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Virtuelles CoWorking als Motivations-Booster!

virtuelles coworking

Wenn du meinen Newsletter abonniert hast – und ihn auch liest -, weißt du, dass ich seit Anfang August in meiner Facebook-Gruppe ein Experiment laufen habe. Wir treffen uns jeden Donnerstag (übrigens am 31.8.2017 zum nächsten CoWorking …) in einem Zoom-Raum und arbeiten virtuell zusammen.

Inzwischen haben wir verschiedene Spielarten von diesem Virtuellen CoWorking ausprobiert und die Ergebnisse haben mich und auch diejenigen, die dabei mitgemacht haben, verblüfft.

Es zeigt sich wieder einmal:

Nein, natürlich nicht jeder und immer und 24 Stunden pro Tag – aber das, was uns Homeworkern oft abgeht, nämlich das Miteinander, kannst du dir durchaus ganz anders holen, als du vielleicht bisher gedacht hast.

Das war am Virtuelle CoWorking für die TeilnehmerInnen so wertvoll

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1. Der erste Schritt ist der schwerste

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die wir vor uns herschieben. Im Kopf werden sie dann immer größer – und der erste Schritt beim Umsetzen damit natürlich auch immer schwerer. Durch das Commitment in und vor der Gruppe wird es leichter, auch wirklich ins Tun zu kommen. Und – Überraschung! – im Nachhinein zeigt sich dann, dass es gar nicht so schwer war und vor allem auch bei weitem nicht so lange gedauert hat, wie angenommen.

Dabei war es egal, ob die TeilnehmerInnen ihr Commitment in schriftlicher Form in der Gruppe abgegeben haben, oder live beim ersten Treffen um 08:00 Uhr (ja, ich weiß, für manche eine unmögliche Zeit, darum starten wir am 31.8. auch erst um 09:00 Uhr …). Der Effekt war der selbe.

Das liegt wohl in unserer Natur, dass wir das, was wir versprechen oder laut aussprechen, auch einhalten wollen. Ich glaube, dass es auch an unseren menschlichen Werten (Verlässlichkeit, Vertrauen, niemanden enttäuschen) liegt, dass das so gut funktioniert.

2. CoWorking gibt Sicherheit

Viele Homeworker starten mit völlig ungewohnten Herausforderungen. Und dabei fehlt im Gegensatz zu einem Büro mit Kollegen, die in einer ähnlichen Situation sind, einfach das Feedback und der Austausch.

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Die CoWorking-Gruppe hat genau das abgemildert. Denn alleine das Wissen, dass da jemand ist, den du fragen kannst, wenn du steckenbleibst, hat schon positive Effekte:

  • Du zögerst weniger.
  • Du hast keine Angst, stecken zu bleiben – und tust es dadurch auch nicht.
  • Sicherheit bedeutet auch immer einen klaren Kopf zu haben.

Eines der Feedbacks war auch, dass man natürlich bei Schwierigkeiten auch ein Posting in eine der vielen tollen Facebook-Gruppen absetzen könnte. Allerdings müsstest du dann 1) deine Frage, die im Kopf herumschwirrt, sehr klar schriftlich ausdrücken können und 2) auf Antwort warten, bzw. dich mit den schriftlichen Antworten, die auch nicht immer so klar sind, auseinandersetzen. Das bedeutet natürlich auch, dass du dann wieder in deinem Arbeitsfluss stockst.

Da ist es viel einfacher, im CoWorking-Raum nachzufragen, ob jemand, der sich mit dem Thema auskennt, gerade Zeit hat.

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3. Flurfunk ist das klebrige Zeug

2015 habe ich eine Blogparade und eine Umfrage mit dem Titel „Wie geht’s dir mit dem Alleinsein im Home-Office?“ gestartet und war überrascht von den Ergebnissen. Das, was viele am Angestellten-Job fürchterlich genervt hat, war auch das, was im Home-Office am meisten fehlt. Nämlich die lieben KollegInnen.

Vor allem in der Kaffeepause.

Auch das kann durch regelmäßige Pausen-Gespräche im Virtuellen CoWorking abgefangen werden. Ich habe über die TeilnehmerInnen, die mitgemacht haben, so viel erfahren, dass ich den Eindruck habe, sie schon seit Ewigkeiten zu kennen. Außerdem konnten ich ein paar Leute miteinander verbinden, einfach weil ich durch diese Zusammenarbeit wusste, wer was besonders gut kann.

Übrigens: der Ausdruck „das klebrige Zeug“ stammt aus der Feder meines Ex-Chefs, der in seinem Abschieds-Mail zu mir gemeint hat: „Du bist das klebrige Zeug in unserem Team“ 🙂 Nett, oder?

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

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4. Lücken füllen

Ich sage immer wieder, dass eine der größten Herausforderungen an der Arbeit im Home-Office (vor allem als Selbständige) ist, dass wir viele Jobs gleichzeitig ausfüllen. Und eines ist klar, nicht jeder kann alles (und das auch noch sofort) können.

Ich erlebe auch bei mir selbst, dass ich Wissen im Netz oder in Kursen aufsammle und fürs Umsetzen fehlt dann ein kleiner Puzzlestein. Und genau der hält dann davon ab, loszustarten – oder fertig zu werden.

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Auch diese Lücken können natürlich im Virtuellen CoWorking geschlossen werden. Wie schon im letzten Punkt geschrieben, haben sich die TeilnehmerInnen durch das CoWorking kennengelernt und können dadurch 1) gezielter nachfragen, wenn sie eine Lücke haben oder 2) diese gleich durch die Gespräche füllen. Auch die Angst, jemanden anzusprechen schwindet dadurch natürlich.

