Autor: Claudia Kauscheder

Kooperationsformen im Onlinebusiness

5 leichte Kooperationen im Online-Business

Kooperationen im Onlinebusiness sind kein Selbstläufer, aber sie sind eines der wirkungsvollsten Mittel, um deine Reichweite zu erhöhen, deinen Expertenstatus zu festigen und die eigene Bubble zu durchbrechen. Und das Beste: Sie müssen nicht für immer sein. Ob ein gemeinsamer Podcast für eine Season, ein einmaliger Gastartikel oder eine mehrwöchige Verkaufsaktion, Kooperationen können so gestaltet werden, wie es zum eigenen Business passt. Ich selbst bin nicht der Typ für langfristige Kooperationen, wie z.B. einen gemeinsamen Onlinekurs zu starten, ich arbeite lieber alleine. Aber wie du an meinen Beispielen sehen wirst, können auch kurzfristige Kooperationen Spaß machen und deiner Reichweite einen ordentlichen Boost geben. Das Wichtigste vorab: Die Grundvoraussetzungen Bevor du überhaupt an eine Kooperation denkst, gibt es ein paar Grundprinzipien, die du unbedingt beachten solltest: Gleiche Werte, ähnliche Zielgruppe, aber anderes Angebot. Das ist die wichtigste Voraussetzung. Zwei Hundetrainerinnen, von denen eine Agility und die andere verhaltensauffällige Hunde betreut, können wunderbar kooperieren. Zwei Selbstmanagement-Trainerinnen mit demselben Angebot eher nicht. Die Zielgruppe soll übereinstimmen, das Angebot soll sich ergänzen. Ähnliche Business-Größe Wenn der Unterschied in Reichweite …

Innere Widerstände

3 Strategien gegen deine inneren Widerstände

Wie geht’s dir mit Widerständen in Form von Kritik, Rückschlägen und all dem, was uns als Selbständige so ins Gesicht weht? Ich denke, bevor es aber überhaupt zu Widerstand, Rückschlag oder Gegenwind kommen kann, braucht’s etwas. Und zwar, dass du etwas tust! Etwas, das du noch nie oder etwas Neues, das du SO noch nie getan hast, oder einfach sehr viel ohne nähere Definition. Und was vor dem Tun passiert, ist für mich persönlich der viel stürmischere Gegenwind. Denn er kommt von innen. Von dir selbst. Und ich denke, der ist noch viel schwerer auszuhalten bzw. zu überwinden. Du kannst ihm nämlich nicht ausweichen. Du kannst ihn auch nur bedingt ignorieren. Davonlaufen ist auch keine Option. Welche Strategie du auch immer anwendest, eines ist sicher: Es kostet viel Energie! Damit du besser mit Widerständen umgehen kannst, habe ich drei (von mir) erprobte Stragegien für dich. Mach den Gegenwind für dich sichtbar! Ich wiederhole mich, denn in einem Gastbeitrag habe ich es bereits geschrieben: „Überforderung ist per se nichts Böses – sie schafft Raum für Entwicklung!“ Es …

Aufschieberitis, Prokrastination

Aufschieberitis – 5 Gedanken-Experimente

Lass uns ein Gedanken-Experiment machen. Denn Aufschieberitis wird mir sehr oft als größte Herausforderung von Selbständigen im Home-Office genannt. Daher: Was würde passieren, wenn … Wenn du aktiv aufschieben würdest Aktives Aufschieben bedeutet, dass du eine Aufgabe bewusst und strategisch verschiebst, statt sie aus Überforderung, Angst oder Bequemlichkeit zu vermeiden. Es ist also eigentlich das Gegenteil von klassischer Prokrastination. Aktiv aufschieben bedeutet also: Du erkennst, dass eine Aufgabe jetzt nicht sinnvoll ist. Du entscheidest dich bewusst, sie später zu erledigen. Du planst sie konkret neu ein (Datum, Uhrzeit). Du akzeptierst die Konsequenzen dieser Entscheidung. Ein klassisches Beispiel: Du willst ein neues Angebot konzipieren, merkst aber, dass diese Woche strategische Kundentermine Vorrang haben. Statt halbherzig zu starten, planst du die Konzeptarbeit gezielt in zwei Wochen ein – mit Zeitblock selbstverständlich. Das ist aktives Aufschieben. Wenn sich deine KundInnen daran gewöhnen Man glaubt es kaum, aber es gibt die Möglichkeit, dass sich deine KundInnen daran gewöhnen, dass du oft zu spät dran bist. Sie kalkulieren das dann ein. So ähnlich wie das mein Chef in meiner Anstellung …

