Autor: Claudia Kauscheder

Was nicht auf deine To-do-Liste gehört

9 Dinge, die nichts auf deiner To-do-Liste zu suchen haben

Eine To-do-Liste soll dir helfen, deine Arbeit zu organisieren, den Überblick zu behalten und Dinge zuverlässig zu erledigen. Gerade im Online-Business kann sie aber schnell zu einer Sammelstelle für alles werden, was dir durch den Kopf geht: Ideen, Termine, Projekte, Ziele, Erinnerungen und vage Vorhaben. Das Problem: Nicht alles, was wichtig ist oder erledigt werden muss, ist automatisch eine Aufgabe. Hier sind die wichtigsten Arten von Einträgen, die auf einer klassischen To-do-Liste nichts zu suchen haben und wo sie stattdessen besser aufgehoben sind. Dinge, die keine konkrete Handlung beschreiben Das ist manchmal gar nicht so leicht, aber ich sage meinen KundInnen immer, es muss ein „Tun-Wort“ darin enthalten sein. Beispiele für schlechte Formulierungen: Website überarbeiten Instagram verbessern Marketing machen Buchhaltung Onlinekurs erstellen Ja, bei einigen sind sogar Tun-Wörter vorhanden, aber sie sind einfach zu ungenau. Du weißt nicht, was du konkret tun sollst, wie lange es dauert oder wann du fertig bist. Solche „Aufgaben“ wirken schnell überwältigend und werden gerne aufgeschoben. Besser: Formuliere eine konkrete, ausführbare Handlung. Statt „Website überarbeiten“: „Neue Texte für die Angebotsseite schreiben“ …

Altlasten beseitigen

Altlasten beseitigen: Wie du Projekte ohne Endtermin endlich angehst

Kennst du diese Projekte, die schon ewig irgendwo herumliegen? Die keinen wirklichen Endtermin haben, deshalb immer wieder verschoben werden und dich trotzdem jedes Mal ein kleines bisschen nerven, wenn du daran denkst? Genau um diese Altlasten geht es heute. Ich habe vor einigen Jahren selbst so eine Altlast beseitigt, und zwar mit einer ziemlich radikalen Entrümpelungsaktion. Wir haben damals schon 20 Jahre in unserem Haus gelebt. Als wir aus unserer Wohnung in Wien hierhergezogen sind, hatten wir das Gefühl: Mein Gott, dieses Haus wird nie voll. So viel Platz! Tja. Kaum schaut man einmal kurz um die Ecke, sind 20 Jahre vorbei, der Dachboden ist voll, der Keller ist voll und in diversen Kastln haben sich ebenfalls Dinge angesammelt, von denen man teilweise gar nicht mehr wusste, dass man sie besitzt. Ich wollte das nicht langsam und gemütlich über die nächsten Monate erledigen. Also haben wir uns tatsächlich eine Woche Urlaub genommen, einen Container bestellt und uns von oben nach unten durchs Haus gearbeitet. Aussortiert, weggeworfen, weitergegeben und natürlich auch geputzt. Eine klassische Hauruckaktion also. …

Konzentration reicht nicht für Fokus

Fokussiert arbeiten: Warum Konzentration allein nicht reicht

Fokus. Klingt jetzt nicht unbedingt wahnsinnig sexy und ist für mich manchmal so ein typischer Begriff, der im Zusammenhang mit Selbstmanagement ständig verwendet wird. Du musst fokussierter arbeiten. Du musst deinen Fokus halten. Du musst dich konzentrieren. Ja eh. Aber was bedeutet Fokus eigentlich wirklich – und warum helfen all die wunderbaren Tipps zum fokussierten Arbeiten manchmal trotzdem nicht? Wenn ich an Fokus denke, habe ich sofort ein Bild aus meiner Vergangenheit im Kopf. Meine Tochter sitzt vor vielen Jahren mit mir am Küchentisch und soll Hausübung machen. Betonung auf „soll“. Denn ihr Blick schweift überallhin, nur nicht dorthin, wo er hinschweifen sollte. Dazwischen muss sie mir fünf Dinge erzählen und sechs Dinge zeigen. Und irgendwann kommt natürlich von mir der klassische Satz: „Jetzt konzentrier dich doch endlich! Bleib doch endlich bei dem, was du gerade tust!“ Hat nicht viel gebracht. Zumindest bei ihr nicht. Fokus klingt verdächtig oft nach Langeweile Wenn wir jemanden auffordern, sich zu konzentrieren, schwingt meistens noch einiges mit: Mach nur eines nach dem anderen. Schau nicht nach links und nicht …

Feierabend für Solopreneure

Warum Solopreneuren der Feierabend so schwerfällt und 11 + 1 Tipps, die wirklich helfen

