13 Wochen Fokus
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13 Wochen Fokus – Woche 5: Prioritäten setzen

Rückblick auf die Vierte Fokus-Woche

Kontakte pflegen

(So funktioniert die 13-Wochen-Aktion)

Tja, das Thema „Kontakte“ ist ein schwieriges, das wurde mir in den Kommentaren bzw. auch in eMails bestätigt. Dementsprechend habe ich natürlich auch daran geknabbert.

Hilfe bekam ich bei meinen Überlegungen durch einen meiner Coaching-Ausbilder (Bruno Kirchner) , der mir eine Idee geschenkt hat.

Im September habe ich bei ihm ein Fortbildungs-Seminar besucht und dort schlauerweise mein Notizbuch liegen lassen. Er war so nett, es mir zuzuschicken und im Päckchen lag eine Postkarte mit einem netten Gruß an mich. „Nix Neues“ sagt ihr jetzt? Das mag sein. Aber diese Karte war keine 08/15-Postkarte sondern wirklich passend für meine Situation und darauf zugeschnitten, was im Seminar besprochen wurde.

Dieser individuelle Gruß hat nun einen Ehrenplatz auf meinem Schreibtisch bekommen und ich freue mich immer noch darüber. Und manchmal hilft sie mir, die Perspektive zu wechseln.

Was hat das mit meinen Kunden/Kontakten zu tun?

Ursprünglich hatte ich vor, spezielle Postkarten für meine Kunden (z.B. zum Geburtstag) drucken zu lassen, diese Idee hat mich aber nicht wirklich „gepackt“. Daher werde ich jetzt auf die Jagd nach schönen, passenden Postkarten gehen und beginnen, meinen Kunden bzw. besonderen Kontakten damit eine Freude zu machen.

Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, noch habe ich ja keine einzige Karte zu Hause … aber ich bin jetzt schon sehr gespannt auf die Reaktionen!

Aber nun zum Fokus der kommenden (kurzen) Woche:

Viele Wege führen nach Rom – Wie du für dich passend Prioritäten setzen kannst.

Prioritäten setzenPrioritäten zu setzen hat nicht unbedingt immer nur etwas mit dem Abarbeiten der ToDos zu tun. In meinen Augen haben Prioritäten auch etwas mit Lebensqualität (gebe ich MIR selbst eine hohe Priorität?), Werten (Was ist mir mehr wert?) und auch Visionen  zu tun.

Da sich die Fokus-Wochen aber um unsere Arbeit drehen, beschränke ich mich darauf. Die anderen Zusammenhänge bekommen sicher noch Platz in eigenen Artikeln :-)

Ein üblicher Weg

In der Selbstorganisation ist also sehr oft die Rede davon, richtige Prioritäten zu setzen. Die wohl bekannteste Methode dafür ist wahrscheinlich das Eisenhower-Prinzip (Link weiter unten) bzw. die ABC-Analyse.

Ich hab’s ausprobiert und mir sogar eine sehr hübsche App dafür zugelegt, aber ich gestehe, dieses Gerüst ist mir persönlich zu eng. Dazu bin ich zu sehr einem Konzept als einem Plan verbunden, wie ich in diesem Artikel erkläre.

Für mich haben sich eher situationsabhängige Fragen bewährt, die ich euch gerne für diese Fokus-Woche an die Hand geben möchte. Um auszuprobieren, zu verwerfen oder zu übernehmen ;-)

Wenn ich nicht gut drauf bin

Es gibt sie, diese Tage, an denen man nicht sprüht vor Elan und Begeisterung, sich vielleicht eine kleine graue Wolke über’s Gemüt gelegt hat – oder auch einfach nur die Nase rinnt. Leider beeindruckt das meine ToDos gar nicht, sie erledigen sich trotzdem nicht von selbst. Bevor ich also verzweifelt und unmotiviert versuche, irgendetwas auf die Reihe zu bekommen, stelle ich mir folgende Frage:

Was wird mich heute am Abend zufrieden auf diesen Tag zurückblicken lassen?

Wenn ich besonders gut drauf bin

Hoher Energielevel bedeutet auch hohe Motivation und Kreativität. Solche Zeiten nütze ich gerne, um rasch viele Kleinigkeiten zu erledigen. Bevor ich mich dadurch allerdings ermüde, stelle ich mir gerne folgende Frage:

Was bringt mich meiner Vision einen Schritt näher?

Mit dieser Frage schaue ich mir vor allem gerne meine Ideen-Sammlungen und Mind-Maps an, da finde ich immer etwas :-).

Wenn ein Auftragsloch droht, also wenig zu tun ist

Vor allem Selbständige kennen das wahrscheinlich: es ist so viel zu tun, dass vergessen wird, sich um Neuaufträge zu kümmern. Dann sind alle Aufträge erledigt – und das Loch ist da, in das man ganz schnell auch motivationsmäßig kippen kann. Dann frage ich mich:

Was führt mich am effizientesten zum nächsten Auftrag – was bringt Geld?

DIE Universalfrage

Eine Frage, die mir immer hilft, Prioritäten zu setzen und mich zu fokussieren ist folgende:

Wenn ich heute nur Zeit für eine einzige Sache hätte – was würde ich dann erledigen?

Das heißt bei allen Fragen nicht, dass ich den ganzen Rest, der zu tun ist, ignoriere. Die Antwort hilft mir aber immer, einen Anfang zu finden oder den berühmten „Frosch“ zuerst zu erledigen. Ich darf mir ja alle Fragen ein zweites und drittes und viertes Mal stellen …

Die Challenge in dieser Woche für dich ist:
  • Beobachte, wie du Prioritäten setzt.
  • Probiere entweder „meine“ Fragen aus oder eine der Techniken, die auch in den weiterführenden Links beschrieben sind.
  • Wenn du für dich schon einen guten Weg gefunden hast: lass uns bitte teilhaben! Was funktioniert bei dir?

Leseempfehlungen:

  • Eine dreiteilige Artikel-Serie zum Setzen von Prioritäten, hier wird z.B. auch die ABC-Analyse beschrieben.
  • Das Eisenhower-Prinzip
  • Und Ivan Blatter schreibt über den Unsinn von „klassischen“ Prioritäten.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen in Form von Kommentaren, Artikeln oder eMails!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


8 Kommentare

  1. Pingback: Prioritäten im Familienalltag - Mehr Zeit zum Wohlfühlen steckt in Ihrem Zuhause

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