernen!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

1 Jahr podcasten

1 Jahr Podcast und ein Blick in meine Podcast-App

Sapperlott, schon wieder fast übersehen!

Mein Podcast ist ein Jahr alt!

Dieser Beitrag war schon länger geplant (Redaktionsplan sei Dank), allerdings ohne, dass ich daran gedacht habe, dass ein Jubiläum ansteht …

Ich wollte dir einfach einmal zeigen, welche Podcasts ich auf meinen 10.000-Schritte-Runden gerne höre und damit natürlich auch eine Hör-Empfehlung abgeben. Dass das genau mit meinem einjährigen Podcaster-Leben zusammenfällt ist umso schöner.

Leider kann ich nicht mehr Shows auf meinem Handy speichern, weil ich beim Kauf einen fatalen Fehler gemacht habe: mein iPhone hat heiße 16 GB Speicher – und der geht mir immer wieder aus. Einige andere Podcasts höre ich direkt über iTunes oder über den dazugehörigen Blog sehr gezielt, indem ich sie in meinem Feedreader abrufe.

Und hier sind die Links zu allen Podcast, die meine App bereichern:

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

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Weitere Links, die ich in dieser Episode genannt habe:

Zuletzt lass‘ mich dir DANKE sagen! Für deine Treue, die Inspiration, die du mir täglich durch unseren Kontakt gibst und fürs Hineinhorchen!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

Was du mit Minuten-Regeln im Zeitmanagement so alles anstellen kannst ..

Immer wieder stolpere ich über „Minuten-Regeln“ – und empfehle die eine oder andere auch gerne meinen Kunden und Kurs-TeilnehmerInnen. Daher bin ich diesmal auf die konkrete Suche danach gegangen (ja, manchmal recherchiere ich auch …) und habe dir ein paar davon hier zusammengetragen, die ich sinnvoll finde.

Aber Achtung! Bitte versuche nicht, alle auf einmal umzusetzen, sondern picke dir die eine heraus, die dich am besten unterstützen könnte!

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

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Die 2-Minuten-Regel für kürzere ToDo-Listen

Ich denke, das ist die am leichtesten umsetzbare Regel, die – wenn du sie durchziehst – dein gesamtes Selbstmanagement verbessern wird.

Und sie ist ganz einfach: Alles, was du innerhalb von 2 (oder 3) Minuten erledigen kannst, erledige sofort. Und schreibe es eben NICHT auf deine ToDo-Liste. Denn da gehören diese Kleinigkeiten einfach nicht drauf, genau so wie diese Dinge, die ich im Artikel „Was auf deiner ToDo-Liste nichts zu suchen hat“ beschrieben habe.

Schau mal, du kannst diese Regel auf alle Bereiche deines Lebens anwenden:

  • Die Waschmaschine anzuwerfen dauert nur 2 Minuten
  • Das Kaffee-Häferl in den Geschirrspüler zu stellen, dauert noch weniger lange
  • Eine eMail mit einer Sprachnachricht sofort beantworten.
  • Einen interessanten Artikel teilen.
  • Sich für eine Empfehlung bedanken.
  • Einen geliebten Menschen umarmen …

Die 2-Minuten-Regel ist übrigens auch die Basis für deine Zero-Inbox

Wann ist diese Minuten-Regel ideal für dich?

Wenn deine ToDo-Liste extrem lange ist und du das Gefühl hast, von vielen Kleinigkeiten aufgehalten zu werden.

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Der 10-Minuten-Trick gegen Aufschieberitis

Auch über diesen Trick wird viel geschrieben und ich empfehle ihn auch in meinem Online-Kurs Home-sweet-Office immer wieder:

Wenn du a) gerade keine Lust hast, das zu erledigen, was du dir vorgenommen hast oder b) nicht weißt, wie du genau anfangen sollst: Beruhige deinen inneren Widerstand dadurch, dass du jetzt damit beginnst und in 10 Minuten neu bewertest, ob du wirklich weitermachen möchtest.

