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Fokussiertes arbeiten gelingt nicht? Wie dir beobachten dabei hilft …

Fokussiertes Arbeiten durch Beobachtung

„Ich will dranbleiben.“
„Mir fällt fokussiertes Arbeiten so schwer.“
„Ich will mich nicht ablenken lassen.“

Das sind oft die Aussagen, die ich höre, wenn ich meine Kunden oder KursteilnehmerInnen frage, was sie verändern möchten.

Und du weißt, es ist oft gar nicht so leicht, wenn das Wort „verändern“ darin vorkommt …

Natürlich gibt es alle möglichen Tools, um die eigene Konzentration zu steigern. Entweder währenddessen, wie z.B. brain.fm, oder vorher, indem du z.B. mit focusme möglichst viele Ablenker ausschaltest.

Dabei geht es allerdings um den aktuellen Moment und oft haben solche Hilfsmittel den Nimbus von „Ich kann nicht anders, ich schaff’s nicht ohne„.

Diese Gedanken finde ich gefährlich, denn sie geben dir das ein schlechtes Gefühl, vielleicht sogar ein negatives Selbstbild, weil du „es“ nicht ohne Krücke kannst. Außerdem ist das jeweils nur ein kurzfristiger Effekt, der keine langfristige und anhaltende Veränderung bringt.

Versteh‘ mich bitte nicht falsch, ich selbst verwende brain.fm auch, um mich zu unterstützen, ich empfehle es sogar sehr gerne. Aber es sollte nicht der Rettungsanker sein, weil du es nicht anders auf die Reihe bekommst.

Das Ziel ist, dich selbst so gut kennenzulernen, dass du automatisch eine Veränderung in deinem Verhalten bewirkst. Dich dann mit solchen Tools zu unterstützen – keine Frage, das ist genial!

Fokussiertes Arbeiten durch Beobachtung ist nachhaltig

Hast du vielleicht zu deinen Kindern schon einmal gesagt: „Jetzt konzentrier‘ dich doch endlich!“ wenn sie stundenlang über ein und derselben Aufgabe gebrütet haben? Ich hab‘ das früher auch oft zu mir selbst gesagt, wenn ich es nicht geschafft habe, mich nicht ablenken zu lassen.

Wie sinnlos das ist, weißt du sicher auch.

Darum bin ich dazu übergegangen, eine ganz andere Taktik anzuwenden, nämlich das Beobachten.

Sich zusammenzureißen, die Ablenker auszuschalten wäre eine aktive Handlung, die vor allem in solchen unkonzentrierten Situationen verflixt schwer ist. Oft purzeln auch jede Menge Innere Überzeugungen durch deine Gedanken und die blockieren dann endgültig.

Fazit: Aktiv etwas dagegen zu tun ist ein gewaltiger Energieaufwand, der oft nicht mehr aufgebracht werden kann.

Meine Taktik besteht aus beobachten. Es ist gefühlt passiv und bewirkt trotzdem eine Veränderung. Das bekomme ich von meinen KursteilnehmerInnen immer wieder rückgemeldet, wie du auch weiter unten in einem Beispiel lesen kannst – aber wieso ist das so?

Die Theorie dahinter

Das erste Mal habe ich von der Theorie dahinter in irgendeiner Wissens-Sendung gehört. Ganz simpel erklärt (Physik und Quantenphysik ist wirklich nicht mein Steckenpferd …): Quantenteilchen bewegen sich anders, wenn sie von einem Menschen beobachtet werden.

Das alleine ist schon faszinierend, aber nehmen wir einmal an, dass es so ist, dass Beobachtung verändert. Was würde das für unser alltägliches Leben bedeuten?

Was würde es bei dir verändern, wenn ich z.B. neben dir sitzen würde, mit einer Stopuhr in der Hand und dich beim Arbeiten beobachte? Sag nicht, das wäre egal!

Aber es muss gar nicht so offensichtlich sein.

Einer der Eckpfeiler in meinem Online-Programm Home-sweet-Office ist das Virtuelle CoWorking. Das bedeutet, dass wir uns in einem virtuellen Raum treffen, alle haben die Webcam aufgedreht und nach einer kurzen Besprechungs-Runde arbeitet jeder an seinen Aufgaben.

