Online-Business
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5 Jahre Onlinekurs entwickeln – und kein bisschen weise …

Wie geht man vor beim Onlinekurs entwickeln?

In einem der Live-Meetings in Home-sweet-Office 2.0 ging es vor kurzem um das Thema Onlinekurs entwickeln. Für viele meiner KundInnen ist es DAS Ziel, auf das sie hinarbeiten. Wenn dieses Thema aufkommt, werde ich nicht müde zu betonen, dass das keine Sache von einem netten Wochenende ist – auch wenn dir so Manche(r) das weismachen möchte.

  • Du darfst dein Thema für einen Onlinekurs finden.
  • Dann darfst du Beta-TeilnehmerInnen dafür finden, die dir das Feedback geben, das du brauchst, um nicht an deiner Zielgruppe vorbei zu entwickeln.
  • Und du darfst alles Mögliche ausprobieren und testen. Sowohl was die Auslieferung, die Betreuung und das Marketing betrifft.

Und so kann ich die Frage „Hast du eigentlich auch herumprobiert, bis du „deines“ gefunden hast?“ mit einem beherzten „Natürlich!“ beantworten.

In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Entwicklungs-Schritte bzw. Versuche, die dazu geführt haben, dass Home-sweet-Office 2.0 heute mein Signatur-Programm ist, wie Monika Birkner das einmal treffend bezeichnet hat.

Auch die Versuche, die in die Hose gegangen sind, möchte ich dir nicht vorbehalten, aber das heißt nicht, dass du die Dinge, die bei mir schiefgegangen sind, nicht ausprobieren solltest!

Und zuletzt habe ich Produkte herausgekramt, die ich inzwischen wieder vom Markt genommen habe, einfach weil sie (damals?) nicht funktioniert haben.

Komm‘ also mit auf eine Reise durch 5 Jahre Onlinekurs-Entwicklung im Abenteuer Home-Office!

2014 – als alles begann

In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen, selbst einen Onlinekurs zu entwickeln. Bis dahin hatte ich schon selbst etliche als Teilnehmerin absolviert und war von dieser Form des lernens fasziniert. Allerdings wollte ich dieses Abenteuer nicht alleine angehen, sondern mit Unterstützung von Marit Alke. Das war damals für mich in zweierlei Hinsicht eine ziemliche Investition:

  • Die monetäre Seite – man weiß ja nicht, was danach rauskommt, wenn man selbst TeilnehmerIn eines Onlinekurses ist und das war damals richtig viel Geld für mich!
  • Die Zeit-Geschichte. Ich hatte in meiner Anstellung damals eine 20-Stunden-Verpflichtung und habe diese für 3 Monate auf 15 Stunden/Woche reduziert, um dann 5 Stunden pro Woche (ja, es ist wesentlich mehr geworden) an meinem Onlinekurs zu arbeiten.

Das Abenteuer Home-Office gab es übrigens damals noch gar nicht …

Herbst 2014 Home-sweet-Office die Beta-Gruppe

Die 8 TeilnehmerInnen, die mit mir gemeinsam das Programm entwickelt haben, hatte ich damals unter Kolleginnen und Freunden gefunden, indem ich sie einfach direkt angesprochen habe. Also nichts mit Marketing, Launch oder eMail-Marketing.

Die Kursdauer war 6 Wochen und das Programm war für meine damaligen Begriffe sehr intensiv betreut, mit wöchentlichen Webinaren und einem gemeinsamen Trello-Board, über das die Kommunikation abgelaufen ist. Die Idee mit dem Trello-Board war an sich nicht schlecht, aber in Facebook-Gruppen läuft es dann doch reibungsloser, wie ich später bemerkt habe.

2015 – Doch nicht so einfach, dieses Onlinekurs entwickeln

OK, das erste Entwickeln hatte ich hinter mir. Und berauscht von den letzten intensiven Wochen und den Erfolgen habe ich im Jänner 2015 meinen ersten Launch gemacht.

