Tools und Technik
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Trello-Business – warum es auch für Solounternehmer interessant ist

Trello-Business auch für Solopreneure

Schluss mit gratis?

Ich bin immer bereit für Tools oder Dienste, die mir mein Leben erleichtern, Geld in die Hand zu nehmen. Es muss und kann im Netz nicht immer alles gratis sein.

Aber als ich das erste Mal von Trello-Business gelesen habe, war ich dazu nicht sofort bereit. Ich bin ja bisher mit allem gut zurecht gekommen, mir hat es an (fast) nichts gefehlt …

Bedarf wird durch Möglichkeit geweckt

Wenn es nicht die Möglichkeit gäbe, Trello mit anderen Anwendungen zusammen arbeiten zu lassen … na gut, dann wäre es eben so.

Man arrangiert sich.

Brauch‘ ich also nicht.

Und da schlägt jetzt dieser psychologische Effekt zu ;-). Es ist möglich. Somit … brauch‘ ich es auch?

Außerdem war mir das Zahlungsmodell mit Boards und Teams und Accounts nicht ganz klar. Das kann aber auch einfach an mir liegen und nicht daran, wie Trello das kommuniziert.

Aber dann …

Für ein Unternehmen, das Trello z.B. für Projektmanagement in größeren Teams verwendet, waren mir die Vorteile von Trello-Business sofort klar. Inzwischen, nachdem ich mich ein bisserl eingearbeitet habe, bin ich allerdings auch der Meinung, dass es sogar für mich als Solo-Unternehmerin einiges zu bieten hat.

Hier meine liebsten Tool-Integrationen bzw. Funktionen, weswegen ich sicher bei Trello-Business bleiben werde.

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Trello und Evernote

Die Verbindung zwischen Evernote und Trello hat mein Produktivitäts-Herz gleich einmal höher schlagen lassen. Vor allem, weil ich meinen Redaktionsplan in Trello führe (sehr übersichtlich durch die Kalender-Ansicht).

Zusammenarbeit zwischen Trello-Business und EvernoteNatürlich hat’s bisher auch funktioniert, indem ich die beiden Tools parallel zueinander verwendet habe. Aber es geht wieder einmal einen Ticken schneller und ich muss weniger suchen, wenn ich direkt im Kärtchen von Trello einen Link zu Evernote setzen kann – bzw. sogar von Trello aus eine Notiz anlegen kann.

Leichte Start-Schwierigkeiten

Wenn du mich schon ein bisserl länger kennst weißt du sicher, dass ich neben meinem Online-Business noch halbtags als Programmiererin angestellt bin. Darum hat es mich nicht besonders beunruhigt, dass die Integration mit Evernote nicht vom ersten Tag an funktioniert hat.

Inzwischen ist dieser erste Bug (=Fehler) behoben worden.

Allerdings …

CSV-Export von ganzen Trello-Boards und Team-Aktivitäten

Daten-Export genau so wie Datensicherheit ist bei jedem Online-Tool ein Thema. Ich persönlich verwende (bis jetzt) Trello nur als Arbeits-Tool und nicht dafür, Daten zu archivieren.

Aber ich bin – auch im Zuge des Trello-Kurses – schon oft gefragt worden, wie man denn die Daten sichern kann bzw. aus Trello wieder heraus bekommt.

Sowohl in der gratis als auch in der Gold-Version ist ein Export der Daten in das beliebte CSV-Format (das dann in Excel geöffnet werden kann) nicht möglich. Es gibt zwar eine Erweiterung für den Google-Chrome-Browser, aber wer nicht mit Google Chrome arbeiten möchte, schaut durch die Finger.

Möglich ist nur das Drucken (z.B. auch mit einem PDF-Creator) von Boards, was völlig unübersichtlich und ehrlich gesagt eher sinnlos ist. Das Drucken von Kärtchen kann da schon eher hilfreich sein.

Daten-Export in TrelloDamit ist es in Trello-Business vorbei, ein ganzes Board kann in Excel exportiert werden, genauso wie alle Aktivitäten eines Teams. Ohne Erweiterung oder einem bestimmten Browser!

Somit steht auch dem Import in andere Datenbank-Systeme nichts mehr im Wege. Wer weiß, was sich aus dieser Möglichkeit noch machen lässt.

Gespeicherte Suchen

Suchanfragen speichern in TrelloDie Suche in Trello ist schon sehr gut ausgestattet. Du kannst sowohl nach Inhalten, als auch nach Labels, Mitgliedern, etc. über alle Boards hinweg suchen. Praktisch finde ich die Erweiterung in Trello-Business, ganze Suchen zu speichern.

Damit ersparst du dir sicher auch eine Menge Zeit, wenn du z.B. immer wieder nach den selben Suchbegriffen oder Labels suchst.

Beobachter an Board!

In der gratis Version kannst du Mitglieder zum Board hinzufügen, die Berechtigungen auch ein bisserl einschränken, aber du kannst nicht verhindern, dass ein Mitglied Kärtchen löscht oder verschiebt.

Beobachter an BordDas ist durch den Beobachter-Status möglich. Ich könnte mir vorstellen, dass das z.B. eine gute Möglichkeit ist, Kunden Einblicke in Boards zu geben, ohne dass sie etwas „anstellen“ können. Diese Transparenz ist sicher auch ein großes Plus in Projekten.

