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Projekte planen und dranbleiben

5 Tipps, wie du dein nächstes Projekt sicher nicht umsetzt

Es ist wie mit dem Verliebtsein.

Zuerst fliegen die Schmetterlinge, die Euphorie überschwemmt den Kopf, aber irgendwann kommt der Alltag und damit auch die Ernüchterung.

Denn es ist nicht schwer, neue Ideen zu haben.

Aber dranzubleiben an einem Projekt? Sich tagtäglich zu überwinden, das zu tun, was dazu gehört, um es auch zu Ende zu bringen, das ist die Herausforderung!

Fünf nicht ganz ernst gemeinte Tipps habe ich für dich, wie du verhindern kannst, dass deine nächste Idee flügge wird und dein nächstes Projekt so richtig rockt:

1. Mach‘ dir keinen Kopf darüber, wie lange du wofür brauchst

Jedes Projekt hat eine zeitliche und eine inhaltliche Komponente. Du solltest sie dir zwar getrennt ansehen, allerdings müssen sie trotzdem miteinander „spielen“, damit du ein Projekt wirklich umsetzt. Und auch den zeitlichen Teil eines Projekts kannst du wieder auf zwei Ebenen betrachten, die zusammenpassen sollten:

  • Wann ist der Endtermin, also wann soll es fertig sein?
  • Und wie lange brauchst du für die einzelnen Aufgaben?

Wenn du dir keine Gedanken darüber machst, wie viel Zeit du für die Umsetzung brauchst, ist es völlig klar, dass du dich oftmals verschätzen bzw. auch überfordern wirst. Und damit ist auch klar, dass es mit der Umsetzung hapert.

2. Plane dein Projekt zeitlich so detailliert wie möglich

Egal, ob es um die Projekt- oder Tagesplanung geht – wenn du nicht umsetzt, was du geplant hast, kommt dir vielleicht in den Sinn: „Wenn ich das nur genauer, detaillierter mache, dann wird es klappen!

Dann werden im Kalender auf die Minute genau die einzelnen Umsetzungs-Schritte eingetragen. Allerdings kommt immer wieder das Leben (oder besser gesagt andere Prioritäten) dazwischen – und du beginnst mit der Planung von Neuem.

Eine andere Spielart könnte sein, dass du am Montag bereits beginnst, Aufgaben auf den Dienstag zu schieben, am Dienstag packst du dann alles, was du nicht geschafft hast auf den Mittwoch … und am Freitag bist du alleine von der Liste, die übrig geblieben ist, völlig erschöpft.

Das ist also ein Irrtum, dass Detailreichtum zum Ziel führt!

Zumindest, was die zeitliche Planung angeht. Inhaltlich mag das stimmen, wenn du dir selbst den Freiraum lasst, in „Pflicht“ und „Kür“ zu unterscheiden.

Die Pflicht-Schritte in einem Projekt sind diejenigen, die du auf keinen Fall auslassen darfst, damit die Sache funktioniert. Als Kür bezeichne ich gerne Aufgaben, die zwar nice to have wären, die aber die berühmten 80 Prozent im Pareto-Prinzip betreffen.

Das Pareto-Prinzip besagt nämlich, dass du mit 20% deines Aufwandes 80% vom Ergebnis erreichst. Und genau diese 20% sind die Pflicht.

5 Schritte, damit dein nächstes Projekt gelingt!

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am 27. Juli 2018, 11:00 Uhr

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3. Ignoriere die 5 anderen Projekte, die du angefangen hast

Oh, wenn Neues nur nicht so attraktiv wäre!

Dann wäre es doch wirklich simpel, an Projekten dranzubleiben, oder? In meiner Home-sweet-Office Challenge gibt es an einem Tag die Aufgabe herauszufinden, wie viele angefangenen Projekte in der Schublade liegen und auf ihre Fertigstellung warten. Und sehr oft bemerken die Teilnehmerinnen, dass nur mehr ein kleiner Schritt fehlen würde, um so ein angefangenes Projekt zu Ende zu bringen.

Da ist dann wohl eine neue Idee dazwischen gekommen.

Wenn du den absoluten Drang zu etwas Neuem verspürst, dann schau‘ trotzdem zuerst, woran du gerade arbeitest.

Das heißt nicht, dass du jedes tote Pferd weiter reiten solltest, manchmal macht es einfach keinen Sinn, daran festzuhalten. Aber ein Blick in die Richtung, ob du überhaupt die notwendigen zeitlichen Ressourcen für ein neues Projekt hast, ist oft hilfreich.

