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5 Gründe, warum ich Sidepreneur bleibe und das Hamsterrad nicht verlasse

Sidepreneur

Und?

Wann kündigst du?

Eine Frage, die ich in den letzten Monaten vermehrt gestellt bekommen habe und die mich bis ins letzte Jahr hinein selbst sehr beschäftigt hatte.

Anfang 2015 habe ich mich daher als Coachee in die Hände der übrigens wunderbaren Sandra Heim begeben, weil ich mir über einige Dinge klar werden wollte. Unter anderem auch darüber, ob ich voll in die Selbständigkeit gehen oder weiter Sidepreneur bleiben wollte. Die Umsätze stiegen, die Zeit wurde knapper und ich brauchte Klarheit.

Vielleicht weißt du es nicht (ist ja nicht aus jedem Artikel herauszulesen), aber ich bin neben meiner Selbständigkeit auch noch 20 Stunden als Programmiererin angestellt …

Mein Ziel war es, bis Mitte 2016 diese Entscheidung treffen zu können.

Es ging schneller :-). Bereits Ende 2015 war für mich klar:

Es ist gut wie es ist!

Bis dahin war es wirklich eine Zitterpartie für mich. Die ewigen Gedanken darum, ob ich es nun wagen sollte, haben mich im Prinzip mehr blockiert, als sie mir weitergeholfen haben. Der Druck, den ich mir selber machte, wurde immer höher und – du ahnst es schon – der Spaß an der Sache wurde weniger.

Bis vor wenigen Jahren war es mit meiner Selbständigkeit so:

Wenn’s klappt ist gut, wenn nicht, auch. Klar. Wenn kein Fokus und keine Ernsthaftigkeit dahinter steht, dann klappt’s auch eher nicht. Und so dümpelte mein Business eher als bezahltes Hobby dahin, das zwar die Kosten abdeckte und mir ein paar Extra-Ausgaben ermöglichte, aber davon leben – nein, das wäre keine schöne Option gewesen.

Das lag aber zu einem Teil auch daran, dass ich mir die Sache „Selbständigkeit“ selbst nicht glaubte und nicht „DAS“ gefunden hatte, was mich wirklich packt.

Die Leidenschaft … davon wird ja viel geschrieben.

Erst als das Abenteuer Home-Office gegründet wurde, hatte ich das erste Mal das Gefühl, richtig angekommen zu sein – und damit begannen natürlich auch die Überlegungen, meinen Angestellten-Job zu kündigen.

Und mit diesen Überlegungen war ich in der nächsten Falle drinnen:

1. Die Spaßbremse

Ich wollte unbedingt in kürzester Zeit wissen, ob ich das Einkommen aus meinem Job durch die Selbständigkeit ersetzen könnte. Damit rückten die Zahlen in meinen Fokus … und ich lernte kennen, wie es ist, jedes Monat mit bangem Blick auf die Umsätze zu schielen und zu versuchen, „noch schnell“ etwas auf die Beine zu stellen, das noch Kunden bringen würde.

Das Einzige, was kam, war Druck. Und meine LeserInnen bekamen das sicher mit, die Umsätze blieben wo sie waren.

Gleichzeitig machte mir auf einmal mein Job keinen Spaß mehr!

Zumindest nicht mehr so, wie in den letzten Jahren davor, als ich mir über Kündigung nie einen Kopf gemacht hatte. Bis dahin war es nämlich auch eine willkommene Abwechslung für mich: Die strukturierte Arbeit als Programmierer (die übrigens auch höchst kreativ sein kann!) und die kreative Arbeit für mein Business.

Unterm Strich also Unzufriedenheit und Unsicherheit auf allen Ebenen, die sich erst auflöste, als ich eben diese Entscheidung getroffen hatte:

Es ist gut, so wie es ist!

Ein großer Befreiungsschlag für mich war es übrigens, in diesem Sommer aus dem Launch-Hamsterrad auszusteigen …

2. 50 + 50 sind nicht immer 100!