10 Minuten ist eine Zeitspanne, die sich aushalten lässt. Egal ob es darum geht, einen Blogartikel zu schreiben oder Sport zu machen …

Wichtig ist dabei, dass du dir (im Gegensatz zu anderen Minuten-Regeln) keinen Timer stellst!

Denn es könnte doch glatt passieren, dass du nach den 10 Minuten so in die Umsetzung eingetaucht bist, dass es schade wäre, wenn du dich daran erinnerst, dass du das eigentlich gar nicht tun wolltest.

Wann ist diese Minuten-Regel ideal für dich?

Wenn es dir schwer fällt, eine neue Gewohnheit zu etablieren oder dich auf Aufgaben einzulassen, die entweder keinen Spaß oder auch etwas Angst machen.

25 + 5 + 30 Minuten-Regel = Pomodoro-Technik

In meinen Augen die zweitwichtigste Minuten-Regel. Über die Pomodor-Technik hab‘ ich schon einen Artikel geschrieben, in dem ich 20 Vorteile und drei Nachteile dieser Arbeits-Technik beschrieben habe. Und wenn’s dann doch nicht klappen sollte, dann horch‘ in diese Podcast-Episode hinein, denn da gibt’s Tipps von mir, wenn es nicht klappt, mit der Tomate.

Wann ist diese Minuten-Regel ideal für dich?

Ich selbst verwende die Pomodoro-Technik immer besonders gerne, wenn meine ToDo-Liste übervoll ist. Denn es ist unglaublich, was man in 25 Minuten erledigen kann, wenn man dranbleibt! Und ich schätze, dann ist sie auch ideal für dich.

Oder machst du nicht genügend Pausen und bist am Abend fix und foxi? Dann ist diese Technik auch ein guter Einstieg, um dein Pausen-Management zu verbessern.

Die 18-Minuten-Regel für besseres Priorisieren

Diese Regel kannte ich vor meiner Recherche noch überhaupt nicht. Sie klingt aber sehr logisch und überschneidet sich auch mit einem Kapitel in meinem Online-Kurs Home-sweet-Office.

Dort trainieren die TeilnehmerInnen, sich tagsüber stündlich bewusst zu machen, was sie gerade machen – und ob das auch genau das ist, was sie machen wollten. Es soll den Fokus auf das zurückholen, was JETZT gerade wichtig ist. Ich empfehle meinen TeilnehmerInnen, das so lange zu üben, bis sie „automatisiert“ ihre Wahrnehmung darauf lenken.

Und die 18-Minuten-Regel kombiniert diese Achtsamkeit tagsüber noch zusätzlich mit einem täglichen Review und der täglichen Planung.

Und so funktioniert sie:

  • Nimm dir in der Früh 5 Minuten Zeit, um deinen Tag zu planen.
  • Dann stelle dir einen Timer, der jede Stunde klingelt und stell‘ dir folgende Fragen: Was tust du gerade? Ist es das, was du tun wolltest? Ist es zielführend? Wirst du dich deswegen abends gut fühlen?
  • Am Abend nimmst du dir noch einmal 5 Minuten Zeit, um deinen Tag zu reflektieren.

Im Schnitt sind das eben 18 Minuten pro Tag und ich denke, wenn du das wirklich regelmäßig machst, wirst du staunen, wie effizient diese 18 Minuten deinen gesamten Tag machen.

Wann ist diese Minuten-Regel ideal für dich?

Wenn du abends auf deine ToDo-Liste schaust und bemerkst, dass du „eigentlich“ den ganzen Tag nichts davon oder zu wenig erledigt hast.