Auch der Gedanke, dass dir nichts davon läuft und du Projekte nicht sofort im selben Moment der Idee umsetzen musst, kann dir dabei helfen, dich nicht zu übernehmen und umzusetzen!

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4. Denke nicht darüber nach – fang‘ einfach an

Das ist zugegebenermaßen ein bisschen zwiespältig. Denn ich habe schon oft „einfach gemacht“, ohne einen ganz genauen Plan zu haben. Ich denke da z.B. an den Sommer 2017, als ich einfach angefangen habe, mit dem geführten virtuellen CoWorking zu experimentieren. Oder als ich 2016 meine Aktion Goodbye 2016 gestartet habe. Beides hat mich ziemlich unter Druck gesetzt, beides hat geklappt.

Aber Spaß schaut anders aus, ganz ehrlich!

Bei der Überlegung „Einfach anfangen oder vorher doch nachdenken?“ kommt es auch darauf an, wie viel Erfahrung du bereits mitbringst. Je mehr Erfahrung, desto „spontaner“ kannst du einfach losstarten.

Ich bin aber der Überzeugung, dass du dir einiges an Energie sparst, wenn du denken vom tun trennst.

Immer wieder sehe ich z.B., dass Einsteiger ein Webinar planen, Landingpage machen, Anmeldungen einsammeln – und am Abend davor in Panik ausbrechen, weil sie nicht wissen, wo und wie sie so ein Webinar abhalten werden und was danach passieren soll.  Natürlich lässt sich das alles irgendwie dann in einer Nacht- und Nebel-Aktion lösen und technische Hoppalas gehören dazu – aber den Stress kannst du dir eindeutig sparen, wenn du dir rechtzeitig (frühzeitig?) den Ablauf überlegst.

Selbst wenn du die Lösung noch nicht zu 100% parat hast, du weißt zumindest, was auf dich zukommt.

5. Ignoriere deinen Kalender

Der Weg von der Idee zur Umsetzung – und zum Dranbleiben – führt leider nicht am Kalender vorbei. Auch jede ToDo-Liste nicht.

Wenn du ignorierst, dass du in den nächsten Wochen drei Mal auf Fortbildung bist, die Abschlussfeier deines Kindes zu organisieren ist und du den Hund des Nachbarn betreuen musst, dann ist klar, dass du mit einer vollgepackten ToDo-Liste, die sich aus einem Projekt ergibt, nur scheitern kannst.

Ich plädiere immer dafür, eine Projekt-Planung, die daraus entstehende ToDo-Liste und den Kalender zu trennen. Das schafft einerseits Überblick, verleitet aber eben auch dazu, zu planen, ohne die Zeit, die dir zur Verfügung steht, mit einzubeziehen.

Dazu gehört übrigens auch der Tipp Nr. 1 – denn wenn du nicht annähernd (also vielleicht sogar geschätzt, wenn es dein erstes Mal ist) weißt, wie lange du wofür brauchst, wie kannst du dann realistisch fürs Umsetzen sorgen?

Fühlst du dich ertappt?

Nein, ich rede (oder schreibe) nicht schlau daher, denn das sind genau die Fehler, die ich zu Beginn meiner Selbständigkeit gemacht habe. Und manchmal im privaten Bereich immer noch mache ;-).

Also: wie gehst du es das nächste Mal an, wenn ein Schwarm Schmetterlinge dich überfällt?

P.S. Und bleib‘ neugierig!

 


Buchhaltung im Griff haben

Wenn Buchhaltung dein persönliches Grauen ist

Wenn du viele Kommentare auf Facebook zu einem deiner Postings haben möchtest, dann frag‘ deine Follower doch einmal, ob sie sich gerne um ihre Buchhaltung kümmern …

Das Thema Buchhaltung ist für viele ein Alptraum

Ich verstehe das total gut, denn auch ich habe mich vor wenigen Jahren noch immer wieder davor gedrückt, bis das Ende des Jahres da war und ich mich erst einmal ein paar Tage zurückziehen musste, um Ordnung ins Chaos zu bringen.

Meiner Beobachtung nach gibt es dafür mehrere Gründe – die du allerdings nicht so hinnehmen musst!

  • Es fehlt die Regelmäßigkeit
  • Du hast dir keinen Workflow zurecht gelegt
  • Dir spuken alte „Bilder“ im Kopf
  • Du bist davon überzeugt, dass du kein „Zahlenmensch“ bist
  • Du hast Angst davor, was dir die Zahlen über dein Business sagen
  • Du bist unsicher, weil du es nie „richtig“ gelernt hast

Ich könnte mir vorstellen, dass dir noch ein paar dazu einfallen, aber das sind diejenigen, die mir von meinen Kunden genannt werden.