Ein Mythos, mit dem ich gerne aufräumen möchte: Wenn du 100% hineinsteckst, kommen 100% oder mehr dabei raus. Dieser Milchmädchenrechnung bin ich selbst auf den Leim gegangen.

Allerdings hatte ich dabei folgendes nicht bedacht:

  • Ich stecke jetzt schon mehr als 20 Stunden pro Woche in die Selbständigkeit.
  • Ich hatte in Stunden gerechnet: 20 Stunden bringen einen Umsatz von X, 40 Stunden bringen dann wohl das Doppelte. Aber selbst wenn du von einem 20-Stunden-Job auf Vollzeit wechselst, bekommst du weniger raus, als das Doppelte – der Besteuerung sei Dank.
  • Ich hatte nicht mit der Dynamik zwischen säen und ernten gerechnet.

Es kann erst funktionieren, wenn die Skalierung des Angebots passt. Und das dauert einfach seine Zeit, bis die Produkte, die skalierbar sind, vorhanden und Beziehungen aufgebaut sind.

Nein, mein Marketing ist noch nicht so wie es sein könnte. Aber ich weiß inzwischen zumindest, in welche Richtung ich gehe.

3. Das Parkinsonsche Gesetz lässt grüßen

Einer der größten Vorteile als Sidepreneur ist, dass ich wenig Zeit habe :-).

Somit muss ich unweigerlich effizient arbeiten, Prioritäten setzen und die Tipps, die ich hier und in meinen Kursen weitergebe, auch selbst anwenden – sonst geht sich das alles nämlich unmöglich aus …

Mein Kollege, Thomas Mangold, hat dieses Phänomen beim Wechsel von der Teil- in die Vollzeit-Selbständigkeit in einem Gastartikel hier im Blog gut auf den Punkt gebracht.

Ach das zeigt, dass die Verdoppelung des Inputs (sprich Zeit) nicht bedeutet, dass sich der Output automatisch verdoppelt.

4. Loyalität ist wichtiger denn je

Ich bin eine treue Seele … und einer meiner Grundwerte ist Loyalität. Ein Begriff, der vielleicht ein wenig angestaubt klingt. Aber er ist mir in vielen Bereichen wichtig.

  • Loyalität gegenüber meiner Familie, auch wenn’s nicht immer rund läuft.
  • Loyalität gegenüber meinen Kunden.
  • Loyalität gegenüber meinen Geschäfts-Partnern.
  • Loyalität gegenüber meinen LeserInnen und HörerInnen.
  • Und eben auch Loyalität gegenüber meinem Arbeitgeber.

Ich erinnere mich noch gut: als ich 2003 schwer erkrankt war, war eine meiner großen Sorgen, meinen Job zu verlieren. Das kannst du vielleicht nicht nachvollziehen, aber damals war es für mich immens wichtig, neben der Gesundheit nicht auch noch das zu verlieren. Und mein Chef hielt Wort. Nach einem ganzen Jahr Krankenstand durfte ich zurückkommen und bei allen Sorgen musste ich mir darum in dieser Zeit eben keine machen.

Inzwischen arbeite ich mit vielen meiner Kollegen schon 15 Jahre und länger eng zusammen. Ich freue mich jede Woche wieder, sie an meinem Büro-Tag wiederzusehen. Sie wissen, was ich so „nebenbei“ treibe und verfolgen meine Entwicklung mit Neugierde und Begeisterung.

Und ich weiß, dass ich dadurch, dass ich die Tool-Landschaft im Unternehmen mit aufgebaut habe, eine Lücke zurücklassen würde, die sie füllen müssten. Nein, niemand ist unersetzbar, das ist klar. Aber es würde sie einiges an Arbeit und Zeit kosten.

Die Loyalität, die sie mir entgegengebracht haben – und es immer noch tun – gebe ich gerne zurück.

5. Aber am Allerwichtigsten ist …

Ich bin glücklich, so wie es ist!

Die Unzufriedenheit kam erst mit der Nicht-Entscheidung und nicht mit der höheren Arbeitsbelastung, geringeren Freizeit, usw.