Und ganz ehrlich: ich hatte damals noch gar keine Idee davon, was so ein Launch (= Verkaufs-Aktion) wirklich bedeutet. Eine eMail zu schreiben und schüchtern auf Facebook nebenbei zu bemerken, dass es etwas zu kaufen gibt, waren schon eine absolute Herausforderung.

Und so verlief 2015 dann auch weiter. Im Jänner mit sehr wenigen TeilnehmerInnen, im April dann schon ein bisserl mehr … aber ich war danach erschöpft und frustriert.

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Wenn dir diese Episode gefallen hat, freue ich mich über ein paar Zeilen und Sternchen auf iTunes von dir!

Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

2015 – Mein erstes InspiCamp und die Erkenntnis

Oh, wie war ich aufgeregt bei meinem ersten InspiCamp! Wenn mich Marit nicht persönlich eingeladen hätte (OK, sie hat gesagt: „Du kommst!“), dann wäre mir ein großer Schritt in die richtige Richtung nicht – oder nicht so rasch – gelungen!

Denn ganz nebenbei beim Abendessen, hat mir Christina Emmer den richtigen Impuls gegeben, es nämlich einmal mit eMail-Marketing zu versuchen ;-).

Sogar das Audio, das ich damals zur Blogparade  beigesteuert habe, ist noch online.

Jedenfalls haben mich an diesem Wochenende mehrere Vorbilder davon überzeugt, dass ich es wagen und eine eMail-Marketing-Aktion aufsetzen sollte. 5 eMails innerhalb einer Woche … eine unglaubliche Frequenz in meinen Augen.

Aber nach dem Motto „Augen zu und durch“ habe ich es damals durchgezogen und noch 3 weitere TeilnehmerInnen gewonnen. Das klingt für dich vielleicht nach Peanuts, für mich war das ein echter Erfolg!

In diesem Artikel habe ich damals über meine eMail-Marketing Aktion berichtet, inklusive Öffnungs- Klick- und Abmelde-Raten. Und wenn ich mir heute in den Kommentaren durchlese, wer alles damals auch Bedenken hatte … da sind einige bekannte Namen darunter!

Vielleicht ist das für dich eine Hilfe, wenn du am Anfang stehst. Es bringt dir nämlich gar nichts (OK, vielleicht Frust), wenn du dich mit Online-Business-InhaberInnen vergleichst, die seit Jahren am Markt sind und/oder von einem großen Team unterstützt werden!

Hier hast du den Vergleich mit mir, als ich ziemlich am Anfang gestanden bin …

Frühjahr 2016 – Ein Online-Kurs wird vermeintlich erwachsen

So toll das damals für mich war, die nächste Krise lauerte schon um die Ecke. Mein Plan, alle 2 Monate einen neuen Launch hinzulegen – damals schon mit Hilfe von Webinaren -, ging schief. Es war einfach zu anstrengend, im Prinzip immer im Launch-Modus zu leben. Immer verkaufen zu „müssen“.

Damals hatte ich das Gefühl, meine Authentizität völlig zu verlieren und damit auch meine Freude an meinem Business.

Also bin ich zurück gerudert und dachte „Der Kurs bleibt einfach immer offen … Dann wird‘s leichter.“ Gleichzeitig habe ich den Betreuungs-Zeitraum erhöht und alle hatten ein Jahr lang Zugang zu den Kurs-Inhalten.

Auch darüber hatte ich damals geschrieben, da der Artikel aber inzwischen offline ist, hier ein Auszug daraus:

Ein Auszug aus 2016 ...

Weil ich nicht mehr will …

Ich will nicht alle zwei Monate einen Sprint hinlegen.
Ich will nicht meine LeserInnen alle zwei Monate mit eMails bombardieren.
Ich will mich nicht alle zwei Monate auspowern und keine Kraft für die Dinge haben, die ich regelmäßig tun möchte.