Vieles geht leichter mit einem WARUM!

Warum Regelmäßigkeit?

Nehmen wir an, du machst hin und wieder eine Reise im Rahmen deines Business.  Auf dieser Reise sammelst du natürlich einiges an Belegen. Manche in deiner Geldbörse, manche in der Handtasche – oder sogar im Hosensack?

Nun bist du zurück, das Tagesgeschäft hat dich wieder und du sammelst deine Belege im besten Fall an einem Platz … und dort bleiben sie liegen, bis du dich am Jahresende an deine Buchhaltung machst.

Ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will. Dann geht nämlich die Suche nach dem Kalender und den Belegen los … und wenn du viele Reisen machst, weißt du höchstwahrscheinlich auch nicht mehr, welche Hotelrechnung zu welcher Reise gehört. Und die gefahrenen Kilometer? Die fallen hinten über, weil du dein Fahrtenbuch nicht nachtragen möchtest.

Warum ein Workflow?

Die beiden gehören zusammen: Regelmäßigkeit und Workflow.

Workflow bezeichnet die Aneinanderreihung von einzelnen Schritten, die dich zum Ziel führen (in diesem Fall eben eine aktuelle Übersicht über deine Zahlen). Wenn du immer die gleiche Abfolge einhaltest, wirst du bemerken, dass dir das Anfangen leichter fällt!

Warum alte Bilder hinderlich sind?

Ganz einfach: weil sie mit der Realität, dem Hier und Jetzt, schlicht nichts mehr zu tun haben.

Es ist völlig irrelevant, dass du in der Schule in Buchhaltung völlig versagt hast (so wie ich übrigens)!

Denn jetzt musst du keine doppelte Buchführung machen und es sitzt auch keine unsympathische Lehrerin (oder Lehrer) vor dir, die dich benoten wird. Und den brummigen Kollegen aus der letzten Anstellung, der dich immer mit Spesenabrechnungen genervt hat, den gibt’s auch nicht mehr.

Das Blatt darf von dir neu beschrieben werden! Genial, oder?

Warum du kein Zahlenmensch sein musst

Was für eine Schublade … in die du natürlich nicht gesteckt werden möchtest. Außerdem sehr praktisch als Ausrede dafür, dich nicht mit deiner Buchhaltung und deinen Zahlen zu beschäftigen.

Ich glaube dir schon, dass du das nicht bist – aber das musst du auch nicht sein, um Belege zu sammeln, zu bearbeiten und Zahlen in eine Tabelle einzutragen, um für dich den Überblick zu bekommen.

Das Zahlenmensch-Sein kannst du getrost deiner Steuerberaterin überlassen!

Warum diese Zahlen wichtig sind

Wissen ist doch immer angenehmer, als Nichtwissen? Oder?

Was hilft es dir, zwar das Gefühl zu haben, dass alles passt, dass deine Fixkosten nicht zu hoch sind, dass genügend für Steuer und Sozialversicherung zurückgelegt wurde – aber du WEISST es nicht?

Ganz oft trügt uns so ein Gefühl.

Ein Beispiel mit anderen Zahlen:

Eines der ersten Tools, das meine KursteilnehmerInnen in Home-sweet-Office 2.0 installieren sollen, ist RescueTime, das im Hintergrund mitschreibt, wie lange man sich in welchem Programm oder auf welcher Website aufgehalten hat. Vor kurzem habe ich von einer Teilnehmerin folgende Rückmeldung bekommen:

„Ich hatte ja ziemliche Angst vor der Auswertung, weil ich das Gefühl hatte, dass ich viel zu wenig richtig arbeite … aber sie zeigt mir, WIE viel ich mache – und dass ich eher einen Gang zurückschalten sollte!“

Du siehst den Unterschied zwischen Gefühl und Zahlen?

Und Hand aufs Herz: es hilft dir reichlich wenig, den Kopf in den Sand zu stecken – dort kannst du nämlich nichts ändern!

Warum Wissen nicht Wissen ist

Ich habe Buchhaltung „richtig“ gelernt. Und es hat mir reichlich wenig dabei geholfen, in meiner Selbständigkeit damit umzugehen. Weil das nämlich echt zwei paar Schuhe sind!

Wichtig ist, dass du die Ergebnisse „lesen“ kannst – du musst kein Experte in Steuerfragen sein, dazu gibt es Experten (die übrigens Zahlen lieben).