Mit der Entscheidung, es so zu lassen wie es ist, habe ich mich natürlich auch dazu entschieden, langsamer zu wachsen. Und ja, manchmal werde ich ungeduldig, wenn ich sehe, WIE langsam es geht und andere KollegInnen, die in Vollzeit selbständig sind, an mir vorbeiziehen.

Dann erinnere ich mich an die Gründe, die mich zu dieser Entscheidung geführt haben – und freue mich auf das Wiedersehen mit meinen KollegInnen im Büro 🙂

Fazit

Wenn du selbst Sidepreneur bist und dich dabei wohlfühlst, dann lass‘ es, wie es ist.

Steck‘ dir andere Ziele, als die Vollzeit-Selbständigkeit. Du bist auch erfolgreich, wenn du die Rahmenbedingungen so lasst, wie sie sind. Innerhalb dieser „Grenzen“ gibt es noch jede Menge Potential, um dich weiterzuentwickeln, weiterzulernen und – auf deinem Weg – weiterzugehen.

Und ich freue mich, wenn ich dich auf genau diesem Weg ein Stück weit begleiten kann!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

28 Kommentare

  1. Guten Morgen,

    vielen Dank für Deine gewohnte Offenheit!

    Ich finde deine Entscheidung absolut Top!

    Für mich hat deine Situation auch nichts mit einem Hamsterrad zu tun. Der Weg in die eigene Selbständigkeit bedeutet nicht gleich Freiheit. Du kannst dich als VollzeitunternehmerIn genauso in einem Hamsterrad befinden, wie im angestellten Verhältnis.

    Folgst du den ganzen Ratschlägen von täglichen Routinen für mehr Produktivität und co., dann bist du schneller deine Freiheit wieder los und gefangener deiner eigenen Gewohnheiten, als man denkt. Am Anfang mag das noch aufregend und spannend sein. Es macht auch sicher Spaß. Aber irgendwann kann es wieder passieren, dass du auch als Selbständiger gefangener deines eigenen Hamsterrads bist.

    Und auch die Vorstellung, dass man das dann ja für sich selber macht, damit man nur noch die Arbeiten annehmen kann, die einem gefallen. Nur noch mit seinem Wunschkunden zusammen arbeiten wird usw. – entsprechen nicht immer der Tatsache.

    Sicher: Das ist das Ziel!

    Aber das zu erreichen, kann ein langer und harter Weg sein. Und gerade am Anfang wird nach jedem Strohhalm gegriffen, denn man bekommen kann und macht dann auch Jobs, die man eigentlich nicht machen mag.

    Allein die Nerven zu besitzen, denn Druck der monatlichen Zahlen auszuhalten- hat es in sich. Da gebe ich dir 100 % Recht. Ich bekomme auch immer wieder mit, dass viele mit dem Druck zu kämpfen haben, ganz gleich, wie gut oder schlecht es läuft.

    Arbeitnehmer zu sein bedeutet nicht immer gleich sich im Hamsterrad zu befinden.

    Es kann ebenfalls eine Menge Freiheit und weniger sorgen bedeuten. Es kommt immer auf die Lage und dem Blickwinkel an.

    Deshalb füge ich zu deinem Fazit ergänzend hinzu: Wenn du dich Wohl fühlst in deinem Vollzeit-Job und glücklich bist, gibt es keinen Grund das zu ändern. 🙂

    Viele Grüße

    Pascal

    • Hi Pascal! Tolle Ergänzung – so weit hab‘ ich gar nicht gedacht:

      Wenn du dich Wohl fühlst in deinem Vollzeit-Job und glücklich bist, gibt es keinen Grund das zu ändern.

      Danke dir und liebe Grüße,
      Claudia

  2. Hallo Claudia,
    der Begriff Sidepreneur ist mir neu!
    Ich finde ihn recht passend für alle Teil-Selbständigen, zu denen ich mich zähle.
    Und seitdem ich mich entschieden habe, dass meine Online Selbständigkeit ruhig etwas langsamer verlaufen darf als bei einigen meiner geschätzten Kolleginnen und Kollegen, habe ich mir selbst Druck genommen und erlaube mir Spaß an beiden Tätigkeiten.
    Knackpunkt war bei mir auch die Entscheidung und zwar nicht entweder oder, sondern sowohl als auch! Dafür etwas langsamer, doch mit viel Spaß.
    In diesem Sinne viele Grüße,
    Beatrix

    • Hallo, Beatrix!