Selfcare für Selbständige

Wie Selfcare meine Arbeit beeinflusst

Wenn ich über Selfcare lese oder höre, dann hat es für mich oft den Anschein, dass im Hintergrund „Selbstoptimierung“ gemeint ist. Es sind große Aktionen, die dafür gehalten werden, dass du dich um dich selbst kümmerst – und ja, ich bin in früheren Jahren auch darauf reingefallen. Du weißt es vielleicht nicht, aber ich habe vor meinem Abenteuer Home-Office sehr viele energetische Ausbildungen absolviert und auch in diesem Feld gearbeitet. Daraus war z.B. klar, täglich zu meditieren, Selbstbehandlungen durchzuführen und zu tun, was noch so dazugehört hat. In diesem Umfeld habe ich übrigens auch Rani Gindl, die zu dieser Blogparade eingeladen hat, persönlich kennengelernt. Das alles hat viel Zeit gekostet, und immer, wenn ich es nicht geschafft hatte, alles zu tun, was mir empfohlen wurde, war das Resultat ein schlechtes Gewissen und Selbstvorwürfe. Bis ich verstanden habe, dass Selfcare für mich mehr mit meiner inneren Haltung zu tun hat, als mit Ritualen oder Übungen. Ein paar Gedanken dazu möchte ich dir mitgeben. Sie haben alle mit deinem Arbeitsalltag als Selbständige zu tun und erfordern keinen …

Zero-Inbox mit Trello

Endlich Zero-Inbox – Mein Workflow mit Trello

Heute fertig, leerer Posteingang – und morgen wieder voll … spielst du das Spiel auch? Lange Zeit war mir selbst nicht bewusst, welche Auswirkungen es auf meinen Gemütszustand, meine Produktivität und auch meine To-do-Liste in Trello hat, wenn ich nicht dafür sorge, dass mein Posteingang leer ist. Und auch viele meiner KundInnen leiden entweder darunter, dass sie nie „fertig“ sind, oder meinen, dass es egal ist, ob hunderte E-Mails im Posteingang schlummern, oder nicht. Bis sie beginnen, ihren Workflow zu verändern und zu spüren, welche Erleichterung und Klarheit ihnen eine Zero-Inbox bringt. Was „tut“ ein voller Posteingang mit dir? Kein Überblick – wer weiß, was sich da Wichtiges drinnen versteckt … Schlechtes Gewissen – wer weiß, wer noch auf Antwort von dir wartet … Überforderung – viel ist einfach viel und macht den Eindruck, dass es nicht bewältigbar ist. In meinen Kursen und Einzelberatungen ist das E-Mail-Chaos sehr oft das erste brennende Thema, das meine KundInnen verändert haben wollen. Und bei vielen klappt es mithilfe von Trello inzwischen! Und ich frage mich: Wie kann es …

Wochenrückblick

Der Wochenrückblick für eine tolle nächste Woche!

Die Sache mit dem Rückspiegel Mein Vater hatte vor einigen Jahren einer Bekannten, nennen wir sie Frau M., versprochen, mit ihr das Autofahren zu üben. Ihr Mann war verstorben und nun konnte sie nur selbst fahren oder auf die Öffentlichen umsteigen. Sie waren also in recht gemächlichem Tempo auf der Autobahn unterwegs und nach kurzer Zeit fiel ihm auf, dass sie nie einen Blick in den Rückspiegel warf. Er: „Du musst in den Rückspiegel schauen – vor allem, wenn du die Spur wechselst!“ Sie: „Wozu soll ich nach hinten schauen, ich fahre doch nach vorn?“ Tja … er hat das nicht lange gemacht und sie ist aufs Taxi umgestiegen. Und jetzt die Frage an dich: Verhältst du dich in deinem Zeit- und Selbstmanagement genauso wie Frau M.? Dann machst du sicher keinen Wochenrückblick … Was sind die Ziele des Wochenrückblicks? Der Vater dieses Gedankens ist David Allen, der das System „Getting Things Done®“ (GTD) entwickelt hat und er definiert das oberste Ziel wie folgt: „Oberstes Ziel ist ein absolut verlässliches System für dich!“ Es kann …

Kein Plan für 2026

Kein Plan für 2026

In dieser sehr persönlichen Episode erzähle ich dir, warum ich zum ersten Mal seit Jahren keinen konkreten Plan für das kommende Jahr habe – und wie es sich anfühlt, diese Ungewissheit zu akzeptieren. Warum ich keinen Plan für 2026 habe Meine Einstellung zur Arbeit hat sich durch meine zweite Brustkrebserkrankung 2023 verändert. Die Erkenntnis, dass meine Energie nicht mehr dieselbe ist wie früher. Wie 3 Monate Urlaub in 2025 mir gezeigt haben, was mir gefällt. Was sich 2026 ändern wird Der Content-Planung-Club wird im Dezember 2025 zum letzten Mal geöffnet. Reduktion meiner Arbeitszeit auf 20 Stunden pro Woche (oder weniger). Home-sweet-Office 3.0 bleibt mein Herzensprojekt und wird weitergeführt. Meine Ideen für 2026 (noch unausgereift) Weiterführung meiner kostenlosen Circle-Community Monatliche Coworking-Sessions Unregelmäßige 3-Stunden-Workshops Eventuell Wiedereinführung meiner Power -Tage Punktuelle Angebote statt durchgehender Programme Pension und Selbstständigkeit Ab 1.8.2026 kann ich ohne Abschläge in Pension gehen. Die Herausforderungen mit Zuverdienstgrenzen in Österreich. Mein Ziel: Fixkosten decken und das Business als „sinnstiftendes Hobby“ weiterführen. Letzte Chance: Der Intensivtag „So geht Contentplanung“ findet am 4. Dezember 2025 zum letzten …