Wenn du der Meinung bist, du verstehst deine Business-Zahlen nicht, dann suche dir bitte jemanden, der es dir richtig erklärt!

Nur dann hast du die Chance, dein Business zu steuern.

Fazit

Natürlich kann das Buchen selbst an einen Steuerberater oder eine Buchhalterin ausgelagert werden. Das empfehle ich auch sehr. Aber die Verarbeitung deiner Belege, das kannst du höchstwahrscheinlich nicht so schnell delegieren.

Wie handhabst du das? Hast du einen regelmäßigen (also nicht nur jährlichen) Überblick über deine Zahlen?

P.S. Und bleib‘ neugierig!

 


Workation - was ist das?

Workation – Dein Home Office an einem anderen Ort

 

Kennst du das Gefühl, dass dir die Decke auf den Kopf fällt? Du arbeitest stundenlang im Home Office und kommst einfach nicht voran? Eine Lösung, dafür ist abschalten, eine Pause machen und die inneren Ablenker loswerden. Wie toll wäre es, wenn die Pause gleichzeitig zum Urlaub wird?

Das Konzept nennt sich Workation

Dabei geht es im Prinzip darum, sein Office für eine Zeit lang an einen anderen Ort zu verlegen. Du kannst eine Workation demnach wunderbar mit deinem Urlaub kombinieren. Hörst du auf zu arbeiten, bist du direkt im Urlaub und dein Business muss trotz Urlaub nicht auf Eis gelegt werden.

An dieser Stelle muss ich allerdings dazu sagen, eine Workation funktioniert nicht für jeden und nicht für jeden Beruf. Du solltest aufgeschlossen für neue Arbeitsbedingungen sein, generell Spaß am Arbeiten haben und dein Unternehmen bzw. deine Aufgaben mit dem Laptop erledigen können.

Warum Workations die Effizienz steigern und gut für dich sind

Immer mal wieder den Ort zu wechseln hat klare Vorteile. Der Effekt des Ganzen ist, du kommst aus deinen 4-Wänden einfach mal raus, kannst deine Gedanken frei entfalten und strotzt anschließend nur so vor neuer und kreativer Energie.

Eine Workation kann diese Punkte bestens unterstreichen. Mich überzeugen folgende Gründe, um immer mal wieder dem Home Office ade zu sagen.

Inspiration in neuen Orten entdecken

Auf einer Workation entdeckst du oftmals neue Orte. Du kennst die Gegend oder sogar das Land nicht. Das lenkt dich vom Alltag und Stresssituationen ab und regt deine Kreativität an. Du kommst dadurch auf neue Ideen und Gedanken. Ausbrechen aus den alltäglichen Ritualen kann so befreiend sein.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Der Urlaubsfaktor als idealer Ausgleich

Ich würde eine Workation mit dem Schnellladen eines Akkus vergleichen. Du erhältst neue Motivation und kannst phasenweise wunderbar abschalten. Das gibt dir einen tollen Ausgleich zum womöglich stressigen Alltag zu Hause.

Mein Tipp: Möchtest du deine Akkus komplett aufladen, dann lass die Arbeit lieber komplett daheim und entspann dich zu 100 Prozent.

Fokus auf ein klares Ziel

Es lohnt sich, auf eine Workation ein einzelnes Projekt mitzunehmen. Wenn du einen klaren Fokus hast, was du auf einer Workation erreichen möchtest, dann fördert das deine Arbeitsleistung. Ein Projekt für eine Workation kann je nach Job total unterschiedlich sein.

Für einen Autor kann es das Schreiben eines Buches oder einige Kapitel bedeuten, für einen Coach könnte es die Vorbereitung auf einen Workshop sein. Ein klares Ziel zeigt dir die Richtung und das Tempo, wie intensiv du auf einer Workation arbeiten musst.

Deine Projekte werden nicht unterbrochen

Für Selbstständige und Unternehmer, die meinen, ihr Business kann auf keinen Fall einmal ruhen, ist eine Workation perfekt. Alltägliche Aufgaben lassen sich auch an anderen Orten erledigen. Sei es das lesen von E-Mails, das Delegieren von Aufgaben oder das Planen von Kampagnen, Events und Terminen. Du schaffst dir mit einer Workation mehr Zeit für dich und dein Wohltun, lässt die Arbeit jedoch nicht schleifen.

