Content-Marketing
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Content schneller produzieren mit diesen 3 Workflows

Content schneller produzieren mit Workflows

„Es ist so großartig, den Content für das ganze nächste Monat geplant zu haben!“

Wenn es bei diesem erleichterten Stoßseufzer bleiben würde, wäre die Welt, wie sie uns gefällt.

Aber leider steht nach dem Planen und vor dem Veröffentlichen auch noch das Produzieren dieser Content-Stücke. Und daran hapert es oft.

Der Hauptfehler, den ich bei meinen TeilnehmerInnen des Content-Planungs-Clubs sehe, besteht darin, sehr optimistisch zu planen, ohne zu überlegen, wann denn all diese geplanten Inhalte produziert werden sollen!

Darum soll's aber hier in erster Linie nicht gehen, sondern darum, welche Workflows du anwenden kannst, um aus nur einem Content-Stück schneller mehrere zu machen.

Weniger (Themen) ist mehr!

Das widerspricht gefühlt dem, was ich in der Einleitung geschrieben habe. Aber eben nur „gefühlt“.

Denn es geht dabei nicht darum, für jeden Kanal ganz exklusive Inhalte mit ganz unterschiedlichen Themen zu produzieren, sondern ein Thema aufzugreifen und entsprechend den Anforderungen der einzelnen Kanäle mehrere daraus zu zaubern.

Wichtig ist dabei, dass du weißt, welche Content-Art dir am leichtesten fällt. Ist es der Blogartikel, den du flott schreiben kannst? Oder fühlst du dich vor der Video-Kamera wohl? Oder plauderst du lieber mit einer anderen Person darüber?

Weißt du das schon?

Die Podcast-Episode zum Artikel

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Wenn dir diese Episode gefallen hat, freue ich mich über ein paar Zeilen und Sternchen auf iTunes von dir!

Hier zeige ich dir genau, wie's geht.

Wenn dein Basis-Content ein Blogartikel ist

Ich behaupte einmal, dass Blogartikel der einfachste Weg zum Content-Marketing sind.

Du brauchst keine zusätzliche Technik wie Video-Kamera oder Software, sondern musst „nur“ schreiben. Damit kannst du sofort starten, sobald du eine Webseite mit der Möglichkeit hast, nicht nur Seiten, sondern auch Artikel anzulegen.

Artikel schreiben oder diktieren?

Wenn du es nicht gewohnt bist zu schreiben, dann kann es gut sein, dass diese Hürde für dich sehr hoch ist. Meistens allerdings nicht, weil du nicht schreiben kannst, sondern weil du es „richtig“ oder „perfekt“ machen möchtest.

Ein Tipp, der schon einige Schreibblockaden gelöst hat: Diktiere den Text!

Dazu gibt es unzählige Tools, angefangen von Google-Docs, über dein iPhone bis hin zu Speechnotes. Das ist ein Online-Tool, mit dem du auch sehr gute Ergebnisse erzielen kannst.

Neben der Geschwindigkeit gibt es noch einen zusätzlich positiven Effekt: Deine geschriebene Sprache wird dadurch natürlicher. Du schreibst eher genauso wie du sprichst!

Ein Workflow, um Artikel schneller zu produzieren

  • Überlege dir bitte rechtzeitig, worüber du schreiben wirst! Nichts ist schlimmer als ein weißes Blatt oder so viele Ideen im Kopf, dass du dich nicht entscheiden kannst. Ja, damit meine ich einen Content- oder Redaktionsplan.
  • Lege fest, was die Kernaussage deines Artikels sein soll.
  • Schreibe zuerst die Struktur in Form von Überschriften und Zwischenüberschriften.
  • Fang an. Und das muss nicht unbedingt oben sein. Fang bei der Überschrift an, zu der dir sofort und flüssig etwas einfällt. Egal, ob du schreibst oder diktierst!
  • Erst zuletzt (!) arbeitest du am Titel deines Artikels

Zuletzt: Wenn du deinen Artikel in deinen Blog einpflegst, dann arbeite mit einer Checkliste, damit es schneller geht und du nichts vergisst, was für deine LeserInnen und die Suchmaschinen wichtig ist.

Klicke auf folgenden Link oder auf das Bild und hol‘ dir meine gratis Checkliste „Dein Blogartikel perfekt veröffentlicht!

Checkliste Blogartikel veröffentlichen

Was du aus einem Blogartikel noch machen kannst.

Damit ist der Blogartikel fertig. Aber – und darum geht es ja hier -, du kannst jetzt die Gelegenheit beim Schopf packen und weitere Medien daraus erstellen.

Nimm einen Podcast auf

Es ist viel einfacher, aus einem Blogartikel einen Podcast zu machen, als ohne Konzept. Denn das Konzept hast du ja bereits für deinen Artikel durchdacht.

Dabei gibt es nur eine Falle, nämlich die, dass du versucht sein wirst, den Artikel vorzulesen. Also Wort für Wort so weiterzugeben, wie du ihn geschrieben hast. Und das hören deine ZuhörerInnen.

