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3 Umstände, die Regelmäßigkeit boykottieren – Das kannst du dagegen tun

Regelmäßigkeit

Vorige Woche habe ich dir ein paar Tipps gegeben, wie du mit Unvorhergesehenem in deiner Tagesplanung umgehen kannst.

Und bei den Rückmeldungen bzw. beim Beobachten meines eigenen Verhaltens ist mir aufgefallen, dass ich eine Art von Aufgaben dann besonders gerne nicht mache, wenn mir Dinge dazwischenkommen:

Die regelmäßigen Aufgaben.

Und die kommen derzeit bei mir auch viel zu kurz, weil ich momenten wie eine Wilde die Inhalte für den laufenden Kurs Home-sweet-Office erstelle.

Hier kannst du ins Abenteuer hineinhorchen!

Danke fürs Zuhören!

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Was sind regelmäßige Aufgaben und warum sind sie so wichtig?

Das sind Aufgaben bzw. Tätigkeiten, die dir heute Arbeit machen aber dir erst überüberübermorgen ein Ergebnis bringen!

Bei Selbständigen ist das klar: Akquisition, Aufbau von Kontakten, Pflege von Sozialen Netzwerken, kontinuierliches Füllen des Blogs und des Podcasts, Buchhaltung, das Leeren des Posteingangs, regelmäßige Entwicklung von Projekten, usw.

Aber auch als „Privatier“ oder Angestellter kennst du das sicher: das allmähliche Aneignen von bestimmten Fertigkeiten (z.B. einer Sprache) oder ebenso die Pflege von Kontakten (intern oder extern).

Na und? Dann halt nicht! Davon geht die Welt nicht unter!

Könntest du jetzt denken.

Genau.

Die Auswirkungen, ob du regelmäßig etwas machst oder nicht, spürst du ja nicht gleich, nicht wahr? Aber:

  • Du bleibst auf deine „alten“, bestehenden Kunden beschränkt, die z.B. immer dasselbe von dir möchten. Dadurch erweiterst du weder deinen geschäftlichen Horizont, noch deine Fähigkeiten.
  • Deine Projekte, für die du vielleicht einmal Feuer und Flamme warst, schlafen den Schlaf des Gerechten und es fällt dir schwer, die Motivation herzuzaubern, um sie weiterzuführen.
  • Deine Sichtbarkeit in den Sozialen Netzwerken oder deine Leserschaft auf deinem Blog wird immer weniger. Da macht es gleich viel weniger Spaß, dich dafür zu engagieren.

Was dich abhält und was du dagegen tun kannst

1) Du hast aktuell so viele Aufträge, dass du dir keine Zeit für deine regelmäßigen Aufgaben nimmst.

Gratuliere.

Und auch noch verständlich!

Wenn ein Kunde mit einem Auftrag winkt, der Geld bringt, dann wäre es doch der blanke Wahnsinn für dich als Selbständige(r), nein zu sagen, oder?

Was allerdings dagegen spricht, habe ich schon oben erwähnt. Keine Weiterentwicklung, Stillstand und irgendwann hektische Akquise oder ein panisches Projekte-aus-dem-Boden-stampfen.

Regelmäßigkeit

Gegenmittel:

Das hängt jetzt natürlich sehr von deinem Business ab. Aber sehr oft wird die Dringlichkeit eines Auftrags überbewertet, vor allem, wenn der Kunde bereits einmal mit dir zusammen gearbeitet hat.

Egal ob Neukunde oder nicht, denke nicht hektisch darüber nach, wie du den Auftrag auch noch zusätzlich hineinpressen könntest oder was es für beide bedeuten würde, wenn du diesen Auftrag ablehnst.

Du sagst dem Kunden nicht „Nein, geht nicht!“ sondern vielleicht „Gerne, aber zu einem etwas späteren Termin.„?

Achtung, Falle!

Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einer Kundin, die genau an dem Punkt war, zu viele Aufträge zu haben. Sie konnte (oder wollte) einfach nicht nein zu Kunden sagen – und hatte vor allem keinen Überblick darüber, wann sie welchem Kunden die Fertigstellung versprochen hat.

Nicht falsch verstehen: natürlich hatte sie sich die Fertigstellungs-Termine aufgeschrieben …

Unterm Strich wusste sie aber nicht, welche Wochen durch welche Kunden-Projekte zeitlich „belastet“ waren.

Wenn du also einem Kunden sagst: „Gerne, aber später“, solltest du dir einen Überblick darüber verschaffen, welche Projekte (egal ob deine eigenen oder für einen Kunden) du in welcher Woche im Fokus haben möchtest.

Ich mache das übrigens mit einem ganz einfachen Excel-Wochenplan, der sogenannten Grob-Planung in meinem Excel-Cockpit.