Und daher habe ich per heute den Onlinekurs Home-sweet-Office geöffnet.

Kein großer Launch mehr.
Keine eMail-Aktion mehr.
Kein Öffnungs-Datum mehr.
Und trotzdem betreut.
Und trotzdem regelmäßige Online-Live-Meetings.
Und trotzdem kein Membership-Programm.
Und trotzdem nur eine einmalige Investition.

Und das fühlt sich gerade richtig, richtig gut an!

[…]

So viel zu meinem Bild im Kopf.

Damit war klar: Keine Webinare mehr, die beiden anderen Versionen vom Netz nehmen und darauf konzentrieren, was die Interessenten wirklich wollen. Und öfter launchen. Nicht mit großem Brimbamborium, sondern alle zwei Monate mit einem schlichten eMail …

Tja, willkommen in der Gegenwart.

Vor zwei Wochen war es so weit, ich sollte wieder beginnen, die Werbetrommel für den Kurs zu rühren, der nächste Start war für den 23. April 2016 geplant.

Und dann begann es wieder …

Die Müdigkeit.
Die Angst vor dem Versagen.
Die Niedergeschlagenheit.

Wirklich ätzend – immer wieder dieser ermüdende Satz in meinem Kopf: „Ich kann nicht …„.In den verschiedensten Variationen natürlich.

Und dann, mitten im Stau.

Vergangene Woche auf dem Weg von meinem Angestellten-Job in Wien nach Hause. Stau. Aber macht ja nichts, umso länger habe ich Zeit, Podcasts zu horchen. Der nächste ungehörte in der Liste war einer von Marit Alke.

Jedenfalls sagte sie in dieser Podcast-Episode:

„Und dann kannst du überlegen, was aus deinem Kurs werden soll …“

Den Rest der Episode habe ich nicht mehr richtig mitbekommen, weil es auf einmal passiert ist. Mir wurde klar:

Es stimmt gar nicht, dass ich nicht kann – ich will nicht!

Ich will nicht alle paar Wochen einen Sprint hinlegen, ich bin der Marathon-Läufer!

Mein Lebens-Konzept passt nicht zu extremen Arbeits-Spitzen und dann wieder nichts!

Ich denke, ich bin recht bekannt dafür, regelmäßig zu liefern. Jeden Tag kleine Schritt für meine Sichtbarkeit zu gehen. Kontinuität.

Ja, auch wenn’s langweilig klingt, das ist meine Stärke. Das ist das, was ich im Kurs vermittle. Das ist das, was ich meinen Kunden beibringe.

Die „Ich-will-nichts“ sind nur so herausgepurzelt und endlich hat sich der Nebel gelichtet. Nach fast zwei Stunden zu Hause angekommen, war das neue Konzept für mein Home-sweet-Office bereit.

[…]

Ist es ein Risiko?

Durchaus möglich, dass ich mit diesem neuen Konzept auf die Nase falle. Ich weiß auch noch nicht genau, wie mein Marketing aussehen wird. Im Kopf schwirrt mir der Begriff „Beziehungs-Marketing“ – ich weiß gar nicht mehr, wo ich ihn zum ersten Mal gelesen habe.

Doch ich glaube, das entspricht mir und auch dir sehr gut.

Es ist eine Chance.

Mein Fazit – und was ich dir mitgeben möchte

Schau‘ auf dein Lebens-Konzept!

Marit hat in einem ihrer Podcast-Episoden über das ideale Arbeitsjahr als Online-Unternehmer gezeigt, wie ihr Lebens-Konzept aussieht. Meines ist völlig anders und deines vielleicht auch.

Überlege dir genau, welches Konzept zu deinem derzeitigen Leben passt, wenn du ein neues Projekt angehst oder über Veränderungen nachdenkst. Du gibst dir damit viel Schwung und Energie, wenn du nicht gegen deinen eigenen Rhythmus arbeitest.

