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Dein Wochenplan: Ein einfaches Ritual, um mit wenig Zeit viel zu bewegen

Wochenplan

Ein Gastbeitrag von Sandra Heim

Als sich die Idee für ein eigenes Online-Business langsam in meinem Kopf durchsetzte, war meine Tochter noch im ersten Kindergartenjahr. Die kinderfreie Zeit zwischen Hin- und Rückfahrt war kaum der Rede wert und ich war herausgefordert, Mini-Zeiträume schöpferisch zu füllen.

Heute ist meine Tochter 10 Jahre alt und wir sind nach Frankreich gezogen, um sie zu hause unterrichten zu können. Noch immer sind es überschaubare Freiräume, die ich für mein Business nutze.

Trotzdem wächst MAMA Revolution kontinuierlich. Seit Business Start in 2014 habe ich über 100 selbständige Mütter mit mehrmonatigen 1 zu 1 Coaching Paketen unterstützt, Gruppenprogramme entwickelt und eine lebendige MAMA Revolution Community aufgebaut.

Welche Einstellungen und Methoden mir dabei helfen, nicht in die “Ich hab viel zu wenig Zeit”-Paralyse zu verfallen, sondern mich auf das Machbare zu konzentrieren, erkläre ich Dir anhand dieser 8Schritte.

1. Lege Deine heiligen Business-Zeiten fest

Unabhängig davon, ob Du mit einem realistischen Blick auf das Machbare bei 30 Minuten pro Tag oder 20 Stunden pro Woche landest – lege klare Zeiten fest, die ausschließlich Deinem Business gewidmet sind. Diese Zeit gilt es zu verteidigen gegen alle “Angriffe” von Innen und Außen. Aufschieberitis, Arztbesuche, Bügelwäsche, das plötzliche Bedürfnis aus Deinem vollen E-Mail Fach Inbox Zero zu machen…Der Trick hierbei liegt darin, mit Zeitfenstern zu arbeiten, die tatsächlich einhaltbar sind.

Was ist die beste Zeit für Dich am Tag, um Dich Deinem Business zu widmen? Du musst Dich nicht mit dem Anspruch quälen 3 Stunden früher als sonst aufzustehen. Überlege Dir lieber: Was ist entspannt möglich? Diese Zeit regelmäßig einzuhalten schafft Momentum.

2. Stelle liebevolle Forderungen an Dein Umfeld

An diesem Punkt zögern viele Mütter. Dem eigenen Partner oder anderen Familienmitgliedern klar zu machen: “Das ist meine heilige Business-Zeit, bitte warte mit allen Anliegen bis ich die Tür wieder aufmache und kümmere Dich in der Zwischenzeit um die Kinder” fällt am Anfang nicht unbedingt leicht. Genauso herausfordernd kann es sein, sich klar gegenüber beruflichen Verpflichtungen zu positionieren und anderen Auftraggebern elegant zu vermitteln. “Ab sofort stehe ich in diesen Zeiträumen nicht mehr zur Verfügung.” Doch klare, offene Kommunikation und der Mut zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen sind hier die Schlüssel.

Wer in Deinem Umfeld muss von Deinen heiligen Business-Zeiten erfahren, damit Du sie einhalten kannst? Wessen Unterstützung, wessen Verständnis brauchst Du? Suche ein offenes Gespräch mit diesen Personen und sehe sie als Verbündete an.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

3. Definiere Deinen Bestimmungsort

Wo will ich eigentlich hin? Was ist wirklich wichtig? Wenn diese Fragen nicht geklärt sind kann selbst das größte Zeitfenster der Welt ohne jeglichen Fortschritt wieder zugehen. Deswegen brauchst Du ein Bild von Deinem Bestimmungsort, eine Vorstellung davon, was Du von Herzen erreichen möchtest. Bevor es dann an die Planung Deiner Aufgaben geht, verbindest Du Dich mit diesem Bild von Dir in der Zukunft.

Wo siehst Du Dich, wenn Deine Träume sich verwirklicht haben? Was tust Du? Wo bist Du? Wer ist bei Dir? Das Bild oder die Gefühle, die Deine Antworten prägen sind Dein Bestimmungsort.

4. Peile motivierende Zwischen-Etappen an

Der Weg zu Deinem Bestimmungsort setzt sich aus vielen kleinen Schritten zusammen. Kürzlich, bei einem Treffen mit meiner Rückenwind-Jahresgruppe, teilte eine Teilnehmerin eine erhellende Übung mit uns. Stefanie ließ uns eine Strecke von wenigen Metern einmal in großen und einmal in kleinen Schritten gehen. Beide Male schubste sie uns dabei. Es war erstaunlich am eigenen Leib zu spüren, wie sehr viel stabiler die eigene Haltung mit kleinen Schritten ist. Gesunde Zwischen-Etappen sind kleine Ziele, mit denen Du Dich auf Schritt 1 bis 5 fokussierst und nicht in Gedanken bei Schritt 324 ins Straucheln gerätst.

Wo möchtest Du in einem halben Jahr stehen? Was hat im aktuellen Monat Priorität, um diese Vision zu verwirklichen?

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Wenn dir diese Episode gefallen hat, freue ich mich über ein paar Zeilen und Sternchen auf iTunes von dir!

Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

5. Beginne Deine Woche mit einem Brainstorming

Ich starte meine Woche mit einem Wochenplan, der mir hilft, mich nicht zu verzetteln und meine Prioritäten im Blick zu behalten. Der erste Schritt des Planes ist so einfach und überschaubar, dass er mir auch dabei hilft, dieses Ritual nicht aufzugeben. Ich setze mich hin und sammle zunächst alles, was mir zur anstehenden Woche einfällt. Ideen, Projekte, Aufgaben, Kalendereinträge, Verabredungen. So mache ich meinen Kopf frei und bringe alles aufs Papier, beziehungsweise auf mein Trello-Board. Bei wem Du die besten Tipps zu Trello bekommst, weißt Du ja, oder? ;)

Frag Dich zu Beginn der Woche: Was könnte in dieser Woche wichtig sein? Wo möchte ich Ende der Woche stehen? Welche Termine habe ich? Sorge für einen klaren Kopf, in dem Du alles, was darin herumschwirrt, aufschreibst.