Übrigens sind Beobachter keine vollwertigen Mitglieder eines Teams – und kosten daher nichts extra.

Integration von Slack

Reminder in Slack# setzenNoch (Betonung auf „noch“) verwende ich Slack nicht, liebäugle aber schon einige Zeit damit, vor allem, was die Zusammenarbeit mit Kunden betrifft. Auch als Ersatz für ein Forum bei Online-Kursen könnte ich es mir gut vorstellen.

An dieser Stelle Slack zu beschreiben, würde über das Ziel des Artikels hinausschießen, trotzdem ist das sicher einen Blick wert, du kannst dich darüber nämlich auch an Kärtchen erinnern lassen – gefällt mir!

Trello und Twitter

Das finde ich extrem hübsch gemacht – auch wenn ich noch nicht ganz sicher bin, wie ich diese Verknüpfung verwenden werde. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass mir dazu noch etwas einfallen wird. Leider wird auch nicht angezeigt, ob ich dem Twitterati folge (Diana z.B. folge ich bereits … das sehe ich hier nicht).

trello-business-twitter

Du kannst von hier aus sowohl antworten, retweeten und „liken“. Ohne Trello zu verlassen.

Wie gesagt – ich weiß noch nicht, bei welchem Arbeitsprozess mich das unterstützen könnte.

Hast du vielleicht eine Idee? Dann freu‘ ich mich über deinen Kommentar!

Was gibt’s sonst noch Neues?

  • Integration Google-Docs – Sogar ganze Ordner!
  • Integration Mailchimp
  • Board-Sammlungen (z.B. für alle Kundenprojekte?)
  • Integration Hilfe Scout (Ticket-System)
  • Jede Menge Berechtigungs-Feinheiten in Boards und Teams

Und was kostet Trello-Business jetzt wirklich?

Ich hab’s zu Beginn geschrieben – ich habe nicht ganz durchgeblickt, daher hier der Versuch einer Erklärung 🙂

  • Du hast einen Trello-Account – der wird durch eine eMail-Adresse identifiziert.
  • Innerhalb dieses Accounts erstellst du Boards.
  • Innerhalb dieses Accounts erstellst du Teams (können auch kostenlos sein, wenn dir die Basis-Funktionen reichen!)
  • Dieses Team kannst du für Boards berechtigen. (Kostet immer noch nichts)
  • Wenn du für ein Team alle zusätzlichen Möglichkeiten freischalten möchtest, dann kaufst du das Upgrade für das Team – nicht für deinen Account!

Warum dieses Preissystem für uns Solopreneure auch interessant ist:

  • Du kannst ganz alleine in einem Team sein – und somit alle Integrationen verwenden.
  • Zusätzlich kannst du weiter einzelne Boards verwenden.
  • Zusätzlich kannst du auch weitere, kostenlose Teams in Verwendung haben.

Und so sieht’s derzeit bei mir aus:

  • Ich bin ein Team 🙂 und zahle dafür $10,–/Monat, mit 2016 werde ich auf die jährliche Zahlung umsteigen, dann kostet es nur mehr $ 8,33/Monat.
  • Diesem Team habe ich alle Boards zugeordnet, in denen ich die Möglichkeiten von Trello-Business verwenden möchte.
  • In meinen Kunden-Boards für meine 1:1-Coachings sind die Kunden als Mitglied hinzugefügt, das reicht völlig.
  • Eines meiner Erfolgsteams ist ebenso in einem Board – ohne Teamfunktionen.
  • Und dann gibt es noch einige private Boards, in denen ich mich alleine bewege.

Ich schätze, das ist eine kostengünstige Möglichkeit, um für dich herauszufinden, ob dir Trello-Business in deinem Workflow Unterstützung sein kann.

Denn darum geht’s!

In ein paar Wochen werde ich sicher in einem weiteren Artikel beschreiben können, ob und wie ich als Solopreneur Trello-Business tatsächlich verwende – bin selbst schon sehr gespannt.

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P.S. Und bleib‘ neugierig!


3 Kommentare

  1. Hallo Claudia,

    wir nutzen auch Trello und Evernote. Vielen Dank für deinen Einblick. Noch überwiegen für mich im Workflow nicht die Vorteile. Aber dein Bolgartikel hat mir schon einen Interesanten ein Blick gewährt.

    Zum Thema Slack. Wir nutzen Slack nicht nur aktiv im Team sondern ich habe damit auch eine Community gegründet ( http://www.paperless-pioneers.de ) der einzige Nachteil ist wirklich nur das es nicht multilingual ist. Es gibt ja doch eine Anzahl Menschen die mit Englisch schwierigkeiten haben.

    Grüße und weiter so !

    • Hallo, André!

      Oh, eine Slack-Community – Wahnsinn! Darf ich da bitte auch mitmachen?? Slack reizt mich schon sehr … ich bin ja absolute Anfängerin damit …

      Freu‘ mich auf deine Antwort und danke für deinen Input!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  2. Pingback: Trello - endlich gibt's Wiederholungen! › Abenteuer Home-Office

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