      Entschuldige bitte, dein Kommentar ist mir durchgerutscht 🙁
      Du bestätigst mit deinen Zeilen genau das, was auch in mir vorgegangen ist, danke! Und „Sidepreneur“ hat für mich eine kraftvollere Energie, als „nebenbei selbständig“ …

      Dann lass‘ uns gemeinsam mit viel Spaß weitermachen!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Ach Claudia, du bist einfach eine perfekte Mischung aus Herzwärmerin und Technikerin! Das mit der Loyalität und der angestammten Tätigkeit (bei mir ist es keine Angestellten-Tätigkeit, sondern eine lange gewachsene Geschäftspartnerschaft) beschäftigt mich auch gerade sehr und deine Erfahrungen zu lesen tut da einfach gut. Danke für den Gedanken-Kick!

  4. Herzlichen Glückwunsch, liebe Claudia!
    Ich finde es toll, dass du mit dir ehrlich umgehst und dir die Chance gegeben hast, herauszufinden, was für DICH JETZT der passende Weg ist.
    Bei all dem vielen, oft fast gleichgeschalteten Input, der über uns gerade im Online-Marketingbereich ausgeschüttet wird, eine meisterliche Leistung, wie ich finde.
    Ich bin schon sehr gespannt, was du alles bewegst und wohin du dich weiterentwickelst. Es ist ein Privileg, das auch aus der Nähe miterleben zu dürfen.
    Danke und viel Spaß mit all deinen Projekten.
    Be wonderful!
    Tom

    • Hi Tom!

      Vielen, vielen Dank! Es hat sich einfach nicht mehr richtig angefühlt – und ich belüg‘ mich nicht gerne. Und ich bin auch froh, dass wir uns nicht nur in Bonn sehen ;-).

      Liebe Grüße,
      Claudia

  5. Liebe Claudia,
    vielen Dank für diesen Artikel und eine Offenheit. Es tut gut zu lesen, wie dein Weg war und welche Gedanken zu hattest du hast. Ähnlich geht es auch mir und so weiß man, man ist nicht alleine mit dem Strudel im Gehirn und der Frage nach der „richtigen“ Entscheidung.

    Viele Grüße
    Daniela

    • Liebe Daniela,

      vielen Dank für deine Zeilen! Und da sieht man’s mal wieder: ich lese wirklich schon lange auf deinem Blog mit – aber es war mir bisher nicht bewusst, dass du auch nebenbei noch angestellt bist!

      Ich wünsch‘ dir eine gute – und rasche – Entscheidung!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  6. Liebe Claudia, mal wieder ein absolut authentischer Artikel von dir. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung.

    Für mich war meine Selbstständigkeit letzten Endes ein Hamsterrad. Nachdem ich wieder ins Angestelltenverhältnis gewechselt bin, fühle ich mich jetzt freier als vorher. Wichtig ist immer, dass man sich wohlfühlt. Und das kann sowohl die Selbstständigkeit und der Angestelltenjob sein. Du beweist ja sogar, dass beides nebeneinander geht. 😉

    Lieben Gruß
    Birgit

    • Vielen Dank, Birgit! Ich habe damals deine Entscheidung mit großer Hochachtung gelesen! Und finde es schön, dass es dir jetzt so gut damit geht …

      Ja, es geht, mit beiden Beinen am Boden zu stehen 🙂

      Liebe Grüße,
      Claudia

  7. Silvia sagt

    Liebe Claudia,
    besten Dank für deine Offenheit. Bin froh, dass ich dich im Oktober persönlich kennengelernt habe. Bitte mach weiter so 🙂

    Bleib zufrieden und genieß dein Leben!
    Gruß
    Silvia

  8. Hallo Claudia,
    dein Blog ist gerade eine reine Fundgrube für mich! Danke für diesen Mut machenden Artikel für Sidepreneure! Ich gehöre auch dazu und denke oft, dass es mich durcheinander bringt. Aber das Durcheinander kommt wohl eher von unklaren Entscheidungen…
    Liebe Grüße
    Maike

    • Hi Maike!