3 Säulen für kristenfeste Arbeitstage

Die 3 Säulen für krisenfeste Arbeitstage

In den Gesprächen während der letzten Produktivitäts-Challenge ist mir wieder klar geworden: Viele Selbständige haben kaum Struktur in ihren Arbeitstagen und schon gar nicht in ihren gesamten Wochen. Wären sie Fotografen, könnte man das damit vergleichen, dass sie nur ein Ein-Bein-Stativ verwenden, statt eines Drei-Bein-Stativs. Wenn sie mit einem Ein-Bein-Stativ auch nur irgendetwas irritiert (sei’s eine lästige Biene oder eine Stufe, die sie übersehen haben), dann fällt der Fotoapparat. Mit drei Beinen steht es sich also viel sicherer – und selbst wenn eines davon einknicken sollte, sind noch zwei weitere vorhanden, die „einspringen“. Der Vergleich hinkt? Naja, vielleicht ein bisserl, aber ich wollte nicht schon wieder den Hausbau bemühen ;-). Wenn du diese drei Säulen in deine Tages- und Wochenplanung einführst, dann zeigt sich das Geniale daran: Wenn eine Säule temporär wegbricht (z.B. durch Krankheit oder Krise), tragen die anderen beiden das System weiter. So bleibst du auch an den schwierigsten Tagen handlungsfähig. Dein Struktur-Anker – Die erste Säule Dieser Struktur-Anker gilt sowohl für deinen Arbeitstag, als auch für die gesamte Woche. Ein paar Ideen …

KI als Denkpartner - Interview mit Marit Alke

KI als Denkpartner – Interview mit Marit Alke

In dieser Podcast-Episode spreche ich mit Marit Alke über ihren besonderen Ansatz im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Marit war jahrelang als Expertin für Online-Kurs-Entwicklung bekannt, hat sich aber nach einer beruflichen Pause 2024 neu orientiert und sich auf KI für Solo-Selbstständige spezialisiert. Der Wendepunkt: Vom Online-Kurs-Business zur KI Nach ihrer Weltreise während Corona fand Marit einen völlig veränderten Markt vor. Der Online-Kurs-Markt war übersättigt, die Nachfrage gesunken. Gleichzeitig erkannte sie, dass KI das traditionelle „Von A nach B“-Lernen revolutioniert – ChatGPT kann heute interaktive Kurse erstellen, Texte vorlesen und sogar Videos generieren. Die Workation-Erfahrung: KI als Berater nutzen Den Durchbruch erlebte Marit während einer einwöchigen Workation am Plöner See. Statt KI für schnelle Textproduktion zu nutzen, stellte sie ChatGPT eine entscheidende Frage: „Ich möchte dich als empathischen, väterlichen Berater nutzen. Hilf mir herauszufinden, was ich mit meinem Business machen soll – aber gib mir keine Ratschläge, sondern stell mir eine Frage nach der anderen.“ Das Ergebnis: Ein tiefes, überraschendes Gespräch, das sie zum ersten Mal wirklich zum Denken brachte, anstatt das Denken an die KI …

Community aufbauen auf Circle - meine Erfahrungen

Eine Community aufbauen abseits von Facebook – meine Erfahrungen

Mach eine Gruppe auf Facebook auf und wachse mit dieser Community! Meine Erfahrung dazu zeigt, dass das vor ein paar Jahren noch ein guter Tipp war, allerdings wegen Änderungen innerhalb von Facebook und der Veränderung der Mitglieder nicht mehr gilt. Auch bei meinen begleitenden Gruppen zu meinen kostenpflichtigen Kursen ist mir in den letzten Jahren aufgefallen, dass die Beteiligung immer mehr zurückgegangen ist. Eine neue Möglichkeit zum Austausch musste her Im Juli 2025 öffnete ich daher auf Circle eine Gruppe zum Abenteuer Homeoffice, die demnächst der hundertprozentige Ersatz für meine Facebook-Gruppe wird. Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht, denn die Facebook-Gruppe zählte zu diesem Zeitpunkt 2.247 Mitglieder. Doch nur 20 bis 30 davon beteiligten sich aktiv am Geschehen. Viele haben wahrscheinlich mitgelesen, aber die aktive Beteiligung wurde immer weniger. Auch in meinen begleitenden Gruppen für kostenpflichtige Angebote, Kurse und Memberships bemerkte ich diesen Trend. In den letzten Jahren hörte ich immer öfter: „Facebook? Da bin ich gar nicht mehr, möchte ich eigentlich nicht.“ Und diejenigen, die aktiv teilnehmen wollten, bekamen oft nicht angezeigt, was sich …