Du sitzt am Schreibtisch, die Uhr zeigt längst „Feierabend“, aber du arbeitest einfach weiter. Noch schnell diese E-Mail. Noch kurz das eine Kärtchen verschieben. Und plötzlich ist es 19 Uhr und du hast das Gefühl, den ganzen Tag gearbeitet zu haben, ohne wirklich etwas abgeschlossen zu haben. So hat mir eine Kundin ihre Situation geschildert und um Tipps gebeten. Wenn du Solopreneurin im Homeoffice bist, kennst du dieses Phänomen vermutlich nur zu gut. Der Tagesanfang? Den kriegen viele meiner Kundinnen mittlerweile gut hin. Aber der Tagesabschluss, das bewusste Beenden des Arbeitstages, ist für viele die viel größere Herausforderung. Schauen wir uns zuerst die Gründe dafür an, bevor’s an die konkreten Tipps geht. Warum wir Schwierigkeiten mit dem Tagesabschluss haben Wer angestellt im Büro arbeitet, hat klare Strukturen: Kollegen verabschieden sich, der Heimweg sorgt für gedanklichen Abstand, die Bürotür fällt hinter einem zu. Im Homeoffice fällt das alles weg. Dazu kommt etwas, was viele Frauen kennen: Unser Tag wurde lange Jahre von außen strukturiert. Durch Job, Kinder, Familie, PartnerIn. Plötzlich sollen wir uns selbst strukturieren, und …

Aktiv aufschieben

Aktiv aufschieben: Der Unterschied zur Prokrastination

Auf den Artikel zum Thema Aufschieberitis – 5 Gedanken-Experimente gab’s die meisten Reaktionen zum aktiven Aufschieben. Darum schauen wir uns diesen Modus etwas genauer an. Worin besteht der Unterschied zwischen Prokrastination und aktivem Aufschieben? Zusammengefasst bedeutet „aktiv aufschieben“ im Selbst- und Zeitmanagement, dass du eine Aufgabe bewusst und strategisch verschiebst, statt sie aus Überforderung, Angst oder Bequemlichkeit zu vermeiden. Es ist also das Gegenteil von klassischer Prokrastination. Ein Beispiel, das jede/r SolopreneurIn nachfühlen kann: Du willst ein neues Angebot konzipieren, merkst aber, dass diese Woche strategische Kundentermine Vorrang haben. Statt halbherzig zu starten, planst du die Konzeptarbeit gezielt in zwei Wochen ein – mit Zeitblock selbstverständlich. Das ist aktives Aufschieben. Aktiv aufschieben bedeutet also Du erkennst, dass eine Aufgabe jetzt nicht sinnvoll ist. Das kommt öfter vor, als du denkst. Vor allem dann, wenn du eine Wochenplanung machst – und das ist auch völlig OK. Denn du kannst am Montag nicht wissen, wie du am Freitag drauf sein wirst! Fatal ist es nur, wenn du fast immer etwas anderes machst, als du geplant hattest. Dann …

Kosten Onlinebusiness

Das kostet (m)ein Onlinebusiness

In den ersten Jahren meiner Selbständigkeit (immerhin bin ich 2005 als Sidepreneur gestartet) habe ich nur mit zugekniffenen Augen und halb abgewendetem Kopf auf meine Zahlen im Business geblinzelt … Nicht unbedingt, weil sie so fürchterlich schlecht waren oder ich sogar in die roten Zahlen gerutscht bin. Einfach aus der Überzeugung heraus, dass ich kein Zahlenmensch bin. Sehr bald hat sich das aber geändert. Genauer gesagt, ich wollte es ändern! Denn immer, wenn ich vor der Frage stand „Kann (oder will) ich mir diesen Service / dieses Seminar / diese Reise / diese Dienstleistung leisten?“ konnte ich es nicht so genau sagen. Seitdem sind meine Zahlen auch meine Freunde, die mir eine ganz klare Antwort geben können, wenn ich mir eine Investition überlege. Sie sind nicht die einzigen Kriterien. Oft geht es auch um den Fun-Faktor, die Übersichtlichkeit oder auch einfach die Bequemlichkeit. Aber eben auch um die Zahlen. Und jetzt ist wieder so ein Zeitpunkt, sehr genau auf meine Zahlen zu schauen, denn, wie ich in der Podcast-Episode „Kein Plan für 2026“ erzählt habe, …

Kooperationsformen im Onlinebusiness

5 leichte Kooperationen im Online-Business

Kooperationen im Onlinebusiness sind kein Selbstläufer, aber sie sind eines der wirkungsvollsten Mittel, um deine Reichweite zu erhöhen, deinen Expertenstatus zu festigen und die eigene Bubble zu durchbrechen. Und das Beste: Sie müssen nicht für immer sein. Ob ein gemeinsamer Podcast für eine Season, ein einmaliger Gastartikel oder eine mehrwöchige Verkaufsaktion, Kooperationen können so gestaltet werden, wie es zum eigenen Business passt. Ich selbst bin nicht der Typ für langfristige Kooperationen, wie z.B. einen gemeinsamen Onlinekurs zu starten, ich arbeite lieber alleine. Aber wie du an meinen Beispielen sehen wirst, können auch kurzfristige Kooperationen Spaß machen und deiner Reichweite einen ordentlichen Boost geben. Das Wichtigste vorab: Die Grundvoraussetzungen Bevor du überhaupt an eine Kooperation denkst, gibt es ein paar Grundprinzipien, die du unbedingt beachten solltest: Gleiche Werte, ähnliche Zielgruppe, aber anderes Angebot. Das ist die wichtigste Voraussetzung. Zwei Hundetrainerinnen, von denen eine Agility und die andere verhaltensauffällige Hunde betreut, können wunderbar kooperieren. Zwei Selbstmanagement-Trainerinnen mit demselben Angebot eher nicht. Die Zielgruppe soll übereinstimmen, das Angebot soll sich ergänzen. Ähnliche Business-Größe Wenn der Unterschied in Reichweite …