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Die 90-90-1-Regel für mehr Produktivität

Diese Regel ist dem Buchautor Robin Sharma zugeschrieben. Und ich denke, er hatte als „Projekt“ auch ein Buch im Hinterkopf. Allerdings kannst du diese Minuten-Regel auch sehr leicht für deine Fortbildung oder für andere Projekte einsetzen:

Sie lautet: Arbeite die nächsten 90 Tage die ersten 90 Minuten deines Arbeitstages an nur einem Projekt. Und war an dem Projekt, dass dich am besten weiterbringt!

Wann ist diese Minuten-Regel ideal für dich?

Ich denke dabei neben einem eigenen Buch (übrigens kann ich dir hier als Unterstützung Tom Oberbichler sehr ans Herz legen) an die vielen Online-Kurse, in die du dich eingetragen, die du aber nicht durchgearbeitet und umgesetzt hast!

Stell‘ dir vor, wie dich DAS weiterbringen könnte, wenn du jeden Tag z.B. 30 Minuten Input in 60 Minuten umsetzten würdest? Wahnsinn – das sollte ich wirklich auch ausprobieren :-).

52-17 – der perfekte Arbeitsrhythmus

Nimm’s bitte nicht auf die Sekunde genau … aber einige Studien haben gezeigt, dass es nach einer Stunde (oder 52 Minuten) höchste Zeit ist, Pause zu machen. Und zwar 17 – 20 Minuten lang.

Wann ist diese Minuten-Regel ideal für dich?

Ich denke, dieser Rhythmus ist für dich ideal, wenn dir die Pomodoro-Einheiten von 25 Minuten einfach zu kurz sind – das bekomme ich immer wieder einmal zurückgemeldet. Tja, und wenn dem so ist, dann versuche es doch mit diesem Rhythmus – oder finde deinen ganz eigenen?

Wichtig ist dabei genauso wie bei der Pomodoro-Technik, dass du die Pausen (bei Pomodoro vor allem die 30 Minuten) wirklich als „gute“ Pause gestaltest. Ganz ohne eMail, Facebook und Telefonaten mit Kunden …

Die 15-Minuten-Liste

Auch keine wirkliche Minuten-Regel, aber sehr hilfreich ist die 15-Minuten-Liste. Eine Teilnehmerin aus meinem Online-Kurs Home-sweet-Office hatte mich gefragt: „Was machst du eigentlich, wenn du zwischen Terminen eine Stunde Zeit hast – da zahlt es sich ja eigentlich gar nicht aus, etwas anzufangen, oder?„. Und aufgrund dessen haben wir dann eine Liste mit Aufgaben aufgestellt, die nicht mehr als 10 bis 15 Minuten dauern. Das könnte bei dir z.B. sein:

  • Kommentare beantworten
  • Geschirrspüler ausräumen
  • Einen Blogartikel lesen
  • Gezielt in eine Facebook-Gruppe schauen
  • eMails beantworten
  • usw.

Stell‘ dir deine eigene Liste mit solchen Tätigkeiten auf und immer dann, wenn du eine Lücke hast (und du nicht gerade eine Pause brauchst!), erledige etwas davon. Denn es wäre ja schade, wenn du erst 10 Minuten darüber nachdenken musst, was du tun könntest …

Die 1-Minuten ToDo-Liste

Und zuletzt mein absoluter Liebling, die 1-Minuten ToDo-Liste!

Nein, das bedeutet nicht, dass du in einer Minute deine ToDo-Liste erledigt hast – leider. Aber du kannst dir mit diesem System binnen einer Minute einen guten Überblick darüber verschaffen, was JETZT gerade wichtig ist, was in der Woche auf dich zukommt – und was du getrost vergessen kannst, weil es einfach zu weit weg ist.

Die 1-Minuten ToDo-Liste arbeitet nämlich nicht mit fixen Terminen für deine Aufgaben, sondern mit dem Zeithorizont.

 

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

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Die erste Home-Sweet-Office Challenge

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Video-Technik

Video-Technik – So sieht mein Setup aus

Ist schon witzig … erst letzte Woche habe ich darüber geschrieben, dass du dich nicht davon abhalten lassen sollst, etwas zu schreiben, nur weil es so einen Artikel bereits bei anderen gibt.