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Schaff dir gute Arbeitsbedingungen

Disziplin ist bei solch einem Konzept das A und O. Wenn du nur am Strand liegst, kannst du auch gleich Urlaub machen. Der Gedanke hinter einer Workation ist ja, dass du dein Business voran bringst und dennoch mit viel Entspannung in den Alltag zurückkehrst.

Dabei hilft es besonders, wenn du dir gute Arbeitsbedingungen schaffst. Arbeiten am Strand klingt super, funktioniert in der Praxis allerdings weniger. Ein Angebot, welches immer öfter in Städten und ländlichen Gegenden auftaucht sind Coworking Spaces.

Man könnte diese Büro-Möglichkeiten als flexible Großraumbüros für Selbstständige und kleine Firmen beschreiben. Jeder kann sich für eine gewisse Zeit einen Schreibtischplatz mieten. Das kann dem ein oder anderen helfen, sich auf seine Arbeit besser zu konzentrieren.

In meiner Zeit in Lissabon habe ich unterschiedliche Coworking Spaces ausprobiert. Fünf unterschiedliche habe ich ausprobiert. Auf YouTube stelle ich dir die Spaces im Video vor. In jedem war sehr gutes Internet und eine ruhige und produktive Arbeitsatmosphäre geboten.

War die Arbeit für einen Tag abgeschlossen, so konnte ich die Stadt, die Strände und die tolle Natur rings herum erkunden.

Eine Workation, direkt in der Nähe

Auch wenn du nicht weit reisen und währenddessen deine Arbeit erledigen möchtest, kann eine Workation für dich genau das Richtige sein. Eine Workation kann ebenfalls gleich in deiner Nähe am See, am Berg – einfach im Grünen stattfinden.

Coworking Spaces in Österreich gibt es einige. Hier auf der Karte sind zahlreiche Büros an unterschiedlichen Orten aufgelistet.

Nimm dir also die Zeit, verlege dein Büro in eine andere Stadt, an einen anderen Ort und nutze die positiven Effekte und Vorteile, die ein ortsungebundener Job mit sich bringt.

Hast du ebenfalls Empfehlungen, wo die nächste Workation hingehen könnte? Schreib es hier in die Kommentare.

Zum Autor, Jan Schulze-Siebert

Auf moveyouroffice.io schreibt Jan über das ortsunabhängiges arbeiten und neue Arbeitskultur. New Work wird für viele Unternehmen ein immer wichtigeres Thema. Die Arbeitsbedingungen ändern sich. Workations und Remote Programmen machen es möglich, den Arbeitsplatz überall haben zu können.

Mehr über mich findest Du auf

P.S. Und bleib‘ neugierig!


Textbausteine mit PhraseExpress

Lass‘ für dich tippen! Textbausteine leicht gemacht mit PhraseExpress

In meinem Online-Programm Home-sweet-Office 2.0 ist PhraseExpress, ein Programm für Textbausteine, eines der ersten Tools, das ich vorstelle und mit dem die TeilnehmerInnen arbeiten. Und zu 99% sind sie auch völlig begeistert von den Möglichkeiten, die sich damit für sie auftun.

Vor kurzem bekam ich dann allerdings von einer Teilnehmerin die Rückmeldung:

„Da arbeite ich mich jetzt nicht ein, aber die Ideen dafür, was du dort alles abspeicherst, sind super, danke! Ich speichere das alles in Evernote ab, das passt schon …“

Nein, passt nicht, musste ich ihr sagen, denn damit hat sie folgenden Workflow aufgebaut, wenn sie einen Textbaustein braucht:

  • Evernote öffnen
  • Evernote durchsuchen
  • Textbaustein mit Strg+C kopieren
  • Dorthin zurückgehen, wo sie ihn braucht
  • Textbaustein mit Strg+V einfügen

Und das viele Male pro Tag?

In meinen Augen Energie-Verschwendung (und auch ein bisserl nervig, aber viel, viel früher hab‘ ich das natürlich auch so gemacht).

Beim Abspeichern eines Textbausteins hast du dann übrigens  in etwa den selben Aufwand …

Das alte Bild von Textbausteinen

Bei Textbausteinen denken die meisten Anwender an lange Absätze und Textpassagen, die sie immer wieder in z.B. Angeboten, Rechnungen und anderen langen Texten verwenden können.

Und da ist es dann auch meistens, das erste Argument gegen Textbausteine:

„Ich schreib‘ keine langen Texte oder Briefe, das brauch‘ ich nicht …“
„Ich schreib‘ so individuell, das kann ich nicht gebrauchen …“

Allerdings: beobachte dich doch einmal, was du jeden Tag mehrmals schreibst?