      Du sprichst ein wahres Wort gelassen aus ;-). Ich denke, das kannst du auch im gesamten Business spüren: wenn du keine Entscheidungen triffst, kannst du dich auf nichts konzentrieren – und damit ist der Palerwatsch perfekt. Kommt das aus einer Angst heraus, etwas zu verpassen? Oder noch nicht das Richtige gefunden zu haben? Da würde ich ansetzen.

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  9. Liebe Claudia,
    der Begriff „Sidepreneur“ ist mir neu. Wieder was gelernt, vielen Dank! Auch für den Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. 🙂
    Ich verbinde eine halbe Stelle als Soziologin in einer Stadtverwaltung mit meinem Herzensjob als Coach, Trainerin und Autorin für Selbststärkung und innere Balance. Ich nenne das mein „Standbein“ und mein „Tanzbein“.
    Nicht jede/r hat am Hauptjob so viel Spaß wie Du. Meinen Coachees rate ich, wenn sie unzufrieden sind, herauszufinden, ob es ein „Giftjob“ oder ein „Okayjob“ ist. Ein Giftjob macht auf die Dauer krank. Für einen Okayjob kann man gute Gründe finden. Er steht vielleicht für Sicherheit, die Nebentätigkeit für Kreativität und Freiheit. Beide Seiten haben etwas für sich. Der Clou ist, von den beiden Jobs nicht dasselbe zu erwarten.
    Viele Grüße
    Sandra

    • Liebe Sandra,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Tanzbein – was für ein schöner Ausdruck! Auch die Unterscheidung zwischen Okayjob und Giftjob gefällt mir – das zeigt auch, dass es nicht immer sofort einen Cut geben muss, selbst wenn der Job nicht „optimal supidupi“ ist – denn welcher ist das schon auf Dauer. Auch in der Selbstständigkeit gibt es immer wieder Phasen, in denen es nicht nur Spaß macht.

      Mit lieben Grüßen,
      Claudia

  10. Vielen Dank für den Artikel und ein schönes Wort, für meine derzeitige Berufssituation. Sidepreneur. Kannte ich noch nicht. Ich erkenne viele der hier theamatisierten Fragen, als meine eigenen. Ich habe noch ein 30-Wochenstunden-Festanstellung, die ich aber in diesem Jahr mindestens auf 20 Wochenstunden reduzieren möchte. Zum Glück habe ich einen Chef, der mir große Flexibilität zugesagt hat.
    In einem Jahr lese ich diesen Artikel nochmal und schaue, wie dann meine Überlegungen sind.

    • Lieber Oliver,

      sehr gerne geschehen! Ich wäre gespannt, in einem Jahr von dir zu lesen – wenn du dann noch einmal geschaut hast ;-).

      Viel Erfolg bei der Reduzierung!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  11. Liebe Claudia,

    da komme ich jetzt nach langer Zeit der Internet-Abstinenz wieder auf deinen Blog. Und was lese ich da: Sidepreneur – genau das, was ich jetzt mache.

    Mein großes Ziel war es, so schnell wie möglich von meiner Coachingpraxis leben zu können, doch es kam anders. Fast Burn-out und dann habe ich auch noch alles hingeschmissen. Jetzt hat sich mein neues Projekt gezeigt und das lässt sich momentan wunderbar mit meinem Brot-verdien-Job (in einer Apotheke) verbinden.

    Ich kann nur sagen, den Druck rauszunehmen hilft ungemein. Ich weiß, dass ich mit meiner Seite eben so schnell bin, wie ich bin. Ich muss aber nicht!