Sei ehrlich zu dir selbst.
Und ersetzte öfter einmal das „kann ich nicht“ durch ein „will ich nicht“.

Das ist ehrlich.
Das gibt dir die Macht, dazu zu stehen.
Das öffnet deine Gedanken für andere Wege!

[…]

Das ging in die falsche Richtung

Für mich war das damals nach 5 oder 6 Launch-Runden ein logischer Schritt. Heute weiß ich, in die falsche Richtung.

Denn was passiert, wenn du einen betreuten (ganz wichtig, keinen reinen Selbstlernkurs!) ständig offen hast?

  • Du bist wieder ständig im Launch-Modus.
  • Die TeilnehmerInnen in der betreuten Gruppe haben unterschiedliches Wissen, das macht es für alle komplizierter.
  • Die Gruppe kann gar nicht Vertrauen zu einander fassen und sich aneinander gewöhnen.

Also war auch diese Form nicht das Gelbe vom Ei.

2017 – Onlinekurs entwickeln mit Betonung auf „entwickeln“

Ich stand vor der Entscheidung, ob ich Home-sweet-Office einstampfen oder weiter entwickeln sollte. Und entwickeln bedeutet halt nicht, ein paar neue Mascherl dranzugeben und die Inhalte in neuer (hübscherer) Form zu präsentieren. Das wäre nämlich „überarbeiten“ und nicht entwickeln.

Ich habe extra nachgeschaut: Am 15.02.2017 wurde das alte Home-sweet-Office zum letzten Mal verkauft und danach kam die Nachdenk-Phase.

Und ganz ehrlich: Ich hatte keinen blassen Schimmer, wie und was ich machen sollte! Klar war nur:

  • Die Dauer von 6 Wochen intensiver Zusammenarbeit war zu kurz, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.
  • 6 Monate wären großartig – aber wie sollte ich dafür sorgen, dass die TeilnehmerInnen so lange dranbleiben?
  • Die Inhalte sollten um Workflows, Tools und Tricks für Menschen erweitert werden, die online arbeiten – oder das möchten. Denn meine Zielgruppe war spitzer geworden.

Manchmal hilft der Zufall – oder das genaue Hinhören!

Ich weiß echt nicht mehr, in welcher Diskussion das endlich mein Gehirn erreicht hat: der Ruf nach einer Möglichkeit, in einem virtuellen Raum zusammenzuarbeiten.

Ich weiß nur noch, dass ich damals, im Sommer 2017, irgendwie besonders tiefenentspannt war und somit bereit für das Experiment „Virtuelles CoWorking“. In meiner Facebook-Gruppe haben wir verschiedene Spielarten davon ausprobiert, wie du im Artikel „Virtuelles CoWorking als Motivations-Booster“ nachlesen kannst.

Gleichzeitig, ab April 2017, war ich im Facebook-Marketing Kurs von Katrin Hill als Teilnehmerin dabei und dann führte Eines irgendwie zum Anderen.

  • Katrin drängte mich dazu, eine Challenge zum nächsten Launch von Home-sweet-Office zu machen (von dem ich noch nicht einmal wusste, wie es aussehen sollte …).
  • Begeistert vom Virtuellen CoWorking war auf einmal klar, dass das ein Teil im neuen Home-sweet-Office 2.0 werden sollte!
  • Und weil diese Idee in meiner Community so neu war, sollte es auch Teil der Home-sweet-Office Challenge sein. Und zwar täglich!
  • Damit war für mich auch die Sinnhaftigkeit einer Challenge gegeben. Das Virtuelle CoWorking musste von den InteressentInnen gespürt werden, bevor sie buchen!

