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Content erstellen – passt dein Rhythmus wirklich zu dir?

content erstellen

Ist dir etwas aufgefallen?

Heute ist Donnerstag …

Und das ist der dritte Artikel hier im Blog, der am Donnerstag und nicht am Montag erschienen ist.

Content erstellen um jeden Preis?

Wahrscheinlich ist es dir nicht (zumindest nicht unangenehm) aufgefallen. Ich habe mir  damit ein Stückchen Freiheit zurück erobert. Daher plaudere ich heute wieder einmal ein bisserl aus dem Nähkästchen – nachmachen ist absolut erwünscht!

Ich habe nachgeschaut. Seit Beginn vom Abenteuer Home-Office (also Anfang 2015) erschien fast jeden Montag ein Blog-Artikel:

2014 habe ich mehrere Artikel pro Woche geschrieben – da einige davon schon von mir gelöscht wurden, kann ich es gar nicht mehr nachvollziehen
2015 Start von Abenteuer Home-Office und gleichzeitig damit die Aktion 53 x schneller am PC. Am Montag gab es also einen Blogartikel, am Mittwoch ein Anleitungs-Video, der Newsletter kam an jedem 2. Donnerstag im Monat.
2016 Ab dem Sommer und dem Start meines Podcasts gab es wieder am Montag den Blogartikel, der Podcast kam am Mittwoch heraus und jeden 2. Donnerstag der Newsletter
2017 Anfang des Jahres gab es schon einen kleinen „Einbruch“ in meinem Content-Rhythmus, da es sich mit zwei anspruchsvollen Programmen, in die ich eingestiegen war, nicht mehr ausging. Der Plan war: Montag Blog und/oder Podcast – und weiterhin jeden 2. Donnerstag der Newsletter

Ein paar Auslöser für die derzeitige Änderung beim Content erstellen

Zuerst wurde der Dienstplan meines Mannes umgestellt und er hat nun jeden Montag frei. Ein verlängertes Wochenende also und daher absolut klasse (wenn nicht der Montag der Veröffentlichungs-Tag für mich gewesen wäre). In meiner Anstellung kann ich es mir locker einteilen, am Montag nicht zu arbeiten.

Außerdem wollte ich schon seit längerem meinen Newsletter von 14-tägig auf wöchentlich umstellen, damit er nicht so lange wird. Ich kenne es ja von mir selbst, dass mir mehrmals kurze, knackige Mails lieber sind, als monatliche halbe eBooks …

Ja, und dann kam noch dazu Sir James.

Content erstellen im rollenden Home-Office

Das ist unser neues (gebrauchtes) Wohnmobil, das wir nach langer Wartezeit endlich im September bekommen haben. In Kombination mit einem verlängerten Wochenende wird es zu meinem mobilen Home-Office.

Die erste Ausfahrt haben wir bereits gemacht, einfach einen Sprung nach Graz gemacht, den Tierpark in Herberstein besucht – das war so wie ein kleiner Urlaub!

Du kannst es dir wahrscheinlich schon denken …

Der Rhythmus passt nicht mehr!

Bisher hatte ich immer im Hinterkopf „Den Artikel kannst du auch am Wochenende schreiben“ und damit war die Priorität von Montag bis Freitag auf ganz anderen Dingen. Am Wochenende dann, habe ich den Artikel „im Kopf“ vorgeschrieben, mich immer wieder mit dem Thema beschäftigt … und damit hatte ich keine wirkliche Auszeit.

Das hat natürlich den Montag Morgen manchmal sehr anstrengend gemacht.

Jetzt könntest du denken, dass ich als „Profi“ es schaffen müsste, die Prioritäten unter der Woche anders zu setzen – und ja, der Gedanke kam mir natürlich auch.

Oft hat’s geklappt – aber manchmal eben auch nicht.

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

Bitte unterstütze mich dabei, den Podcast bekannter zu machen, indem du auf iTunes eine Rezension und/oder eine Bewertung hinterlässt! Hier zeige ich dir genau, wie’s geht.

iTunes Stitcher RSS-Feed

Daher habe ich mich in meiner Woche auf die Suche nach einem Tag gemacht, an dem ich mit weniger Druck meine Artikel, Podcast-Episoden und den Newsletter veröffentlichen kann.

  • Montag haben wir schon besprochen.
  • Dienstag bin ich in der Anstellung.
  • Wenn Montag ein normaler Arbeitstag ist, verbringen mein Mann und ich den Mittwoch Vormittag miteinander – also auch nicht.
  • Wochenende fällt sowieso weg.
  • Freitag … hat sich irgendwie nicht gut angefühlt.
  • Somit wurde es der Donnerstag.

Im Vorfeld hatte ich auch überlegt, ob ich diese Veränderung ankündigen soll (so habe ich es beim letzten Mal, als ich festgestellt habe, dass es sich nicht mehr ausgeht, gemacht). Aber dann wollte ich (auch ein bisserl, um mich selbst zu beruhigen), austesten, ob „etwas Schlimmes passiert“, wenn ich einfach so meinen Rhythmus ändere.