Und dann habe ich mich selbst dabei ertappt:

Empfehlungen über Video-Technik gibt’s doch wie Sand am Meer – muss ich da mein Equipment auch noch vorstellen?

Ja, ich darf, habe ich beschlossen, umso mehr, als ich in den letzten Wochen sehr oft gefragt wurde, wie denn meine Video-Technik aussieht. Anscheinend ist die Qualität in meinen Live-Videos doch recht gut …

Also legen wir los, so sieht es bei mir im Home-Office aus:

Video-Technik

Licht für deine Videos

Lange Zeit habe ich mir um die Beleuchtung bei meinen Videos überhaupt keinen Kopf machen müssen, denn ich habe mich auf sogenannte Screen-Videos beschränkt. Auch bei meinen Webinaren war Licht nicht so ausschlaggebend, da ich da nur ganz klein in der Ecke zu sehen war.

Mit dem Start meiner Live-Videos und der Überarbeitung meines Kurses Home-sweet-Office musste ich mir dann doch Gedanken darum machen. Zuerst hatte ich eine große Studio-Leuchte, die ich an die Wand hinter meinen Bildschirm ausgerichtet habe. Tagsüber hat das gereicht, sobald das Naturlicht weg war, ging das aber gar nicht mehr.

Auf Empfehlung von meiner Kollegin Sabine Piarry habe ich mir dann zwei Tischleuchten von Taotronics gekauft, da ich keine Möglichkeit habe, Lampen hinter meinen Schreibtisch zu stellen.

Leider sind diese Lampen momentan nicht lieferbar (08/2017), aber diese hier sehen nach den Spezifikationen genau so gut aus *).

Video-Technik Tischlampe

Der Vorteil dieser Leuchten: Ich kann sie in alle Richtungen drehen, vermeide somit die Spiegelung in meiner Brille und sie ist stufenlos verstellbar, was Helligkeit und Wärme des Lichts angeht.

So wie du es hier auf diesem Bild siehst, richte ich die Tischlampen aus, um eben die Spiegelung in der Brille zu vermeiden. Wenn ich nur ein wenig Licht brauche, richte ich sie auf die weiße Wand hinter dem Bildschirm aus und habe somit indirektes Licht.

Der Ton macht die Musik

Schon als ich meine ersten Screen-Videos aufgenommen habe, habe ich mir Gott sei Dank ein vernünftiges Mikro gekauft, und zwar das Samson Meteor *). Ich wollte einfach nicht einen Mikrophon-Arm irgendwo anklemmen (ich hätte gar nicht gewusst wo) und es war mir wichtig, dass das Aufbauen des Mikros keine Zeit verschlingt.

Um den Hall zu verringern stelle ich es entweder auf einen Stapel mit Handtüchern, oder auf eine zusammengelegte Decke. Außerdem steht hinter dem Bildschirm eine alte Pinwand mit einer (ebenso alten) Decke (ist die ehemalige Krabbeldecke meiner Kinder 😉 ) als Schall-Schlucker.

Damit gibt es einen guten, satten Ton ohne Raum-Hall. Außerdem habe ich hinter mir Schiebe-Vorhänge vor meinem ziemlich hässlichen Kasten montiert, auch das schluckt den Schall und schaut besser aus. In einem älteren Beitrag habe ich das genauer beschrieben.

Bitte lächeln! Die Kamera

Meine Webcam war schon immer eine Logitech, vor ca. einem Jahr bin ich dann auf die Logitech C920 HD pro *) umgestiegen und habe es nicht bereut. Tipp: Lade dir unbedingt die dazugehörige Software herunter, damit du die Einstellungen (Weißabgleich, Zoom, usw.) beeinflussen kannst!