Binnen einem Monat stand alles, was zum ersten Launch von Home-sweet-Office 2.0 gehörte, wobei ich auch dabei ein paar Denkfehler machte. Ich integrierte z.B. 26 CoWorking-Tage in das Programm (weil ja 6 Monate so viele Wochen sind), ohne daran zu denken, dass es auch Urlaub gibt …

2018 – Konsolidierung und Wiederholung

Mein Motto für 2018 lautete „Konsolidierung und Wiederholung“, wie du hier in einem Teil meiner Jahresplanung sehen kannst:

Onlinekurs entwickeln - Jahresplanung

Dazu gehörte es auch, den richtigen Preis für das Programm auszuloten. Bei jedem Launch wurden die unterschiedlichen Pakete teurer und ich konnte beobachten wie einerseits der Verkauf nicht leichter, aber die TeilnehmerInnen wesentlich umsetzungsstärker wurden!

Und Umsetzung und das Dranbleiben ist mir extrem wichtig. Denn sonst ist die Dauer von sechs Monaten sinnlose Zeitverschwendung auf beiden Seiten und die Energie verpufft danach sofort wieder (oder schon währenddessen).

Wenn die TeilnehmerInnen dich zwingen …

Nachdem die erste Runde von Home-sweet-Office 2.0 fast zu Ende war, begannen ein paar Teilnehmerinnen zu bedauern, dass es bald vorbei wäre – und wollten ein Nachfolge-Angebot von mir. Natürlich inklusive CoWorking und was mir sonst noch so einfallen würde.

Der Home-sweet-Office Club war geboren und einige TeilnehmerInnen gingen in die Verlängerung. Damit es einen Unterschied machte, habe ich in den Club auch noch Mastermind-Treffen in Kleingruppen zu maximal 6 Personen integriert.

Und da sie bereits viel in ihrem Selbst- und Zeitmanagement verbessert hatten, war nun Platz für Fragen zur Business-Entwicklung und dem eigenen Mindset.

Seitdem gibt es bei jedem Start von Home-sweet-Office 2.0 parallel auch den Club.

Und noch einmal Inspi

Wieder einmal war eine Inspi-Veranstaltung der endgültige Auslöser für mich, etwas massiv zu verändern.

Ich strich das „Silber-Paket“ von Home-sweet-Office 2.0, in dem das Virtuelle CoWorking nicht integriert war. Im Blogartikel „Vorsicht, garantiert wirkungsvoll – Die Inspicon“ habe ich damals darüber geschrieben, warum für mich Wirkung wichtiger als Umsatz ist.

Trotzdem – oder gerade deswegen -, war Home-sweet-Office 2.0 im Herbst 2018 das erste Mal ausgebucht. Ein echt gutes Gefühl, kann ich nur sagen!

Und danach habe ich wieder den Preis angehoben …

2019 – Es wird eng

Im Frühjahr 2019, nachdem ich die Preise wieder angehoben hatte, waren so wenig neue TeilnehmerInnen im Programm wie noch nie. Allerdings wurde der dadurch fehlende Umsatz durch den HSO-Club abgefedert, so dass es insgesamt wieder eine tolle Gruppe und auch genügend Umsatz war, um den Aufwand, den ich im Programm betreibe, zu rechtfertigen.

Denn zwei Komponenten darfst du bei der Entwicklung von Onlinekursen oder anderen intensiv betreuten Angeboten nicht unterschätzen:

  • Wie viel Zeit-Aufwand es bedeutet, so ein Programm über längere Zeit zu betreuen (und wir sprechen noch nicht von der Zeit-Investition der Inhalts-Erstellung, da sind bei Home-sweet-Office inzwischen mehr als 150 Arbeitsstunden hineingeflossen),
  • und wie wichtig eine aktive, motivierte Gruppe ist, die du nicht nur bespaßt, sondern die mitzieht. Und das passiert eben nur ab einer gewissen Gruppen-Größe. Mit 5 TeilnehmerInnen in der Gruppe kommt meist keine Dynamik auf.