6. Teile Deine Aufgaben in Wochen-Projekte ein

Nachdem meine Liste fertig ist, überlege ich mir welches die 4 bis 5 übergeordneten Projekte für die Woche sind, denen ich meine verschiedenen Punkte zuordnen kann. Manches davon sind wiederkehrende Projekte, so wie “Glückliche Kundinnen” zum Beispiel. Zu diesem Projekt gehören alle Aufgaben, die meine Kundinnen betreffen: den wöchentlichen Wachstumsbericht verschicken, die Antworten auswerten, Sitzungen planen, Benachrichtigungen verschicken, etc. Das ermöglicht mir aus vielen Aufgaben wenige Projekte zu machen und keine unnötigen Überforderungsgefühle aufkommen zu lassen.

Schau Dir Deine Liste von Schritt 5 an und überlege, welches die übergeordneten Themen Deiner Woche sind. Welche Deiner Aufgaben kannst Du welchen übergeordneten Projekten zuteilen?

7. Ordne Deine Wochen-Projekte bestimmten Zeitfenstern zu

Wenn Du Deine Zeitfenster festgelegt hast und gut beschützt, dann kannst Du sie am Anfang der Woche mit Deinen Wochen-Projekten verbinden. Ich habe beispielsweise zwei feste Tage in der Woche, die für meine Kundinnen reserviert sind. Auf diese Tage lege ich alle Coaching-Termine und einen großen Teil meiner “Glückliche Kundinnen” Aufgaben. Freitag ist der Tag für Content-Erstellung und Produktion. So muss ich nicht jeden Tag neu überlegen, was ansteht und verliere keine Zeit, weil mir der rote Faden fehlt.

Welche Aufgaben kannst Du gut am Stück erledigen? Was sind gute Zeiten für Dich, um virtuelle Termine wahrzunehmen? Welche Zeiten eignen sich für Newsletter Erstellung oder Blog Artikel schreiben? Ordne Deine Aufgaben und Projekte den besten Zeitfenstern zu.

8. Schließe Frieden mit unerledigten To do’s

Obwohl ich meine Woche gut plane und klare Ziele besitze, kommt es ehrlich gesagt selten vor, dass ich am Ende der Woche tatsächlich ALLE geplanten Aufgaben umgesetzt habe. Früher hat mich das geärgert und mir ein schlechtes Gefühl vermittelt. Heutzutage weiß ich: Es gibt kein Business, kein Home-Office ohne unerledigte Aufgaben. Wir Unternehmer haben immer neue Ideen und Projekte im Kopf, es gibt immer Dinge, die wir noch optimieren können. Mit anderen Worten: Wir sind nie fertig, denn wir sind lebendige Schöpfer & Schöpferinnen!

Frag Dich am Ende der Woche: Wo bin ich gewachsen? Was habe ich gelernt? Und dann klopfe Dir selbst auf die Schulter :) In der MAMA Revolution Facebook Gruppe für selbständige Mütter machen wir jeden Freitag gemeinsam einen Wochenrückblick. Wenn Du Lust hast, dann mach doch mit und trete hier bei: MAMA Revolution Community.

Zur Autorin Sandra Heim

Sandra Heim

Sandra Heim ist Mindset- und Business Coach für selbständige Mütter und Gründerin von MAMA Revolution.

Hier kannst Du sie im Internet besuchen und Dir kostenfreie Impulse für ein dynamisches Business als Mutter mit wenig Zeit abholen:

Ja, ich will!

 

P.S. Und nicht vergessen: Bleib‘ neugierig!


4 Kommentare

  1. Auch für mich sind to-do’s das A & O :-) egal, ob sie „Erfolgslisten“, „wanna do“ oder sonst wie kreativ heißen: es steht drauf, was zu tun ist. Ohne meine Listen wäre ich verloren.
    Früher packte ich mir zu viel drauf, aber mit etwas Übung und etwas Achtsamkeit merke ich zwischenzeitlich bereits beim Aufschreiben, welche Aufgaben sich nicth ausgehen werden. Dann schaue ich genau hin, warum das so ist.

    Ist zu viel zu tun oder gibt es andere Gründe, warum sich diese Aufgabe nicht ausgehen wird . so hänge ich z.B. im Moment wieder an meiner Videoproduktion …. :-)
    Danke für den Einblick in Deine Planung, immer interessant, wie es andere machen.

    • Liebe Riccarda, ich sammle meine Aufgaben auch deshalb in einer Liste, weil sie mir sonst immer wieder durch den Kopf spuken und dann erscheint alles so viel mehr als es tatsächlich ist :) Super, dass Du ein gutes Gefühl für das Machbare entwickelt hast. Woran hängt es denn bei der Video-Produktion? Vielleicht gibt es einen anderen, leichteren Weg? Big hugs, Sandra

    • Claudia Kauscheder sagt

      Vielen Dank, Riccarda! Genau so ist es: wir können alle voneinander lernen …

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  2. Liebe Sandra, vielen Dank für Deinen Artikel und das Interview. Du weißt ja, ich stehe gerade vor dieser Aufgabe und es fließt noch nicht so, wie ich es mir vorgenommen habe – ich werde dies nun nochmal mit Hilfe Deines Artikels für mich strukturieren . Danke! Alles Liebe, Claudia

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