Damit du keinen Maus-Arm bekommst

Das hat jetzt nicht unbedingt mit Videos zu tun, trotzdem möchte ich dir diese ergonomische Maus noch mit ans Herz legen – denn auch der Video-Schnitt ist ziemlich Klick-intensiv. Ich hatte durch das ständige Arbeiten am PC mit einer „normalen“ Maus bereits Schwierigkeiten mit meinem rechten Arm.

Daher bin ich auf die Suche nach einer ergonomischen Maus gegangen und bei dieser hier von GeneralKeys *) habe ich dann zugeschlagen:

Ergonomische Maus

Ergonomische Maus

Sieht ziemlich futuristisch aus, oder? Die Umgewöhnung darauf hat nicht lange gedauert, innerhalb einer halben Stunde hat es sich „normal“ angefühlt – und seitdem habe ich überhaupt keine Schmerzen mehr im Arm!

Die Video-Technik ist nicht alles!

Du siehst, die Investition in die Video-Technik ist nicht so gewaltig, als dass du dich davon abhalten lassen solltest.

Viel größer ist in meinen Augen die Investition in dein Mindset, falls du dich bisher nicht dazu überwinden konntest, dich vor die Kamera zu stellen bzw. zu setzen. Ich gestehe, das war für mich ein riesiger Schritt. Meine „Taktik“ war es, mich in kleinen Schritten anzunähern – und dann ins kalte Wasser zu springen, als der Zeitpunkt gerade gepasst hat, um ein Live-Video zu drehen …

Also – leg‘ los und zeig‘ dich!

P.S. Und bleib‘ neugierig 🙂

 

P.P.S. *) So gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, falls du darüber etwas bestellst – es kostet dich aber keinen Cent mehr, du unterstützt mich dadurch nur!

 


 

richtig recherchieren

Richtig recherchieren für deinen Blog

Richtig recherchieren – geht das überhaupt?

Was machst du, wenn du etwas „richtig“ machen möchtest?

Natürlich – du gehst auf die Suche nach Anleitungen. Bei Menschen, die bereits das geschafft haben, was du gerne erreichen möchtest. Und versteh‘ mich nicht falsch, das ist der völlig natürliche Weg, den ich selbstverständlich auch gegangen bin.

Um „richtig“ zu bloggen bin ich damals also auf die Suche gegangen und habe viele Anleitungen gefunden, die sich in etwa geglichen haben. Dort wurde empfohlen, viiiiiel Zeit in die Recherche für einen Blogbeitrag zu stecken. Von mindestens 10 Stunden Gesamt-Dauer für das Erstellen eines Artikels war die Rede.

Puh … 10 Stunden pro Artikel … davon mindestens die Hälfte in die Recherche stecken. Das war meine Vorgabe. Und ich hab’s wirklich ausprobiert. Aber so unter uns: Ich bin 20 Stunden die Woche angestellt, 10 Stunden für einen Blogartikel – das wird knapp mit all den anderen Dingen, die an so einem Business hängen.

Mein gespaltenes Verhältnis zum Recherchieren

Aber es war nicht nur der Zeitaufwand, der mich sehr bald tief frustriert hatte. Denn: Es war schon alles geschrieben!

Ich hatte mein Thema „Selbstmanagement im Home-Office“ erst vor kurzem gefunden und schon fast wieder verloren. Egal, welche Artikel-Idee ich verfolgen wollte, die Recherche führte mir brutal vor Augen, dass andere schneller waren. Und in meinen Augen natürlich auch sehr oft wesentlich besser als ich es jemals ausdrücken könnte.

Dieses „Phänomen“ habe ich übrigens auch in meinem letzten Live-Video aufgegriffen:

Ein Redaktionsplan ist nur die Visualisierung dessen, was du mit deinem Business erreichen möchtest. Diese 3 Faktoren sind dabei besonders wichtig …

03:10 Faktor 1: Du weißt, was dein Publikum mag
06:40 Recherche – ja oder nein?
08:50 Persönlichkeit – ja oder nein?
14:30 Faktor 2: Du weißt, wo’s hingeht
16:35 Faktor 3: Du kennst deine Termine!