Jetzt, im Herbst 2019 bin ich also seit 2 Jahren ständig in Kontakt mit einer meiner TeilnehmerInnen-Gruppen – und ich werde es nicht müde. Dadurch ist für mich auch klar, dass ich jetzt „meins“ gefunden habe. Denn sonst würde ich diesen Marathon nicht leichtfüßig laufen ;-).

Was sich allerdings im Frühjahr auch gezeigt hat, war, dass das VIP-Paket von Home-sweet-Office 2.0 (inklusive 6 Stunden 1:1-Beratung) nicht mehr gebraucht wurde.

Inzwischen hatte ich nämlich das CoWorking um eine halbe Stunde „Frage- und Plauderzeit“ erweitert und dadurch – und die intensiven Live-Meetings alle 14 Tage – wurden die Einzel-Beratungen mehrfach gar nicht mehr abgerufen.

Daher der nächste logische Schritt: Ab dem nächsten Start im Herbst  gibt es nur mehr ein Home-sweet-Office 2.0.

Ich weiß, es wird von vielen Marketern empfohlen, drei unterschiedliche Pakete anzubieten, und dem bin ich ja zu Beginn auch gefolgt. Aber wenn zwei davon wirkungslos sind? Dann doch lieber auf das Eine konzentrieren!

Übrigens bekomme ich immer wieder Anfragen dazu, ob man das Programm auch als Selbstlern-Kurs buchen könnte. Meine eindeutige Antwort: Nein.

Denn ich habe die Inhalte in Home-sweet-Office 2.0 so aufgebaut, dass es Diskussionen und Fragen geben muss!

Wenn du selbst einen Onlinekurs entwickeln möchtest, dann behalte den idealen Kunden dafür im Auge. Und wenn es ein Selbstlernkurs sein soll, dann musst du die Inhalte eben so zur Verfügung stellen, dass jeder klitzekleinste Schritt so beschrieben ist, dass keine Unterstützung dabei notwendig ist.

Ich weiß einfach, dass beim HSO-Selbstlerner nicht so viel umgesetzt werden kann, wie in der betreuten Variante. Und darum gibt es ihn nicht.

2020 – Die Krux mit der Skalierung

Im Herbst 2018 hatte ich 6 Monate lang zwei Gruppen parallel laufen: einmal die neuen TeilnehmerInnen und dann noch die Club-Teilnehmerinnen. Das bedeutete auch 2 CoWorking-Tage pro Woche.

Und das hat mir ganz klar meine Grenzen aufgezeigt. Denn dadurch (und durch meinen fixen Tag, den ich in der Anstellung in Wien vor Ort war) wurde ich so unflexibel mit anderen Terminen und Angeboten, dass schnell klar war: So mach‘ ich das nie wieder.

Darum – und weil eben relativ wenige neue TeilnehmerInnen dabei waren – wurden diese beiden Gruppen im Frühjahr 2019 zusammengelegt. Die „Frischlinge“ und die „alten Hasen“ in einer Gruppe, alle gemeinsam im CoWorking und in den Live-Meetings. Nur die Masterminds waren den alten Hasen im Club vorbehalten.

Und wieder – durch die Umstände bedingt – kam es zu einer Verbesserung von HSO!

Denn einerseits konnten die Frischlinge von den alten Hasen einiges mitnehmen, andererseits haben die alten Hasen dadurch viele Inhalte wiederholt, oder sogar erstmalig angegriffen.

Übrigens kannst du in den folgenden Artikeln nachlesen und -hören, wie es den Teilnehmerinnen von HSO ergeht und was sie erreicht haben:

Zum Zeitpunkt dieses Artikels sind 18 alte Hasen im Club und es sollen noch 18 Frischlinge dazu kommen (wie viele Plätze noch frei sind, wenn du das hier liest, kannst du auf der Buchungs-Seite sehen). Ich verzichte zwar durch die relativ kleine Gruppe auf Umsatz, aber ob ich die Größe noch anheben kann, wird dieser Durchlauf zeigen.