Zeit- und Projektplanung mit Excel

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2) Du planst diese Aufgaben nicht ein, sondern machst immer dann ein bisserl, wenn du gerade Lust oder Zeit hast.

„Wenn ich dann Zeit habe, …“. Ebenso fatal.

Du wirst nie – oder selten – und vor allem nicht regelmäßig Zeit dazu finden! Und gerade die Regelmäßigkeit ist bei vielen Tätigkeiten extrem wichtig. Es bringt z.B. in den Sozialen Netzwerken wesentlich mehr, täglich ein Posting abzusetzen, als ein Mal die Woche deine Fans mit Informationen zuzuschütten!

Gegenmittel

Wenn du gerade viel um die Ohren hast, plane trotzdem (oder gerade deswegen!) nur ein Minimum ein, das du sicher bewerkstelligen kannst.

Denn ganz oft sind es gerade die Routinen, die das Werkl am Laufen halten – und die trotzdem als allererstes gestrichen werden. Und da nehme ich mich auch gerade an der Nase.

Oft liegt es auch daran, dass wir zu viele Routinen aus Zeiten mitschleppen, in denen wir eben noch nicht so viele Kunden-Aufträge (oder auch eigene Projekte) hatten.

Damit ist genau das jetzt der beste Zeitpunkt, auch die Effektivität und Effizienz von Routinen zu überprüfen und gegebenenfalls wirklich welche zu streichen. Wenn du dann diejenigen identifiziert hast, die für dich echte Ergebnisse bringen, dann gib ihnen die höchste Priorität, die du vergeben kannst und plane Zeit dafür ein!

Zum Umgang mit Routinen in stürmischen Zeiten habe ich vor längerer Zeit schon einen Artikel geschrieben und Erste Hilfe-Maßnahmen, wenn du aus deiner Routine fällst aufgezeigt:

  • Atme tief durch
  • Bewege dich langsam
  • Schau nicht auf die ToDo-Liste
  • Lass‘ nichts mehr herein
  • Sag nur mehr nein
  • Arbeite mit der Pomodoro-Technik

3) Du willst alles – gleich – sofort – JETZT.

Die Ungeduld wirft dir wahrscheinlich auch immer wieder einen Klotz zwischen die Beine, oder? Du siehst ja den Erfolg nicht jetzt, gleich und sofort, wodurch die Motivation dranzubleiben stetig sinkt.

Ich weiß, der Spruch ist ein bisserl „abgenudelt“, wie wir in Wien sagen. Aber Business – egal ob online oder offline – ist ein Marathon und kein Sprint!

Regelmäßigkeit

Gegenmittel

Das Schöne am Online-Business ist: Es läuft dir nichts davon! Erst unlängst habe ich zu meinem Mann gesagt: „Bin ich froh, dass ich nicht erst jetzt mit meinem Online-Business starte – die Möglichkeiten, die es heute gibt, sind überwältigend!

Als ich damit begonnen habe, gab’s vieles einfach noch nicht. Das heißt, ich konnte mich auf das konzentrieren, was eben möglich war. So wie das Bloggen zum Beispiel.

Meinen TeilnehmerInnen in Home-sweet-Office gebe ich dazu (natürlich ausführlicher) folgenden Fahrplan:

  • Setze dir ein Motto für dein Jahr
  • Entwickle daraus monatliche Leuchttürme, die dir helfen, Entscheidungen zu treffen und den Fokus zu behalten.
  • Schreibe auf, was du (regelmäßig?) tun musst, um Teilziele zu erreichen.
  • Plane das in deine Wochen ein.
  • Überprüfe monatlich, wie du im Plan liegst. Nicht täglich! Dann siehst du deine Entwicklung und deine Erfolge klarer.

Was meinst du?

Welche regelmäßigen Aufgaben hast du in der letzten Zeit vernachlässigt? Durch welche der drei Gegenmittel kannst du sie wieder in deinen Fokus rücken?

Ich bin gespannt darauf, von dir zu lesen!

P.S. Und bleib‘ neugierig!


 

3 Kommentare

  1. Maike sagt

    Danke Claudia, für diesen Artikel und die praktischen Tipps. ! Ich bin noch auf der Ebene bei manchen Dingen zu unterscheiden, ob ich sie überhaupt zur Routine machen kann. Das ist sehr spannend. Während manche Tätigkeiten die Regelmäßigkeit brauchen, habe ich welche, für die die Regelmäßigkeit Gift ist. Das ist gerade Gegenmittel Nr. 1 …
    Liebe Grüße
    Maike

  2. Pingback: 3 Umstände, die Regelmäßigkeit boykottieren – Das kannst du dagegen tun - die netztaucher

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