Genau dieses Argument höre ich auch immer wieder in meinem Workshop „Powertag Redaktionsplan“ und in Diskussionen in Gruppen: „Was soll ich nur schreiben, ich weiß nichts Neues!„.

Und noch eine nicht zu unterschätzende „Gefahr“ beim Recherchieren: Besonders, wenn du noch nicht deine eigene Schreibstimme gefunden hast, drängen sich Sätze und Ausdrücke in deinen Kopf, die du bei der Recherche gelesen und für gut befunden hast. So stoppelst du dann Sätze anderer Autoren aneinander, ohne deinen eigenen Stil zu entwickeln.

Das heißt aber bitte nicht, dass du nicht andere Blogs oder Bücher lesen sollst! Nur bitte nicht mit dem Fokus auf Recherche, denn dann kann’s eben sehr leicht passieren, dass du in die beschriebenen Fallen tappst. Ich selbst verfolge regelmäßig an die 130 Blogs über meinen Feed-Reader und lese viele davon auch intensiv, höre eine Unmenge an Podcasts … aber nicht zu einem bestimmten Thema, wenn ich gerade darüber schreiben möchte.

Hier kannst sowohl den Artikel, als auch das Video anhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

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Wann ist Recherche notwendig – und wann nicht?

OK, das waren jetzt ein paar Fallstricke – aber natürlich gibt es durchaus Gründe, zu recherchieren. Das kommt sicher auch sehr auf dein Blog-Thema an.

Du brauchst Zahlen/Daten/Fakten

Wenn du gerne Statistiken, Infografiken oder Studien in deinen Themen einbaust, dann ist klar, dass du recherchieren musst. Auch wenn es ganz allgemein um wissenschaftliche oder auch technische Themen geht, denke ich, dass fundierte Verlinkungen nicht schaden.

Du willst selbst lernen – oder hast gerade gelernt

Immer dann, wenn du selbst gerade dabei bist (oder kürzlich warst), dich in einem Thema einzuarbeiten oder ein neues Tool kennenzulernen, ist es toll, wenn du die zum Lernen gesammelten Quellen auch gleich in deine Artikel einbaust. Dann hast du allerdings ja zum Zeitpunkt des Schreibens deine Linksammlung schon beisammen.

Du brauchst Vergleiche

Du kannst sicher vieles selbst ausprobieren – aber vielleicht nicht alles. Wenn du also Vergleiche anstellen oder einen Überblick über viele verschiedene Perspektiven anbieten möchtest (wie z.B. Birgit Schultz von Marketing-Zauber, als sie Social-Media-Planungs-Tools verglichen hat), kann es sinnvoll sein, andere Aspekte zu recherchieren.

Wenn das alles nicht zutrifft, gibt es für dich noch einen anderen Weg der Recherche:

Verschaffe dir einen Überblick über deine Inhalte

Besonders, wenn du bereits einiges an Inhalten auf deinem Blog (oder Podcast oder Youtube-Kanal …) hast, dann geh‘ ruhig in die Recherche – aber in deinen eigenen Artikeln und Veröffentlichungen!

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht – aber ich habe inzwischen 325 Artikel am Blog veröffentlicht und immer wieder kommt es vor, dass ich über einen stolpere und mir denke „Oh, da hab‘ ich schon drüber geschrieben? Cool – aber da fehlt noch ein Aspekt …“ oder „… das würde ich heute anders schreiben …“ oder „… das mach‘ ich heute aber ganz anders …“.

Natürlich sind da auch Artikel darunter, die nicht evergreen sind und die ich eigentlich löschen könnte. Aber die meisten davon geben Stoff für viele weiterführende, vertiefende Artikel/Videos/Podcasts – oder was es sonst noch so gibt.