Tja, und damit sind wir bei der Skalierung, die durch die CoWorking-Tage und die Masterminds im Club schon ziemlich am Ende ist.

Ich weiß noch nicht genau, wo das hinführen wird und welche Ideen mir dazu noch über den Weg laufen werden, allerdings habe ich mich schon zu 99% dazu entschlossen, ab 2020 Home-sweet-Office 2.0 nur noch ein Mal jährlich zu öffnen, und zwar im Herbst.

Das bedeutet dann, dass im Frühjahr ein größerer Club mit mehr TeilnehmerInnen möglich ist und erst im Herbst gibt es dann wieder eine gemischte Gruppe.

Ob ich damit glücklich werde? Keine Ahnung ;-) Aber wie du an den bisherigen fast 3.000 Wörtern gesehen hast – probieren geht über studieren!

Und das ist gleich die Überleitung zum letzten Kapitel, nämlich den „Rohrkrepierern“ unter meinen bisherigen Angeboten. Da gäbe es sicher noch mehr, wenn ich tiefer graben würde, aber diese drei sind mir gut in Erinnerung geblieben.

Produkte, die schiefgegangen sind

Die Webinar-Bibliothek

Neben Home-sweet-Office habe ich wohl mit Webinaren am allermeisten experimentiert:

  • Zuerst Webinare gegeben, ohne eine eMail-Adresse einzusammeln (ja, echt!)
  • Dann waren die Webinar-Aufzeichnungen ständig verfügbar.
  • Danach waren die Aufzeichnungen nur ca. 1 Woche verfügbar und sind danach offline gegangen (damit ich sie mehrmals abhalten konnte).
  • Ich habe Webinare zu ganz unterschiedlichen Uhrzeiten und an unterschiedlichen Wochentagen gegeben (Bemerkung am Rande: völlig egal, da war kein Unterschied zu beobachten.).
  • Und danach (Mitte 2016), habe ich die Aufzeichnungen in eine Webinar-Bibliothek gepackt und diese um kleines Geld verkauft.

Oder besser gesagt: ich wollte sie verkaufen … hat nicht funktioniert, ich habe auch wieder nachgeschaut, genau 7 Mal hat das geklappt!

Ja, natürlich kann das auch an meinem nicht vorhandenen Marketing gelegen haben. Aber auch dieses Experiment habe ich beendet und längere Zeit gar keine Webinare mehr gegeben. Bis ich den Webinarsommer 2018 gestartet habe, vielleicht hast du in den letzten Wochen auch den Webinarsommer 2019 mitbekommen.

Diese 5 Webinare habe ich jeweils als Pre-Launch für Home-sweet-Office 2.0 genutzt – und das hat beide Jahre sehr gut funktioniert.

Aber ich gebe nicht auf ;-). Ab November 2019 werde ich alle 3-4 Wochen wieder ein Webinar veranstalten, und zwar mit dem Ziel, meine Liste weiter auszubauen – und dir natürlich exorbitant guten Inhalt zu liefern!

52x schneller – das eBook

Zum Start von Abenteuer Home-Office hatte ich im Jänner 2015 mit einer wöchentlichen Video-Reihe begonnen: 52 x schneller am PC. Kurze Videos ohne viel Text dazu, denn die schriftliche Anleitung als PDF gab es jeweils gegen Anmeldung per eMail.

Wer einmal angemeldet war, bekam damals Zugang zu einem Dropbox-Ordner mit den PDFs und automatisch alle Anleitungen per Mail zugeschickt … eine Heidenarbeit, wie du dir vorstellen kannst.

Der Plan war, danach alle Anleitungen in ein eBook zu packen, darin zu den eigens frisch geschnittenen Videos zu verlinken – und das Ding mit dem Titel „52 Hacks für effizientes Arbeiten am PC“ zu verkaufen.

Du darfst raten … wie oft ist das gelungen?

Na immerhin 21 KäuferInnen haben sich dafür gefunden!

