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4 Dinge, in denen ich auf Social Media nicht gut bin

Social Media

Manchmal sieht man den Wassertropfen vor lauter Wellen nicht.

Ich bereite gerade mein Webinar für das Social Media Starter Camp vom 4. – 7. April 2016 vor und da fällt mir wieder einmal auf:

Bzw. unbedingt alles zu machen, was der/die ExpertIn selbst empfiehlt …

Der Ausdruck „Experte“ hat sich auch in meiner Wahrnehmung in den letzten Jahren unglaublich gewandelt. Früher war das jemand, der über Wissen verfügte, das sonst niemand hatte. Heute bist du Experte, wenn du anderen ein paar Schritte voraus bist. Das heißt aber nicht, dass du bereits angekommen bist!

Mein Experten-Thema beim Social Media Starter Camp lautet übrigens: 5 Strategien gegen das Verzetteln in Social Media. Es sind noch Tickets zu haben, daher hier ein kleiner Werbe-Einschub:

Social Media Starter-Camp

Aber zurück zum Thema. Mir ist also bei der Vorbereitung aufgefallen, dass ich mich zwar mit Hilfe dieser Strategien nicht verzettle, aber einiges nicht gut (genug) mache.

Ich nehme an, dass ich im Webinar nicht genug Zeit haben werde, um auf diese Fehler einzugehen, daher kommst du heute schon in den Genuss davon :-).

Übersicht in Social Media ist gut – Reaktion ist besser

Inzwischen arbeite ich mit verschiedenen Tools, um den Überblick in Twitter zu behalten.

Wie du wahrscheinlich weißt, wird bei Twitter der Feed ungefiltert an dich ausgeliefert. Und das hat mich früher wirklich etwas überfordert. Daher habe ich mir einerseits Twitter-Listen angelegt (in diesem Video hier habe ich ein hilfreiches Tool dafür beschrieben) und andererseits in Hootsuite eigene Feeds für Retweets, Mentions, und einige Hashtags angelegt. Meine Inhalte plane ich über den Postplanner vor.

So weit, so sinnvoll.

Aber: So großartig es ist, wenn du dir solche Listen und Feeds vorbereitest, wenn du dann nicht aktiv damit arbeitest, kannst du es eigentlich gleich bleiben lassen:

Versäumnis Nr. 1: Ich schaue zu selten in Hootsuite.

Maßnahme: Ich habe mein Hootsuite-Profil in meinen Favoriten-Ordner, den ich in der Früh automatisch öffne, hinzugefügt, damit die Seite auf jeden Fall einmal offen ist.

Versäumnis Nr. 2: Ich reagiere viel zu selten auf Retweets und Mentions.

Maßnahme: Auch das sollte ich in Zukunft in den Griff bekommen, indem ich Hootsuite jetzt in meinen Workflow für’s Pflegen meiner Social Media Kanäle eingebaut habe. Bei Facebook funktioniert’s ja auch!

Versäumnis Nr. 3: Ich mache nicht mit.

In jedem Social Media Kanal gibt es „Benimm-Regeln“. Eine davon dürfte auf Twitter sein (so habe ich das zumindest beobachtet …), dass du am #FF, also am Follow-Friday mitmachst.

Immer am Freitag werden andere Twitterati mit diesem Hashtag empfohlen. Außerdem lese ich sehr häufig „Danke-Tweets“. Sie sind meist mit „Danke für RT“ (= Retweet) oder ähnlichem eingeleitet.

Beides vernachlässige ich sträflich :-(. Dabei wäre es so eine simple Möglichkeit, meine Wertschätzung und Freude über die Interaktion und Aufmerksamkeit auszudrücken!

Maßnahme: Ich habe mir in IFTTT ein Rezept angelegt und jetzt landet jeden Donnerstag ein Aufgaben-Kärtchen mit der Erinnerung an den #FF in meiner ToDo-Liste auf Trello.

Noch kann ich von keinen Ergebnissen berichten, die Zeit wird zeigen, ob mir das hilft, diese Benimm-Regeln auf Twitter einzuhalten.

Facebook-Listen sind toll – wenn du sie aktiv benutzt

Facebook ist großartig, um auch neue Leute auf dich und dein Angebot aufmerksam zu machen. Aber was ist mit den Kontakten, die dich still und leise bereits unterstützen? Was ist mit deinen bestehenden Kunden? Bist du mit ihnen in gutem und vor allem regelmäßigem Kontakt auf Facebook?

Auch hier arbeite ich mit beiden Sorten von Listen. Sowohl mit denen, über die du die Privat-Profile deiner Kontakte bündeln kannst, als auch mit den sogenannten Interessenlisten, die ich in diesem Video genauer erkläre.

Versäumnis Nr. 4: Ich pflege meine Facebook-Listen nicht regelmäßig

Ich habe z.B. eine Liste mit genau den Menschen, die mich durch das Teilen und Kommentieren meiner Facebook-Beiträge immer wieder unterstützen. OK, hier kommt’s: ich habe sie angelegt – pflege sie aber viel zu selten!

Maßnahme: Ab sofort steht auf meiner Samstags-Checkliste, dass ich überprüfe, wer in der vergangenen Woche meine Inhalte geteilt oder kommentiert hat (dazu gibt’s auf Facebook den schönen Menüpunkt Benachrichtigungen), mit wem ich noch nicht befreundet bin – und dann kann ich die Freundschaftsanfrage verschicken und gleich der Liste hinzuzufügen.

Wozu das? Nun, ganz einfach: dann kann ich wieder in meiner täglichen Social Media Routine auf diese Liste klicken und schauen, was ich Gutes für diese Unterstützer tun kann!