Ich bin davon überzeugt, wenn du mit diesem „Recherche-Blick“ durch deinen Blog wanderst, dass du unter Garantie in jedem Artikel mindestens einen Bereich entdeckst, den du vertiefen könntest!

Ein Zusatznutzen dieser Recherche

Auf dieser Reise durch deine eigenen Artikel könntest du als Zusatznutzen auch gleich für sinnvolle Verlinkungen zwischen deinen Artikeln sorgen – aber das ist nur ein netter Nebeneffekt.

Tipps, um bei der Recherche Zeit zu sparen

Tracke wie lange du brauchst

Im Workshop „Powertag Redaktionsplan“ ist natürlich auch das Zeitmanagement ein wichtiger Teil. Denn was nützt die tollste Planung, wenn du keine Zeit hast, die Inhalte vorzubereiten und auszuarbeiten? Eine der Teilnehmerinnen hat mir nach dem letzten Workshop zurückgemeldet:

Auf meine Nachfrage, wie lange sie denn üblicherweise für einen Artikel geschrieben hat, war ihre Antwort, dass sie 1) nie so lange Artikel zusammenbekommen hat und 2) locker die doppelte Zeit gebraucht hat.

Und damit komme ich zum ersten Tipp: Tracke einmal mit, wie lange du für das Erstellen deiner Inhalte brauchst. Und zwar komplett mit allem Rundherum.

Wenn du das bei den nächsten 5 Artikeln machst, hast du dann einen guten Durchschnitt. Denn an manchen Tagen (und bei manchen Themen) fällt’s leichter als bei anderen …

Was du dann mit dieser Erkenntnis machst? Entweder es passt so für dich, oder du könntest dir die nächsten beiden Tipps zu Herzen nehmen:

Stell‘ dir einen Wecker

Wenn du recherchieren möchtest – dann tu‘ es! Denn was mein Zugang zu diesem Thema ist, muss nicht deiner sein! Aber wenn du recherchierst, dann stell‘ dir bitte einen Timer, damit du dich nicht darin verlierst. Und wenn er klingelt, dann bist du eben durch damit und verwendest das, was du bis dahin gefunden hast.

Bau‘ dir eine Bibliothek auf

Früher habe ich alle Fundstücke, egal ob ich sie für mich oder meine LeserInnen gebraucht habe, in Evernote geparkt (oder besser begraben) und gehofft, sie dann wieder zu finden.

Erst durch ein Interview mit Christine Konstantinidis für den Trello-Kurs und ihren darauf folgenden Beitrag zum Sprachen lernen bei mir, bin ich auf die Idee gestoßen, mir eine Bibliothek in Trello aufzubauen.

Denn meistens sind es immer die gleichen Blogs, die ich konsultiere, wenn ich Informationen brauche oder verlinken möchte – und die sind nun schön nach Thema in meiner Bibliothek aufgelistet. Wenn ich dann etwas suche, gehe ich direkt auf den Blog und suche dort nach den Inhalten.

Oder ich parke Links zu Artikeln, die mich zu eigenen Veröffentlichungen inspirieren direkt in meinem Redaktionsplan. So suche ich weniger – und brauche meist keine ausufernde Recherche.

Fazit

Wie auch im Video gesagt: Es ist zwar schon alles geschrieben und gesagt – aber DU hast das noch nicht getan!

Und das macht den Unterschied. Denn so wie du es sagst oder schreibst, hat es noch niemand getan! Wenn du also den Eindruck hast, dass dich Recherche nach neuen Themen eher verunsichert, dann besinne dich auf dich selbst, deine Erfahrungen und deine Persönlichkeit.

Du bist einzigartig!

Übrigens: ich habe ca. 1,5 Jahre gebraucht, bis ich mich endlich über das Thema Pomodoro getraut habe, denn dazu gibt es gefühlt 1.000 Artikel – und sowohl der Blogartikel als auch die Podcast-Episode sind äußerst beliebt …

P.S. Und bleib‘ neugierig!