  • Deine eMail-Adresse
  • Mit lieben Grüßen
  • Deinen Namen
  • Die Adresse deines Blogs
  • Und noch vieles mehr

Dieses Video ansehen auf YouTube.

 

Zweites Argument:

„Ich merke mir die Abkürzungen nicht“

DAS ist ein spezielles Argument gegen das Programm PhraseExpress oder Text-Expander, das ich immer wieder höre und das sicher auch durch die fulminante Verwendung von Kürzeln wie z.B. von Ivan Blatter entstanden ist.

Ein Vorteil, den das Programm bietet, wird damit zum „geglaubten“ Nachteil

Ich weiß das deswegen so genau, weil ich vor 10 Jahren, als ich begonnen habe, damit zu arbeiten, auch ganz tolle Abkürzungen generiert habe – und daran verzweifelt bin, dass ich sie mir schlicht nicht gemerkt habe. System hin oder her.

Allerdings ist es absolut nicht notwendig, bei PhraseExpress diese Abkürzungen zu verwenden – es gibt nämlich eine geniale Suchfunktion, die wirklich alles wiederfindet.

Nichtsdestotrotz ist es gut, beim Abspeichern der Textbausteine ein gutes System dafür aufzubauen, aber das zeige ich dir auch im Rahmen meines Webinar-Sommers im nächsten Webinar.

Was ist PhraseExpress?

PhraseExpress ist im Prinzip eine Datenbank für Textbausteine. Nur dass du dazu nicht unbedingt eine Datenbank brauchst.

Wie es sich für eine Datenbank gehört, kannst du die einzelnen Bausteine miteinander verknüpfen, mit Variablen (=Platzhalter) arbeiten und somit vom einfachen abgespeicherten Link bis hin zu komplexen Dokumenten alles zusammenstellen.

In der Basis-Version ist PhraseExpress gratis, sobald du das Programm geschäftlich und nicht nur privat verwendest, wird eine Lizenz fällig, die allerdings für den Funktionsumfang des Programms wirklich moderat ist.

Für welches Betriebssystem gibt es diese Textbausteine?

Viel zu lange Jahre war PhraseExpress den Windows-Benutzern vorbehalten, in der Apple-Welt gab es aber ein Pendent dazu, nämlich den Text-Expander. Seit 2017 gibt es nun auch PhraseExpress für den Mac – und für mobile Geräte!

Das bedeutet, dass ich meine Textbausteine jetzt endlich auch auf meinem iPad und dem iPhone verwenden kann! Wie genial ist das?

Ich beantworte z.B. gerne Kommentare oder Privatnachrichten am iPad – und jedes Mal meinen Namen zu schreiben hat ganz schön genervt ;-). Damit ist jetzt auch Schluss!

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

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Und noch ein paar Vorteile von Textbausteinen mit PhraseExpress

  • Du kannst mit Variablen arbeiten, d.h. es passiert nie wieder, dass du Fehler beim Copy&Paste machst. Oder hast du noch nie eine eMail mit einer falschen Anrede bekommen, weil der Absender vergessen hat ihn auszubessern?
  • Für das Abspeichern von Textbausteinen benötigst du genau 2 Klicks.
  • Die Textbausteine sind in jedem Programm (und nicht nur in MS Office) verfügbar.
  • Die Zwischen-Ablage wird damit von einem Textbaustein auf 20 vergrößert.
  • Für Privatpersonen ist PhraseExpress kostenlos!
  • Du kannst Textbausteine formatiert oder unformatiert abspeichern.

Also: Wenn du dir viel Zeit fürs Tippen und vor allem auch beim Suchen ersparen möchtest, dann schaue dir dieses Helferlein näher an.

Dieses und jede Menge anderer Unterstützung für deine Arbeit im Home-Office gibt’s in meinem Halbjahres-Programm Home-sweet-Office 2.0!

P.S. Und bleib‘ neugierig!

 


Blogartikel schreiben

Wenn Buchstaben aussterben – Ein Plädoyer für Blogartikel

Eigentlich wollte ich nur einen Rückblick auf die Podcast-Helden Konferenz in Düsseldorf schreiben, aber dann saß ich am vergangenen Wochenende mit meinem iPad am Schoß und scrollte durch die neuesten Veröffentlichungen in meiner RSS-App.

Und stellte wieder einmal fest, dass viele meiner Lieblingsblogs irgendwie die Buchstaben verloren haben :-(

Oder abgeschafft, ich weiß es nicht genau …

Ja, das macht mich einigermaßen melancholisch, denn obwohl ich Podcasts wirklich liebe, gehen sie mir einfach auf vielen Blogs ab, diese netten Gesellen, die man auf einen Blick erfassen und verstehen kann.