Und es ist nichts Schlimmes passiert …

Denn natürlich ist Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit wichtig – aber es muss auch zu deinem Lebens-Rhythmus passen. Das ist ja auch mit ein Grund, warum du im Home-Office arbeitest – weil du dann selbst bestimmen kannst, wie der Hase läuft.

Ich bin selbst erstaunt, dass es so lange gebraucht hat, bis ich erkannt habe, dass ich mir mit dem Montags-Rhythmus keinen Gefallen tue. Daran sieht man wieder einmal, wie wichtig es ist, zu hinterfragen, was man aus Gewohnheit tut …

Wenn ich mir jetzt meinen Redaktionsplan anschaue …

Ich erzähle dir und meinen KursteilnehmerInnen immer wieder, dass es hilft, wie der gute Henry Ford, Tätigkeiten zusammenzufassen und in Zeitblöcken abzuarbeiten. Also z.B. einen Zeitblock „Marketing“, in dem du deine Postings vorbereitest, anstatt jeden Tag wieder darüber nachzudenken, was du denn nun schreiben könntest.

Vielleicht ist es für dich auch eine gute Möglichkeit, ein paar Artikel oder Podcasts vorzuproduzieren, also einen ganzen Tag dem Content erstellen zu widmen.

Ich habe es ausprobiert und für mich funktioniert das nicht gut. Ich schüttle diese Inhalte nicht aus dem Ärmel, aber was bei mir gut läuft, ist, dass ich Themen vorbereite und sie dann dadurch wesentlich schneller produzieren kann. Außerdem stimme ich dadurch die Inhalte auf mein Business ab und der rote Faden bleibt (meistens) erhalten.

 

Diese Art der Themen-Entwicklung und -Vorbereitung zeige ich auch im Powertag Themen-Entwicklung und Redaktionsplan den TeilnehmerInnen und sie sind dann immer völlig erstaunt, wie schnell das geht, wenn die Basis gut gelegt ist.

Übrigens steht der nächste Powertag Redaktionsplan vor der Türe – wenn du am 1. Dezember 2017 Zeit und Lust hast, zwei Plätze sind noch frei!

Jedenfalls – durch diese Änderung im Rhythmus schaut mein Redaktionsplan jetzt viel „luftiger“ aus. Außerdem bin ich „im Thema“, wenn ich schreibe und das spart auch wieder Zeit. Denn manchmal ist es vorgekommen, dass ich mich erst wieder „einlesen“ musste, wenn ich den Newsletter geschrieben habe, um ihn auch gut zu schreiben. Das fällt nun natürlich weg, da ich mittendrin und voll dabei bin ;-).

Das Fazit für dich:

Wenn du bereits regelmäßig Content erstellst: überprüfe, ob dein Rhythmus noch zu deinem Leben passt.

Es muss ja nicht unbedingt der Kauf eines Wohnmobils sein. Auch die Kinder bringen immer wieder Veränderungen im Lebens-Rhythmus einer Familie. Ich kann mich noch gut erinnern, was für eine Umstellung es war, als meine Tochter vom Kindergarten in die Volksschule gewechselt ist.

Wenn du es bisher nicht geschafft hast, regelmäßig Content zu erstellen: überlege, welche Zeitfenster dazu führen könnten, dass du regelmäßiger produzierst.

Aber das wichtigste Fazit sollte sein: Ich war mit Blindheit geschlagen … und zwar den eigenen Bedürfnissen gegenüber. Und das stelle ich immer wieder auch bei meinen Kunden fest.

Warum ich, obwohl mein Bauchgefühl bereits sehr laut gebrüllt hat, daran festgehalten habe?

Ich kann es dir nicht sagen.

Ich kann dir nur empfehlen, früher (als ich) darauf zu hören!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

6 Kommentare

  1. Hallo Claudia,
    wieder mal ein super Artikel und ich verrate Dir hier als erste, dass sich auch bei mir etwas ändern wird.

    In dieser Woche habe ich meinen 100. Blogbeitrag veröffentlicht. Nun ist also viel Lesestoff für meine Blogbesucher vorhanden (etwa so viel wie die ersten beiden Harry Potter Bücher zusammen). Ab dem neuen Jahr werde auch ich meinen Content Rhythmus verändern.

    Darum vielen herzlichen Dank für diesen Beitrag zur rechten Zeit, der mich zusätzlich in meinem Entschluss bestätigt.

    Zauberhafte Grüße
    Birgit

    • Vielen Dank, Birgit! Bin schon gespannt auf deine Veränderung 🙂 Ich habe jetzt über 300 Blogartikel online und werde auch schön langsam „aufräumen“ …

      Liebe Grüße,
      Claudia

  2. Liebe Claudia,

    danke für Deine wertvollen Artikel. Ich freue mich schon auf das Coaching mit Dir morgen und darüber, dass ich endlich Ordnung und Struktur in meinen Redaktionsplan bringen kann.

    Swantje

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