    Dir weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße
    Barbara

    • Liebe Barbara,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, der Druck, den man sich da selbst macht, kann ganz schnell nach hinten losgehen :-(. Ich finde es total schön, dass du wieder da bist!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  12. Hi Claudia,

    DANKE für diesen Artikel.
    Ich kann jeden Punkt so unterschreiben.

    Besonders aber Nummer 2 und 3!

    Selbständigkeit braucht einfach viel Zeit und viel Arbeit. Diese magischen Wunderpillen, an die ich anfangs glaubte, funktionieren einfach nicht. In Einzelfällen ja. Für die große Masse nein. Das weiß ich jetzt, nach 2 Jahren Blogbusiness auch.

    Außerdem ist Selbständigkeit ein VÖLLIG anderes Arbeiten, als angestellt sein. Stichwort Parkinsonsches Gesetz. Sich selber effektiv und effizient zu organisieren ist eine Fähigkeit, die, so glaube ich, JEDER erst einmal lernen muss. Ein bisschen Zeitdruck von der Seite kann da nicht schaden.

    Soweit.
    Alles Gute.

    • Hi Matthias!

      Ja, das hätte ich auch nicht geglaubt, dass das so einen Unterschied macht … wobei ich ja das Glück hatte, hineinzuwachsen. Das hat es sicher leichter gemacht!

      Sonnige Grüße,
      Claudia

  13. Hallo,
    Danke für diese befreiende Sichtweise!!
    Ich bin auch gerade dabei, mir neben Teilzeitjob und Familie eine Seite aufzubauen. (Zum Thema Schadstoffe vermeiden). Und jeder, dem ich davon erzähle, beginnt gleich mit: „Und, wann wirst du kündigen? Machst du dann eine Weltreise? Wo wirst du wohnen?“
    …Dabei möchte ich gar nicht viel ändern. Wenn die Seite so läuft, dass die laufenden Kosten gedeckt sind, bin ich zufrieden. Sollte es extrem gut laufen, träume ich von einem schadstoffarmen, energieautarken Haus.
    Aber ich mag auch meinen Beruf in Anstellung sehr und werde ihn nicht aufgeben.
    Schön zu sehen, dass es anderen genauso geht 🙂
    Lg Isabel

    • Sehr gerne, Isabel – und danke für deine Zeilen!

      Eben weil ich diese Frage nicht mehr hören konnte habe ich damals diesen Beitrag geschrieben 😉 Es gibt eben immer mehr als nur einen Weg!

      Weiter alles Gute als Sidepreneur!
      Claudia

  14. Hallo Claudia,
    ein interessanter Artikel der mich gerade berührt und zum Nachdenken anregt.
    Ich bin derzeit auch side-preneur mit 50% und 50% im Angestelltenverhältnis. Meine Überlegung ist am Ende des Jahres 100% Selbständig zu werden. Mir macht mein Job Spaß doch ich habe das Gefühl, dass er mein „Projekt Selbstständigkeit“ sehr bremst. Deswegen bin ich derzeit schwer am überlegen den Sprung zu wagen….
    Danke für Deine Sicht auf die Sache – erfrischend mal zu lesen was FÜR eine Teilzeit Selbstständigkeit spricht.
    Liebe Grüße, Benedikt.

    • Hallo Benedikt!

      Danke für deinen Kommentar! Ja, natürlich bremst es ein wenig, wenn die Aufmerksamkeit auf zwei Bereiche aufgeteilt werden muss. Ich glaube, das lässt sich nicht ganz verhindern. Was hilft, ist die ganz klare Abgrenzung: „Jetzt bin ich im Job – und da wird nicht über die Selbständigkeit nachgedacht …“ und umgekehrt. Was die „fehlende Zeit“ anbelangt: wenn du mehr Zeit für dein Business hast, heißt das nicht, dass du auch mehr weiterbringst … das ist oft ein Trugschluss. Denn wenn du weniger Zeit hast, kann es sein, dass du einfach effizienter arbeitest.

      Viel Glück bei deiner Entscheidung – und triff sie bald, egal in welche Richtung! In einem Jahr kannst du dann ja noch einmal entscheiden 😉

      Liebe Grüße
      Claudia

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