Aber auch hier gibt es ein Revival. Die Videos sind zwar alle noch auf meinem Youtube-Kanal und auch hier im Blog zu finden, nur sind sie schon ziemlich veraltet. Dadurch, dass mich nun mein Sohn als Assistent unterstützt, kann ich diese Serie neu starten und diesmal werden auch die Anleitungen als Text im Blog sein. Ein Projekt, das mein Sohn – bis auf das Drehen der Videos – alleine übernehmen wird.

Der Powertag Projektplanung

Im Februar 2017 war ich – wie du oben lesen konntest – ein bisserl planlos. Und habe deswegen ein neues Experiment gestartet, nämlich zwei Powertage. Einmal den Powertag Redaktionsplanung, der auch heute noch gut läuft, und den Powertag Projektplanung, den es heute nicht mehr gibt.

Das Konzept war damals, ein Thema umfassend an einem Workshop-Tag abzuhandeln. Gemeinsam mit einer sehr kleinen Gruppe (8-10 TeilnehmerInnen) in einem Zoom-Raum, immer abwechselnd Input- und Umsetzungs-Zeiten.

Inzwischen habe ich das Konzept erweitert. Die TeilnehmerInnen bekommen schon vorher Inhalte zum Vorbereiten, danach betreue ich sie 4 Wochen weiter und es gibt nach diesen 4 Wochen noch ein abschließendes Live-Meeting.

Onlinekurs entwickeln - das Konzept der Powertage

Aber was war damals passiert?

Obwohl ich auf der Landingpage genau geschrieben hatte, dass es um Online-Projekte gehen sollte, kamen damals sehr, sehr unterschiedliche Projekte an den Start. Da war von einer Übersiedlung bis zum Blog-Aufbau so ziemlich alles dabei …

Und damit wurde dieser Powertag fast zu einem 1:1-Betreuungs-Tag und ich schätze, dass nicht alle TeilnehmerInnen sehr happy damit waren, auch wenn die Rückmeldungen durchwegs sehr positiv waren.

Ich werde immer wieder, vor allem nach meinem Webinar zur Projektplanung, gefragt, ob ich denn diesen Workshop bald wieder anbiete. Und ganz ehrlich: ich glaube nicht.

Denn ich denke, dass es andere, bessere Themen gibt, um sie an so einem Powertag umzusetzen. Aber die Entwicklung von weiteren solchen Angeboten habe ich auf 2020 verschoben.

Du siehst also, nicht immer muss es an der Käufer-Zahl liegen, wenn ein Angebot nicht funktioniert!

Fazit – Was ich dir damit sagen möchte

Wenn du es bis hier hergeschafft hast – Danke für dein Durchhaltevermögen!

Du siehst an diesem Rückblick, dass sehr viele Wege nach Rom führen. Wichtig finde ich, dass du genau in dich hineinhorchst. Und wenn du das brennende Gefühl hast, „Deines“ gefunden zu haben, dann bleib‘ dran!

Wenn eine Maßnahme nicht funktioniert – probiere eine andere.

Wenn zu wenige TeilnehmerInnen buchen – halte den Onlinekurs trotzdem ab, und zwar mit derselben Begeisterung als wäre er voll gewesen. Dadurch bekommst du wertvolles Feedback!

Wenn dir etwas zu anstrengend ist und dir die Freude raubt, schau‘, wie es leichter geht. Denn es darf leicht(er) sein!

Entwickle deine Angebote – und mach‘ nicht nur hübsche Mascherl dran.

Und zuletzt: wenn ein Produkt so gar nicht auf Resonanz stößt, dann verabschiede dich möglichst schnell davon.

Wie auch immer du dich entscheidest, was auch immer du vorhast, ich wünsche dir viel Erfolg damit und hoffe, dass ich durch meine Geschichte dazu beitragen kann!

P.S. Und nicht vergessen: Bleib‘ neugierig!


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