Und nein, wir beobachten uns nicht gegenseitig, es heißt ja Virtuelles CoWorking und nicht Virtuelles CoWatching ;-).

Aber das Bewusstsein alleine, dass andere uns sehen KÖNNTEN, bewirkt ein besseres Commitment und konzentrierteres arbeiten …

Wenn du das einmal selbst am eigenen Leib erfahren möchtest, dann hast du bald die Gelegenheit dazu, denn sie startet wieder, meine Home-sweet-Office Challenge, bei der es neben kurzen, knackigen Aufgaben auch täglich fokussiertes arbeiten im CoWorking gibt.

Andere Beispiele für Veränderung durch Beobachtung

Bei diesem Artikel muss ich sehr aufpassen, dass ich nicht abdrifte … das Thema Fokus ist einfach so vielschichtig …

Zu Beginn habe ich ja geschrieben, dass das Ziel die langfristige Veränderung von Gewohnheiten ist, das dich den Fokus halten lässt. Ein paar Beispiele möchte ich dir hier geben.

Die Zeitaufzeichnungen

Sowohl in meinem Online-Programm, als auch oft bei 1:1-Kunden besteht eine der ersten Aufgaben darin, aufzuschreiben, was sie den ganzen Tag so tun. Das muss nicht auf die Minute genau sein, aber doch so, dass sich ein Bild ergibt.

Einerseits ist das Ziel dieser Aufgabe, dass sie sich bewusst machen was sie tun und wissen, womit sie ihren Tag verbringen. Aber andererseits hat es einen noch sehr positiven Effekt: Dadurch dass sie sich selbst beobachten arbeiten sie bereits anders! Und zwar fokussierter. Weil sie wissen: „wenn ich mich jetzt davon ablenken lasse, muss ich das aufschreiben … das schaut aber doof aus …“ Es würde ihr Ergebnis verändern. Und das alleine verändert schon die gesamte Arbeitsweise.

Egal, ob du diese Aufzeichnungen handschriftlich oder mit einem Tool (hier habe ich dir PrimaERP vorgestellt) machst – solange du dich nicht selbst beschummeln möchtest, wird es funktionieren, probiere es aus!

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

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Der Ablenker Facebook

Die aktive Möglichkeit, habe ich weiter oben schon angesprochen: du installierst dir ein Tool, mit dem du dich aus bestimmten Webseiten eine Zeit lang aussperren kannst.

Die passive Möglichkeit ist wieder die Beobachtung: leg‘ dir einen Zettel und einen Stift neben die Tastatur und jedes Mal, wenn du Facebook öffnest, mach‘ ein Stricherl darauf.

Wetten, du überlegst es dir, ob dir jedes Mal „schnell nur“ auf Facebook gucken so ein Stricherl wert ist?

Du willst deine Essens-Gewohnheiten ändern?

Schreib‘ auf, was du isst oder mach‘ jedes Mal ein Foto. Alleine das wird bereits etwas verändern. Du holst dir damit ins Bewusstsein, was du isst und hast es noch dazu bunt vor Augen. Gerade bei diesem Thema haben wir (und da nehme ich mich absolut nicht aus) ja oft eine etwas verzerrte oder verschönte Wahrnehmung …

Fazit: Nicht nur fürs fokussierte Arbeiten

Alleine der Ausdruck „ich ändere meine Gewohnheit“ lässt oft Stress aufkommen – was die Veränderung ansich schon wieder boykottiert.

Aber beobachten? Das klingt leicht.

Wenn es dir also schwer fällt, etwas zu verändern, dann gehe den ersten Schritt, indem du „nur“ beobachtest, was abläuft. Du wirst sehen, alleine dadurch kommst du einen Schritt weiter. Außerdem erhöht jeder kleine Erfolg dabei deine Motivation extrem, weil du die Veränderung bewirkt hast – und nicht ein Tool …

Also: bist du bereit für ein Selbst-Experiment?

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

2 Kommentare

  1. Birgit sagt

    Liebe Claudia, dieser Artikel ist genial! Sehr gut erklärt und nachvollziehbar! 🙂

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