Aber das zu verhindern ist nur eine Sache von Übung!

Und wie bei jedem Content: Du musst ihn nicht veröffentlichen. Du kannst ihn jederzeit wieder löschen oder überarbeiten.

Mach‘ aus dem Podcast ein Video für YouTube

Bei diesem Thema scheiden sich die Geister der ExpertInnen. Die einen sagen, dass es für deinen YouTube-Kanal schlecht ist, Podcast-Episoden als Video zu veröffentlichen, die anderen empfehlen es durchaus.

Lass zuerst dein Bauchgefühl sprechen.

Wenn dein YouTube-Kanal nicht dein Haupt-Marketing-Werkzeug ist, dann kannst du in Ruhe abwarten und später anhand deiner Zahlen entscheiden, ob du weiter Podcast-Episoden dort veröffentlichst, oder nicht.

Greife einen Teil des Artikels in einem Live-Video auf

Wenn du deine Blogartikel gut strukturiert hast, dann kannst du sicher einen Teilaspekt daraus noch näher beleuchten. Idealerweise (nämlich was das „schnell produzieren“ angeht) machst du das als Live-Video, auf welchem deiner Kanäle auch immer.

Danach hast du wieder Futter für deinen YouTube-Kanal und kannst dieses Video nachträglich in deinen Blogartikel einbetten.

Damit erhöhst du die Verweildauer deiner LeserInnen auf deinem Blog – und das mag Google auch.

In diesem Video zeige ich dir unter anderem, wie du Audios und Videos in deinen Blogartikel einbetten kannst.

  • 00:00 Blogartikel aufpimpen
  • 01:35 Wie und warum du Videos einbinden solltest
  • 04:47 Wie du Audios einbindest
  • 09:06 Wieso ich PrettyLinks für Podcast-Episoden verwende
  • 16:35 Wo ich mir die Links zu meinen Blogartikeln abspeichere – für den schnellen Zugriff
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Wenn dein Basis-Content ein Video ist

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, denen es leichter fällt, zu sprechen, als zu schreiben? Und ja, es gibt einen Unterschied zwischen „Text diktieren“ und „in einem Video erzählen“. Die Sprache ist mit Sicherheit eine andere, weil dein Fokus jeweils woanders liegt.

Beim Diktieren denkst du an den Text, wenn du ein Video aufnimmst, denkst du an deine ZuseherInnen. Und das macht eben den Unterschied.

Video live oder aufgenommen?

Der Gedanke daran, nichts ändern oder verbessern zu können, wenn du live gehst, ist im ersten Moment beängstigend. Das kenne ich natürlich auch zu gut!

Aber wenn es darum geht, Content schneller zu erstellen, dann spricht das auf jeden Fall für ein Live-Video! Du hast nur einen Take und pfriemelst nicht lange daran herum, machst keine 5 Aufnahmen … Du siehst schon, worin deine Zeitersparnis liegt.

Das bedeutet aber nicht, dass du dieses Video nicht als Basis für weitere Content-Stücke verwenden solltest!

Ein Workflow, um Videos schneller zu produzieren

  • Überlege dir bitte rechtzeitig, worüber du sprechen wirst! Das kommt dir bekannt vor? Tja, das sollte es auch!
  • Lege fest, was die Kernaussage deines Videos sein soll.
  • Schreibe dir einen roten Faden mit Stichpunkten. Früher habe ich das gerne mit StickyNotes gemacht, inzwischen mache ich meine Live-Videos mithilfe von Präsentationen, die immer ähnlich aufgebaut und gleich im Design sind. Das spart Zeit!

Was du aus deinem Video noch machen kannst

Jetzt wird's spannend, denn auch Videos haben großes Potenzial, um mehrere Kanäle damit zu füllen.

Untertitel und Video zu Text

Es kann ausreichen, es Facebook (falls du dort live gehst) zu überlassen, die Untertitel automatisch zu generieren. Bei YouTube schaut das Ergebnis schon weniger gut aus, denn hier wird keine Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung und die Interpunktion genommen.

Daher empfehle ich dir, aus dem Video (bzw. der Audio-Spur deines Videos) über ein extra Tool ein Transkript erstellen zu lassen. Ich verwende dafür entweder Sonix.ai oder HappyScribe, wie ich im Artikel zum Erstellen von Untertitel bereits beschrieben habe.

Mach aus dem Video deinen Blogartikel

Ich weiß, oft wird empfohlen, für einen Podcast bzw. ein eingebettetes Video nur sogenannte Shownotes, d.h. eine kurze Zusammenfassung zu machen.

Allerdings sind diese Artikel dann fast immer weniger als 600 Wörter lang. Und das ist zu wenig, um Google glücklich zu machen. Abgesehen davon, gibt es nun einmal Menschen, die lieber lesen!

Lass‘ dich aber bitte nicht (wegen der Zeitersparnis) dazu verleiten, das reine Transkript, eventuell mit ein paar Zwischenüberschriften, zu veröffentlichen! Das ist schlecht bis gar nicht lesbar und zeigt deinen LeserInnen gegenüber eine geringe Wertschätzung.