Aber lass uns zuerst doch einen kurzen Blick zurückwerfen auf die Podcast-Helden-Konferenz, denn da bin ich mit folgendem Thema eingestiegen:

Meine eigenen Fails in Sachen Buchstaben

Auf der (übrigens groß-ar-tigen) Podcaster Konferenz durfte ich auch mit einem Beitrag auf der Bühne stehen und in das Thema „Redaktionsplan“ bin ich damit eingestiegen, dass ich meine eigenen Podcast-Fails beschrieben habe.

Eines habe ich aber nicht erzählt (wollte ich, ehrlich, aber irgendwie hat sich der rote Faden dann anders ergeben).

„Anders“ ist das richtige Stichwort: ich wollte es 2016 anders machen, als es damals alle anderen gemacht haben. Das ist nicht immer so schlau, aber das nur nebenbei.

Es gab also am Montag immer einen Blogartikel und am Mittwoch mit einem anderen (Achtung, erster Fehler!) Thema den Podcast. Und oft hab‘ ich mir am Mittwoch gedacht: „Wie schade, das wäre doch jetzt auch ein tolles Thema für meine LeserInnen gewesen … jetzt haben sie da gar nichts davon …

Also abgesehen von dem Overload (zweiter Fehler!) an Informationen, die ich mit der Strategie geliefert habe, habe ich auch quasi eine 2-Klassen-Followerschaft (dritter Fehler!) gebildet.

Ich müsste jetzt nachschauen, wie lange ich das so getrieben habe, aber irgendwann ist es auch mir zu viel geworden. Dann habe ich frisch-fröhlich nicht auf mein Bauchgefühl hörend (vierter Fehler!) weiter gemacht: eine Woche einen Artikel, die nächste einen Podcast …

Bis ich endlich die beiden Formate Text und Audio wieder zusammengeführt habe. Damit du entscheiden kannst, ob du lieber horchst oder liest. Oder das auch bei jedem Thema anders entscheidest.

Und in den letzten Monaten ist es mir eben aufgefallen …

Immer mehr BloggerInnen verlegen ihren Output auf Audios oder Videos. Und dann sitze ich eben da mit meinem Feed-Reader, klicke begeistert auf die Titel des neuen Artikels … und krame nach den Kopfhörern – oder eben auch nicht.

Ich mag nicht immer hören, ICH LIEBE BUCHSTABEN, ich mag bitte auch lesen :-(

Was ich verstehe

Ich verstehe, dass es schneller geht, 20 Minuten Audio aufzunehmen, als einen ausführlichen Artikel zu schreiben (und anhand von Transkripten kann man sehen, wie viele Buchstaben in 20 Minuten hineinpassen …).

Ich verstehe, dass es einfacher ist, ein Video aufzunehmen und hochzuladen, als … du weißt schon.

Ich verstehe auch, dass es die Reichweite auf Facebook und andernorts extrem erhöht, wenn man Videos macht, dass es die Verweildauer auf dem Blog erhöht, wenn Videos eingebunden sind – und dass es sinnvoll scheint, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu erwischen und dann auch die Audio-Spur des Videos als Podcast zu verwenden.

Wirklich, ich verstehe das und hab‘s fallweise auch gemacht.

Ich verstehe auch, dass es effizient ist, das Audio oder Video dann transkripieren (das heißt, ohne Überarbeitung, Überschriften oder ähnliches Beiwerk abtippen) zu lassen – aber ganz ehrlich, dass freut nur Google, für mich musst du das nicht machen …

Es müssen nicht immer 1000 Worte und mehr sein

Damit dieser Artikel nicht in einem Jammer-Tal endet, habe ich ein paar schöne Beispiele herausgesucht, die ich toll finde:

Voran natürlich unser Podcast-Held, Gordon Schönwälder, z.B. im letzten Artikel „Wie bekomme ich mehr organische Reichweite für meinen Podcast?

  • Episode eingebunden
  • Shownotes mit allen Links, damit man nicht den Text durchsuchen muss (fällt mir übrigens gerade auf, dass ich das nicht mache – danke fürs Learning!)
  • Und auch noch die Kernaussagen zusammengefasst.