Innere Widerstände

3 Strategien gegen deine inneren Widerstände

Wie geht’s dir mit Widerständen in Form von Kritik, Rückschlägen und all dem, was uns als Selbständige so ins Gesicht weht? Ich denke, bevor es aber überhaupt zu Widerstand, Rückschlag oder Gegenwind kommen kann, braucht’s etwas. Und zwar, dass du etwas tust! Etwas, das du noch nie oder etwas Neues, das du SO noch nie getan hast, oder einfach sehr viel ohne nähere Definition. Und was vor dem Tun passiert, ist für mich persönlich der viel stürmischere Gegenwind. Denn er kommt von innen. Von dir selbst. Und ich denke, der ist noch viel schwerer auszuhalten bzw. zu überwinden. Du kannst ihm nämlich nicht ausweichen. Du kannst ihn auch nur bedingt ignorieren. Davonlaufen ist auch keine Option. Welche Strategie du auch immer anwendest, eines ist sicher: Es kostet viel Energie! Damit du besser mit Widerständen umgehen kannst, habe ich drei (von mir) erprobte Stragegien für dich. Mach den Gegenwind für dich sichtbar! Ich wiederhole mich, denn in einem Gastbeitrag habe ich es bereits geschrieben: „Überforderung ist per se nichts Böses – sie schafft Raum für Entwicklung!“ Es …

Aufschieberitis, Prokrastination

Aufschieberitis – 5 Gedanken-Experimente

Lass uns ein Gedanken-Experiment machen. Denn Aufschieberitis wird mir sehr oft als größte Herausforderung von Selbständigen im Home-Office genannt. Daher: Was würde passieren, wenn … Wenn du aktiv aufschieben würdest Aktives Aufschieben bedeutet, dass du eine Aufgabe bewusst und strategisch verschiebst, statt sie aus Überforderung, Angst oder Bequemlichkeit zu vermeiden. Es ist also eigentlich das Gegenteil von klassischer Prokrastination. Aktiv aufschieben bedeutet also: Du erkennst, dass eine Aufgabe jetzt nicht sinnvoll ist. Du entscheidest dich bewusst, sie später zu erledigen. Du planst sie konkret neu ein (Datum, Uhrzeit). Du akzeptierst die Konsequenzen dieser Entscheidung. Ein klassisches Beispiel: Du willst ein neues Angebot konzipieren, merkst aber, dass diese Woche strategische Kundentermine Vorrang haben. Statt halbherzig zu starten, planst du die Konzeptarbeit gezielt in zwei Wochen ein – mit Zeitblock selbstverständlich. Das ist aktives Aufschieben. Wenn sich deine KundInnen daran gewöhnen Man glaubt es kaum, aber es gibt die Möglichkeit, dass sich deine KundInnen daran gewöhnen, dass du oft zu spät dran bist. Sie kalkulieren das dann ein. So ähnlich wie das mein Chef in meiner Anstellung …

Selfcare für Selbständige

Wie Selfcare meine Arbeit beeinflusst

Wenn ich über Selfcare lese oder höre, dann hat es für mich oft den Anschein, dass im Hintergrund „Selbstoptimierung“ gemeint ist. Es sind große Aktionen, die dafür gehalten werden, dass du dich um dich selbst kümmerst – und ja, ich bin in früheren Jahren auch darauf reingefallen. Du weißt es vielleicht nicht, aber ich habe vor meinem Abenteuer Home-Office sehr viele energetische Ausbildungen absolviert und auch in diesem Feld gearbeitet. Daraus war z.B. klar, täglich zu meditieren, Selbstbehandlungen durchzuführen und zu tun, was noch so dazugehört hat. In diesem Umfeld habe ich übrigens auch Rani Gindl, die zu dieser Blogparade eingeladen hat, persönlich kennengelernt. Das alles hat viel Zeit gekostet, und immer, wenn ich es nicht geschafft hatte, alles zu tun, was mir empfohlen wurde, war das Resultat ein schlechtes Gewissen und Selbstvorwürfe. Bis ich verstanden habe, dass Selfcare für mich mehr mit meiner inneren Haltung zu tun hat, als mit Ritualen oder Übungen. Ein paar Gedanken dazu möchte ich dir mitgeben. Sie haben alle mit deinem Arbeitsalltag als Selbständige zu tun und erfordern keinen …