Unter’m Strich

Das war also mein Geständnis ;-). Und mir fallen noch viel mehr Gelegenheiten auf Social Media ein, die ich ungenutzt an mir vorbeiziehen lasse. Aber ich denke, wenn ich diese vier Punkte einmal richtig in meinen Workflow eingebunden und eine Regelmäßigkeit hineingebracht habe, ist schon viel gewonnen, oder?

Wie sieht’s bei dir aus? Worin bist du auf Social Media „nicht gut“? Was könntest du als nächstes anpacken? Schreib‘ es mir doch hier im Kommentar – das verpflichtet gleich ein bisserl zum Umsetzen …

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

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26. Jänner 2017, 11:00 Uhr

Templates, Platzhalter und der richtige Workflow

 

6 Kommentare

  1. Hallo Claudia,
    der Artikel ist gut gemacht. Während Du Dir Fehler eingestehst, zeigst Du zeitgleich Deine Kompetenz und Dein Wissen.
    Gefällt mir richtig gut!
    Vielen Dank für die Tipps 🙂

    • Hallo Mathias!

      Vielen Dank – und jetzt muss ich gestehen: so wie du habe ich das noch nicht betrachtet, werde es mir aber merken, danke! Das nächste Mal dann „gewollt“ 🙂

      Liebe Grüße,
      Claudia

  2. Hallo Claudia,

    da Twitter mein Steckenpferd und meine Lieblingsplattform ist, ein paar weiterführende Tipps nach einem schnellen Blick in deine Tweets/Tmeline (TL). Deine Selbstbeschreibung „Ich mache nicht mit (nicht nur am #ff und bei THX)“ trifft – noch – zu ;-).

    – Bei Twitter sprechen die Menschen miteinander – auch wenn in der schnell dahinfließenden TL der Eindruck entstehen könnte, dass nur Links gepostet werden. Sicherlich findest du für dein Fachgebiet Twitterati, mit denen du gezielt in Dialog treten kannst – damit deine Expertise live wahrgenommen wird. Wie bei Facebook ist ein Twitteraccount, der nur eigene Produkte/DL postet oder ohne Kommentar andere Links retweeten, nicht attraktiv für menschliche Interaktion.

    – Beim #ff sehe ich leider viel zu häufig „Massen-#ff’s“ nach dem Muster „Mein #ff geht an: @Person1 @Person2 @Person3 …“ Das hilft niemanden. Bei dir habe ich noch keinen entdeckt, daher empfehle ich dir Folgendes: In einem #ff-Tweet nur einen Account angeben und erläutern, warum du den jeweiligen Twitteraccount empfiehlst. Das hilft deinen Followern (Mehrwert), denn sie müssen sich den Account nicht mehr selbst ansehen, sondern entscheiden anhand deiner Erläuterung. Und der Twitterwelt zeigst du, dass du ernsthaft Empfehlungen aussprichst … und nicht nur „Twitteraccounts en masse“ rausschleuderst in der Hoffnung auf massenhaftes Retweeten.

    – Das Dankesagen für Tweets und Mentions ist ein zweischneidiges Schwert. Sicherlich zeigt es, dass du deinen Account beobachtest und in Interaktion trittst – gut so; doch als einzige Gesprächsvariante reicht das nicht (s.o.).
    Ich habe mich zu Beginn bei Twitter auch bedankt und es mittlerweile wieder sein lassen. Zwei Dinge gebe ich zu bedenken:
    a) Manche (!) Twitterati stehen auf dem Standpunkt, dass der Retweet deiner Inhalte das „Danke der Twitterwelt“ für einen guten Inhalt deinerseits ist ;-). Ein Dankeschön von dir erübrigt sich so.
    b) Wenn du immer mehr Retweets (und @-mentions und Favs/Herzen) erhältst, bist du erstens gut beschäftigt mit den Dankesschreiben und läufst Gefahr, dich zu verzetteln – sei es mit einzelnen Dankestweets oder als Massen-Danketweet. Massen-Dankschreiben müllen zweitens nur mit den darauf neu folgenden Antworten/Herzen deine Mitteilungsansicht und die der im Tweet genannten Personen zu – das nervt kollosal.

    – Zum Thema „Retweeten anderer Inhalte“: Deinen Followern bietest du einen Mehrwert, wenn du bei einem Retweet von Inhalten anderer noch ein „eigenes Zitat“ mit Erläuterung hinzufügst, warum du den entsprechenden Link empfiehlst, was dir besonders gefallen hat oder in welchem Punkt du widersprichst – das sind gute Anknüpfungspunkte für ein Twittergespräch.

    Es würde mich freuen, wenn meine Ergänzungen für dich hilfreich sind und vielleicht ein kleines Dankeschön darstellen für die vielen Tipps, die ich für mein Home-Office schon bei dir gefunden habe.

    Übrigens: Deinem Versäumnis 4 schließe ich mich voll und ganz an … Facebook, gepflegte Listen und ich …

    Es grüßt dich herzlich aus Limburg,
    Deine Manuela

    • Liebe Manuela,

      vielen Dank für die zusätzlichen Tipps, das bringt richtig Mehrwert! Dein Hinweis auf die Massen-#FFs hilft mir besonders – das kam mir nämlich so völlig sinnlos vor – darum hat sich innerlich auch etwas bei mir gesträubt. Jetzt habe ich eine Strategie! Auch deine Ergänzungen zum Dankesagen hilft richtig!

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  3. Brigitte sagt

    Hallo Claudia,
    schön geschrieben :-)Diese Art des Ratgebens kann sich jeder gefallen lassen,ohne Schläge. Dafür mit vielen Anregungen.
    Herzlich – Brigitte

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