Kevin Fiedler macht gerne Anleitungs-Videos und hier ist ein (zugegebenermaßen sehr aufwändiges) Beispiel auf seinem Blog, „Facebook-Beiträge optimieren – Mehr Klicks auf die Beiträge auf deiner Facebook-Seite„:

  • Video eingebunden bzw. verlinkt
  • Die ganze Anleitung auch noch als Text mit Screenshots – wow!

Und nicht zuletzt Anna Breitenöder in ihrem Artikel „8 Ideen für mehr Fokus für deine Marke„, aber diese Aufbereitung ist echt, echt aufwändig, sie hat nämlich ein Interview

  • In mehrere Videos aufgeteilt und
  • jeweils die Kernaussagen dazugeschrieben

Da ist die Frage, ob es nicht ausreichend gewesen wäre, jeweils die Start-Minute/Sekunde pro Thema dazuzuschreiben – im Sinne der Zeitersparniss.

Wie wär’s mit kreativen Worten?

Ich wollte, ich könnte so tolle Sketchnotes machen, wie z.B. Bettina Schöbitz oder Birgit Schultz – hier sind ihre Mitschriften von meinem Vortrag auf der Podcast-Helden Konferenz.

Bettina Schöbitz

Birgit Schultz

Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für dich? Sind ja auch Worte und wirklich gut nachzuvollziehen – dafür sind Sketchnotes ja gemacht …

Oder du könntest deine Mindmap, die du zum Podcast gemacht hast, als Bild einbinden? Gibt auch einen guten Überblick. Hier als Beispiel die Mindmap, die ich mir zum Artikel „Leserfrage: wie finde ich eine Mastermind-Gruppe für mich?“ gemacht hatte.

 

Ein super Beispiel dazu ist auch die Podcast-Folge „Über den aktuellen Hype rund um Onlinekurse und meine Gedanken dazu“ von Marit Alke, in der sie ihre Gedanken als PDF-Mindmap eingebunden hat.

Wann ich es sinnvoll finde, Podcasts/Videos mit kurzen Shownotes zu produzieren

Da möchte ich unterscheiden:

Ein Podcast im Interview-Format – super, genial, ich liebe es – und brauch‘ eigentlich nur ein paar Links bzw. Stichworte, worum‘s darin geht. Besonders nett, wenn‘s diese Informationen auch gleich in der Episoden-Beschreibung gibt, damit ich etwas zum Klicken hab‘ …

Ein Video mit einer Anleitung – auch genial und da möchte ich auch niemanden quälen (oder gequält werden) mit Screenshots und Text. Obwohl es sicher auch LeserInnen gibt, die besser mit Screenshots nachvollziehen können, wie etwas funktioniert, als von einem Video.

Wann ich es traurig finde, Podcast/Videos mit kurzen Shownotes zu produzieren

Ein Podcast, der aus einem Anleitungs-Video („klicke auf …“) produziert wurde … ist wie wir in Wien sagen, ein „Heckl“. Denn den Podcast höre ich am Handy – und selbst wenn ich versuche, das am Handy-Bildschirm nachzuvollziehen, die meisten Apps haben Buttons und Menüs ganz woanders …

Egal ob Podcast oder Video – wenn es dir um Wissens-Übermittlung geht, dann würde ich mir eben ein bisserl mehr als ein paar Stichpunkte wünschen.

Aber Claudia, du sagst doch immer …

Ich sag‘ immer: finde heraus, welches Medium für dich das beste ist. Was dir Spaß macht, in dem du strahlen kannst. Was dir am leichtesten fällt. Sei effizient beim Produzieren. Und noch vieles mehr.

Das passt in deinen Augen vielleicht nicht mit dem Inhalt dieses Artikels zusammen. Für mich auch nicht zu 100%. Weil ich z.B. sehr gut nachvollziehen kann, dass du nicht gerne schreibst. Allerdings denke ich auch, dass es vielleicht (wie oben gezeigt) andere Wege gibt, Freundschaft mit Buchstaben zu schließen …

Was will ich dir damit eigentlich sagen?

Vielleicht wollte ich nur meinen Frust loswerden …

Nein, Scherz beiseite ;-).

Fazit ist:

  • Nicht jedes Medium ist für jeden Inhalt gleich gut geeignet.
  • Effizienz beim Produzieren von Content ist wichtig – aber nicht alles.
  • Bitte denke an all die Menschen, die unnötige Bildschirmzeit vermeiden wollen (= Video)
  • Bitte denke an all die Menschen, die Buchstaben und Wörter lieben (ja, ist jetzt egoistisch, ist aber so …)

Es leben Blogs mit Buchstaben! Viele davon :-)

P.S. Und bleib‘ neugierig!