Wenn wir direkt in der CoWorking-Gruppe keine Lösung hatten, konnten die TeilnehmerInnen ihre Frage dann aber wesentlich klarer und gezielter in der Facebook-Gruppe stellen – und dort gab es immer eine Antwort.

Der Ablauf

Ich muss sagen, ich wusste zu Beginn nicht ganz genau, was ich da tue ;-). Selbst war ich noch nie coworken, zumindest nicht in einem Offline-CoWorking-Space. Virtuell habe ich solche Arbeits-Sessions bereits mit Kollegen gemacht, allerdings nie in der Gruppe. Ich wusste nur, dass es in einem Zoom-Raum stattfinden sollte, damit wir uns alle gegenseitig sehen können (das erleichtert die Kommunikation ungemein).

Also haben wir es einfach einmal ausprobiert:

Variante 1 – fixe Meetings

  • Um 08:00 Uhr Treffpunkt und jeder hat reihum gesagt, was das eine Ding ist, das an diesem Tag höchste Priorität hat.
  • Um 12:00 Uhr Treffpunkt für den Zwischenstand und auch, um Fragen zu klären.
  • Um 16:00 Uhr Treffpunkt um zu feiern 🙂

Variante 2 – OpenSpace

Das Feedback einer Teilnehmerin hat uns dann diese weiter Variante beschert: sie hat erzählt, dass sie mit einen Kollegen bereits so zusammenarbeitet, sie bleiben dabei allerdings die ganze Zeit über miteinander verbunden. Per Video und Audio.

Meine erste innere Reaktion: „Nein, das kann ich mir nicht vorstellen … ist nichts für mich.

Aber da ich mich ja auf ein Experiment eingelassen hatte … haben wir es ausprobiert.

  • Um 08:00 Uhr Start mit einer Commitment-Runde wie bisher
  • Wer wollte, konnte im Zoom-Raum bleiben, mit oder ohne Video, mit oder ohne Audio.
  • Um 12:00 Uhr dann wieder Zwischen-Plauscherl
  • Nachmittags ohne Zoom-Raum
  • Um 16:00 Uhr wieder Abschluss-Treffpunkt

Und ich muss gestehen: das war großartig!

Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, dass die Kamera anbleibt, ist es sogar motivierend, die Nebengeräusche der anderen TeilnehmerInnen mitzubekommen.

An diesem Vormittag wurde es auch ganz klar, wie hilfreich es ist, wenn die TeilnehmerInnen kurz im Raum nachfragen können, ob jemand Zeit für ein klärendes Gespräch hat. Dadurch wurde nämlich auch verhindert, dass jemand die falsche Abzweigung nimmt.

Wenn diese Gespräche jemanden im Arbeitsfluss gestört haben, konnte er natürlich einfach den eigenen Lautsprecher ausschalten und hatte seine Ruhe.

Ich denke, diese Spielart des Virtuellen CoWorkings kommt am ehesten einem Offline-Büro nahe. Mit allen Vor- und Nachteilen, die jedoch auch gesteuert werden können!

Variante 3 – OpenSpace und Meetings in Kombination

Am  31.8.2017 haben wir diese Variante getestet:

  • Ich öffne um 08:00 Uhr den OpenSpace im Zoom-Raum für alle frühen Vögel.
  • Um 09:00 Uhr erstes Meeting fürs Commitment (wer mag und kann)
  • Um 12:30 Uhr wieder Flurfunk
  • Um 16:00 Uhr wieder Abschluss-Meeting
  • Und dazwischen bleibt der Raum für alle offen, die möchten. Es kann jederzeit jemand dazukommen und kurz Hallo sagen, bleiben, oder wieder gehen.

Diese Kombination hat sich als optimal herausgestellt, weil sich damit jeder genau das aus dem CoWorking holen kann, was er braucht!

So geht’s weiter mit dem Virtuellen CoWorking

Ursprünglich hatte ich vorgehabt, während meiner Home-Sweet-Office Challenge vom 16. – 20. Oktober 2017 nur an einem Tag CoWorking anzubieten.

Aber was soll’s, wir machen das jeden Tag! Von Montag bis Freitag! Jeweils einen halben Tag, damit du als Teilnehmer mit der Tagesaufgabe ganz sicher nicht alleine dastehst.

Hammer, oder?

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Fazit

Ich hätte mir selbst nicht gedacht, was das für einen Unterschied macht, wie viel Spaß das Virtuelle CoWorking macht – und wieviel Gewinn für alle darin steckt! Daher bin ich natürlich froh und dankbar, dass ich es ausprobiert habe – noch einmal ein großes Danke an alle, die dabei waren und noch dabei sein werden.

Es zeigt, dass das Denken „Out of the box“ immer wieder hilfreich ist und dass wir, nur weil wir im Home-Office sitzen, es nicht alleine „bespielen“ müssen.

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

2 Kommentare

  1. Ich war dabei und kann bestätigen, dass es total Klasse ist, um bei den vielfähltigen Aufgaben die EINE zu finden, die an diesem Tag fertig werden soll. Du fragst da ja immer sehr freundlich-beharrlich nach ;). Mein Ergebnis: deutlich mehr geschafft, ich bin viel zufriedener und habe wirklich Feierabend gemacht. Ach ja, und meine Webinare laufen seit der letzten Woche auch! Wer noch nicht dabei war: nutzt die letzte Chance am 31.8. – so viel Support gibt´s gratis bestimmt nicht so schnell wieder. Danke, Claudia!

    • Vielen Dank, liebe Antje!

      Du fragst da ja immer sehr freundlich-beharrlich nach

      *Räusper* – das ist wirklich aufgefallen? 😉

      Freu‘ mich, wenn du am 31.8. wieder dabei bist!

      Liebe Grüße,
      Claudia

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