Du wirst ausprobieren müssen, ob es für dich schneller klappt, das Transkript zu überarbeiten, oder den Blogartikel anhand des Transkripts neu zu schreiben.

Denk‘ daran, du bist gleich nach dem Schreiben mitten im Thema drinnen und musst höchstwahrscheinlich nicht mehr viel darüber nachdenken. Mir persönlich fällt es leichter, den Text frisch zu schreiben, als zu überarbeiten.

Mach‘ aus dem Video einen Podcast

Das gilt natürlich nur für Themen, die für ein Audio geeignet sind. Eine Podcast-Episode aus einem Video zu erstellen, in dem du z.B. den Umgang mit einem Tool zeigst, ist ziemlich sinnlos …

Du musst nur noch Intro und Outro hinzufügen und fertig ist der zusätzliche Content!

Mein Workflow, um Content schneller zu produzieren

Ich habe echt viel ausprobiert und immer wieder verändert.

Basis für die Veränderungen war unterm Strich immer Zeitknappheit.

Das heißt, wenn ich den Eindruck hatte, dass ich zu viel Zeit damit verbrachte, meinen kostenlosen Content zu erstellen, habe ich in meiner Zeiterfassung nachgeschaut, wie viele Stunden es im Schnitt pro Monat waren und dann entschieden, ob ich etwas verändern möchte.

Mein Workflow für Blogartikel und Podcast

Wie du deinen Podcast produzieren kannst, ohne Stunden damit zu verbringen, zeige ich dir hier in meinen gesamten Workflow vom Blogartikel bis zur Veröffentlichung:

  • 00:00 Blogartikel schreiben und den Podcast produzieren mit Audacity
  • 00:50 Kleiner Tipp fürs effiziente Schneiden von Podcasts
  • 01:30 Intro und Outro in Audacity hinzufügen
  • 03:00 Teaser zum Podcast produzieren
  • 05:15 Ordner- und Medien-Struktur zum Aufbewahren der Podcast-Daten
  • 06:07 Mit der headliner.app Podcast produzieren als Video und Teaser-Video
  • 13:49 Podcast Episode in Podigee.com hochladen und veröffentlichen
  • 18:19 Mit dem Webplayer von Podigee.com Podcast-Episode in Blogartikel einfügen
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Mein Workflow für Live-Videos

Ich hatte geschrieben, dass Live-Videos auf jeden Fall schneller produziert sind, als wenn du Videos aufnimmst. Und dabei bleibe ich auch. Allerdings verarbeite ich das Live-Video, das ich auf meiner Fanpage mache, noch weiter.

Um es mir mit den Themen für die Live-Videos leichter zu machen, nehme ich entweder einen Teilaspekt meines nächsten Blogartikels (darum ist auch ein Content-Plan sinnvoll …) oder eines älteren Blogartikels, den ich durch ein Video aufwerten möchte.

Kurz zusammengefasst sieht mein Workflow so aus:

  • Das Live-Video kündige ich am Tag vorher im Newsletter an, dadurch habe ich auch schon das Thumbnail für alle Kanäle fertig.
  • Ich gehe per Zoom live und nehme per Zoom auf. Dadurch habe ich ein Video in besserer Qualität zur Verfügung.
  • Die Audio-Spur lade ich zu Sonix hoch und überarbeite die Untertitel (nicht perfekt, aber besser als vorher).
  • Das Original-Video schneide ich in Camtasia (vorher importiere ich die Untertitel, damit ich sie mitschneiden kann …), dabei schneide ich die Gespräche zu/mit den Live-ZuseherInnen raus, ebenso den Anfang und das Ende.
  • Dieses gekürzte Video kommt auf YouTube und wird dort optimiert.
  • Daraus nehme ich dann wieder in Camtasia einen Ausschnitt (inklusive Untertitel!) von 5-7 Minuten und produziere ein Video für LinkedIn.

Fazit

Wenn du einmal ein Basis-Stück erstellt hast, dann kannst du mit wenig Aufwand für weitere Kanäle schneller produzieren, ich denke, das wird hier klarer.

Zusätzlich kommt natürlich auch der Faktor Social-Media ins Spiel, denn wenn du ein einziges Thema so intensiv „bearbeitet“ hast, dann bist du einerseits so tief drinnen, dass dir Postings dazu leichter fallen werden und andererseits hast du so viele unterschiedliche Content-Stücke, dass für jede/n etwas dabei ist.

Wie sieht's bei dir aus? Wie sparst du Zeit beim Produzieren deines Contents? Ich freu‘ mich auf deine Tipps in den Kommentaren!

P.S. Du willst tiefer in das Thema Content-Planung und Content-Marketing eintauchen? Dann schau‘ auf der Übersichtsseite vorbei, da gibt es mehr dazu!

P.P.S. Und nicht vergessen: Bleib‘ neugierig!


1 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Beitrag der mit viel Aufwand und liebebvolll geschrieben wurde – vielen Dank dafür!
    LG aus Augsburg.

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