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Was EDV-Eingabemasken mit deinen persönlichen Masken zu tun haben (Blogparade)

 

Ilse Lechner hat auf ihrem Blog zur Blogparade über Masken aufgerufen – und da sie in ihrem Artikel bereits auf EDV-Masken hingewiesen hat, interpretiere ich das fröhlich als Aufruf an mich als Programmiererin und Online-Coach eine Verbindung zwischen diesen beiden Themen-Kreisen herzustellen!

1) Masken sind auf die Umgebung zugeschnitten

EDV-Eingabemasken

Wenn ich eine neue Eingabe-Maske programmieren soll, gibt es zwei wichtige Ausgangsfragen für mich: Welche Daten sollen erfasst werden – und vor allem: Wer wird damit arbeiten.

D.h., die Umgebung, in der diese Maske zum Einsatz kommen soll, ist sehr wichtig. Sind es geschulte Mitarbeiter? Ist es nur eine Hand voll Administratoren? Sind es Kunden, die über eine Website darauf zugreifen? Ist die Maske auf eine große Website zugeschnitten oder soll vielleicht sogar über ein Handy damit gearbeitet werden?

Alle Antworten auf diese Fragen fließen in’s Masken-Konzept mit ein.

Deine persönliche Masken

Wahrscheinlich nicht so bewusst und analytisch sind auch deine Masken angelegt, die du dir für deinen Alltag zugelegt hast.

Wem genau zeigst du welche Maske? In welcher Umgebung benutzt du sie? In deinem Berufsleben? Ist sie nur für eine Hand voll Menschen vorgesehen oder ist sie für eine große Gruppe gedacht? Soll sie dich schützen oder interessant machen? Je nach dem feilst du an deinem Außenbild, bis es möglichst genau für den bestimmten Zweck passt.

Genau das tue ich als Programmiererin auch – bis hin zur Berechtigungs-Struktur: Wer darf gucken?

2) Hinter Masken verbirgt sich einiges.

EDV-Eingabemasken

Ein kleines Experiment für dich: Schau‘ dir z.B. meine Maske zum Anmelden bei meinem Newsletter an. Klein, fein, kompakt, oder?

Kann ja nicht viel dahinter stecken – auf den ersten Blick.

Aber: jetzt klicke mit der rechten Maustaste in diese Seite und wähle die Option „Seitenquelltext anzeigen“ oder so ähnlich (das ist in den unterschiedlichen Browsern verschieden benannt) und schau dir an, was dahinter alles steht!

Jede Menge, oder?

Deine persönliche Masken

Total spannend finde ich es immer, wenn ich hinter die Masken von Menschen schauen darf.

Bei neuen Begegnungen sehe ich erst einmal „nur“ diejenige, die für mich (oder die Umgebung, in der dieses Begegnung stattfindet) kreiert wird. Diese Außendarstellung kann ich mir ansehen, sie mit meinem Weltbild und meinen Werten abgleichen und einen trauten Maskenball mit meinem Gegenüber beginnen. Denn natürlich habe ich auch „meine“ passende aufgesetzt, was sonst.

Aber dann kommt irgendwann der „Klick mit der rechten Maustaste“ und wir lassen die Masken fallen und blicken auf den „Quelltext“ – ein spannender Moment. Große Überraschungen, Freude über Gleichgesinnung, Tiefe und ganz viel Mensch zeigen sich und die Qualität der Begegnung wird auf eine andere Ebene gehoben

3) Masken sind sensible Geschöpfe.

EDV-Eingabemasken

Du glaubst kaum, was alles schiefgehen kann 🙂 Ein falsches, eingegebenes Zeichen kann eine Erfassungs-Maske zum Absturz bringen und völlig unbrauchbar machen.

Du kennst das sicher von diversen Anmelde- oder Bestellmasken im Internet, irgendwann geht gar nichts mehr …

Alle Möglichkeiten, wie sie falsch verwendet werden kann, sollten vom Programmierer vorher schon ins Auge gefasst und entschärft werden. Darum gibt es den Ausdruck „DAU-sicher“ (DAU = Dümmster anzunehmender User). Klingt böse – doch bei so sensiblen Dingen wie einer Maske kann man nicht vorsichtig genug sein. Der Benutzer ist nämlich entweder verwirrt oder verärgert, wenn er plötzlich etwas völlig anderes zu sehen bekommt, als vorgesehen war.

Wie gesagt – es genügt ein „Sonderzeichen“ …

Deine persönliche Masken

Genau so anstrengend ist es, deine persönliche Maske vor Angriffen oder „Dummheiten“ von Außen zu schützen. Eine kleine unbedachte Äußerung von dir kann ausreichen, um dein Gegenüber zu verwirren oder zu verärgern. Vor allem, wenn deine Wort-Maske (das was du sagst) nicht mit deiner Körper-Maske (das was du zeigst) übereinstimmt.

Das wäre – wieder auf die EDV umgebrochen – so, als ob du bei einer Bestell-Maske schreiben würdest „Bitte Feld XY ausfüllen!“ – und es gibt gar kein Feld XY …

Fazit

Als Programmiererin muss ich mit Masken so und noch viel tiefgehender umgehen. Das gehört dazu. Das hat auch einen sehr klar definierten Sinn und Zweck.

Aber als Mensch?

Ich möchte nicht behaupten, dass es möglich ist, ganz ohne Masken zu leben – aber die Reflexion darüber, ob wirklich jede einzelne, die du dir in deinem Leben angeeignet (oder programmiert) hast, notwendig ist, kann nicht schaden.

Es könnte deine Begegnungen etwas wahrhaftiger und dein Leben etwas weniger anstrengend machen … was meinst du?

 P.S. Und bleib‘ neugierig!


7 Kommentare

  1. Hallo Claudia,
    dem kann ich nur zustimmen, ein spannender und unterhaltsamer Artikel. EDV-Masken sind sehr nützlich, privat sind Masken oft unangenehm, weil man bei manchen Menschen nicht weiß, woran man ist.
    Viele Grüße
    Claudia

  2. Pingback: Zusammenfassung der Blogparade Masken | Entfaltungsparadies

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